<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
 <rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"> <channel> <title>Humanistische Vereinigung - RSS Feed</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/rss-feed/rss.xml</link> <description></description> <language>de_DE</language> <copyright>Humanistische Vereinigung</copyright> <pubDate>Sat, 07 Mar 2026 12:30:30 +0100</pubDate> <lastBuildDate>Sat, 07 Mar 2026 12:30:30 +0100</lastBuildDate> <generator>TYPO3 EXT:news</generator> <item> <guid>news-698</guid> <pubDate>Tue, 03 Mar 2026 12:01:54 +0100</pubDate> <title>Zwischen Sorge und Hoffnung: Erklärung zum Iran-Krieg</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/zwischen-sorge-und-hoffnung-erklaerung-zum-iran-krieg.html</link> <description>Angesichts des Angriffs auf den Iran fordert die Humanistische Vereinigung ein Ende der Gewalt und hofft gleichzeitig auf einen demokratischen Neuanfang für die iranische Bevölkerung.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Zum Angriff Israels und der USA auf den Iran erklärt der Vorstand der Humanistischen Vereinigung, Michael Bauer: </p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">„Den ausgebrochenen Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran sehen wir mit großer Sorge und Bedauern.</p> <p class="bodytext">Als Humanist*innen stehen wir dem Regime der Islamischen Republik Iran ohne jede Sympathie gegenüber. Wenn religiöser Fanatismus, die Verachtung der Menschrechte, Folter und Morde dort nunmehr enden, so begrüßen wir das. Wir wünschen dem Iranischen Volk von Herzen, dass es ihm gelingen möge, eine demokratische und freiheitliche Gesellschaft im Iran zu errichten und appellieren an die Staatengemeinschaft, es dabei nach Kräften zu unterstützen. </p> <p class="bodytext">Jedoch wissen wir, dass eine Kriegführung in dicht besiedelten Metropolen zwangsläufig zu vielen Opfern unter der Bevölkerung führen muss. Deshalb rufen wir dazu auf, die Kampfhandlungen schnellstens zu beenden und andere Wege zu finden, um diesen Konflikt beizulegen. Unser Mitgefühl gilt den Opfern dieses Krieges und ihren Angehörigen auf beiden Seiten.“</p></blockquote>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-697</guid> <pubDate>Mon, 02 Mar 2026 16:31:45 +0100</pubDate> <title>Erinnern – Verstehen – Vermitteln: Tag der Demokratiegeschichte am 18.März</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/erinnern-verstehen-vermitteln-tag-der-demokratiegeschichte-am-18maerz.html</link> <description>Die Humanistische Vereinigung und ihre korporativen Mitglieder, die Humanistische Gemeinschaft Freireligiöse Gemeinde Mannheim und die Freigeistige Gemeinschaft Berlin e.V. gegr. 1845 | Freireligiöse Gemeinde, beteiligen sich am Tag der deutschen Demokratiegeschichte am 18. März mit verschiedenen Veranstaltungen, um an die wechselvolle Entwicklung der Demokratie in Deutschland zu erinnern und um daraus Lehren für die Gegenwart zu ziehen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Am 18. März 2026 findet erstmals der Tag der Demokratiegeschichte statt. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werden vom 18. – 22. März bundesweit zahlreiche Orte, an denen die Geschichte der deutschen Demokratie deutlich wird, mit verschiedenen Veranstaltungen an diesen wichtigen Tag erinnern. <a href="https://tag-der-demokratie-geschichte.de" target="_blank"><strong>https://tag-der-demokratie-geschichte.de</strong></a> </p> <p class="bodytext">Der rheinisch-deutsche Nationalkonvent 1793, die Barrikadenkämpfe in Berlin zur Märzrevolution 1848, der Putsch gegen die junge Weimarer Republik 1920 oder die erste und einzige freie Wahl zur Volkskammer der DDR im Zuge der friedlichen Revolution im Jahr 1990 - der 18. März eignet sich wohl wie kein anderer Tag, um an die wechselvolle Demokratiegeschichte Deutschlands zu erinnern. Er soll deshalb künftig als besonderer Tag der deutschen Freiheits- und Verfassungsgeschichte als „Tag der Demokratiegeschichte“ begangen werden.</p> <p class="bodytext">Die Idee des Gedenktages und seiner Protagonist*innen ist es, auf positive Ereignisse und Prozesse unserer Freiheits-, Verfassungs- und Parlamentsgeschichte hinzuweisen. Denn diese sind von hoher erinnerungspolitischer Bedeutung und bilden gerade in Zeiten, in denen unsere freiheitliche Demokratie starken Gefährdungen ausgesetzt ist, eine wichtige Orientierungsgrundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens und einen wichtigen, aktuellen Beitrag zur Demokratiebildung und -vermittlung.</p> <p class="bodytext">Wir und unsere korporativen Mitglieder sind deshalb auch mit Veranstaltungen im offiziellen Programm zum Tag der Demokratiegeschichte vertreten. Dazu sind alle Interessierten ganz herzlich eingeladen:</p> <p class="bodytext">Bundesweit finden über 250 Ausstellungen, Führungen, Diskussionen und vieles mehr statt.</p> <p class="bodytext"> <strong>Alle Veranstaltungen sind auf der Homepage <a href="https://tag-der-demokratie-geschichte.de/" target="_blank">https://tag-der-demokratie-geschichte.de/</a> vertreten.</strong> (Achtung: Die Karte und das Verzeichnis sind noch im Aufbau. Was Sie derzeit sehen, ist erst ein Teil dessen, was Sie rund um den 18. März erwartet!)</p> <p class="bodytext"><strong>Die Veranstaltungen sind kostenlos.</strong> </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <h3>Humanistische Vereinigung:</h3> <h3>Autorenlesung und Ausstellung&nbsp; </h3> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Am 21.03.2026&nbsp; um 19:00 im Humanistischen Zentrum Nürnberg</strong> </p> <p class="bodytext">Die Gründung der Humanistischen Vereinigung als &quot;Freie christliche Gemeinde&quot; 1848 steht sinnbildlich für Vormärz, deutsche Revolution und bis heute für das Erbe dieser Bewegung. HV-Vorstand Michael Bauer liest aus seinem neuen Buch „Aufbruch in die weltanschauliche Moderne“, in dem die Entstehung der freireligiösen Gemeinde Nürnberg, ihre Erinnerungsorte und ihr Einfluss auf Gesellschaft und Demokratie nachgezeichnet werden. </p> <p class="bodytext">Zusätzlich zeigt eine Ausstellung im Ludwig-Feuerbach-Saal die wichtigsten Stationen dieser Geschichte.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <h3>Freigeistige Gemeinschaft Berlin e.V. gegr. 1845 | Freireligiöse Gemeinde:</h3> <h3>Führung: Demokratiegeschichte auf dem Friedhof Pappelallee – Vom Vormärz bis zum 48er-Barrikaden-Urban</h3> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Am&nbsp;18.03.2026 um 16:30 Uhr am Friedhofspark Pappelallee (Pappelallee 16–17, 10437 Berlin)</strong> </p> <p class="bodytext">Dieser Rundgang beleuchtet die enge Verknüpfung der freireligiösen Bewegung mit der deutschen Demokratiegeschichte. Vorgestellt werden Akteure wie Robert Brauner, der im Vormärz für politische Teilhabe stritt, und Friedrich Ludwig Urban, der 1848 auf den Barrikaden stand. Zudem wird das Schicksal der Gewerkschafterin Agnes Wabnitz thematisiert, deren Beisetzung auf dem Friedhof Pappelallee 1894 Zehntausende bewegte – ein Weg von den Märzgefallenen bis zur Berliner Arbeiterbewegung.&nbsp;<span dir="auto">Führung: Olaf Schlunke, Anne-Kathrin Pauk</span> </p> <p class="bodytext"><span dir="auto">Um Anmeldung per Mail wird gebeten: post[at]<a target="_blank" tabindex="0" role="link" rel="nofollow noreferrer" href="https://l.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Ffreigeistig-berlin.de%2F%3Ffbclid%3DIwZXh0bgNhZW0CMTAAc3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5MTc4ODIwMDg5MgABHro2uIVkYLaZdR1wk10EK8HBwiBCBFU5B0pmM8rD6TP6bAkvjGHlir1fMat6_aem_YBE35NigjLBHzxl6O5XSqw&amp;h=AT7SgqN2V1c83ZUODsTna0O0Pm4pWirC9xMTAD1qAyT7vn_6vc_0u_i2zp_tDvfrrQ4E4NCa62DgSon-j_Ku-BhObF2YmdgUgXdhQWN_4wVU-Xh15deezk_wqaTULRZ-1-PONkz6hAis4afC&amp;__tn__=q&amp;c[0]=AT5ewsrRBOSvxiTV9evZPISpIodNADkLaOzalsqbPAvm8tGcbfd4B5Slh2A3Cln_aIucLEu3VYe6mDqGieCyuxeBOn-D3nw7S8Bbj0TJhabkKu0HNSc3uxwdxdZ5siyGZyhatINadQEQZTPa2spvhTnpS_S9xblN1Uc" class="x1i10hfl xjbqb8w x1ejq31n x18oe1m7 x1sy0etr xstzfhl x972fbf x10w94by x1qhh985 x14e42zd x9f619 x1ypdohk xt0psk2 x3ct3a4 xdj266r x14z9mp xat24cr x1lziwak xexx8yu xyri2b x18d9i69 x1c1uobl x16tdsg8 x1hl2dhg xggy1nq x1a2a7pz xkrqix3 x1sur9pj x1fey0fg x1s688f">freigeistig-berlin.de</a></span> </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <h3>Humanistische Gemeinschaft Freireligiöse Gemeinde Mannheim:</h3> <h3>Vortrag und Film: Demokratische Träume - Traditionen – Tragödien </h3> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Am 18.03.2026 um 18:30 im Forum Franklin (Robert-Funari-Straße 38, 68309 Mannheim)</strong> </p> <p class="bodytext">Eine filmische Lesung durch zwei Jahrhunderte der Stadt Mannheim und ihrer Menschen, mit historischen Aufnahmen und Schilderungen. 1848 stand Lisette auf den Barrikaden der Aufständischen. In der NS- und Nachkriegszeit wurde die Bürgerschaft an die Urnen zweier Volksabstimmungen gerufen. In den 1970er Jahre stehen der Städtebau und die Bundesgartenschau im Focus. Wohnen, Mobilität und Umwelt werden die bewegenden und herausfordernden Themen.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-696</guid> <pubDate>Wed, 25 Feb 2026 17:26:00 +0100</pubDate> <title>Keine Trendwende: Freedom of Thought Report 2025</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/keine-trendwende-freedom-of-thought-report-2025.html</link> <description>Heute ist der jährliche Freedom of Thought Report von Humanists International veröffentlicht worden. Er zeigt, wie gut Staaten weltweit das Recht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit sowie die Meinungsfreiheit schützen und er dokumentiert, welche Regierungen Religion zunehmend nutzen, um Repression zu rechtfertigen und Menschenrechte auszuhöhlen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der diesjährige Bericht zeigt wieder, dass Religion in vielen Ländern eingesetzt wird, um Macht zu festigen, Kontrolle auszuüben und den Abbau von Menschenrechten zu legitimieren. Zwar sind einige Länder gegenüber nichtreligiösen Menschen offener geworden und haben progressive Reformen eingeführt. Gleichzeitig greifen jedoch immer mehr Regierungen zu autoritären Maßnahmen – häufig zulasten humanistischer und nichtreligiöser Menschen und religiöser Minderheiten.</p> <p class="bodytext">Zur Strategie zunehmend autoritärer Regierungen erklärt die Präsidentin von Humanists International, Maggie Ardiente, im Bericht: „<em>Auch wenn sie sich als Verteidiger der Religionsfreiheit und sogenannter ‚traditioneller Werte‘ präsentieren, fördern sie in der Praxis religiöse Privilegien, indem sie die Menschenrechte von Minderheiten abbauen und unabhängige demokratische Institutionen schwächen.</em>“</p> <p class="bodytext">So wie in Georgien, einem der im Bericht hervorgehobenen Länder. Dort inszeniert sich die Regierungspartei als Hüterin von Traditionen und „Familienwerten“. Unter dem Vorwand, die georgisch-orthodoxe Kirche zu schützen, diffamiert sie zunehmend Menschenrechtsverteidiger*innen, unabhängige Medien und Oppositionspolitiker*innen – sie werden als „Gotteslästerer“, „Feinde der Kirche“ oder „gegen christliche Werte“ bezeichnet. Gleichzeitig wurden Gesetze geändert oder neu eingeführt, die die Meinungsfreiheit einschränken und friedlichen Protest unterdrücken und kriminalisieren.</p> <p class="bodytext">Auch die Vereinigten Staaten werden im Freedom of Thought Report thematisiert. In der Vergangenheit erhielten sie noch aufgrund starker verfassungsrechtlicher Garantien für Religions- und Meinungsfreiheit vergleichsweise gute Bewertungen. Unter der aktuellen Regierung jedoch kam es zu einem beispiellosen Rückschritt bei demokratischen Rechten und Grundfreiheiten. Wer die Politik der Regierung oder die zugrundeliegende konservativ-christliche Ideologie kritisiert, wird häufig als „anti-amerikanisch“ verunglimpft. Die Ausübung oder Verteidigung der Meinungsfreiheit führt zunehmend zu juristischen Konsequenzen oder sogar zu Gewalt.</p> <p class="bodytext">Der jährliche HI-bericht macht auf solche Diskriminierung und Ungerechtigkeiten aufmerksam, denen nichtreligiöse Menschen und religiöse Minderheiten weltweit ausgesetzt sind. Ziel ist es, diskriminierende nationale Gesetze und staatliche Praktiken zu dokumentieren und darauf aufmerksam zu machen. Und systemische Diskriminierung betrifft längst nicht nur bekennende Nichtreligiöse, Atheisten oder Humanisten, sondern auch religiöse Menschen, insbesondere Minderheiten und Konfessionslose. Systemische rechtliche Diskriminierung kann sich etwa in staatlich privilegierten Kirchen äußern, im verpflichtenden Religionsunterricht ohne weltanschaulich neutrale Alternative oder in drastischen Strafen: Haft für „Beleidigung“ einer Religion oder sogar die Todesstrafe allein für das Bekenntnis zum Atheismus sind die Realität.</p> <p class="bodytext">Aus dem Vorwort von Maggie Ardiente, Präsidentin von Humanists International:</p> <p class="bodytext">„<em>Die globale Freiheit ist seit 19 Jahren in Folge rückläufig. In mehr Ländern verschlechtern sich politische Rechte und bürgerliche Freiheiten, als sich verbessern. Menschenrechtsorganisationen weltweit werden angegriffen, diskreditiert, finanziell ausgehungert oder mussten ganz schließen. Gleichzeitig erstarken rechtsextreme Bewegungen weltweit – viele von ihnen sind inzwischen in Ländern an der Macht, die einst als Bastionen von Demokratie und Freiheit galten. Mit der explosionsartigen Zunahme von Desinformation und Falschinformationen in den Medien ist der Populismus zu einer prägenden politischen Kraft geworden. Populistische Politiker sind in zahlreichen Ländern in Regierungsverantwortung gelangt und machen Minderheiten sowie Migranten für wirtschaftliche Probleme verantwortlich. Rechte, die einst in Verfassungen und Gesetzen verankert waren, werden schrittweise ausgehöhlt. Wir erleben ein alarmierendes Abgleiten in Richtung Autoritarismus.</em> </p> <p class="bodytext"><em>Rechtsextreme Regierungen und populistische Bewegungen nutzen Religion zunehmend als politisches Instrument, um ihre Ziele voranzutreiben und die Einschränkung von Freiheiten zu rechtfertigen – häufig unter dem Vorwand, die Religionsfreiheit einer bestimmten Glaubensgemeinschaft zu schützen, während andere benachteiligt werden. Auch wenn sie sich als Verteidiger von Religionsfreiheit und ‚traditionellen Werten‘ darstellen, fördern sie in der Praxis religiöse Privilegien, indem sie die Menschenrechte von Minderheiten abbauen und unabhängige demokratische Institutionen demontieren</em>.“</p> <p class="bodytext">In einem weiteren Vorwort berichtet Mubarak Bala, ehemaliger Präsident der Humanistischen Vereinigung Nigerias, von seinem Engagement, seiner willkürlichen Verhaftung durch nigerianische Behörden, den schweren Jahren im Gefängnis sowie von <a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/schutz-solidaritaet-signalwirkung-der-fall-mubarak-bala.html" target="_blank">seiner späteren Ausreise und seiner Zeit im „Humanist Shelter Program“ der Humanistischen Vereinigung. </a> </p> <p class="bodytext">„<em>Meine Familie und meine Freunde haben mich nicht aufgegeben. Während ich im Gefängnis war und gezwungen wurde, religiöse Praktiken auszuüben, an die ich nicht glaubte, lief weltweit eine Kampagne zu meiner Freilassung</em>.“</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Zentrale Feststellungen des neuen Reports:</strong></p><ul><li>Wenn Sie eine Frau oder Mitglied der LGBTQ+-Community sind, untergräbt der dominante Einfluss von Religion in mehr als 60 Ländern Ihr Recht auf Gleichberechtigung.</li><li> In vielen Staaten werden Menschen, die die vorherrschende Religion kritisieren, als „unpatriotisch“ oder als Bedrohung für die moralischen Werte des Landes diffamiert.</li><li> Unter dem Anspruch, „Religionsfreiheit“ oder „traditionelle Werte“ zu verteidigen, bauen autoritäre Regierungen die Menschenrechte von Minderheiten – darunter Frauen und LGBTQ+-Personen – ab.</li><li> In 65 Ländern droht Haft wegen „Blasphemie“.</li><li> Die Äußerung zentraler humanistischer Prinzipien zu Demokratie, Freiheit oder Menschenrechten wird in 67 Ländern massiv – teils brutal – eingeschränkt.</li><li> Rechtsextreme Regierungen und Bewegungen nutzen Religion zunehmend als politisches Instrument, um ihre Ziele voranzutreiben und Freiheitsrechte zu beschneiden.</li></ul><p class="bodytext">Hier finden Sie den ganzen Bericht mit detaillierten Weltkarten zu verschiedenen Kategorien:</p> <p class="bodytext"><a href="https://humanists.international/what-we-do/freedom-of-thought-report" target="_blank">humanists.international/what-we-do/freedom-of-thought-report</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-695</guid> <pubDate>Fri, 20 Feb 2026 13:03:29 +0100</pubDate> <title>Zwei Tage voller Spaß, Spiele und Fasching</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/zwei-tage-voller-spass-spiele-und-fasching.html</link> <description>Die JuHu-Kids erlebten ein Wochenende voller bunter Faschingsabenteuer, von Schatzsuche bis Rosenmontagsumzug.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ein Wochenende voller Farben, Lachen und Bewegung liegt hinter den JuHu-Kids. Am Sonntag waren die Kinder beim großen Nürnberger Faschingsumzug mittendrin: Sie bestaunten die fantasievollen Kostüme, begleiteten den Umzug und sammelten fleißig Süßigkeiten.</p> <p class="bodytext">Im Anschluss ging es auf eine spannende Schatzsuche, bei der die Kinder verschiedene Aufgaben lösen mussten – Teamgeist und Kreativität waren gefragt. Danach versammelte sich die Gruppe im JuHu-Turm in der Spittlertormauer. Dort wurde gebacken, gespielt und gemeinsam gegessen. Der Tag klang ruhig aus, während die Kinder eine Folge „Checker Tobi“ anschauten.</p> <p class="bodytext">Auch der Montag startete entspannt mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach zogen die JuHu-Kids geschminkt und verkleidet zum Rosenmontags-Kinderfaschingsumzug. Vom Jakobsplatz durch die Innenstadt bis zum Bühnenprogramm am Markusplatz wurde getanzt, gesungen und gefeiert. Zwei ereignisreiche Tage voller Bewegung, Kreativität und Gemeinschaft gingen damit zu Ende.</p> <p class="bodytext">Die JuHu-Kids sind das Kinderangebot der Jungen Humanist*innen. Sie bieten Kindern abwechslungsreiche Freizeitaktionen, Ausflüge und Übernachtungs-Events, bei denen Spiel, Entdeckung und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt stehen. Mehr Infos hier: <a href="kinder-jugend/junge-humanistinnen">https://www.humanistische-vereinigung.de/kinder-jugend/junge-humanistinnen</a> </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-694</guid> <pubDate>Fri, 20 Feb 2026 11:18:05 +0100</pubDate> <title>Wo Freundschaften wachsen: Die Jugendfeier 2026 beginnt</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/ein-wochenende-das-verbindet.html</link> <description>In Nürnberg ist mit einem Kennenlernwochenende der Startschuss für das Vorbereitungsprogramm der Humanistischen Jugendfeier 2026 in Bayern gefallen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Im Januar fiel der offizielle Startschuss für das Vorbereitungsprogramm der Humanistischen Jugendfeier 2026 in Bayern <span style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif" lang="EN-US">–</span> und wie es inzwischen gute Tradition ist, begann alles mit einem gemeinsamen Kennenlernwochenende in Nürnberg. Rund 40 Jugendliche kamen zusammen, um sich zu begegnen, auszuprobieren, zu diskutieren <span style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif" lang="EN-US">–</span> und um herauszufinden, was es eigentlich heißt, Teil der Jugendfeier zu sein. Im Otto-Felix-Kanitz-Haus der Falken Nürnberg wurde viel gelacht, diskutiert und gespielt. Das Haus und das weitläufige Gelände boten einen idealen Rahmen, auf der Wiese entstanden bei verschiedenen Kennenlernspielen die ersten Gespräche, zunächst unbekannte Gesichter wurden schnell zu vertrauten.</p> <p class="bodytext">Doch es ging nicht nur ums Kennenlernen. In verschiedenen Workshops setzten sich die Jugendlichen schon jetzt intensiv mit Themen auseinander, die das Vorbereitungsprogramm prägen:</p><ul><li>Humanismus verstehen: Was bedeutet eine humanistische Lebenseinstellung? Welche Werte stehen dahinter?</li><li>Demokratie erleben: Wie kann ich mich politisch und gesellschaftlich einbringen? Wo beginnt Mitgestaltung im Alltag?</li><li>Die <span lang="EN-US" style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif">„</span>Box des Vorurteilens<span lang="EN-US" style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif">“</span>: Eine kreative Auseinandersetzung mit eigenen Denkmustern und gesellschaftlichen Zuschreibungen.</li></ul><p class="bodytext">Ein actionreiches Highlight war zudem der Taekwondo-Workshop, bei dem die Jugendlichen nicht nur Bewegung, sondern auch Selbstvertrauen und Körperbewusstsein trainieren konnten. </p> <p class="bodytext">Das Auftakttreffen hatte schnell eine warme und angenehme Atmosphäre: Gemeinsam essen, gemeinsam lachen, gemeinsam diskutieren. An einer großen Tafel kamen alle zusammen, um das frisch zubereitete Essen zu genießen. Die Jungen Humanist*innen und das Jugendfeier-Team der Humanistische Vereinigung hatten das Wochenende mit viel Engagement vorbereitet <span style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif" lang="EN-US">–</span> von der inhaltlichen Planung bis zum Kochlöffel in der Hand. Ihr Einsatz sorgte dafür, dass sich alle willkommen und gut aufgehoben fühlten.</p> <p class="bodytext">Das Kennenlernwochenende war mehr als nur ein Auftakt <span style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif" lang="EN-US">–</span> es war auch eine Vorschau auf die kommenden Monate. Bereits Ende Januar und Anfang Februar stehen die nächsten Workshops an: Ein Online-Workshop zu Verschwörungserzählungen, ein Queer-Workshop sowie ein Tanzworkshop. Die Jugendfeier 2026 hat begonnen <span style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif" lang="EN-US">–</span><span lang="EN-US"> </span>ein gemeinsamer Weg voller Begegnungen, neuer Perspektiven und unvergesslicher Momente.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-693</guid> <pubDate>Thu, 19 Feb 2026 11:27:19 +0100</pubDate> <title>Humanistisches Radiomagazin vom Februar 2026</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/humanistisches-radiomagazin-vom-22022026.html</link> <description>In der ersten Sendung unseres Humanistischen Radiomagazins 2026 blicken wir gemeinsam mit der Allianz gegen Rechtsextremismus auf die anstehende Kommunalwahl in Byern und begleiten die Museumsboxen auf ihrer Tour durch die humanistischen Kitas.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Unsere erste Ausgabe im neuen Jahr legt den Fockus auf das Engagement der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg, die angesichts der bevorstehenden Kommunalwahle befürchtet, dass mehr extremistische Politiker*innen in die Rathäusern einziehen könnten. Deshalb haben sie - mit Unterstützung von Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König - mit einer Menschenkette um das Rathaus einen symbolischen Riegel gegen Feinde der Demokratie gebildet, um deutlich und unübersehbar auf die Gefahren durch extremistische Parteien hinzuweisen.</p> <p class="bodytext">Im zweiten Teil der Sendung können sie dann miterleben, wie ein einziger Koffer eine ganze Kindergartengruppe in seinen Bann ziehen kann. Ungläubiges Staunen, Stirnrunzeln und viele Aha-Effekte sind jedes Mal zu beobachten, wenn die Museumsboxen, in diesem Fall die &quot;<strong>box</strong>der<strong>sinne</strong>&quot; zu Gast in einer Kita ist. Es geht bei den verschiedenen Experimenten und Objekten darin um Wahrnehmung und die menschlichen Sinne und wozu diese so im Stande sind. Erzieherin Christina Frisch berichtet über die Erlebnisse und Reaktionen der Kinder, wenn sie die unterschiedlichen Experimente durchführen und diese ihnen in vielerlei Hinsicht Wissen vermitteln.</p> <p class="bodytext">Außerdem wie gewohnt die wichtigsten News in humanistischem Kontext - viel Vergnügen beim Hören!</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-692</guid> <pubDate>Thu, 12 Feb 2026 10:50:52 +0100</pubDate> <title>Winterzauber auf der Bühne: Der „Winterkuchen“ wurde gerettet!</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/winterzauber-auf-der-buehne-der-winterkuchen-wurde-gerettet.html</link> <description>Auch in diesem Jahr wurde es in „Monis Haus voll Musik“ wieder märchenhaft: Die Kinder der Humanistischen Kita Nürnberg St. Peter brachten das Musik- und Theaterstück „Winterkuchen – Zauberkuchen“ auf die Bühne.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Schon beim Ankommen lag eine besondere Stimmung in der Luft. Eltern, Geschwister und Gäste füllten den Raum, leises Stimmengewirr mischte sich mit gespannter Vorfreude. Dann ging es los: Mit leuchtenden Augen, entschlossenen Schritten und einer guten Portion Lampenfieber betraten die Kinder die Bühne – und verwandelten sie im Nu in das Königreich Winterland.</p> <p class="bodytext">Dort sollte wie jedes Jahr das große Winterfest stattfinden. Doch ausgerechnet diesmal verschwindet im Schneesturm das Rezept für den sagenumwobenen Winterkuchen. Was tun? Gemeinsam machen sich die kleinen Darstellerinnen und Darsteller auf die Suche, rühren, zählen, singen, tanzen und musizieren – und nehmen das Publikum mit auf eine fantasievolle Reise voller Klang, Bewegung und Magie.</p> <p class="bodytext">Die Musik von Monika Utasi und die Geschichte von Dorothea Esztergályi bieten dafür eine wunderbare Grundlage. Über mehrere Monate hinweg haben die Kinder mit viel Freude geprobt, Instrumente ausprobiert, Rollen entwickelt und Szenen gestaltet. Dabei ging es nie nur um das Ergebnis, sondern vor allem um den Weg dorthin: gemeinsam Ideen finden, sich aufeinander verlassen, mutig Neues ausprobieren.</p> <p class="bodytext">Solche Projekte sind ein Herzstück unserer pädagogischen Arbeit. In den Humanistischen Häusern für Kinder verstehen wir Bildung ganzheitlich. Sprache, Zahlen und Wissen sind wichtig – ebenso wichtig sind Kreativität, Musik, Bewegung und Ausdruck. Kinder lernen mit allen Sinnen: mit Kopf, Herz und Körper. Wenn sie auf der Bühne stehen, wachsen sie oft über sich hinaus. Sie erfahren Selbstwirksamkeit, stärken ihr Selbstbewusstsein und erleben, wie wertvoll Teamarbeit ist.</p> <p class="bodytext">Auch der Lernort außerhalb der Kita spielt dabei eine besondere Rolle. Die Proben und die Aufführung in „Monis Haus voll Musik“ haben den Kindern neue Eindrücke ermöglicht und ihre Neugier geweckt. Ein Perspektivwechsel, der lange nachwirkt.</p> <p class="bodytext">Ermöglicht wurde das Projekt erneut durch die Unterstützung der <strong>Stiftung Persönlichkeit</strong>, die sich dafür einsetzt, dass Kinder frühzeitig Zugang zu Kunst, Musik, Schauspiel und Sport erhalten. Gerade in einer Zeit, in der digitale Medien und schulische Leistungsanforderungen immer mehr Raum einnehmen, sind kreative Erfahrungsräume von unschätzbarem Wert – insbesondere für Kinder, die solche Zugänge nicht selbstverständlich von zu Hause mitbringen.</p> <p class="bodytext">Am Ende der Aufführung war der Applaus groß – und der Stolz noch größer. Mit roten Wangen und glücklichen Gesichtern verbeugten sich unsere kleinen Künstlerinnen und Künstler. Und weil das verlorene Rezept natürlich rechtzeitig wiedergefunden wurde, durfte der „Zauberkuchen“ anschließend nicht fehlen: Ein süßer Abschluss für ein Projekt, das allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben wird.</p> <p class="bodytext">Wir freuen uns sehr, dass dieses besondere Theatererlebnis auch in diesem Jahr wieder stattfinden konnte – und sind wieder mal beeindruckt, mit wie viel Fantasie und Freude unsere Kinder die Bühne erobert haben.</p> <p class="bodytext"><strong>Weitere Informationen:</strong> </p> <p class="bodytext">Humanistisches Haus für Kinder Nürnberg-St.Peter: <a href="https://www.hv-kitas.de/unsere-kindertagesstaetten/nuernberg/kindergarten-st-peter" target="_blank">https://www.hv-kitas.de/unsere-kindertagesstaetten/nuernberg/kindergarten-st-peter</a> </p> <p class="bodytext">Monis Haus voll Musik: <a href="https://monishausvollmusik.de" target="_blank">https://monishausvollmusik.de</a> </p> <p class="bodytext">Stiftung Persönlichkeit: <a href="https://www.stiftung-persoenlichkeit.de" target="_blank">https://www.stiftung-persoenlichkeit.de</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-691</guid> <pubDate>Wed, 04 Feb 2026 16:12:08 +0100</pubDate> <title>Menschenkette für Demokratie: Aktion „Rathäuser schützen“</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/menschenkette-fuer-demokratie-aktion-rathaeuser-schuetzen.html</link> <description>Mit einer eindrucksvollen Menschenkette rund um das Neue Rathaus in Nürnberg haben vergangene Woche hunderte Bürger*innen ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt gesetzt.</description> <content:encoded><![CDATA[<div class="flex max-w-full flex-col grow"><div dir="auto" class="min-h-8 text-message relative flex w-full flex-col items-end gap-2 text-start break-words whitespace-normal [.text-message+&amp;]:mt-1"><div class="flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden first:pt-[1px]"><div class="markdown prose dark:prose-invert w-full wrap-break-word light markdown-new-styling"><p class="bodytext">Die Aktion war Teil der Aktionswoche „Rathäuser schützen“, zu der die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg vom 24. bis 31. Januar 2026 aufgerufen hatte. Auch Mitarbeitende der Humanistischen Vereinigung beteiligten sich aktiv an der Kundgebung in Nürnberg.</p> <p class="bodytext">Nach einer Begrüßung durch Stefan Doll, Vorstand der Allianz gegen Rechtsextremismus, reichten sich die Teilnehmenden die Hände und umrahmten das Nürnberger Rathaus vollständig. Die Menschenkette stand symbolisch für Schutz, Verantwortung und Solidarität – und für die klare Botschaft: In unseren Rathäusern ist kein Platz für Demokratie- und Menschenfeinde!</p> <p class="bodytext">Besondere Unterstützung erhielt die Aktion durch Oberbürgermeister Markus König sowie mehrere Stadträt*innen unterschiedlicher Parteien, die sich im Anschluss an eine Sitzung der Menschenkette anschlossen.&nbsp;Ihre Solidarität unterstrich die überparteiliche Bedeutung der Aktion und machte deutlich: Der Schutz demokratischer Institutionen ist eine gemeinsame Aufgabe aller Demokrat*innen.&nbsp;Im Gespräch unterstrich König die Bedeutung dieses Engagements und wie gerne er die Allianz unterstützt. Zudem sparte er nicht mit Kritik an Verhalten und Mitarbeit der vier rechtsextremen Stadträte in der zurückliegenden Wahlperiode.</p> <p class="bodytext">Die Aktion „Rathäuser schützen“ fand mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen am 8. März 2026 statt. Rathäuser und Landratsämter sind zentrale Orte demokratischer Mitbestimmung. Hier werden Entscheidungen getroffen, die das tägliche Leben der Menschen unmittelbar betreffen. Sie stehen für Vielfalt, Respekt und das friedliche Zusammenleben in einer offenen Gesellschaft – und genau deshalb geraten sie zunehmend ins Visier antidemokratischer Kräfte. Die Menschenketten der Aktionswoche waren daher nicht nur symbolischer Schutz, sondern auch ein Appell an alle Bürger*innen, insbesondere an Unentschlossene und potentielle Nichtwähler*innen: Demokratie lebt vom Mitmachen. Vom Engagement – und vom Wählen.</p> <p class="bodytext">Veranstalterin der Aktionswoche ist die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg, ein breit aufgestelltes Netzwerk aus Kommunen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, Initiativen und engagierten Einzelpersonen. Ziel der Allianz ist es, rechtsextremen, rassistischen und demokratiefeindlichen Tendenzen entschlossen entgegenzutreten, Aufklärungsarbeit zu leisten und demokratische Werte in der Region zu stärken. Die Allianz initiiert regelmäßig Aktionen, Bildungsangebote und öffentliche Stellungnahmen – immer mit dem Anspruch, Demokratie sichtbar und erlebbar zu machen. Die Humanistische Vereinigung ist Mitglied in diesem Netzwerk und unterstützt dessen Arbeit aus voller Überzeugung. Denn das Engagement für Demokratie ein zentraler Bestandteil unserer weltanschaulichen Haltung. Humanismus steht für die Würde jedes Menschen, für Selbstbestimmung, Vernunft, Solidarität und gleiche Rechte für alle. Diese Werte können nur in einem demokratischen Rechtsstaat verwirklicht werden. Wenn demokratische Institutionen geschwächt oder verächtlich gemacht werden, geraten auch Menschenrechte, Minderheitenschutz und soziale Gerechtigkeit unter Druck.</p> <p class="bodytext">Der zunehmende Einfluss radikaler und rechtsextremer Kräfte stellt eine reale Gefahr dar – nicht abstrakt, sondern konkret vor Ort. Umso wichtiger ist es, frühzeitig und sichtbar dagegenzuhalten.&nbsp;</p> <p class="bodytext">Die Menschenkette rund um das Nürnberger Rathaus hat gezeigt: Viele Menschen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und Haltung zu zeigen. Friedlich, solidarisch und öffentlich. Ein starkes Zeichen – für heute und für die Zukunft unserer Demokratie.</p></div></div></div></div><div class="z-0 flex min-h-[46px] justify-start"></div>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-690</guid> <pubDate>Mon, 02 Feb 2026 09:55:21 +0100</pubDate> <title>Gelungene Neujahrsmatinee der Freireligiösen Gemeinde Mannheim</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/gelungene-neujahrsmatinee-der-freireligioesen-gemeinde-mannheim.html</link> <description>Mit Musik, Redebeiträgen und persönlichem Austausch widmete sich die Matinee in Mannheim dem Thema Rituale. Die Gäste erlebten im Forum Franklin einen stimmungsvollen Vormittag der Begegnung, des Nachdenkens und der Verbundenheit über Organisationsgrenzen hinweg.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Neben Kommunalpolitiker*innen nahmen auch Vertreter*innen freireligiöser und humanistischer Organisationen teil, darunter Mitglieder befreundeter Gemeinden, der Landesgemeinde sowie des Bundes Freireligiöser Gemeinden Deutschlands (BFGD).</p> <p class="bodytext">Gisela Wittemann, Vorsitzende der Mannheimer Gemeinde, führte durch die Matinee, die in diesem Jahr das Thema „Rituale“ in den Mittelpunkt stellte. In ihrer Begrüßung hob sie die neue korporative Mitgliedschaft der Gemeinde in der Humanistischen Vereinigung (HV) als Zeichen einer engeren Zusammenarbeit hervor. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Familie Orkin an Klavier und Geige.</p> <p class="bodytext"><strong>Drei Perspektiven auf Rituale</strong> </p> <p class="bodytext">Die abwechslungsreichen Redebeiträge zeigten, wie vielfältig Rituale wirken können. Referent Mathias Freymuth lenkte den Blick auf die kulturelle Vielfalt von Ritualen. Er zeigte auf, wie unterschiedliche Gesellschaften Rituale nutzen, um Gemeinschaft zu stiften, Übergänge zu markieren und Sinn zu vermitteln – und ging der Frage nach, was ein Ritual überhaupt ausmacht.</p> <p class="bodytext">Max Wäldele, Sprecher der Landesgemeinde Baden, entwarf in seinem von Michael Caroli vorgetragenen Beitrag ein Bild der Sonnenwendfeier als Moment kosmischer Verbundenheit. Er betonte, wie Rituale wie die Sonnenwende es ermöglichen, sich selbst als Teil eines „Großen Ganzen“ zu erleben, und wie sie als „Inseln der Verlässlichkeit“ in einer unruhigen Zeit wirken können.</p> <p class="bodytext">Anschließend richtete Anika Herbst als Vertreterin der Humanistischen Vereinigung den Fokus auf moderne, humanistische Trauungen. Ihr zentraler Gedanke: Paare knüpfen heute bewusst an Traditionen an, füllen diese jedoch mit individuellen Inhalten und Bedürfnissen – ganz im Sinne der humanistischen Weltanschauung. Besonders betonte sie die heilende Kraft solcher Rituale, die Raum für persönliche Geschichten, Versöhnung und bewusste Entscheidungen bieten. So werden Trauungen zu Momenten, in denen Paare nicht nur ihre Liebe, sondern auch ihre Gemeinschaft, ihre Werte und ihre Verantwortung feiern.</p> <p class="bodytext"><strong>Gemeinschaft leben und Austausch im Anschluss</strong> </p> <p class="bodytext">Im Anschluss an die Redebeiträge bot ein Umtrunk mit Snacks Gelegenheit für Gespräche und Austausch über Organisationsgrenzen hinweg. Es wurde über unterschiedliche Sichtweisen auf Rituale und deren Ausgestaltung diskutiert und auch ganz persönliche Erfahrungen wurden geteilt. Dabei wurde deutlich, was zuvor in den Reden thematisiert worden war: Rituale – wie auch die Neujahrsmatinee selbst – schaffen Verbundenheit, ermöglichen Begegnungen und stärken das Gefühl, Teil einer größeren Gemeinschaft zu sein.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-689</guid> <pubDate>Tue, 27 Jan 2026 10:41:19 +0100</pubDate> <title>Schutz, Solidarität, Signalwirkung: Der Fall Mubarak Bala</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/schutz-solidaritaet-signalwirkung-der-fall-mubarak-bala.html</link> <description>Die Freiheit Mubarak Balas ist das Ergebnis des jahrelangen Engagements der HV, anderer NGOs und politischer Akteur*innen. Sein Schutzaufenthalt im Humanist Shelter Program ermöglichte ihm einen Neuanfang – und die Fortsetzung seiner mutigen Menschenrechtsarbeit in Deutschland.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Kaum jemand verkörpert die Ziele des Humanist Shelter Program der Humanistischen Vereinigung so eindrücklich wie Mubarak Bala:&nbsp;Das Programm bietet Humanist*innen Schutz, eröffnet ihnen neue Perspektiven und setzt damit ein kraftvolles Zeichen für das Menschenrecht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit.</p> <h4>Von der Verfolgung und Inhaftierung als politischer Gefangener zur humanistischen Solidarität</h4> <p class="bodytext">Als Mubarak Bala 2020 in Nigeria wegen angeblicher „Blasphemie“ verhaftet, über ein Jahr ohne Anklage festgehalten und später in einem willkürlichen Verfahren zu einer drakonischen Haftstrafe von 40 Jahren verurteilt wurde, war schnell klar, dass es hier nicht um einzelne Facebook-Beiträge ging, sondern um einen Angriff auf grundlegende Menschenrechte. Aus humanistischer Sicht waren seine Inhaftierung und Verurteilung ein massiver Verstoß gegen die Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Die Humanistische Vereinigung nahm den Fall Bala deshalb früh in den Fokus, machte auf sein Schicksal aufmerksam, beteiligte sich an internationalen Kampagnen und suchte gezielt Verbündete in Politik und Zivilgesellschaft.<br />Ein wichtiger Schritt war dabei die enge Zusammenarbeit mit dem damaligen Beauftragten der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Frank Schwabe. Auf Anregung der Humanistischen Vereinigung reiste er 2022 nach Nigeria, traf dort Balas Familie, seinen Anwalt, Vertreter*innen der nigerianischen Menschenrechtskommission und warb nachdrücklich für seine Freilassung. Dieser beharrliche Einsatz und das Zusammenspiel von Zivilgesellschaft und politischen Akteur*innen trugen maßgeblich dazu bei, dass ein Berufungsgericht im Jahr 2024 die Haftstrafe drastisch verkürzte und Mubarak Bala in der Folge – nach Jahren der Willkürhaft – das Gefängnis verlassen konnte.</p> <h4>Der Schutzaufenthalt bei der Humanistischen Vereinigung: das Humanist Shelter Program</h4> <p class="bodytext">Auch nach seiner Freilassung bestand für Mubarak Bala weiterhin Gefahr. Er musste sich zunächst an einem sicheren Ort in Nigeria versteckt halten, denn Drohungen und Feindseligkeiten religiöser Fundamentalisten rissen nicht ab, und auch staatliche Stellen boten keinen verlässlichen Schutz. In dieser Situation setzte das Humanist Shelter Program der Humanistischen Vereinigung an: Gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt und dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) gelang es nach sowohl intensiven als auch präzisen Vorbereitungen, Mubarak Bala nach Deutschland zu holen und ihm einen mehrmonatigen Schutzaufenthalt mit finanziellen Mitteln für ein Stipendium und ein Begleitprogramm zu ermöglichen.<br />Bei der Humanistischen Vereinigung fand Bala einen Ort, an dem er zur Ruhe kommen, medizinische und psychologische Betreuung in Anspruch nehmen und sich zugleich in seiner Arbeit neu orientieren konnte. Für die Humanistische Vereinigung war es ein wichtiges Anliegen, ihm nicht nur physische Sicherheit zu bieten, sondern auch die Voraussetzungen zu schaffen, seine Menschenrechtsarbeit in Freiheit fortzusetzen: durch Kontakte zu humanistischen Organisationen weltweit, zu Medien, zu politischen Entscheidungsträger*innen und durch die Einbindung in ein solidarisches Netzwerk, das seine Stimme stärkt, statt sie zum Schweigen zu bringen.</p> <h4>Erholung und Menschenrechtsarbeit in sicherer und unterstützender Umgebung</h4> <p class="bodytext">Während seines Aufenthalts bei der Humanistischen Vereinigung hat Mubarak Bala mehrfach öffentlich über seine Erlebnisse berichtet – in Vorträgen, Interviews und Gesprächen, etwa in einer <a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/aktuelles/radiopodcast.html" target="_blank">Radiosendung auf Bayern 2 </a>und bei<a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/eine-aufgabe-die-vielleicht-ein-leben-lang-dauert.html" target="_blank"> einem Interview mit der Humanistischen Vereinigung</a> sowie bei einem Vortragsabend im Humanistischen Zentrum. Dort schilderte er eindrücklich, wie er im Gefängnis nur überleben konnte, indem er sich als gläubiger Muslim ausgab, wie er Bildung für andere Gefangene organisierte und wie Gewalt, Fanatismus und Rechtlosigkeit den Alltag prägten. Zugleich machte er deutlich, wie wichtig internationale Solidarität für ihn war – und wie lange er im Gefängnis nicht wusste, dass draußen Menschen für seine Freilassung kämpften.&nbsp;&nbsp;<br />Mit der personellen, materiellen und ideellen Unterstützung durch das Humanist Shelter Program konnte Mubarak Bala sich von den Strapazen der Haft erholen, seine Geschichte in die Öffentlichkeit tragen und seine Rolle als Menschenrechtsaktivist neu definieren. Er knüpfte Kontakte zu humanistischen Organisationen in Europa und darüber hinaus, nahm an internationalen Konferenzen teil und arbeitete an Strategien, wie Humanist*innen und Andersdenkende in Nigeria und anderen Ländern besser geschützt und vernetzt werden können. Dass diese Arbeit heute möglich ist, zeigt, wie das Humanist Shelter Program nicht nur Einzelnen hilft, sondern auch Strukturen stärkt, die langfristig für mehr Freiheit und Humanismus sorgen.</p> <h4>Auftrag und Perspektive des Humanist Shelter Program</h4> <p class="bodytext">Der Fall Mubarak Bala verdeutlicht, warum es das Humanist Shelter Program braucht. In vielen Regionen der Welt sind Humanist*innen, säkular eingestellte Menschen sowie sogenannte „Apostaten“, also Menschen, die ihrer Religion abgeschworen haben, massiver Verfolgung ausgesetzt – von Haftstrafen bis hin zu Folter, Todesstrafen oder Lynchjustiz wegen „Blasphemie“ oder „Apostasie“. Nicht nur im Fall Bala wird deutlich, wie schnell der bloße Verdacht wegen vermeintlicher „religiöser Beleidigung“ zu tödlicher Gewalt führen kann und wie wenig Schutz staatliche Institutionen manchmal bieten. Schon der erste Gast im Humanist Shelter Program, ein Rechtsanwalt aus Pakistan, musste wegen ähnlicher Drohungen inkognito im Untergrund leben, bevor er mit Hilfe unseres Programms der Bedrohungslage entkommen konnte.<br />Mit dem Humanist Shelter Program will die Humanistische Vereinigung konkreten Schutz bieten, wo akute Gefahr besteht, und zugleich daran mitwirken, internationale humanistische Netzwerke zu stärken. Das Programm richtet sich an bedrohte Menschenrechtsverteidiger*innen, die aufgrund ihres Engagements für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, für Meinungsfreiheit und andere Grundrechte verfolgt werden. Es bietet ihnen zeitlich befristete Aufenthalte in Sicherheit, Unterstützung beim Entwickeln neuer Pläne und Perspektiven und die Möglichkeit, ihre Arbeit in einem Umfeld fortzuführen, in dem sie nicht ständig um ihr Leben fürchten müssen. Mubarak Bala ist ein prominentes Beispiel dafür, wie ein solcher Schutzaufenthalt Leben retten, politisches Engagement ermöglichen und eine starke, glaubwürdige Stimme für Humanismus und Menschenrechte erhalten kann.</p> <h4>Ein Erfolg – und ein Auftrag für die Zukunft</h4> <p class="bodytext">Für die Humanistische Vereinigung ist der mittlerweile abgeschlossene Aufenthalt Mubarak Balas im Humanist Shelter Program ein großer Erfolg, zu dem viele Jahre beharrlicher Arbeit hingeführt haben – von den ersten Solidaritätsaufrufen über politische Interventionen bis hin zur Organisation seines Schutzaufenthalts. Er zeigt, dass humanistische Solidarität Grenzen überschreiten, Unrecht sichtbar machen und konkret Leben verändern kann. Diese Erfolgsgeschichte macht zugleich deutlich, dass der Einsatz für Religions- und Weltanschauungsfreiheit nicht mit der Freilassung eines einzelnen Menschen endet: In Nigeria und vielen anderen Ländern sind weiterhin Humanist*innen, Andersgläubige und Kritiker*innen religiöser Machtstrukturen bedroht.<br />Das Humanist Shelter Program versteht den Fall Bala deshalb als Auftrag, diesen Weg weiterzugehen: bedrohten Humanist*innen Schutz zu bieten, ihre Stimmen hörbar zu machen und gemeinsam mit internationalen Partnerorganisationen für eine Welt zu arbeiten, in der niemand wegen seiner humanistischen Überzeugungen und Anschauungen verfolgt wird. Die Erfahrung mit Mubarak Bala zeigt, dass sich der Einsatz lohnt – und dass Humanismus besonders dann seine Kraft entfaltet, wenn er Menschen in ihrer verletzlichsten Lage beisteht.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-688</guid> <pubDate>Wed, 14 Jan 2026 13:30:41 +0100</pubDate> <title>Offener Brief: Rückzug der USA gefährdet globale Stabilität</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/offener-brief-rueckzug-der-usa-gefaehrdet-globale-stabilitaet.html</link> <description>Die Humanistische Vereinigung warnt gemeinsam mit 50 weiteren humanistischen und säkularen Organisationen davor, dass die geplante Abkehr der USA von internationalen Organisationen und Verträgen ein Machtvakuum schafft, autoritären Staaten Spielraum gibt und die multilaterale Zusammenarbeit, den Klimaschutz sowie den Schutz von Menschenrechten und Demokratie weltweit gefährdet.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Humanistische Vereinigung fordert in einem offenen Brief an die US-Regierung, den geplanten Rückzug aus internationalen Organisationen, Konventionen und Verträgen zu revidieren. Gemeinsam mit 50 weiteren humanistischen und säkularen zivilgesellschaftlichen Organisationen verweist sie in dem von den Humanists International initiierten Schreiben auf die drohenden Konsequenzen dieses massiven Schritts und die große Bedeutung einer rechtebasierten, demokratischen und multilateralen Weltordnung. </p> <p class="bodytext">Alle Unterzeichnenden äußern große Besorgnis über den geplanten Austritt der Vereinigten Staaten aus insgesamt 66 internationalen Organisationen, Konventionen und Verträgen, darunter 31 Einrichtungen der Vereinten Nationen. Dieser Schritt erfolgt zu einer Zeit wachsender globaler Spannungen, in der multilaterale Zusammenarbeit gestärkt und nicht geschwächt werden muss. Die Ankündigung würde eine Reihe früherer Austritte fortsetzen, etwa aus der UNESCO, dem UN-Menschenrechtsrat, der Weltgesundheitsorganisation und den Pariser Klimaverträgen. Unabhängig von der Verfassungsmäßigkeit dieser Maßnahmen, insbesondere bei vom US-Senat ratifizierten Verträgen, schwächen sie den Multilateralismus und schaden auch amerikanischen Interessen.</p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext"><strong>„Wir hoffen sehr, dass die USA von ihrem jüngsten isolationistischen Weg wieder zurückfindet zur Wertschätzung internationaler Zusammenarbeit als eines der besten Mittel zur Sicherung von Frieden und Fortschritt für alle Menschen.“ </strong> </p> <p class="bodytext"><strong>Michael Bauer, Vorstand der Humanistischen Vereinigung</strong></p></blockquote><p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">Das Beispiel der Völkerrechtskommission zeigt, dass ein Austritt international geltendes Recht nicht beseitigt, aber den USA dagegen die Möglichkeit nimmt, dessen Weiterentwicklung mitzugestalten. Ähnlich führt der Rückzug aus der Freedom Online Coalition und aus International IDEA zum Verlust einer führenden Rolle der USA in den Bereichen Demokratieentwicklung und digitale Rechte. Dadurch erhalten autoritäre Regime mehr Einfluss auf globale Regeln und Normen. Auch beim Klimaschutz sehen wir, dass die Folgen des Klimawandels global auftreten und die USA unabhängig von einer Mitgliedschaft in einschlägigen Abkommen genauso betreffen. Der Austritt aus dem UN-Register für konventionelle Waffen ist das Gegenteil von Transparenz und begünstigt illegale Waffenströme, die letztlich auch US-Bürger gefährden.</p> <p class="bodytext">Besonders kritisch sehen wir die begleitende Rhetorik der US-Regierung, insbesondere Angriffe auf die Zivilgesellschaft und nichtstaatliche Organisationen, einen angeblichen „multilateralen NGO-Komplex“. Die pauschale Diffamierung zivilgesellschaftlicher Organisationen und der gleichzeitige Abbau von Schutzmechanismen für Menschenrechtsverteidiger gefährdet weltweit jene, die sich für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einsetzen. Das entstehende Machtvakuum wird voraussichtlich von autoritären Akteuren genutzt, um internationale Institutionen zu ihren eigenen Gunsten umzubauen.</p> <p class="bodytext">Im Zusammenhang mit steigenden Militärausgaben, außenpolitischen Drohungen und internationalen Interventionen zeigt dieser Kurs eine Abkehr von einer regelbasierten Ordnung hin zu einem „Das Recht des Stärkeren“- Ansatz. Dieser schwächt aber die internationale Stabilität, untergräbt die bisherige Führungsrolle der USA und verursacht langfristig hohe Kosten für die eigene Bevölkerung.</p> <p class="bodytext">Abschließend fordern wir Präsident Trump und Außenminister Rubio auf, den Rückzug rückgängig zu machen, Inhalte und den Geist der UN-Charta zu wahren und sich wieder aktiv an einer inklusiven, multilateralen internationalen Ordnung zu beteiligen.</p> <p class="bodytext"><strong>Der offene Brief im Wortlaut und die Liste der Unterzeichnenden:</strong> </p> <p class="bodytext"> <a href="https://docs.google.com/document/d/17Xb_DMPcTe4I9c44th7Iyt0ELKTqHn6aqoy2Gp0CLuE/edit?tab=t.0" target="_blank">https://docs.google.com/document/d/17Xb_DMPcTe4I9c44th7Iyt0ELKTqHn6aqoy2Gp0CLuE/edit?tab=t.0</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-687</guid> <pubDate>Tue, 13 Jan 2026 12:27:24 +0100</pubDate> <title>Sichtbarkeit für Engagement und Menschenrechte: Neujahrsempfang 2026</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/sie-alle-machen-unser-land-ein-kleines-stueck-besser-neujahrsempfang-2026.html</link> <description>Beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten-Ehepaars auf Schloss Bellevue hat in diesem Jahr erneut das ehrenamtliche Engagement im Mittelpunkt gestanden. Unter den geladenen Gästen war auch Sebastian Rothlauf, Präsident der Humanistischen Vereinigung. </description> <content:encoded><![CDATA[<div class="flex max-w-full flex-col grow"><div dir="auto" class="min-h-8 text-message relative flex w-full flex-col items-end gap-2 text-start break-words whitespace-normal [.text-message+&amp;]:mt-1"><div class="flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden first:pt-[1px]"><div class="markdown prose dark:prose-invert w-full break-words light markdown-new-styling"><p class="bodytext">Beim Empfang hatte Rothlauf die Gelegenheit, mit Vertreter*innen unterschiedlichster gesellschaftlicher Bereiche ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen – wie in den Vorjahren ein wichtiger Aspekt dieser traditionsreichen Veranstaltung, die Sichtbarkeit, Austausch und Wertschätzung zivilgesellschaftlicher Arbeit verbindet.</p> <p class="bodytext">In mehreren Gesprächen wurde deutlich, welche Bedeutung der Neujahrsempfang gerade für Organisationen aus dem Bereich der Menschenrechte, Migration und gesellschaftlichen Teilhabe hat. Besonders informativ war beispielsweise der Austausch mit Didem Laçin Karabulut, der Vorsitzenden des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats, sowie mit Halima Gutale, der Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft Pro Asyl, sowie mit Kook-Nam Cho-Ruwwe von DaMigra, dem Dachverband der Migrant*innenorganisationen. Gemeinsam sprachen sie über die Rolle des Neujahrsempfangs als Plattform, die den eingeladenen Organisationen öffentliche Anerkennung verschafft und ihre Anliegen in einen breiteren gesellschaftlichen Kontext stellt. Die regelmäßige Einladung der Repräsentant*innen wurde von allen als klares Zeichen politischer und gesellschaftlicher Wertschätzung empfunden.</p> <p class="bodytext">Noch vor dem Defilee ergab sich zudem ein vertiefendes Gespräch zwischen Sebastian Rothlauf und Prof. Dr. Beate Rudolf, der Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Esy ging dabei um die Bedeutung der Menschenrechte als grundlegender Wert – sowohl für humanistisches Engagement als auch für die Gesellschaft insgesamt. Einigkeit bestand darin, dass Menschenrechte derzeit wieder stärker sichtbar gemacht und in ihrer Bedeutung für jede und jeden Einzelnen vermittelt werden müssen, um sie dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.</p> <p class="bodytext">In seiner Ansprache würdigte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dann das Ehrenamt als unverzichtbare Stütze von Zusammenhalt, Demokratie und Menschlichkeit. Der Jahresbeginn, so Steinmeier, sei eine Zeit der Zuversicht und des Aufbruchs – und kaum ein Ort mache diese Haltung so greifbar wie der Neujahrsempfang, bei dem Menschen zusammenkommen, die Verantwortung übernehmen und sich aktiv für das Gemeinwohl einsetzen. Neben prominenten Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien standen bewusst auch Bürger*innen im Fokus, die sich jenseits großer Bühnen ehrenamtlich engagieren.</p> <p class="bodytext">Besondere Anerkennung galt in diesem Jahr den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk, die nach einem Anschlag auf das Stromnetz im Südwesten Berlins im Dauereinsatz waren. Steinmeier erinnerte an die dramatischen Folgen für zehntausende Betroffene und dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Helfer*innen für ihren unermüdlichen Einsatz. Zugleich machte er deutlich, dass der Schutz kritischer Infrastruktur eine zentrale politische Aufgabe bleibt.</p> <p class="bodytext">Der Bundespräsident zeichnete ein breites Bild des Ehrenamts: vom Katastrophenschutz über kommunalpolitisches Engagement, Kultur- und Sportvereine, Umwelt- und Tierschutz bis hin zur Arbeit für Geflüchtete, für queere Menschen, gegen Diskriminierung und für internationale Solidarität. All dieses Engagement, so Steinmeier, mache das Land „jeden Tag ein kleines Stück besser“ und stärke jene Werte, die die liberale Demokratie dringend braucht.</p> <p class="bodytext">Mit Blick auf die Zukunft rief er dazu auf, mehr Menschen für freiwilliges Engagement zu gewinnen. Ein zentrales Signal dafür ist der erstmals stattfindende bundesweite „Ehrentag“ am 23. Mai 2026, dem Geburtstag des Grundgesetzes. Unter dem Motto „Für dich. Für uns. Für alle.“ soll er zeigen, wie viel Gemeinsinn, Kreativität und Verantwortung in der Gesellschaft stecken – und Mut machen, sich auch über diesen Tag hinaus einzubringen.</p> <p class="bodytext">(Bilder: Steffen Kugler / Bundesregierung)</p></div></div></div></div>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-685</guid> <pubDate>Wed, 17 Dec 2025 12:09:53 +0100</pubDate> <title>„Eine Aufgabe, die vielleicht ein Leben lang dauert“</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/eine-aufgabe-die-vielleicht-ein-leben-lang-dauert.html</link> <description>Nach einem halben Jahr Schutzaufenthalt in Nürnberg im Rahmen unseres „Humanist Shelter Program“ hat sich Mubarak Bala von den Strapazen der jahrelangen Verfolgung und Inhaftierung erholt und konnte sein mutiges Engagement für Glaubens- und Meinungsfreiheit neu organisieren und fortsetzen. Bei einem Vortragsabend im Humanistischen Zentrum und in einem ausführlichen Interview ließ der Präsident der Humanistischen Vereinigung Nigerias nun das Erlebte Revue passieren und beschrieb, wie er die schwere Zeit im Gefängnis überlebte und es schaffte, die Hoffnung nicht zu verlieren. Dabei wird auf bedrückende Weise deutlich, warum es so schwer ist, den religiösen Radikalismus in Nigeria und anderen afrikanischen Staaten zurückzudrängen und selbst geltendes Recht keinerlei Schutz für Humanist*innen oder Andersgläubige bietet.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><strong>Herr Bala, Sie waren ungefähr vier Jahre in Nigeria im Gefängnis. Wie haben Sie diese lange und schwierige Zeit im Gefängnis durchgestanden? Was hat Ihnen in dieser Situation Kraft und Hoffnung gegeben?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>Mubarak Bala:</strong> Vielen Dank für das Interview. Ich denke, am meisten geholfen haben mir die Kontakte zu anderen Menschen. Gleich nach meiner Ankunft im Gefängnis beschloss ich, Freundschaften zu schließen, mich zu vernetzen und nützlich zu machen. In den ersten Wochen fiel mir auf, dass es keine Schule gab. Die Gefangenen dort hatten keinerlei Schulbildung und kamen größtenteils aus Dörfern. Sie hatten zwar einen Klassenraum, der nur aus einer Matte unter einem Baum bestand, mit etwa fünf bis zehn Schülern. Eine Klasse für die Grundschule, eine andere für die Sekundarstufe. Also begann ich, als Freiwilliger zu arbeiten und versuchte, die Bedingungen zu verbessern. Und als ich das Gefängnis verließ, hatten wir ein ganzes Klassenzimmer mit Bänken, einer Tafel, Büchern und vielen freiwilligen Lehrern für die Grundschule und die Sekundarstufe.</p> <p class="bodytext">Wir wollten das Angebot sogar auf den Frauenbereich ausweiten, um auch dort eine Art Bildung zu ermöglichen, und die Verantwortlichen davon überzeugen, einen Aufenthaltsraum mit Medien zu errichten, was uns auch gelang. Sie erlaubten uns einen Fernseher, auf dem wir zunächst eine Zeit lang Nachrichten empfangen konnten, was aber verboten wurde, weil wir zu viele Informationen über die Außenwelt enthielten. So konnten wir nur Sport, einige erlaubte Filme und Musikprogramm sehen, was dem Gehirn etwas half, sich von den Traumata zu erholen. Ein Stück weit haben wir die Atmosphäre von einem gewalttätigen, widerwärtigen Ort, an dem es so viele Kämpfe und so viel Gewalt gab, in einen Ort des Lernens und der Zusammenarbeit verwandelt.</p> <p class="bodytext">Ich wurde auch eine Art Vermittler oder Anwalt, zu dem Menschen mit Streitigkeiten kamen oder um ihre Beschwerden und manchmal auch ihre Probleme vorzutragen. Manchmal brauchten sie nur Essen oder Ähnliches. Mit den wenigen Mitteln konnten wir dennoch die meisten Probleme lösen. </p> <p class="bodytext">Und sie wussten nicht, wer ich bin. Sie hielten mich für einen Muslim. Ja, so bin ich damit umgegangen.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Sie mussten sich also als Muslim ausgeben und verkleiden?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>M.B.</strong>: Ja. Einige wussten es, aber nicht viele. Wir haben es so gut wie möglich geheim gehalten.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Sie suchten sich also Beschäftigungen, die Ihnen das Gefühl gaben, etwas Sinnvolles zu tun. Aber ein Gefängnis in Nigeria – viele Menschen in Deutschland können sich das wahrscheinlich nicht vorstellen- das ist kein geschützter Ort. Man ist nicht vor der Außenwelt sicher. Mussten Sie im Gefängnis um Ihr Leben fürchten?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>M.B.</strong>: Nun, allein die Entführung, um mich in den Bundesstaat Kano zu bringen, war schon eine Gefahr. Um Ihnen das zu verdeutlichen: Wenn man jemanden von einem sicheren Ort, beispielsweise Dubai, entführt und ihn dann in den Iran schmuggelt, um ihn wegen Blasphemie oder Apostasie vor Gericht zu stellen, oder insbesondere, wenn aktiv nach ihm gesucht wird, dann kann man das nicht Schutzhaft oder Schutzmaßnahme nennen. Ich wurde aus einer Stadt entführt, in die ich geflohen war – einer sehr sicheren, säkularen Stadt. Relativ gesehen, denn nirgendwo in Nigeria ist man wirklich sicher. Aber dort war ich etwas sicherer, nachdem ich einer gewaltsamen Einweisung in eine psychiatrische Klinik durch meine Familie entkommen war. Und 2014 suchten Leute aktiv nach mir aufgrund eines Mordaufrufs gegen mich.</p> <p class="bodytext">Deshalb ging ich in den Bundesstaat Kaduna, wo ich leben konnte, wo es Christen gibt. Dort konnte ich ein Leben in völliger Anonymität führen, doch dann wurde ich von meiner eigenen Regierung entführt und zurück nach Kano gebracht. Der Bundesstaat Kano ist ein reiner Scharia-Staat ohne andere demografische Minderheiten. Es gibt dort keine christliche Bevölkerung. Sie wurden vertrieben. Daher ist es in Kano so gefährlich für Nicht-Muslime.</p> <p class="bodytext">Selbst der Prozess hätte in Kano gar nicht stattfinden dürfen, wenn er fair hätte sein sollen. Ich war also dort im Gefängnis in sehr feindseliger Umgebung. Man sagte mir, wenn ich jemals als Blasphemiker oder Apostat bekannt würde, müsse ich selber dafür sorgen, am Leben zu bleiben. Es läge an mir, zum Islam zu konvertieren oder nicht. Ich fragte: „Für wie lange?“ Man sagte, vielleicht zwei Wochen, aber daraus wurden dann zwei Jahre. Aber ich habe mich damit arrangiert und versucht, so wenig wie möglich aufzufallen. Mein Name war dort unbekannt, meine Anklage war dort unbekannt. Ich habe also so gut wie möglich durchgehalten, und selbst am letzten Tag, als ich die Stadt verlassen sollte, verlegt werden sollte in ein anderes Gefängnis, fragten sie mich, ob, meine Konvertierung echt sei. Ich sagte ihnen, dass Sie mich dazu aufgefordert hatten, um mein Leben zu retten und Ihre Arbeit zu erleichtern.</p> <p class="bodytext">Sie rechneten mir vor, dass die Zahl der Gefangenen im Gefängnis etwa 2000 betrage. Und sie sagten mir, dass wenn ich bei dieser Aussage bliebe, meine Identität preisgäbe oder über meinen Fall spräche, in große Schwierigkeiten geraten würde. Und Sie seien den Gefangenen zahlenmäßig unterlegen, nur 100 bis 300 Mitarbeiter. Also sei es an mir, mich selbst zu schützen. Und ich sagte Ihnen, dass ich nicht weiter in diesem Gefängnis leben will. Und dass ich meinen Prozess beschleunigen konnte – er hätte fünf Jahre dauern können – um die Stadt und den Bundesstaat Kano verlassen und ein anderes Gefängnis finden zu können. Denn es gab andere Gefängnisse, in die sie mich hätten bringen können, also habe ich das auf diese Weise geschafft. Und ich denke, meine kulturelle Stammeszugehörigkeit hat auch geholfen, denn ich gehöre dem Volk der Hausa an. Ich spreche ihre Sprache, ich kleide mich wie sie. Daher wären die Gefahr und Feindseligkeiten nicht so offenkundig gewesen. Denn wäre ich von einem anderen Stamm gewesen, hätte es größere Probleme gegeben. Und ich hätte vielleicht nie die Verlegung aus dem Gefängnis geschafft.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Wussten Sie, dass die internationale humanistische Gemeinschaft während Ihrer Haftzeit Kampagnen für Ihre Freilassung führte und sich an Politiker*innen wandte? Wussten Sie, dass Sie Unterstützung von außen erhielten?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>M.B</strong>.: Als sie mich einlieferten, verweigerten sie mir den Zugang zu einem Anwalt und Telefonate. Ich habe gesehen, wie sie es mit anderen Häftlingen handhaben: Ihnen waren Anrufe und Familienbesuche erlaubt. Mir wurde es über ein halbes Jahr lang verweigert.</p> <p class="bodytext">Ich wusste also lange nicht, was vor sich ging. Ich hoffte nur, irgendwie klarzukommen. Ich wusste, dass es irgendwann zu einem Prozess kommen würde, aber man sagte mir, dass selbst der Prozess nicht stattfinden könne, weil die Leute sehr wütend und feindselig seien. Die Anklage des Prozesses dürfe nicht bekannt werden. Und so dachte ich, wenn ich irgendjemanden erreichen könnte – und die einzige Person, an die ich mich erinnern konnte, war Dr. Leo Igwe – hätte ich vielleicht eine Chance auf einen Prozess oder vielleicht Familienbesuche.</p> <p class="bodytext">Aber es dauerte so lange und irgendwann dachte ich, die Welt hätte mich vergessen. Weil ich ohne jegliche Mittel ins Gefängnis kam, war ich viel am Rechnen: Wie sollte ich mir überhaupt einen Anwalt leisten können? Wie sollte ich das alles stemmen? Ich wusste nicht, dass sich in meinem Fall etwas bewegte oder sonst irgendetwas, was außerhalb der Gefängnismauern geschah. Die Gefängnismauern sind so abgeschottet, dass man wirklich nicht mitbekommt, was draußen passiert.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Nun zu Nigeria und der dortigen Situation: Warum ist es in ihrem Heimatland so schwierig, Dinge und auch Religion zu hinterfragen oder kritisch zu denken? Woher kommt diese starke religiöse Dominanz und diese Intoleranz gegenüber anderen?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>M.B.</strong>: Wir haben ein Erbe des Dschihad, der nur ein Jahrhundert vor der Ankunft der Briten stattfand. Die Briten kamen um 1903, also im 20. Jahrhundert, nach Nordnigeria. Doch bereits ein Jahrhundert zuvor, im Jahr 1804, hatte es einen Dschihad gegeben. Es handelte sich um den „Fulani-Dschihad“ unter der Führung von Usman dan Fodio. Dieser Dschihad war ein klerikaler Dschihad zur Einführung der Scharia, selbst gegen die herrschende muslimische Klasse in der Region. Es war ein Reich, das sich vom heutigen Mali über die Sahelzone, Tunesien, Nordnigeria bis nach Kamerun und Gabun erstreckte. Diese Institution war also fest etabliert, und die Briten weigerten sich, kulturell in diese Region vorzudringen, das System zu stören. Sie haben es nicht entwurzelt und nicht verändert, es blieb also weitgehend intakt. </p> <p class="bodytext">Diese Region lässt sich heute nur mit Afghanistan vergleichen, sie ist nicht ansatzweise so liberal wie beispielsweise Dubai oder Katar oder so sicher wie Saudi-Arabien. Es ist eine gesetzlose Region mit allem, was man sich auch in Afghanistan vorstellen kann. Fanatismus, Gesetzlosigkeit, Waffen, Dschihadisten. Und es ist so konservativ, dass man schockiert wäre, zu erfahren, was die Leute dort glauben. Man würde meinen, sie lebten in einer Zeit vor tausend Jahren, wenn man ihnen zuhört.</p> <p class="bodytext">Für sie bin ich also ein Gräuel, ein Außenseiter, etwas Neues. Deshalb muss ich verrückt, ein Wahnsinniger sein und deshalb landete ich in Kuwait in einer psychiatrischen Klinik. Denn was ich sagte, galt nicht nur als Blasphemie oder Apostasie, sondern es war auch undenkbar, zu sagen, man glaube nicht an Gott. Dann hat man offensichtlich psychische Probleme, da stimmte etwas ganz und gar nicht mit einem. </p> <p class="bodytext">Wir leben in Nigeria also weiter nach der Scharia. Die Briten kamen und lockerten die Scharia zwar teilweise. Etwa 30 Jahre später verboten sie Sklaverei und die Todesstrafe. Andere Teile der Scharia blieben jedoch bestehen. Selbst nach der Unabhängigkeit führten sie für Nordnigeria ein neues Strafrechtssystem ein. Im Süden galt ein eher ziviles Recht, während wir im Norden dieses komplizierte System haben, in dem Sünde in die Moralvorstellungen und das Wohlergehen der Region integriert ist. Man kann also wegen einer Sünde angeklagt werden. Aber das steht im Zivilgesetzbuch, es ist also tatsächlich ein Verbrechen, es ist strafbar. Zum Beispiel gibt es Unzucht, Beleidigungen, Kritik an der Religion und andere Vergehen. </p> <p class="bodytext">Aber als die Briten 1960 abzogen, hinterließen sie uns eine neue Generation von Politikern. Diese waren jedoch sehr tribalistisch, verbittert, regionalistisch und sehr auf ihren eigenen kulturellen Hintergrund bedacht. So dominierte die nördliche Region das Land fünf Jahre lang. Dann erhoben sich die anderen Regionen zum Kampf und eliminierten die Führung des Nordens. Das führte zu einem etwa dreijährigen Bürgerkrieg. Dann kam das Militär zurück und übernahm die Macht. Und so blieb die Situation bis zur Jahrhundertwende.</p> <p class="bodytext">1999 zog sich das Militär zurück und es kehrte derselbe religiöse Fanatismus nach Nigeria zurück. Jetzt ging es darum, das Kalifat, die Scharia und den Dschihad wiedereinzuführen. Nun leben wir eigentlich in einer neuen, modernen Zeit, in der die Verfassung eindeutig besagt, dass die Scharia nicht wiedereingeführt werden darf und dass keine Staatsreligion eingeführt werden darf. Aber sie haben es getan. Der Präsident versuchte, dagegen anzukämpfen, erkannte aber, dass dies zu einem weiteren Bürgerkrieg führen könnte. So ist das ganze Land nun dem Norden ausgeliefert, der seine eigenen Interessen, sein Land, seine Lebensweise und seine Doktrin in den Vordergrund stellen will. Daher werden die in der gesamten Region alle Ressourcen des Landes weiterhin in den Schutz des modernen konservativen Systems investiert.</p> <p class="bodytext">In dieser Zwickmühle befindet sich Nigeria nach wie vor. Und deshalb möchte ich ein Referendum anstoßen, in dem wir eine konstruktive Diskussion darüber führen könnten, ob wir in diesem Land leben wollen, das die Briten geschaffen haben. Das Dilemma Nigerias ist also nach wie vor eine nationale Frage: Sind wir wirklich <strong>eine</strong> Nation oder sind wir ein Volk, das die Unabhängigkeit will?</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Wie häufig sind Blasphemievorwürfe oder ähnliche Anklagen in Nigeria? Gibt es viele andere Betroffene oder nur wenige?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>M.B.</strong>: Nun, es gibt einige Fälle dieser Art, auch in Gefängnissen, aber das sind eher Glücksfälle. Meistens endet man tot. Das ist die einfache Wahrheit, insbesondere, wenn man auf offener Straße beschuldigt wurde. Und wie ich schon sagte, hängt es oft auch mit Ihrer Abstammung und dem Ort der Blasphemie zusammen. So etwas kann passieren. Sie werden auf offener Straße beschuldigt, und ein oder zwei Stunden später sind Sie tot. Manchmal sogar noch schneller. </p> <p class="bodytext">Lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel geben: Im Bundesstaat Bauchi nahm eine nicht-muslimische, christliche Lehrerin einem Schüler einen Koran ab, weil sie gerade unterrichtete und er in seinem Koran nachschlug. Es war also nicht der richtige Zeitpunkt für Koranunterricht. Also nahm sie ihm den Koran weg. Die Schüler dort – allesamt Teenager – schrien, sie dürfe den Koran nicht berühren, weil sie keine Muslimin sei und Nicht-Muslime unrein seien. Sie nannten sie „Nigger“, was als unrein oder schmutzig gilt und sie habe den Koran berührt und damit eine schwere Blasphemie begangen. Innerhalb einer Stunde, noch bevor andere Lehrer sie retten konnten, wurde sie von ihren eigenen Schülern getötet.</p> <p class="bodytext">Oder sie könnten mal „Miss Bridget Agbahime“ googeln. Sie wurde direkt vor den Augen ihres Mannes enthauptet. Es gab auch mehrere andere Vorfälle. Sogar während meiner Haftzeit. Wie Deborah, die wegen Blasphemie getötet und auf offener Straße verbrannt wurde. Das sind also diejenigen, bei denen das Rechtssystem scheitert.</p> <p class="bodytext">Ich glaube, während meiner Haftzeit habe ich von vier oder fünf solchen Fällen in der Region gehört. Die Einschüchterung dadurch ist so stark, dass man sich nicht einmal traut, etwas zu sagen. Zum Islam zu konvertieren ist oft der einzige Ausweg. Deshalb würden es die meisten Menschen niemals wagen, Religion zu kritisieren oder ihre Meinung zu äußern. </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Hatten Sie in der Vergangenheit, bevor Sie inhaftiert wurden, schon einmal überlegt, Nigeria zu verlassen, um diesen Bedrohungen zu entgehen?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>M.B.</strong>: Ich habe aufgrund der Bedrohungen darüber nachgedacht. Aber sobald die Gefahr nachließ, dachte ich: „Ich schaffe das, solange ich anonym bleibe und den Ort wechsle.“ Obwohl ich Freunde und alles, was ich besaß, verloren hatte, sagte ich mir: „Ich fange neu an.“ Also fing ich irgendwo neu an und weigerte mich, das Land zu verlassen. Den Amerikanern, die mich nach Abuja, in die Hauptstadt, einluden, und auch anderen Ländern, in denen ich 2013 und 2014 war – also vor etwa zehn Jahren – sagte ich: „Ich kann in Nigeria über die Runden kommen. Ich muss nicht fliehen, denn die Regierung wird mich schützen.“</p> <p class="bodytext">Und ich dachte, selbst wenn die Regierung mich nicht schützen würde, würde ich mich nicht öffentlich angreifbar machen. Der größte Verrat war für mich also die Regierung selbst. Dass die Regierung mich festnehmen und an Leute ausliefern würde, die mich tot sehen wollen. </p> <p class="bodytext">Ich war nur online aktiv. Ich habe mit Muslimen zusammengearbeitet. Diese Muslime kennen mich, sie wissen, dass ich eigentlich ein netter Kerl bin, der gut mit ihnen auskommt. Ich kritisiere ihre Religion, ohne sie dabei zu verletzen. Ich glaube, Kritik ist für sie besonders emotional. Wenn man ihre Religion kritisiert, denken sie, man sei persönlich gegen sie, hasse sie oder wolle ihnen Böses. Aber in Wirklichkeit ist es nicht so. Man kritisiert eine Idee, die ihnen sehr wichtig ist. Aber diese Idee macht sie und andere zu Opfern und letztendlich tötet sie alle. Das ist der Unterschied, den sie verstehen müssen.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Wie haben Sie es schließlich geschafft, das Gefängnis und Nigeria zu verlassen?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>M.B.</strong>: Ich wurde zu 24 plus 16 Jahren, also insgesamt zu 40 Jahren verurteilt. Als ich in der Hauptstadt ankam, legten wir Berufung ein. Das Gericht entschied sich jedoch, in Kano zu tagen, was nicht fair ist. Denn wenn die Verhandlung in Kano stattfindet, einem Bundesstaat, in dem die Scharia gilt, sind die Angeklagten den Gefühlen und Launen der Gesellschaft unterworfen. Daher wurde das Urteil bestätigt: Ich bin zwar weiterhin schuldig, habe aber genug abgesessen. Die Strafe wurde auf fünf Jahre reduziert. </p> <p class="bodytext">Nun legen wir beim Obersten Gerichtshof Berufung ein und versuchen, die Zuständigkeit des Gerichts anzufechten. Außerdem war der Prozess unfair, da ich in eine Umgebung gebracht wurde, in der ich mich nicht verteidigen könnte, ohne jemanden zu verärgern. Wir wissen, was bei solchen Prozessen passiert: Der Mob erfährt, dass der Prozess begonnen hat und man sich an diesem Tag dort aufhält. Dann greifen sie einen an. Dann töten sie einen. </p> <p class="bodytext">Es ist so: Jemand will dich tot sehen und beruft sich auf den Koran und seine heiligen Schriften und sagt dir, hier stünde, warum du sterben sollst, und deshalb müssten wir dich töten. Und du hast keine Möglichkeit zu antworten, denn wenn du antwortest, würdest Du sie als Terroristen oder vielleicht als Dschihadisten bezeichnen. Das wäre für sie eine Beleidigung.</p> <p class="bodytext">Wir benannten diese Tatsachen und hofften, dass der Oberste Gerichtshof entscheiden wird. Ob der Prozess fair war, ob die Gerichte überhaupt zuständig waren, und ob meine Meinungsfreiheit, meine Religionsfreiheit und mein Recht auf Selbstverteidigung gewahrt blieben, denn ich habe mich die meiste Zeit selbst verteidigt. </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Sie leben nun schon seit einigen Monaten hier in Nürnberg, ermöglicht durch das „Humanist Shelter Program“ der Humanistischen Vereinigung. Wie erleben Sie diese Freiheit jetzt – dieses Leben in einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>M.B.</strong>: Vielen Dank, dass Sie mich überhaupt nach Deutschland gebracht haben. Die deutsche, die amerikanische, ich glaube auch die kanadische und die britische Regierung hatten mir angeboten, mir bei der Umsiedlung zu helfen. Obwohl ich sehr zögerlich war, denn ich hatte gehofft, in Nigeria bleiben zu können. Aber ich kannte die Lage nicht genau, ich saß im Gefängnis. Ich wusste also nicht, welcher großen Bedrohung ich ausgesetzt war. Als ich dann freikam, wurde mir klar, dass es wirklich lebensbedrohlich war, obwohl es das eigentlich schon immer war. Aber ich hatte mich so daran gewöhnt, dass es mich nicht mehr störte. Dann wurde mir aber klar, dass ich wegmusste. Und so beschloss ich: Okay, vielleicht gehe ich für eine Weile und komme dann hoffentlich zurück, wenn es sicher ist.</p> <p class="bodytext">Aber ich habe auch Zweifel, ob mein Umzug hierher richtig war. Ich bin im April hier angekommen und hatte das Gefühl, es sei vielleicht noch zu früh, bevor ich die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs über meine Rückkehr nach Hause erhalten würde. Meine Anwälte sagten mir nämlich, wenn der Oberste Gerichtshof mein Urteil bestätigen würde, müsste ich zurückkehren und den Rest meiner Strafe absitzen.</p> <p class="bodytext">Ich habe seither festgestellt, dass die westlichen Regierungen schützender und liberaler sind und die Gesellschaften hier sehr vernünftig. Ich muss mich also nicht mehr ständig umsehen oder das Gefühl haben, dass mich jemand sucht, obwohl ich immer noch unter dem Trauma, dem Schlafmangel und der Angst leide. Es gibt viele damit verbundene Probleme, die man über die fünf Jahre und die fünf Jahre davor im Versteck mit sich herumträgt.</p> <p class="bodytext">Wenn man sich fünf Jahre lang versteckt hält und dann jahrelang im Gefängnis sitzt, muss man nach der Entlassung mit 40 wieder ganz von vorne anfangen. Aber ich glaube, dies hier ist eine gute Gesellschaft für einen Neuanfang. Ich schätze die Lebensweise und Kultur sehr, sie sind sehr tolerant. Ich sehe Musik auf den Straßen. Ich sehe Menschen, die sich kleiden, wie sie wollen, und sie sind sehr gastfreundlich. Ich hatte große Angst, ich dachte, Deutschland sei sehr rechtsgerichtet und nicht gastfreundlich. Und dann lächeln einen die Leute an. Sie sprechen einen an, fragen, woher man kommt, welche Kultur man hat und wie es einem hier gefällt. Und sie sind freundlich. Und vor allem respektieren sie die Umwelt, sie respektieren den Planeten. Überall sehe ich saubere, gepflegte Umgebungen, was uns in unserer Gesellschaft fehlt. Und da merkt man, dass es, glaube ich, hauptsächlich das Negative ist, was man im Radio oder Fernsehen hört. Es entspricht nicht der Realität. </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Sie haben auch an internationalen Treffen teilgenommen, wie dem Humanist*innenkongress in Luxemburg oder anderen humanistischen Veranstaltungen. Welche Eindrücke haben Sie dort gewonnen?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>M.B.</strong>: Ja, ich bin zum internationalen Treffen der Humanisten nach Luxemburg gereist und dort habe ich viele Humanist*innen aus anderen Organisationen getroffen, insbesondere diejenigen, die sich in den letzten fünf Jahren, ja im letzten Jahrzehnt, unermüdlich für mich eingesetzt haben.</p> <p class="bodytext"><strong>Die alle kannten Sie. Aber Sie kannten die nicht.</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>M.B.:</strong> Ja, genau. Daher war dies die beste Gelegenheit, sie zu treffen und ihre Bemühungen und ihre Arbeit zu würdigen. Und ihnen auch von den Herausforderungen zu erzählen, vor denen wir in unserer Heimat stehen. Denn ich bin nicht allein. Viele Menschen stecken in ähnlichen Situationen wie ich, denen wir kaum helfen können. Obwohl ich als Präsident der Nigerianischen Humanistischen Vereinigung Schutzhäuser betrieben und Menschen, genau wie mich, in andere Städte umgesiedelt habe, die wir als sicher empfanden. Wir haben Stipendien für sie gefunden, damit sie studieren und ihr Leben ohne den damit verbundenen Paria-Status, ohne gesellschaftlichen Boykott, Schikanen und Drohungen, insbesondere durch Familienmitglieder, fortsetzen können. Das haben wir erreicht.</p> <p class="bodytext">Und daran arbeite ich weiterhin. Wir vernetzen Humanist*innen in unseren Heimatländern, nicht nur in Nigeria, sondern auch in anderen Ländern Subsahara-Afrikas und im Nahen Osten. Wir arbeiten mit ihnen zusammen, und Humanist*innen weltweit unterstützen uns mit Finanzierung, Ressourcen und Kanälen, insbesondere Kommunikationskanälen und Möglichkeiten, die sich durch Organisationen und Sponsoren für solche Programme ergeben, wie beispielsweise mein Programm hier mit der IFA.</p> <p class="bodytext">Hier im Westen schätze ich das System, die IFA und die deutsche Regierung, die dieses Programm ins Leben gerufen haben. Auch in der EU gibt es ein ähnliches Programm. Wir haben ein vergleichbares kanadisches Programm. Das ist hervorragend. Und dafür bin ich sehr dankbar.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Sie sprachen gerade über Ihre Arbeit für kritische und humanistische Stimmen in Nigeria, Afrika und weltweit. Wie lässt sich das von Deutschland aus realisieren – ist das überhaupt möglich?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>M.B.</strong>: Nun, zuallererst denke ich, dass man hier arbeiten kann, ohne dass plötzlich die Behörden das Büro durchsuchen, die Geräte beschlagnahmen und einen dann abführen, weil sie angebliche Beweise haben. Ich denke, das ist das Wichtigste: die Sicherheit. Dass man sprechen und Interviews geben kann – ich habe, glaube ich, schon über ein Dutzend Interviews gegeben, während ich in Europa bin. Ich war in mehreren deutschen Städten, nicht nur in Nürnberg. Ich war auch in anderen Städten der EU. Ich bin sogar kurz nach Kenia geflogen, um dort einen Vortrag über unsere Situation als Randgruppe in einem eher religiösen Teil der Welt zu halten, vielleicht sogar im religiösesten.</p> <p class="bodytext">Ich denke, es ermöglicht einem Freiheit, denn selbst jetzt noch sind meine Geräte und meine Büroarbeit bei der Polizei und den nigerianischen Behörden. Wir haben alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft, um sie zurückzubekommen, aber es ist uns nicht gelungen. Die Freiheit, die mir dieser Ort bietet, ermöglicht es mir, Humanist*innen zu organisieren und zu versuchen, die Gesellschaft wieder zu erreichen und zu sehen, was wir bewirken können.</p> <p class="bodytext">Wir arbeiten bereits daran, unsere Websites wiederherzustellen. Die Finanzierung ist gesichert, und wir unternehmen viel, denn es ist wirklich gefährlich, dies von zu Hause auszutun. Ich denke, es könnte anders sein, wenn wir die nigerianischen Behörden überzeugen können, dass wir Teil der Gesellschaft sind und einen sinnvollen Beitrag zur Entwicklung des Landes leisten können, insbesondere mit rationalem, kritischem und offenem Denken, insbesondere im Hinblick auf Säkularismus und humanistische Ideale in Bereichen wie Bildung, Wissenschaft und ähnlichem. Und vielleicht können wir uns eine weitere Chance erarbeiten, in einer Gesellschaft ohne Belästigungen und Bedrohungen unseres Lebens zu leben.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Wie geht es ihrer Familie? Und besteht die Möglichkeit, sie wiederzusehen? Haben Sie Kontakt?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>M.B.:</strong> Ja. Ich habe tatsächlich Kontakt. Ich habe eine Familie in Nigeria, die ich schon vor meiner eigenen Familie als meine Familie bezeichnet habe – die humanistische Gemeinschaft. Ich habe auch schon Adoptivkinder aufgenommen, über die Jahre hinweg mit meinen eigenen Mitteln. Denn als ich die Religion verließ, verlor ich alles. Ich hatte keine Möglichkeit mehr, mich der menschlichen Gesellschaft zugehörig zu fühlen. Also habe ich Tiere und Menschen adoptiert, insbesondere aus dem Almajiri-System. Das sind geschätzte 12 Millionen Kinder, die von ihren Eltern ausgesetzt werden, um den Koran zu studieren und sich um Vieh zu kümmern. (<em>Anm.d.Red.: <strong><span style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif; font-weight:normal">Almajiri</span></strong> in Nigeria ist ein traditionelles islamisches Bildungssystem, in dem arme Kinder zum Koranunterricht geschickt werden, jedoch oft verwahrlosen, ausgebeutet werden oder als Teil der niedrigsten Gesellschaftsschicht von extremistischen Gruppen wie Boko Haram rekrutiert werden.)</em> </p> <p class="bodytext">Ich nenne diejenigen, die ich adoptiert und großgezogen habe, auch meine Familie. Ich habe auch meine eigene Familie, meinen Sohn und meine Frau, mit denen ich in Kontakt stehe. Ich versuche es, so gut es geht. Erst heute haben wir darüber gesprochen, ob ich mein Kind nachholen kann und ob ich die Familie für ein Wiedersehen hierher einladen kann.</p> <p class="bodytext">Denn wenn ich nicht frei nach Hause zurückkehren kann, müssen wir einen Weg finden, sie hierher zu holen. Obwohl es selbst in der Familie Bedenken gibt, da ich die traditionellen islamischen Heiratsriten nicht vollzogen habe. Aber ich hoffe, dass wir in Europa vielleicht eine Chance auf eine säkulare Ehe haben könnten, ohne die Voraussetzung, eine Frau mit Geld kaufen zu müssen. Und auch für das Kind, um einen Neuanfang zu haben, frei und sicher, ohne die Indoktrination, die die Gesellschaft vielleicht mit sich bringen würde. </p> <p class="bodytext">Seine Mutter hat ihn in eine islamische Madrasa geschickt. Ich habe so meine Bedenken, aber ich kann mich nicht wirklich dagegen wehren. Ich hoffe also, dass er das in einem säkularen System nicht muss. Wir wissen auch, wie wichtig es ist, sich in die Gesellschaft, in die Gemeinschaft zu integrieren. Damit man nicht schikaniert wird. Damit er nicht das durchmachen muss, was sein Vater durchgemacht hat. Ich verstehe also die Herausforderungen, vor denen wir stehen und hoffe trotzdem, dass ich etwas bewirken kann.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Und können Sie sich vorstellen, eines Tages nach Nigeria zurückzukehren, wenn Sie sich sicher fühlen oder glauben, sicherer zu sein?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>M.B.:</strong> Nun, hier fühle ich mich sicherer, aber ich werde auf jeden Fall irgendwann nach Hause zurückkehren. Das ist meine Heimat. Tatsächlich bin ich direkt nach meiner Freilassung in meine Heimatregion zurückgeflogen. Ich bin zurück nach Kano, weil ich meine Mutter sehen musste, meine Geschwister, die Menschen, mit denen ich aufgewachsen bin – die meisten von ihnen haben mich abgelehnt. Aber als sie mich trafen, mussten sie sich trotzdem zu mir setzen und mit mir etwas trinken oder essen. Das habe ich mehrmals getan. Und genau das versuche ich immer noch: den Kontakt zu meiner Gemeinschaft suchen. Sie haben mich ausgegrenzt. Sie haben mich verstoßen. Aber ich habe es trotzdem geschafft, mich ihnen entgegenzustellen.</p> <p class="bodytext">Ich zeige mich, ich bin präsent. Und selbst hier in Deutschland bin ich nach Bonn gereist, zum größten Treffen von Menschen aus meinem Land, aus meiner Region. Ich habe sie getroffen, mit ihnen gesprochen und wurde herzlich aufgenommen. Und ich war schockiert, dass ich der einzige Nicht-Muslim dort war. Ich fragte: Wo sind die anderen Nigerianer? Man lädt auch Somalis ein, sogar Sudanes*innen, weil sie Muslime sind. Aber man hatte nicht einmal Christen aus Südnigeria zu einem Fest eingeladen, wo wir eine Gemeinde hätten gründen können. Deshalb hoffe ich und wünsche ich mir, in einem sicheren Land Schutz zu finden und dann irgendwann dauerhaft in meine Heimat zurückzukehren, etwas zu bewirken, die Menschen zu erreichen.</p> <p class="bodytext">Ich habe auch den politischen Traum, dass ich, wenn wir mit dem Referendum Erfolg haben und die Menschen sich für den Verbleib im Land entscheiden, hoffentlich zurückkehren und für das Präsidentenamt kandidieren werde.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>In Deutschland sind Meinungs- und Religionsfreiheit selbstverständlich. Jeder hat sie, es ist normal. Aber Sie erlebten das Gegenteil. Haben Sie den Eindruck, dass die Menschen hier diese Freiheiten als selbstverständlich ansehen und ihre Bedeutung unterschätzen, weil sie so normal sind?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>M.B.:</strong> Ja. Also, wenn ich mir die deutsche Geschichte ansehe, denke ich, dass sie vor drei oder fünf Jahrhunderten ihre eigenen Schwierigkeiten hatte, und dann die Reformation und eine dogmatische, theokratische Herrschaft durchgemacht hat.</p> <p class="bodytext">Ich glaube, das muss jede Gesellschaft durchmachen, bevor sie gestärkt daraus hervorgehen und diese Freiheit erlangen kann. Das wünsche ich mir auch für meine Heimat. Ich habe hier festgestellt – und versuche das immer noch zu realisieren – dass ich nicht verfolgt werde. Ich werde nicht verurteilt, hier, in diesem anderen Teil der Welt, herrscht eine freie Kultur.</p> <p class="bodytext">Aber ich werde trotzdem das Gefühl nicht los, verurteilt oder angestarrt zu werden. Vielleicht wegen meiner Hautfarbe oder meines Namens. Ich bin etwas immer leicht nervös, weil ich das Gefühl habe, nicht dazuzugehören. Aber das ist in Wirklichkeit nicht der Fall. Sobald ich das Haus verlasse, treffe ich Menschen. Dann sind sie freundlich, dann heißen sie uns willkommen, und ich denke: Wow, okay, wir sind ja alle Afrikaner.</p> <p class="bodytext">So wie ich es sehe, haben wir uns in Afrika entwickelt, und ich hoffe, wir können diese Transformation, die euer Kontinent durchlaufen hat, nun auch erleben. Und wir könnten vielleicht unsere Kulturen so reformieren, dass sie frei sind, sodass niemand mehr von zu Hause weglaufen muss, nur weil er seine Religion, seine Philosophie oder seine Kultur ändert. </p> <p class="bodytext">Es ist eine Aufgabe, die vielleicht ein Leben lang dauern wird, aber ich hoffe, wir können sie bewältigen.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Was sind Ihre Hoffnungen oder Wünsche für die internationale humanistische Bewegung in den nächsten Jahren? Dass wir uns etwas stärker auf Afrika und andere Länder konzentrieren, in denen Menschen unterdrückt werden und mehr Hilfe benötigen als in der westlichen Welt?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>M.B.</strong>: Nun ja, wir haben da so viel aufzuholen, weil wir auch sozioökonomisch zu kämpfen haben. Obwohl wir von der Mehrheitsgesellschaft isoliert sind, hat auch diese mit dem Wirtschaftssystem zu kämpfen. Ich denke also, ja, es stimmt, dass wir die meiste Unterstützung, die meiste Hilfe und die meiste Aufmerksamkeit brauchen, denn ich hoffe, dass wir nicht mehr aus unserer eigenen Region oder unseren Teilen der Welt fliehen müssen.</p> <p class="bodytext">Ich denke, die internationale Gemeinschaft sollte Fällen wie unserem und Situationen wie unserer Priorität einräumen. Wenn wir Bildungsstipendien, Fördergelder oder andere soziale Unterstützung erhalten könnten, um in unseren eigenen Gemeinschaften zurechtzukommen, wäre das gut.</p> <p class="bodytext">Es wird auch viel an einem Kulturaustausch und der Förderung unserer Online-Präsenz gearbeitet, insbesondere im Internet, wo wir unsere eigenen Websites haben und diese selbst verwalten können. Ich denke, Sie haben dank der Unterstützung Ihrer Regierung, die auch andere Institutionen unterstützt, schon viel erreicht. Wir könnten mit internationalen Organisationen zusammenarbeiten, um unsere Gruppen in unserer Heimat nicht nur auf dem Papier, sondern auch als Teil des dortigen gesellschaftlichen Sektors anerkennen zu lassen. So könnten wir von der Regierung die tatsächliche Anerkennung erhalten, dass wir geschützt sind und nicht geoutet, belästigt, verhaftet oder bedroht werden dürfen. Es ist ein langer Weg, aber ich hoffe, wir erreichen unser Ziel.</p> <p class="bodytext"><strong>Herr Bala, vielen Dank für das Gespräch und diese Einblicke.</strong> </p> <p class="bodytext">(Das Interview führte Martin Bühner.)</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-686</guid> <pubDate>Wed, 17 Dec 2025 11:12:00 +0100</pubDate> <title>Lichtfest der HV: Gedanken, Gemeinschaft und wärmendes Feuer</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/lichtfest-der-humanistischen-vereinigung-gedanken-gemeinschaft-und-waermendes-feuer.html</link> <description>Im Ludwig-Feuerbach-Saal des Humanistischen Zentrums fand das diesjährige Lichtfest der Humanistischen Vereinigung statt. Rund um die Zeit der Wintersonnenwende kamen Mitglieder, Freund*innen und Interessierte zusammen, um gemeinsam innezuhalten, sich auszutauschen und das wiederkehrende Licht zu feiern.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Frank Schulze begrüßte die Gäste und leitete den Abend ein. Einen besonderen inhaltlichen Akzent setzte anschließend seine Lesung aus Jean-Paul Sartres <em>„Der Ekel“</em>. Auf den ersten Blick ein Text, der nicht klassisch mit Weihnachten oder festlicher Stimmung verbunden wird – und gerade deshalb ein spannender Ausgangspunkt für Gedanken und Gespräche. Schulze erläuterte Sartres existenzialistischen Blick auf den Humanismus, seine kritische Haltung gegenüber traditionellen humanistischen Konzepten sowie die Fragen nach Sinn, Verantwortung und Freiheit, die sich daraus ergeben. Die Lesung regte zum Nachdenken an und bot reichlich Stoff für anregende Diskussionen.</p> <p class="bodytext">Im Anschluss entwickelte sich eine gemütliche und harmonische Atmosphäre mit vielen guten Gesprächen. Bei Glühwein, Punsch und anderen Getränken sowie einer Auswahl an Gebäck, Obst und Naschereien wurde das Zusammensein in entspannter Runde genossen.</p> <p class="bodytext">Den symbolischen Höhepunkt des Abends bildete der gemeinsame Gang in den Hof und Garten des Humanistischen Zentrums. Dort entzündete Sebastian Rothlauf, Präsident der Humanistischen Vereinigung, das Feuer – ein Zeichen für das Licht, das nach der Wintersonnenwende wiederkehrt, und für die Wärme, die aus Gemeinschaft und gemeinsamen humanistischen Werten entsteht.</p> <p class="bodytext">Das Lichtfest machte einmal mehr deutlich, wie bereichernd die Verbindung von philosophischen Impulsen, humanistischer Reflexion und persönlichem Austausch ist. Ein herzlicher Dank gilt allen, die diesen stimmungsvollen Abend organisiert und mit Leben gefüllt haben.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-684</guid> <pubDate>Thu, 11 Dec 2025 13:23:20 +0100</pubDate> <title>Münchner Charta setzt Zeichen für Dialog und Zusammenhalt</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/muenchner-charta-setzt-zeichen-fuer-dialog-und-zusammenhalt.html</link> <description>Ein interreligiöser Abend unter dem Motto „Gemeinsam in schwierigen Zeiten“ im Alten Rathaussaal bot mit engagierten Beiträgen, dem neu gegründeten Menschenrechtechor und vielen Zeichen des Zusammenhalts gute Einblicke in Münchens gelebte Vielfalt, auch wenn einzelne Unstimmigkeiten verdeutlichten, dass Dialogarbeit ein fortlaufender Prozess ist.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Münchner Charta der Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften hat unter dem Motto „Gemeinsam in schwierigen Zeiten“ den Wunsch nach mehr Miteinander bekräftigt und unterschiedliche Gruppen des Bündnisses vorgestellt. Neben vielen positiven und hoffnungsvollen Statements über das interreligiöse Zusammenleben in München und den charmanten Klängen des Menschenrechtechors im vollen Alten Rathaussaal der bayerischen Landeshauptstadt gab es aber auch inhaltliche Dissonanzen. </p> <p class="bodytext">Der Abend beginnt mit einer Vorstellungsrunde der Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften, bei der schnell deutlich wird, wie heterogen die Münchner Bevölkerung ist, schließlich sind zwei Drittel der Einwohner*innen weder katholisch noch evangelisch. Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) begrüßt die Gäste entsprechend mit der Feststellung, dass viel zu selten auf das Gemeinsame geblickt werde, das die Menschen eigentlich verbindet. „<em>Es berührt mich sehr, dass wir heute hier in schwierigen Zeiten zusammenstehen</em>“, so Dietl. </p> <p class="bodytext">In den Beiträgen der Gemeinschaften ist die gemeinsame Schnittmenge deutlich zu vernehmen: die Wertschätzung und Gleichberechtigung aller Menschen unabhängig von Herkunft und Glaube, der Wunsch nach Respekt und Frieden zwischen allen Menschen, das Ablehnen von Vorurteilen, Gewalt und Hass sowie der Wusch, füreinander einzustehen.</p> <p class="bodytext">Anschließend sang der Menschenrechtschor die drei Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die sie zuvor einstudiert hatten. Komponiert von Axel Christian Schullz und an diesem Abend mit instrumentaler Begleitung entsteht eine genauso überraschende wie gelungene musikalische Interpretation dieser bedeutenden Grundsätze der Menschheit. Der Chor entstand auf Initiative der humanistischen Vereinigung im Vertrauen auf die vorhandene gemeinsame Wirkkraft der Menschenrechte. Er wurde für diese Veranstaltung gegründet und vereint Menschen, die gemeinsam ein hörbares Zeichen für Würde, Vielfalt und Zusammenhalt setzen möchten. Der Chor bietet eine seltene Gelegenheit, dass Menschen unterschiedlicher Überzeugungen – religiös, weltanschaulich oder ohne Bindung – gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten, einander begegnen und voneinander lernen. </p> <p class="bodytext">Danach stellen die Vertreter*innen der Gemeinschaften ihre Ideen und Perspektiven für ein noch besseres Miteinander vor. Wolfgang Wuschek, der im Rahmen des interreligiösen Dialogs die Humanistische Vereinigung vertritt, freute sich, dass zum ersten Mal bei einer solchen Veranstaltung auch Humanist*innen und Buddhist*innen mit auf dem Podium sitzen. In einer Stadt, in der religiöse Bindungen stark rückläufig sind, ist diese Erweiterung kein Randdetail, sondern ein deutliches Signal: Der interreligiöse und weltanschauliche Dialog öffnet sich endlich hin zum gesamten, nicht nur zum religiösen Spektrum. Wuschek beschrieb in seinem Statement drei Ebenen, auf denen Religionen und Weltanschauungen zum Frieden beitragen können:</p> <p class="bodytext">• Verantwortungsvolle Arbeit (z.B. Wertearbeit und Kritik) in der eigenen Gemeinschaft</p> <p class="bodytext">• Gemeinsame Projekte wie den von der Humanistischen Vereinigung initiierten Münchner Menschenrechtechor, der Menschen über Grenzen hinweg zusammenführt</p> <p class="bodytext">• Offene Formate, an denen alle Münchnerinnen und Münchner teilnehmen können – unabhängig von ihrer religiösen oder weltanschaulichen Bindung</p> <p class="bodytext">Er betonte auf dem Podium auf einen Publikumsbeitrag hin die Notwendigkeit, auch nichtreligiöse Menschen sowie nicht mehr praktizierende oder inzwischen distanzierte Gläubige zu erreichen. Ohne diese würden die Bemühungen kaum Erfolg haben, da sonst zu wenige Menschen beteiligt sind. Im Anschluss wurde Wuschek von mehreren, auch prominenten Personen mit religiösem Hintergrund angesprochen, die seine Beiträge positiv gewürdigten.</p> <p class="bodytext">Die für die jüdische Gemeinde vorgesehene Teilnahme von Rabbiner Jan Guggenheim wurde allerdings kurzfristig abgesagt, auch die Vertreter*innen der beiden jüdischen Gemeinden waren nicht anwesend. Das verärgerte den ehemaligen Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) so sehr, dass er unangekündigt auf Aufforderung des Moderators Marian Offman das Podium betrat. Ude beklagte die Nicht-Benennung des „weißen Elefanten im Raum“ – die Absage des Rabbiners Guggenheim. Laut Marian Offman, dem städtischen Beauftragten für interreligiösen Dialog, erfolgte diese Absage indirekt aufgrund der Teilnahme des Penzberger Imams Idriz, dessen Ehrung bundesweit eine Kontroverse ausgelöst hatte und gegen die sich unter anderem IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch gewandt hatte. Der frühere OB Ude verteidigte Imam Idriz, der seiner Meinung nach als Repräsentant einer Weltreligion jede islamistische Gewalt oder Frauenfeindlichkeit stets verurteilt habe. Er bezeichnete den Versuch, Idriz eine Auszeichnung zu verwehren, als „blamablen Vorgang und Rückfall“. Er betonte die Notwendigkeit von Dialogbereitschaft statt eines „bloßen feindseligen Abwehrens“. Anstelle des Rabbiners übernahm Terry Swartzberg, Vorsitzender von Jews Engaged With Students (J.E.W.S.), die Vertretung der jüdischen Gemeinschaft.</p> <p class="bodytext">Hintergrund:</p> <p class="bodytext">In der Münchner Charta der Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften' bekennen sich über 20 Gemeinschaften zu gegenseitiger und gesamtgesellschaftlicher Solidarität und Gerechtigkeit, die Humanistische Vereinigung ist eine davon.</p> <p class="bodytext">Der Menschenrechte-Chor würde auch gerne bei weiteren Veranstaltungen auftreten, die Menschlichkeit, Dialog und Zusammenhalt fördern – z. B. Stadtteil- und Quartiersfeste, interkulturelle und interreligiöse Veranstaltungen. </p> <p class="bodytext">Kontakt für Auftritte oder Mitmachen kann entweder über den Chorleiter Franz Wagner (<a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('lzhksn9vz-eqz-lhZflzhk-bnl');">wa.fra.mi[at]gmail.com</a>) oder Organisator Wolfgang Wuschek (<a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('lzhksn9vnkefzmfZchd,vtrbgdjr-bnl');">wolfgang[at]die-wuscheks.com</a>) hergestellt werden.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-683</guid> <pubDate>Mon, 08 Dec 2025 11:42:55 +0100</pubDate> <title>Freireligiöse Gemeinde Mannheim ist korporatives Mitglied der HV</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/freireligioese-gemeinde-mannheim-ist-korporatives-mitglied-der-hv.html</link> <description>Anfang Dezember ist die Freireligiöse Gemeinde Mannheim (FRG Mannheim) – Humanistische Gemeinschaft korporatives Mitglied der Humanistischen Vereinigung (HV) geworden.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><strong>Pressemitteilung – 8. Dezember 2025 – Nürnberg</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>--- </strong> </p> <p class="bodytext"><strong>Freireligiöse Gemeinde Mannheim ist korporatives Mitglied der Humanistischen Vereinigung</strong> </p> <p class="bodytext">Anfang Dezember ist die Freireligiöse Gemeinde Mannheim (FRG Mannheim) – Humanistische Gemeinschaft korporatives Mitglied der Humanistischen Vereinigung (HV) geworden. Die zuständigen Gremien beider Organisationen haben dies einstimmig beschlossen. Damit verbinden sich zwei traditionsreiche Gemeinschaften mit gemeinsamem Ursprung, langer freireligiöser und humanistischer Geschichte und ähnlichen, sich ergänzenden Tätigkeiten.</p> <p class="bodytext">Durch die Zusammenarbeit entstehen Synergien im Gemeindeleben, in der Jugendarbeit und in der fachlichen Zusammenarbeit, die es beiden Partnern ermöglichen werden, Ressourcen zu bündeln, voneinander zu lernen und interne Prozesse zu verbessern. Gleichzeitig stärkt ein gemeinsames Auftreten die überregionale Sichtbarkeit und die politische Interessenvertretung.</p> <p class="bodytext">Durch die Mitgliedschaft sollen zudem neue Kommunikationsräume entstehen, die Vertrauen fördern, gemeinsame Entwicklungsmöglichkeiten sichtbar machen sowie den fachlichen und zwischenmenschlichen Austausch der Mitglieder beider Gemeinschaften stärken werden.</p> <p class="bodytext">Die FRG Mannheim ist in der Sozial- und Wohlfahrtsarbeit und in der Jugendhilfe aktiv. Über den Freireligiösen Wohlfahrtsverband Baden e.V. ist sie Träger des überkonfessionellen Karl-Weiß- Senioren- und Pflegeheims, des Pflegedienstes Karl-Weiß-Mobil, verschiedener schulischer Betreuungsgruppen, einer Praxis für Ergotherapie, einer Kita und von Service Wohnungen. In ihrem neuen Gebäude, dem FORUM FRANKLIN in Mannheim-Käfertal sind viele der Angebote und Einrichtungen unter einem Dach. Die Freireligiöse Gemeinde Mannheim ist auch Mitglied im Jugendhilfeausschuss der Stadt Mannheim. </p> <p class="bodytext">Zu den Angeboten der Gemeinde gehören außerdem Lebensfeiern in weltlicher und individueller Form, eine Kinder- und Jugendarbeit mit verschiedenen Freizeitangeboten, persönliche Beratung in verschiedenen Bereichen und ein breites soziales, kulturelles und weltanschaulich profiliertes Programm.</p> <p class="bodytext">Erste gemeinsame Projekte wie beispielsweise in der Kinder- und Jugendarbeit, nehmen bereits konkrete Formen an.</p> <p class="bodytext"><em>„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, mit der wir an eine lange, gemeinsame Tradition anknüpfen und neue Möglichkeiten für einen offenen Austausch und eine vertiefte Zusammenarbeit schaffen. Die Freireligiöse Gemeinde Mannheim und die Humanistische Vereinigung stärken einander, indem wir unsere Erfahrungen, unsere Netzwerke und unsere humanistischen Grundüberzeugungen teilen. Gemeinsam können wir vor Ort als auch überregional deutlich mehr für die Menschen bewirken, die wir begleiten.“</em> <strong>(Gisela Wittemann, Vorsitzende FRG Mannheim)</strong> </p> <p class="bodytext"><em>„Wir freuen uns sehr über diesen Schritt, denn gemeinsam sind wir stärker und können unsere humanistischen Werte noch wirkungsvoller in die Gesellschaft tragen. Die Freireligiöse Gemeinde Mannheim mit dem Freireligiösen Wohlfahrtsverband als freier Träger beeindrucken uns seit Jahren mit ihrer gemeinsamen engagierten sozialen, pädagogischen und pflegerischen Arbeit, mit der sie vor Ort bereits große Anerkennung erworben haben. Ich bin überzeugt, dass wir in diesem Verbund viel voneinander profitieren und gemeinsam neue Impulse setzen werden.“ </em><strong>(Michael Bauer, Vorstand Humanistische Vereinigung)</strong> </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">Über Ihre Berichterstattung freuen wir uns. </p> <p class="bodytext">Bei Fragen melden Sie sich jederzeit gern. </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">Mit freundlichen Grüßen</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">Pressestelle der Humanistischen Vereinigung</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">Kontakt:</p> <p class="bodytext">Martin Bühner</p> <p class="bodytext">Leitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit</p> <p class="bodytext">Mobil +49 (0) 172 9879456</p> <p class="bodytext">Tel. +49 (0) 911 43104-299</p> <p class="bodytext"><a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('lzhksn9oqdrrdrsdkkdZgtlzmhrshrbgd,udqdhmhftmf-cd');">pressestelle[at]humanistische-vereinigung.de</a> </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">(Bildquelle: Freireiligiöse Gemeinde Mannheim - Humanistische Gemeinschaft)</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-682</guid> <pubDate>Mon, 24 Nov 2025 13:43:16 +0100</pubDate> <title>Humanistisches Radiomagazin vom November 2025: Mubarak Bala im Gespräch </title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/humanistisches-radiomagazin-mubarak-bala-im-gespraech.html</link> <description>Am Sonntag auf Bayern 2 und hier jederzeit als podcast zu hören: die neue Ausgabe unseres Humanistischen Radiomagazins. Im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe steht ein ausführliches Gespräch mit dem nigerianischen Menschenrechtler und Humanisten Mubarak Bala. </description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der Präsident der Humanistischen Vereinigung Nigerias wurde 2020 wegen angeblicher „Blasphemie“ verhaftet, ohne Anklage über ein Jahr lang festgehalten und später in einem international kritisierten Verfahren zu 40 Jahren Haft verurteilt. Sein Fall erregte weltweit Aufmerksamkeit und löste Proteste zahlreicher Menschenrechtsorganisationen aus.</p> <p class="bodytext">Dank des entschlossenen Engagements seines Anwalts, der Humanistischen Vereinigung sowie vieler internationaler NGOs stellte ein Berufungsgericht 2024 die Rechtswidrigkeit des Urteils fest. Nach seiner Freilassung gelang es, Mubarak Bala sicher außer Landes zu bringen. Heute lebt er im Rahmen des <strong>Humanist Shelter Program</strong> der Humanistischen Vereinigung in Nürnberg – einem Schutzprogramm für bedrohte Menschenrechtsverteidiger*innen, das ihnen Sicherheit, Betreuung und die Möglichkeit bietet, ihre Arbeit fortzuführen.</p> <p class="bodytext">In unserem Interview berichtet Mubarak Bala eindrucksvoll über seine Erfahrungen während der Haft, die massiven Bedrohungen, denen er ausgesetzt war, und die Situation für Humanist*innen und religiöse Minderheiten in Nigeria. Er erklärt, warum der Einsatz für Meinungs- und Glaubensfreiheit in stark religiös geprägten Gesellschaften so gefährlich sein kann und wie er seine Menschenrechtsarbeit heute von Deutschland aus weiterführt.</p> <p class="bodytext"><strong><a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/mubarak-bala-ist-frei-ein-sieg-der-menschlichkeit-und-beharrlichkeit" target="_blank">Weitere Hintergründe zum Fall Mubarak Bala finden Sie hier.</a></strong> </p> <p class="bodytext"><strong><a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/hilfe-beratung/humanist-shelter-program.html" target="_blank">Weitere Informationen zum Humanist Shelter Program finden Sie hier.</a></strong></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-681</guid> <pubDate>Tue, 11 Nov 2025 16:19:27 +0100</pubDate> <title>Wie Europa handlungsfähiger werden kann – Eindrücke von der Europa-Rede 2025</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/wie-europa-handlungsfaehiger-werden-kann-eindruecke-von-der-europa-rede-2025.html</link> <description>Bei der 16. Europa-Rede der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) hat Manfred Weber, Präsident der Europäischen Volkspartei (EVP), die Zukunft Europas thematisiert – und stellte dabei sieben Thesen für ein starkes, handlungsfähiges Europa vor.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><span style="color:black">Die Leiterin des Berliner Büros der Humanistischen Vereinigung, Grit Lahmann, war vor Ort und erlebte einen Abend, der deutlich machte, wie wichtig es ist, Europas Werte zu wertschätzen und die gemeinsamen Erfolge sichtbarer zu machen.</span> </p> <p class="bodytext"><span style="color:black">Den Abend eröffnete der Ende des Jahres aus dem Amt scheidende KAS-Vorsitzende Norbert Lammert – designierte Nachfolgerin ist Annegret Kramp-Karrenbauer. Er erinnerte an Deutschlands besondere Rolle für ein friedliches Zusammenleben in Europa und zitierte Konrad Adenauer, der im kommenden Jahr 150 Jahre alt geworden wäre, sinngemäß:</span> </p> <p class="bodytext"><span style="color:black">„Nachdem die USA lange Garant für den Frieden in Europa waren, wird der Tag kommen, an dem Europa diese Aufgabe selbst übernehmen muss.“<br /> Ein Zitat – 75 Jahre alt und doch aktueller denn je.</span> </p> <p class="bodytext"><span style="color:black">Den Auftakt bildete der KAS Makerthon Europe, bei dem vier junge Europäer:innen Ideen für die Zukunft Europas vorstellten – aus den Bereichen Verteidigung, Wirtschaft, Demografie und soziale Kohäsion. Das Publikum wählte den Pitch zum Thema Wirtschaf<em>t</em> als den überzeugendsten: eine Initiative, um Europas innovativste Köpfe zu „Rockstars“ zu machen und nationale Innovationswettbewerbe ins Leben zu rufen. </span> </p> <p class="bodytext"><span style="color:black">In seiner Rede betonte Manfred Weber, dass Europa nur dann handlungsfähig bleiben könne, wenn es sich seiner eigenen Stärken bewusst ist und Verantwortung übernimmt. Seine 7 Thesen:</span></p><ul><li><span style="color:black">Erfolge Europas gegenüber nationalen Egoismen sichtbar machen.</span></li><li><span style="color:black">Europa positiv erzählen – in Medien und Öffentlichkeit.</span></li><li><span style="color:black">Regeln ernst nehmen: Rechtsstaatlichkeit, Haushaltsdisziplin, Verantwortung.</span></li><li><span style="color:black">Weniger Bürokratie, mehr gemeinsames Handeln – in Energie, Innovation und Handel.</span></li><li><span style="color:black">Unterstützung für proeuropäische Staaten wie Moldau, Regulierung sozialer Medien gegen Manipulation.</span></li><li><span style="color:black">Kooperation nur mit Partnern, die für Rechtsstaat, Europa und Ukraine stehen.</span></li><li><span style="color:black">Den <em>European Way of Life</em> bewahren – und sich die Erfolge u.a. in den Bereichen Menschenrechte, Gleichberechtigung, Rechtsstaat, Abschaffung der Todesstrafe immer wieder vor Augen führen. </span></li></ul><p class="bodytext"><span style="color:black">„Wir brauchen mehr europäischen Patriotismus – regionale, nationale und europäische Identität schließen sich nicht aus, sie gehören zusammen.“, so Weber. </span> </p> <p class="bodytext"><span style="color:black">Auch in der anschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass Europa sichtbarer und greifbarer werden muss:<br /> Eine funktionierende Wirtschaftsordnung, eine Kapitalmarktunion, mehr Tempo und die Einbindung junger Europäer:innen – all das sind entscheidende Schritte, um Europas Zukunft aktiv zu gestalten und die durch positives emotionales Storytelling begleitet sein sollten. </span> </p> <p class="bodytext"><span style="color:black">Ein Abend, der Mut machte, Europa nicht nur als politische Institution, sondern als gemeinsames Projekt für Frieden, Freiheit und Zusammenhalt zu verstehen.</span> </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-680</guid> <pubDate>Tue, 11 Nov 2025 15:14:16 +0100</pubDate> <title>Gemeinsam stark: Unterstützt unser Projekt „Mein Körper, ein Wunder“</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/gemeinsam-stark-unterstuetzt-unser-projekt-mein-koerper-ein-wunder.html</link> <description>Wir freuen uns sehr, dass unser Kindergarten am Förderwettbewerb „Sparda macht’s möglich“ teilnimmt!</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Mit unserem Projekt <strong>„Mein Körper, ein Wunder“</strong> möchten wir Kinder auf spielerische und altersgerechte Weise dafür begeistern, ihren Körper besser kennenzulernen, zu verstehen und wertzuschätzen. Bewegung, Ernährung, Achtsamkeit und kreative Experimente stehen dabei im Mittelpunkt – alles, um Selbstvertrauen, Körperbewusstsein und Wohlbefinden der Kinder zu stärken.</p> <p class="bodytext"><strong>Worum geht es konkret?</strong><br /> In „Mein Körper, ein Wunder“ entdecken die Kinder auf vielfältige Weise, wie ihr Körper funktioniert und was ihm guttut. Gleichzeitig erfahren sie Gemeinschaft: gemeinsam kochen, zusammen essen, miteinander Sport treiben, Spiele ausprobieren und sich gegenseitig unterstützen. So erleben sie, wie wertvoll Bewegung, gesunde Ernährung und achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper sind – und wie viel Freude das gemeinsam machen kann.</p> <p class="bodytext"><strong>Geplante Aktionen und Inhalte:</strong></p><ul data-end="1730" data-start="1306"><li data-end="1399" data-start="1306"> <p>Bewegungsangebote mit unterschiedlichen Materialien, z. B. Bälle, Seile, Hula-Hoop-Reifen</p> </li><li data-end="1467" data-start="1400"> <p>Busausflug zum Hochseilgarten für besondere Bewegungserlebnisse</p> </li><li data-end="1522" data-start="1468"> <p>Theaterbesuch rund ums Thema Körper und Gesundheit</p> </li><li data-end="1583" data-start="1523"> <p>Elternabend mit Ernährungsberatung und praktischen Tipps</p> </li><li data-end="1653" data-start="1584"> <p>Materialien zum Thema Körper, Ernährung und Bewegung für die Kita</p> </li><li data-end="1730" data-start="1654"> <p>Busfahrt zu einer Wanderung, um Natur, Bewegung und Teamgeist zu erleben</p> </li></ul><p class="bodytext"><strong>Warum wir dabei sind:</strong><br /> „Sparda macht’s möglich“ unterstützt gemeinnützige Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wie unsere Kita. Durch die Förderung können wir die oben genannten Aktionen und Materialien realisieren und den Kindern unvergessliche, wertvolle Erfahrungen ermöglichen.</p> <p class="bodytext"><strong>So können Sie uns unterstützen:</strong> </p> <p class="bodytext"> Die Abstimmung für unser Projekt <strong>läuft bereits</strong>! Jede Stimme zählt und bringt uns dem Förderziel ein Stück näher. Es ist ganz einfach: </p> <h3>Besuchen Sie die Projektseite, geben Sie Ihre Stimme ab und helfen Sie uns, „Mein Körper, ein Wunder“ Wirklichkeit werden zu lassen: <a href="https://sparda-machts-moeglich.de/projekte/68db8d8c9a98ca94bcef427a?utm" target="_new" rel="noopener" class="decorated-link" data-end="2422" data-start="2332">Jetzt hier abstimmen</a></h3>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-679</guid> <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 15:48:16 +0200</pubDate> <title>Brücken bauen für Humanismus: Politische Begegnungen und Gespräche</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/bruecken-bauen-fuer-humanismus-politische-begegnungen-und-gespraeche.html</link> <description>In der vergangenen Woche führte Michael Bauer, Vorstand der Humanistischen Vereinigung (HV), wieder mehrere bedeutende politische Gespräche in Berlin.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Dabei ging es unter anderem darum, die Interessen nichtreligiöser Menschen noch stärker in Politik und Gesellschaft zu verankern – insbesondere in Bereichen, in denen bisher fast ausschließlich religiöse Strukturen vertreten sind - und ihre Stimmen unüberhörbar zu machen.</p> <p class="bodytext">Zum Auftakt traf Bauer gemeinsam mit Grit Lahmann, Leiterin des Berliner Büros der HV, den neuen Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Henning Otte. In dem offenen und konstruktiven Gespräch ging es um die längst überfällige Einführung einer humanistischen Seelsorge bei der Bundeswehr. Während für evangelische, katholische, jüdische und bald auch islamische Soldat*innen seelsorgerische Angebote bestehen, gibt es bislang kein entsprechendes Angebot für Menschen ohne religiöse Bindung – obwohl diese die Mehrheit in der Truppe ausmachen.<br /> „<em>Wir setzen damit den Gesprächsfaden fort, den wir bereits mit der früheren Wehrbeauftragten Eva Högl begonnen hatten</em>“, so Bauer. „<em>Ein humanistisches Angebot ist notwendig und längst überfällig, um die pluralistische Wirklichkeit in der Bundeswehr endlich abzubilden</em>.“</p> <p class="bodytext">Weitere Informationen zur humanistischen Militärseelsorge finden Sie hier:&nbsp;<a href="politische-arbeit/militaerseelsorge" target="_new" rel="noopener" class="decorated-link" data-end="1730" data-start="1609">Humanistische Seelsorge in der Bundeswehr</a> </p> <p class="bodytext">Anschließend ging es in den Bundestag zu einem Treffen mit dem neuen Regierungsbeauftragten für die Freiheit von Religion und Weltanschauung, Thomas Rachel, seinem Stab sowie Vertreter*innen des Auswärtigen Amtes. Auch Frank Schwabe, der frühere Amtsinhaber und heutige Staatssekretär im Justizministerium, nahm kurz an dem Gespräch teil. Im Mittelpunkt stand die weltweite Lage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Begleitet wurde Bauer von den beiden Menschenrechtsverteidiger*innen und ESI-Stipendiaten der Humanistischen Vereinigung, Mariam Gavtadse (Georgien) und Mubarak Bala (Nigeria). Beide berichteten eindrucksvoll über die prekäre Situation in ihren Heimatländern und ihre persönlichen Erfahrungen im Einsatz für Freiheit und Demokratie.</p> <p class="bodytext">„<em>Das Gespräch war ausgesprochen ermutigend</em>“, betonte Bauer. „<em>Wir konnten deutlich machen, dass humanistische Werte weltweit eine wichtige Rolle beim Schutz der Menschenrechte spielen</em>.“</p> <p class="bodytext">Mehr Informationen zum Humanist Shelter Program, in dessen Rahmen Gavtadse und Bala derzeit in Nürnberg zu Gast sind:&nbsp;<a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/hilfe-beratung/humanist-shelter-program.html" target="_blank">Humanist Shelter Program</a> </p> <p class="bodytext">Ein besonders aufschlussreiches Gespräch führte Michael Bauer mit Bodo Ramelow, dem Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages und religionspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke.&nbsp;„<em>Darauf habe ich mich schon lange gefreut</em>“, sagte Bauer. Das Gespräch erwies sich als ebenso freundlich wie inhaltlich tiefgehend. Diskutiert wurden Fragen der Religions- und Weltanschauungspolitik, die gerechte Beteiligung der vielfältigen weltanschaulichen Strömungen, die Abschaffung historischer Staatsleistungen sowie das kirchliche Arbeitsrecht.&nbsp;<em>„Wir haben viele politische Übereinstimmungen festgestellt</em>“, so Bauer weiter. „<em>Ich hoffe, dass es nicht bei diesem ersten Gespräch bleibt – wir würden die Diskussion sehr gerne fortsetzen</em>.“</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-678</guid> <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 12:02:21 +0200</pubDate> <title>Wiedersehen nach der Jugendfeier: Ein Tag voller Highlights</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/wiedersehen-nach-der-jugendfeier-ein-tag-voller-highlights.html</link> <description>Beim Nachtreffen der Teilnehmenden der Jugendfeier 2025 in der Cultfactory Luise in Nürnberg wurde nicht nur herzlich gelacht und viel erzählt – die Jugendlichen machten auch Radio, führten Interviews, probierten Frisbee-Tricks aus und erlebten einen Tag voller gemeinsamer Erinnerungen und neuer Impulse.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Nach dem emotionalen Höhepunkt der Humanistischen Jugendfeier Bayern 2025 im Juli gab es jetzt ein freudiges Wiedersehen: Am 13. September trafen sich die Jugendfeierlinge in der Luise – the Cultfactory in Nürnberg zum offiziellen Nachtreffen.</p> <p class="bodytext">Nach einigen lockeren Warm-up-Spielen stand das erste große Highlight auf dem Programm: Radiomachen mit Jugendradio FreeSpirit. In kleinen Teams übernahmen die Jugendlichen Moderation, Musikauswahl und Interviews. Sie erzählten von ihren schönsten Jugendfeier-Momenten, sprachen mit Vertreter*innen von Fridays for Future und interviewten die Band Bloody Angels. Die fertige Sendung ist auf&nbsp;<a data-start="1653" data-end="1693" class="decorated-link" rel="noopener" target="_new" href="https://free-spirit.de">www.free-spirit.de&nbsp;</a>abrufbar.</p> <p class="bodytext">Nach der kreativen Studioarbeit ging es sportlich weiter: Beim Frisbee-Workshop mit Chris Belay lernten die Jugendlichen beeindruckende Tricks und einfache Moves – und konnten sich gleich selbst ausprobieren. Schnell war die anfängliche Nervosität vergessen, und die Gruppe zeigte vollen Einsatz auf der Wiese hinter der Luise.</p> <p class="bodytext">Das Nachtreffen bot nicht nur spannende Erlebnisse, sondern auch Gelegenheit, gemeinsam auf die Jugendfeier-Zeit zurückzublicken – auf die intensiven Vorbereitungen, den großen Tag im Juli und das, was danach kommt. Am Ende stand ein Gefühl, das viele teilten: Dankbarkeit, Gemeinschaft und Vorfreude auf das, was noch kommt.<br /><br />Die Jugendfeier im Gemeinschaftshaus Langwasser war für viele Jugendliche ein besonderer Moment: 37 junge Menschen aus Bayern hatten sich dort symbolisch von ihrer Kindheit verabschiedet und feierten gemeinsam ihren Schritt ins Erwachsenenleben – selbstbewusst, neugierig und mit Blick auf die Zukunft. Während des umfangreichen Vorbereitungsprogramms hatten die Jugendlichen bereits viel miteinander erlebt, gelernt und diskutiert. Freundschaften sind entstanden, die auch nach der Feier Bestand haben. Beim Nachtreffen zeigte sich, wie groß die Wiedersehensfreude war – und wie lebendig der Austausch in der Gruppe geblieben ist.</p> <p class="bodytext">Mehr zur Jugendfeier Bayern und zur Anmeldung für 2026 unter: <a data-start="2862" data-end="2910" class="decorated-link" rel="noopener" target="_new" href="https://www.jugendfeier.de">www.jugendfeier.de</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-677</guid> <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 11:37:31 +0200</pubDate> <title>Rückblick: Bundes-JuHu-Wochenende 2025 in Berlin</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/rueckblick-bundes-juhu-wochenende-2025-in-berlin.html</link> <description>Vom 3. bis 5. Oktober 2025 trafen sich junge Humanist*innen aus Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg und Berlin zum Bundes-JuHu-Wochenende im Jugendgästehaus Spreeinsel in Berlin. Das Treffen bot Raum für Austausch, gemeinsame Aktivitäten und wichtige Weichenstellungen für die Zukunft der jungen humanistischen Bewegung in Deutschland.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ein zentraler Punkt des Wochenendes war die Auflösung des bisherigen eigenständigen Vereins der Jungen Humanist*innen und die offizielle Gründung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BuJuHu). Diese Struktur ermöglicht künftig eine engere Vernetzung und stärkere Kooperation zwischen den JuHu-Gruppen in den einzelnen Bundesländern. In einer Sitzung des neu gewählten Bundesvorstands wurden erste organisatorische und inhaltliche Schritte für die kommenden Monate besprochen.</p> <p class="bodytext">Neben den formalen Beschlüssen kam auch der inhaltliche und gemeinschaftliche Teil nicht zu kurz: In einem interaktiven Workshop zum Thema „Was bedeutet Humanismus für uns?“ diskutierten die Teilnehmenden, wie humanistische Werte wie Selbstbestimmung, Solidarität und Verantwortung im Alltag junger Menschen gelebt werden können.</p> <p class="bodytext">Abgerundet wurde das Wochenende durch einen gemeinsamen Ausflug durch Berlin, viele Gespräche, Spiele und ein solidarisch organisiertes Verpflegungskonzept – ganz im Sinne des gelebten Humanismus.</p> <p class="bodytext">Das Bundes-JuHu-Wochenende zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und engagiert junge Humanist*innen in Deutschland sind. Mit der Gründung der BuJuHu wurde ein wichtiger Schritt getan, um die Zusammenarbeit auf Bundesebene zu stärken und jungen Menschen eine Stimme innerhalb der humanistischen Bewegung zu geben.</p> <p class="bodytext">Die Jungen Humanist*innen (JuHus) sind die Jugendorganisation der Humanistischen Vereinigung. Sie setzen sich für Humanismus, Selbstbestimmung, Solidarität und kritisches Denken ein. In ihren Gruppen, Projekten und Veranstaltungen bieten sie jungen Menschen Raum für Engagement, Diskussion und Gemeinschaft – unabhängig von Religion, aber mit klarer Haltung für Menschlichkeit und Verantwortung.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-676</guid> <pubDate>Tue, 14 Oct 2025 12:33:49 +0200</pubDate> <title>20 Miles Nordenham: Willkommen an Land</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/20-miles-nordenham-willkommen-an-land.html</link> <description>Die Nachfrage im neuen Seefahrerclub der Humanistischen Vereinigung steigt kontinuierlich. Das zweite Angebot für Seeleute hat sich längst bewährt und ist im Hafen von Nordenham zu einem Ort der Begegnung und des Wohlfühlens geworden.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der Seefahrerclub „20 Miles“ in Nordenham hat sich in kurzer Zeit zu einem beliebten Treffpunkt für Seeleute aus aller Welt entwickelt. Seit der Eröffnung Anfang dieses Jahres zeigt sich deutlich, dass das zweite Betreuungsangebot im Rahmen des Seafarer’s Social Service der Humanistischen Vereinigung ein voller Erfolg ist. Die Nachfrage wächst stetig, immer mehr Seeleute besuchen den Club, um in der Fremde ein Stück Gemeinschaft, Ruhe und Menschlichkeit zu finden.</p> <p class="bodytext">Im September war im 20 Miles besonders viel Betrieb. Eine Woche lang lagen gleich zwei große Schiffe im Hafen von Nordenham: die „Pierre de Fermat“, ein Kabelleger, und die „Amani“, deren gesamte Besatzung aus Madagaskar stammte. Die Seeleute fühlten sich im 20 Miles sehr wohl und hinterließen als Dankeschön einen Geldschein aus ihrer Heimat – ein herzliches Zeichen ihrer Wertschätzung. An einem der Tage war der Club mit 15 Gästen sogar fast überfüllt, was eindrucksvoll zeigt, wie wichtig und gefragt dieses Angebot ist. Auf einem der Bilder, die in dieser Zeit entstanden, ist unsere Mitarbeiterin Silvia Körner zu sehen, auf einem anderen die „Amani“ vor Nordenham.</p> <p class="bodytext">Das 20 Miles wurde wie das 50 Miles in Oldenburg eingerichtet, um Seeleuten, die oft wochen- oder monatelang fern ihrer Familien unterwegs sind, einen Ort zum Ankommen zu bieten. Hier können sie sich entspannen, Kontakte knüpfen, das Internet nutzen, telefonieren oder einfach in Ruhe einen Kaffee trinken. Darüber hinaus steht das Team des Seafarer’s Social Service den Gästen bei praktischen Fragen, bei Sorgen und in Notlagen zur Seite. Menschlichkeit, Offenheit und Respekt prägen die Atmosphäre.</p> <p class="bodytext">Die Idee, neben dem bestehenden Angebot in Oldenburg eine zweite Einrichtung in Nordenham zu schaffen, hat sich also voll und ganz bestätigt. Der Hafen ist ein wichtiger Anlaufpunkt für internationale Schiffe, und viele Seeleute nutzen nun die Gelegenheit, hier in unmittelbarer Hafennähe einen sicheren und freundlichen Ort zu finden. Die positiven Rückmeldungen und die wachsende Zahl an Besuchern zeigen, dass das Konzept aufgeht. Das 20 Miles ist damit längst mehr als ein Aufenthaltsraum für Seeleute: Es ist ein Ort gelebter Solidarität im Herzen des Hafens von Nordenham.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-675</guid> <pubDate>Mon, 06 Oct 2025 17:00:26 +0200</pubDate> <title>Bundeskongress der Räte der Religionen: Kreative Wege für Verständigung</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/raete-der-religionen-treffen-sich-kreative-wege-fuer-verstaendigung.html</link> <description>Delegierte aus 44 Städten nutzen den Kongress, um gemeinsam zu experimentieren, voneinander zu lernen und im Austausch über Religionen und Weltanschauungen zu erproben, wie Menschlichkeit im Alltag konkret gelebt werden kann.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Rund 80 Delegierte aus 44 Städten und Landkreisen haben sich Mitte September zum 8. Bundeskongress der Räte der Religionen in Dietzenbach im hessischen Landkreis Offenbach getroffen. Der zweitägige Austausch drehte sich weniger um Glaubensfragen, sondern darum, wie Verständigung gelingen kann, wenn Worte dazu nicht ausreichen.</p> <p class="bodytext">Unter den Teilnehmern waren auch Lutz Renken von der Humanistischen Vereinigung und Ilyas Yanc vom Yezidischen Forum, die gemeinsam den Arbeitskreis Religionen des Präventionsrates Oldenburg repräsentierten. Ihre Teilnahme macht deutlich, dass der Bundeskongress nicht nur religiöse Stimmen bündelt, sondern auch weltanschauliche Perspektiven einbezieht.</p> <p class="bodytext">Der Kongress begann am Sonntagabend mit einem kulturellen Auftakt im Capitol Dietzenbach. Musik, Theater und künstlerische Beiträge boten einen lockeren Einstieg und luden die Teilnehmer*innen zum Gespräch ein. Bürgermeister Dr. Dieter Lang, Landrat Oliver Quilling und Sozialministerin Heike Hofmann hoben die Vielfalt der Region hervor. „Hier leben mehr als 130 Nationalitäten“, sagte Quilling. „Und der Austausch über Grenzen hinweg gehört zum Alltag.“</p> <p class="bodytext">Am zweiten Tag rückte die Frage in den Mittelpunkt, wie Begegnung jenseits von Sprache möglich ist. Mareike Ritter vom Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienst berichtete von Erfahrungen aus jüdisch-muslimischen Kunst- und Kulturprojekten. Kreative Formate können demnach Nähe erzeugen, Verständnis fördern und den Blick für Gemeinsamkeiten öffnen, selbst wenn Diskussionen scheitern.</p> <p class="bodytext">Die Delegierten probierten verschiedene Ansätze praktisch aus. Im interreligiösen Musikensemble <em>Coexist</em> aus Dresden spielten sie gemeinsam und erlebten, wie Musik als verbindendes Element wirken kann. Das Festival <em>HolyFlow</em> in Cottbus setzt auf Tanz und Performance, um Begegnung zu ermöglichen. Bei Projekten wie den Gärten der Religionen oder interreligiöser Kräuterkunde wurde gemeinsames Arbeiten mit Austausch kombiniert. Schul-Tandems zwischen jüdischen und muslimischen Schülern ermöglichten frühe Begegnung, während das Mitmach-Theater des <em>People’s Theater</em> aus Offenbach Konflikte im Alltag sichtbar machte und Reflexion anregte.</p> <p class="bodytext">Ein besonderer Programmpunkt war der „Spirituelle Impuls“. Lutz Renken sprach dabei für die Humanistische Vereinigung und rückte die Menschlichkeit in den Mittelpunkt. Sie sei nicht einfach schmückendes Beiwerk, sondern das Fundament, auf dem religiöse und weltanschauliche Praktiken funktionieren. „Ohne Menschlichkeit bleibt Moral beliebig, Vernunft kalt“, sagte Renken. Entscheidend sei nicht, dieselben Wahrheiten zu teilen, sondern den anderen als Menschen wahrzunehmen – verletzlich, widersprüchlich und fähig zu Einsicht. Gerade in Zeiten, in denen Konflikte manche Menschen zu Feindbildern machen, beginne Haltung im Alltag, im Gespräch, im Zuhören und im Widerspruch. Er zitierte Bertrand Russell und Albert Einstein: „Erinnert Euch an Eure Menschlichkeit und vergesst den Rest.“</p> <p class="bodytext">Neben inhaltlichem Austausch standen auch organisatorische Themen auf der Tagesordnung. Der Sprecher*innenrat des Bundeskongresses wurde neu gewählt und wird künftig die Arbeit der Räte koordinieren. Der nächste Kongress ist für 2026 in Stuttgart geplant. Dort soll die Vielfalt der Stadt sichtbar werden, der Austausch weiter gefördert und praktische Beispiele für gelebten Dialog vorgestellt werden.</p> <p class="bodytext">Insgesamt machte der Kongress deutlich, dass Dialog nicht nur durch Diskussionen entsteht. Musik, Theater, Umweltprojekte oder Schulpartnerschaften können Begegnung erleichtern und Verständnis fördern. Dabei geht es nicht um große Gesten, sondern um alltägliche Haltung: zuhören, respektvoll bleiben und Menschlichkeit ernst nehmen.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-674</guid> <pubDate>Thu, 25 Sep 2025 11:31:48 +0200</pubDate> <title>50 Jahre Vielfalt: Die HV beim Interkulturellen Fest in Mainz</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/50-jahre-vielfalt-die-hv-beim-interkulturellen-fest-in-mainz.html</link> <description>Mitten im bunten Treiben auf dem Mainzer Domplatz nutzte die Humanistische Vereinigung Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. die Gelegenheit, sich vorzustellen, mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen und Ideen und Werte des Humanismus zu vermitteln.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Wieder verwandelte sich der Mainzer Domplatz zu einem riesigen Ort der Begegnungen: Zum 50. Mal fand dort das Interkulturelle Fest statt, als Höhepunkt der Interkulturellen Woche. Seit einem halben Jahrhundert bringt dieses Fest Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen und Generationen zusammen – ein starkes Zeichen für Offenheit, Vielfalt und gegenseitigen Respekt. Zahlreiche Stände boten kulinarische Spezialitäten aus aller Welt, begleitet von Musik, Tanz und vielfältigen Informationsangeboten.</p> <p class="bodytext">Auch die <a href="https://hv-rlp-saar.de/" target="_blank"><strong>Humanistische Vereinigung Rheinland-Pfalz/Saarland e.V.</strong></a> war wieder mit einem eigenen Stand vertreten. Bei sonnigem Spätsommerwetter hatten wir einen besonders günstig gelegenen Platz, an dem viele Besucherinnen und Besucher vorbeikamen. Trotz der verkleinerten Festfläche – bedingt durch Bauarbeiten am Domplatz – entwickelte sich unser Infostand schnell zu einem belebten Anlaufpunkt.</p> <p class="bodytext">Das Interesse der Gäste an unserer Arbeit war groß. Besonders gefragt waren Informationen zu humanistischen Trauerfeiern und zur Patientenverfügung. Viele nutzten die Gelegenheit für persönliche Gespräche und Nachfragen. Eine Besucherin erkundigte sich sogar, ob wir den Aufbau einer eigenen Kindertagesstätte planten. Leider mussten wir hier passen – ein solches Projekt ist derzeit für uns noch nicht umsetzbar, doch die Nachfrage zeigt deutlich, wie wichtig humanistische Angebote auch in diesem Bereich wären.</p> <p class="bodytext">Die lebendige Atmosphäre und die Offenheit der Besucherinnen und Besucher machten den Tag für uns zu einem vollen Erfolg. Natürlich war der Sonntag auch anstrengend – aber er hat uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, als Humanist*innen sichtbar präsent zu sein und im direkten Austausch über unsere Werte und Angebote zu sprechen.</p> <p class="bodytext">Wir bedanken uns herzlich bei allen, die unseren Stand besucht haben, und freuen uns schon auf das nächste Jahr: Im September 2026 werden wir wieder mit dabei sein, wenn Mainz erneut zum Treffpunkt der Kulturen wird.</p> <p class="bodytext">Weitere Informationen zur Interkulturellen Woche und zum Fest <a href="https://www.mainz.de/leben-und-arbeit/migration-und-integration/interkulturelle-woche.php" target="_blank">finden sich auf den Seiten der Stadt Mainz</a>.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-673</guid> <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 11:57:29 +0200</pubDate> <title>Freigeistige Gemeinschaft Berlin ist Mitglied der HV geworden</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/freigeistige-gemeinschaft-berlin-ist-mitglied-der-humanistischen-vereinigung-geworden.html</link> <description>Mit dem Beschluss ihrer Mitgliederversammlung hat sich die Freigeistige Gemeinschaft Berlin der Humanistischen Vereinigung angeschlossen. Beide Organisationen verbindet eine lange gemeinsame Tradition.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Pressemitteilung&nbsp;– 22. September 2025 – Berlin</p> <p class="bodytext">---</p> <p class="bodytext"><strong>Freigeistige Gemeinschaft Berlin ist Mitglied der Humanistischen Vereinigung geworden</strong> </p> <p class="bodytext">Die „Freigeistige Gemeinschaft Berlin e.V. gegr. 1845 | Freireligiöse Gemeinde“ hat sich der Humanistischen Vereinigung angeschlossen. Dies hat die Mitgliederversammlung des Vereins am vorletzten Wochenende beschlossen.</p> <p class="bodytext">Die Freigeistige Gemeinschaft Berlin e.V. gegr. 1845 blickt auf eine bewegte 180jährige Geschichte zurück. Sie war eine der aktivsten und einflussreichsten Gemeinden der freireligiösen Bewegung seit der Demokratischen Revolution von 1848 bis zu ihrem Verbot 1934 durch den NS-Staat. Nach dem Ende der deutschen Diktaturen wurde sie wiederkonstituiert. </p> <p class="bodytext">Heute stellt sie der Öffentlichkeit mit ihrem ehemaligen Friedhof ein bedeutendes Gartendenkmal zur Verfügung. Dieser knapp 6.000 qm umfassende kulturhistorische Erinnerungsort liegt mitten im Stadtteil Prenzlauer Berg – Bezirks Pankow, zwischen Pappelallee und Lychener Straße. Die erste Beerdigung auf ihm fand im Januar 1848 statt. Durch 35 kulturhistorische Denkzeichen verweist der Friedhofspark fragmentarisch auf seine Geschichte.</p> <p class="bodytext">Ebenfalls gehört ein umfangreiches Archiv zur Geschichte der freireligiösen Bewegung zum Verein. Mit kulturhistorischen Führungen, Veranstaltungen und Festen führt die Gemeinschaft ihre Tradition fort und füllt sie mit neuem Leben.</p> <p class="bodytext"><strong>Anne-Kathrin Pauk, Vorsitzende Freigeistige Gemeinschaft Berlin e.V. gegr. 1845 | Freireligiöse Gemeinde sagt dazu:</strong></p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext"><em>„Wir sehen uns mit der Humanistischen Vereinigung besonders in der freireligiösen Tradition verbunden. Hier gibt es schon einige Jahre einen regen Austausch, der ein Impuls für unseren Beitritt ist. Der tätige Humanismus der Humanistischen Vereinigung ist ebenfalls von großem Interesse für uns, ist doch unsere Tradition hier eine der ältesten in Deutschland, die wir wieder mit mehr Leben füllen möchten - hier freuen wir uns sehr auf Austausch und Unterstützung.“</em></p></blockquote><p class="bodytext"><strong>Michael Bauer, Vorstand der Humanistischen Vereinigung, erklärt zum Beitritt</strong>: </p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">„<em>Wir sind sehr glücklich, unsere Berliner Freunde bei uns begrüßen zu dürfen. Beide Organisationen sind in der freireligiösen Geschichte verwurzelt, und sie passen sehr gut zusammen. Wir sind beide Teile der großen demokratischen Tradition in Deutschland, die wir gemeinsam pflegen und auf der wir unsere aktuellen Tätigkeiten aufbauen. Mit unseren gemeinsamen Grundwerten</em> <em>wie Freiheit, Demokratie und Mitmenschlichkeit wollen wir einen positiven Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Arbeit</em>.“</p></blockquote><p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">Über Ihre Berichterstattung freuen wir uns. </p> <p class="bodytext">Bei Fragen melden Sie sich jederzeit gern.</p> <p class="bodytext"><strong>Kontakt:</strong> </p> <p class="bodytext">Martin Bühner</p> <p class="bodytext">Leitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit</p> <p class="bodytext">Mobil +49 (0) 172 9879456<br /> Tel. +49 (0) 911 43104-299</p> <p class="bodytext"><a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('lzhksn9oqdrrdrsdkkdZgtlzmhrshrbgd,udqdhmhftmf-cd');">pressestelle[at]humanistische-vereinigung.de</a> &nbsp;</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">(Fotos des Friedshofsparks von: 1971markus via wikimedia)<br /><br /></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-672</guid> <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 12:28:10 +0200</pubDate> <title>Generationenwechsel bei den Jungen Humanist*innen</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/generationenwechsel-bei-den-jungen-humanistinnen.html</link> <description>Bei den Jungen Humanist*innen (JuHus) gibt es ein neues Gesicht: Pia Wollny ist die neue Jugendreferentin der Humanistischen Vereinigung und wird künftig die Jugendarbeit leiten.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Nachdem sich ihre Vorgängerin <a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/eine-aera-geht-zu-ende-abschied-von-jugendreferentin-anita-haefner.html" target="_blank">Anita Häfner im August nach mehr als eineinhalb Jahrzehnten in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet hat</a>, übernahm Pia Wollny die organisatorische und pädagogische Leitung der Jugendarbeit der Humanistischen Vereinigung.</p> <p class="bodytext">Wollny ist mit den Mitgliedern und Aktivitäten der JuHus bereits bestens vertraut: Sie selbst hatte 2012 an der Humanistischen Jugendfeier teilgenommen und engagierte sich seither viele Jahre ehrenamtlich bei den JuHus. Beruflich war sie zuvor bei der Lebenshilfe Erlangen tätig und bringt dadurch wertvolle Erfahrung in der Arbeit mit Menschen und in der Organisation von Projekten mit. Nun freut sie sich sehr auf die neuen Aufgaben, die Jugendfeiern, Ausflüge und Veranstaltungen, sowie auf eine gute Zusammenarbeit und zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten – etwa neue Kontakte in der Kinder- und Jugendarbeit zu knüpfen, gemeinsame Projekte zu entwickeln und die JuHus aktiv zu unterstützen.</p> <p class="bodytext">Darunter fällt auch die Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Kreisjugendring auf organisatorischer und inhaltlicher Ebene. Bei ihrem Antrittsbesuch in der Zentrale des KJR traf Wollny vergangene Woche ausgerechnet einen „alten Bekannten“: Armin Uebel vom Vorstand des Kreisjugendrings und auch gleichzeitig Präsidiumsmitglied der Humanistischen Vereinigung, begrüßte Sie beim Tratzenzwinger in der östlichen Nürnberger Stadtmauer, wo die Geschäftsstelle des KJR Nürnberg-Stadt ihre Räume hat.</p> <p class="bodytext">Dass die künftige Zusammenarbeit genauso produktiv wie harmonisch verlaufen wird, scheint deshalb absehbar.</p> <p class="bodytext">Wir heißen Pia Wollny an dieser Stelle noch einmal herzlichst willkommen, werden sie im Team bestmöglich unterstützen und sind zuversichtlich, dass Sie schon bald der Jugendarbeit ihren Stempel aufdrücken kann.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-671</guid> <pubDate>Wed, 20 Aug 2025 16:51:55 +0200</pubDate> <title>Youth United in Peace – Die Jugend der Welt zu Gast in Nürnberg</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/youth-united-in-peace-die-jugend-der-welt-zu-gast-in-nuernberg.html</link> <description>Wenn 200 junge Menschen aus allen Himmelsrichtungen zusammenkommen, dann entsteht ein Ort, an dem Unterschiede verschwinden und Neugier größer ist als Grenzen – so geschehen Mitte Juli in Nürnberg. Für eine Woche wurde die Stadt zum Schmelztiegel der Kulturen, zum Treffpunkt der Jugend – und zum lebendigen Beispiel dafür, wie friedlich, neugierig und voller Offenheit junge Menschen miteinander in Kontakt treten können.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Eine Woche lang verwandelte sich das Gelände des Freibads Bayern 07 in ein kleines, buntes Camp-Dorf: mit Zelten, Workshopräumen, Chill-Zonen und jeder Menge Platz für Begegnungen. Mitten im Grünen und dennoch ganz stadtnah entstand hier ein Schmelztiegel der Kulturen, getragen von Offenheit, Neugier und Freude am Miteinander.</p> <p class="bodytext">Workshops, Exkursionen und gemeinsame Aktivitäten machten die Tage vielfältig und intensiv. In kreativen Formaten beschäftigten sich die Jugendlichen mit Fragen wie „Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben?“ oder „Welche Rolle spielen Kultur und Demokratie für junge Menschen weltweit?“. Dazu kamen gemeinsame Ausflüge, etwa zum Adidas Campus, ins Max-Morlock-Stadion, in die Altstadt oder ins Nachtleben – und natürlich auch Raum zum Feiern, Tanzen und einfach Freundschaften knüpfen.</p> <p class="bodytext">Gerade in unserer heutigen Zeit, in der Polarisierungen und Konflikte den öffentlichen Diskurs prägen, ist dieses Camp ein starkes Zeichen: Hier wurde erfahrbar, wie bereichernd und friedensstiftend echte Begegnungen zwischen jungen Menschen sind.</p> <p class="bodytext">Auch Mitglieder der <strong><a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/kinder-jugend/junge-humanistinnen.html" target="_blank">Jungen Humanist*innen</a></strong>, der Jugendorganisation der Humanistischen Vereinigung, nahmen aktiv teil, brachten sich in Workshops ein, knüpften Kontakte und trugen den Geist des Camps mit. JuHu-Mitglied Anne fasst ihre Eindrücke so zusammen:</p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">„Ich bin unglaublich froh, dass ich beim Youth United in Peace-Camp dabei sein konnte. Es war eine einzigartige Gelegenheit, Menschen aus aller Welt kennenzulernen – und ich habe viele Freundschaften geschlossen, die auch nach dem Camp weiterbestehen werden. Besonders in Erinnerung bleiben mir die Vielfalt an Aktivitäten: vom Zumba-Workshop über den Besuch des Adidas Campus bis hin zum Rathausclubbing. Gleichzeitig hatten wir auch genügend Freizeit, um Nürnberg auf eigene Faust zu erkunden. Trotz mancher Regentage war es eine unvergessliche Woche voller Begegnungen.“</p></blockquote><p class="bodytext">Veranstaltet wurde das Camp vom <a href="https://www.kjr-nuernberg.de/" target="_blank"><strong>Kreisjugendring Nürnberg-Stadt</strong></a>, der mit großem Einsatz und Professionalität für eine reibungslose Organisation und ein vielseitiges Programm gesorgt hat. Ohne diese intensive Arbeit wäre ein solch gelingendes, internationales Miteinander nicht möglich gewesen. Und ein besonderer Dank geht an Heike Hahn, die mit ihrer Kamera alle großen und kleinen Momente des Camps eingefangen hat.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-670</guid> <pubDate>Tue, 19 Aug 2025 11:22:28 +0200</pubDate> <title>Als Späher und Spione durch den Nürnberger Untergrund unterwegs</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/als-spaeher-und-spione-durch-den-nuernberger-untergrund-unterwegs.html</link> <description>Dass die Ferien auch in der Heimat spannende und interessante Erlebnisse bieten, haben die JuHu-Kids zusammen mit ihren Betreuerinnen Anita und Pia bei einem ganz besonderen Abenteuer erlebt: Früh am Morgen traf sich die Gruppe im JuHu-Turm in der Spittlertormauer – und schon bald ging es los Richtung Nürnberger Burg.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Dort wartete eine spannende Mission: Als Späher und Spione durften die Kinder die geheimnisvollen Felsengänge unter der Nürnberger Altstadt erkunden. Die unterirdischen Gänge, die ursprünglich als Bierkeller dienten und später sogar als Schutzräume im Zweiten Weltkrieg genutzt wurden, sind heute ein beeindruckendes Labyrinth. Mit Taschenlampen, wachen Augen und jeder Menge Neugier erlebten die JuHu-Kids, wie aufregend Geschichte sein kann – besonders, wenn man dabei selbst in die Rolle von Geheimagent*innen schlüpft.</p> <p class="bodytext">Wieder ans Tageslicht zurückgekehrt, wartete im JuHu-Turm eine wohlverdiente Stärkung: Gemeinsam wurden leckere Waffeln und Crêpes gebacken. Und weil die Spion*innen-Rollen so großen Spaß machten, ging das Spiel mit viel Fantasie auch gleich weiter. Zum Abschluss des Tages zog die Gruppe noch in den Burggraben, wo der Spielplatz reichlich Gelegenheit bot, das Abenteuer auszutoben, bevor die Kinder schließlich abgeholt wurden – glücklich, satt und voller neuer Eindrücke.</p> <p class="bodytext">Die <strong>JuHu-Kids</strong> sind das Angebot der Jungen Humanist*innen für Kinder ab sechs Jahren. Hier verbinden wir Freizeit, Spaß und Bildung auf kreative und spielerische Weise. Im Laufe des Jahres gibt es viele bunte Aktionen: Wir backen Plätzchen, feiern Fasching und Halloween, gehen schwimmen oder Schlittschuh laufen und kooperieren regelmäßig mit dem <em>turmdersinne</em>.</p> <p class="bodytext">In den Ferien stehen abwechslungsreiche Veranstaltungen an – mal im Stadtmauerturm, mal in unseren Humanistischen Kitas, mal an ganz besonderen Orten wie diesmal die Felsengänge. Höhepunkte sind unsere mehrtägigen Oster- und Naturerlebnisfahrten, die zweimal im Jahr stattfinden und für viele Kinder zu echten Highlights werden.</p> <p class="bodytext">Bei den JuHu-Kids geht es ums gemeinsame Erleben, ums Ausprobieren und darum, neugierig die Welt zu entdecken – ganz im humanistischen Sinn.</p> <p class="bodytext"><a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/kinder-jugend/junge-humanistinnen.html" target="_blank">Mehr Infos zu den Jungen Humanist*innen und den JuHu-Kids gibt es hier.</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-669</guid> <pubDate>Thu, 07 Aug 2025 13:05:42 +0200</pubDate> <title>Humanistisches Radiomagazin vom August 2025: Jugendfeier zum Mit(er)leben</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/humanistisches-radiomagazin-jugendfeier-zum-miterleben.html</link> <description>Die neue Folge unseres Humanistischen Radiomagazins läuft am Sonntag, 10. August um 6:45 Uhr auf Bayern 2 – oder jederzeit zum Nachhören in der BR-Mediathek oder als Podcast auf unserer Website:</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Dieses Mal erwartet euch eine <strong>Sondersendung zur Humanistischen Jugendfeier</strong>.</p> <p class="bodytext">In vielen Städten und Regionen in Bayern und darüber hinaus haben in den vergangenen Wochen wieder zahlreiche Jugendliche gemeinsam mit ihren Familien diesen besonderen Tag gefeiert. Die Jugendfeier ist ein symbolischer Schritt ins Erwachsenenleben – bewusst nicht religiös gebunden, aber dafür umso stärker orientiert an Werten wie Selbstbestimmung, Verantwortung und solidarischem Miteinander.</p> <p class="bodytext">In der Sendung nehmen wir euch mit zur Jugendfeier in Nürnberg, die im Juli im Gemeinschaftshaus Langwasser stattfand. Dort haben rund 40 Jugendliche nach mehreren Monaten der gemeinsamen Vorbereitung ihre persönliche Jugendfeier gestaltet – mit selbst entwickelten Beiträgen, Musik, kurzen Reden und Themen, die ihnen wichtig sind: Freundschaft, gesellschaftliches Engagement, Zukunftsfragen und vieles mehr.</p> <p class="bodytext">Mit dabei ist auch Anita Häfner, Jugendreferentin der Humanistischen Vereinigung. Sie hat seit 2008 zahlreiche Jugendfeiern begleitet und mitgestaltet – und in diesem Jahr zum 18. und letzten Mal. In der Sendung blickt sie zurück auf die Entwicklungen der letzten Jahre, auf Herausforderungen, Lieblingsmomente und auch auf das, was sie nach ihrem Abschied in den Ruhestand vermissen wird.</p> <p class="bodytext">Außerdem hören wir die Jugendlichen selbst – direkt vor der Feier, auf der Bühne und in Gesprächen über das, was sie beschäftigt. Viele haben im Vorfeld an Workshops teilgenommen, an einem gemeinsamen Berlin-Wochenende und an einer Radiosendung, die sie selbst geplant, produziert und moderiert haben – in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Jugendradio Free Spirit.</p> <p class="bodytext">Was dabei entsteht, wenn junge Menschen eigene Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen, wird in dieser Folge gut hörbar. Auch über das, was sich verändert hat – z. B. in der Rolle von Social Media oder im Zugang zu gesellschaftlichen Themen – sprechen sowohl die Jugendlichen als auch die begleitenden Teamer*innen.</p> <p class="bodytext">Die Sendung bietet einen kompakten Einblick in ein Projekt, das auf Gemeinschaft, Begegnung und Perspektivwechsel setzt – und zeigt, wie vielfältig und offen Jugendfeiern heute sein können.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-668</guid> <pubDate>Wed, 06 Aug 2025 11:54:38 +0200</pubDate> <title>Eine Ära geht zu Ende: Abschied von Jugendreferentin Anita Häfner</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/eine-aera-geht-zu-ende-abschied-von-jugendreferentin-anita-haefner.html</link> <description>Nach mehr als eineinhalb Jahrzehnten intensiver, ideenreicher und herzlicher Arbeit verabschiedet sich Anita Häfner in den wohlverdienten Ruhestand. Die langjährige Jugendreferentin der Humanistischen Vereinigung hat die Jugendarbeit nicht nur geleitet, sondern mit ihrer Persönlichkeit maßgeblich geprägt. Bei einer Feierstunde im Kutscherhaus und Hof des Humanistischen Zentrums wurde sie nun von Kolleg*innen, Freund*innen und sogar ehemaligen Mitarbeitenden verabschiedet.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Verabschiedung hatte genau die Atmosphäre, die auch ihre Arbeit auszeichnete: persönlich, nahbar, wertschätzend. Neben einem liebevoll vorbereiteten Buffet, Blumen und kleinen Geschenken gab es viele Glückwünsche, Erinnerungen und herzliche Umarmungen. Auch HV-Vorstand Michael Bauer fand bewegende Worte des Dankes und betonte, wie viel Anita Häfner in ihrer langjährigen Tätigkeit bewirkt hat – für die Jugendlichen, für das Team und die Humanistische Vereinigung. Damit übergibt Häfner den Staffelstab an ihre Nachfolgerin Pia Wollny.</p> <p class="bodytext">Seit 2008 war Anita Häfner das Gesicht der humanistischen Jugendarbeit. In dieser Zeit hat sie nicht nur kontinuierlich die Jugendfeiern organisiert, sondern auch Angebote für verschiedene Altersgruppen weiterentwickelt, Ausflüge geplant, Gruppenprozesse begleitet und Veranstaltungen gemeinsam mit den Jungen Humanist*innen durchgeführt. In ihren Händen lag die pädagogische wie organisatorische Leitung – und immer auch die menschliche Verbindung zu den Jugendlichen.</p> <p class="bodytext">18 Jugendfeier-Jahrgänge, das bedeutet: 18 mal intensive Vorbereitung, unzählige Gespräche, kreative Ideen, Gruppenabende, gemeinsame Entscheidungen über Themen, Musik, Texte – und schließlich: 18 würdevolle Jugendfeiern, die für die jungen Menschen und ihren Familien zu unvergesslichen Erlebnissen wurden.</p> <p class="bodytext">Mit ihrer offenen, klaren und zugleich einfühlsamen Art hat Anita Häfner vielen Jugendlichen einen Raum geboten, in dem sie sich gehört, ernst genommen und bestärkt fühlten. Dabei hat sie stets auch die gesellschaftlichen Entwicklungen im Blick behalten. Auf die Frage, ob sich die Jugendlichen im Laufe der Jahre verändert haben, sagt Häfner:</p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp; „Sie sind auf jeden Fall individueller und moderner – im Sinne von: Ihre Wünsche und Ideen finden heute mehr Platz im Programm. Und das ist ihnen auch wichtiger geworden. Ich glaube, früher haben sie es mehr hingenommen, dass ihnen ein Programm vorgesetzt wurde.“</p></blockquote><p class="bodytext">Gleichzeitig betont sie, wie wichtig Vertrauen und Gemeinschaft in der Arbeit mit jungen Menschen sind:</p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp; „Es muss sich eine Gemeinschaft bilden. Erst mal Vertrauen gewinnen – zu uns als betreuende Menschen. Dass sie spüren: Sie können zu uns kommen, mit uns sprechen, und wir gehen auf sie ein. Dann kann auch eine Gruppe entstehen, wie z. B. beim gemeinsamen Kochen. Es gibt nichts Sozialeres, als zusammen zu kochen. Da erzählt man automatisch, was zu Hause gekocht wird … Und die meisten Jugendlichen, die zu uns kommen, sind ja sehr motiviert. Sie machen das freiwillig – selbst wenn die Eltern sie vielleicht ein bisschen geschoben haben.“</p></blockquote><p class="bodytext">Diese Haltung – zugewandt, pragmatisch, reflektiert – zog sich durch all ihre Arbeit. Und es war ihr immer wichtig, den Jugendlichen mehr mitzugeben als nur ein schönes Fest: Haltung, Selbstvertrauen und eine Idee von Gemeinschaft.</p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp; „Seid selbstbewusst und zuversichtlich“ – das wollte sie jedem Jahrgang mitgeben.</p></blockquote><p class="bodytext">Mit dem Übergang in den Ruhestand endet für Anita Häfner ein bedeutender Abschnitt ihres Lebens – und ein neuer beginnt. Ihre Nachfolgerin Pia Wollny übernimmt die Aufgabe mit viel Erfahrung aus der Arbeit mit den Jungen Humanist*innen. Der Staffelstab wird also in gute Hände übergeben – und doch schwingt bei allen der Abschiedsschmerz mit.</p> <p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp; „Ja, der Abschied fällt mir insofern schwer, weil es halt so eine wertvolle Zeit war, die ich einfach so genossen habe – mit diesen vielen tollen Menschen. Immer wieder gab es neue Situationen, Fragen, die ich mir vorher nie gestellt hatte. Das habe ich als so wichtig und belebend empfunden. Und ich hoffe, dass ich mir davon etwas in meine Rente mitnehmen kann.“</p> <p class="bodytext">Wir danken Anita Häfner von ganzem Herzen für ihr Engagement, ihre Energie, ihre Haltung und die vielen positiven Impulse, die sie gesetzt hat – für Jugendliche, Kolleg*innen, Teams und die gesamte Humanistische Vereinigung.</p> <p class="bodytext">Wir wünschen dir, liebe Anita, einen erfüllten Ruhestand – mit Zeit für neue Gedanken, für Ruhe und für das, was dir Freude macht. Hoffentlich bekommst Du das, was du gegeben hast, vielfach zurück.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-667</guid> <pubDate>Mon, 04 Aug 2025 13:48:14 +0200</pubDate> <title>Öffnungszeiten Humanistisches Zentrum im August</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/oeffnungszeiten-humanistisches-zentrum-im-august.html</link> <description>Der August ist für viele eine Zeit der Erholung. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Sommerzeit und trotz des aktuell wenig sommerlichen Wetters einige erholsame Tage und passen unsere Öffnungszeiten ein wenig an.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Bitte beachten Sie:<br /> Die Humanistische Vereinigung sowie das Humanistische Zentrum haben im August geänderte Öffnungszeiten und eine eingeschränkte telefonische Erreichbarkeit.</p> <p class="bodytext"><strong>Unsere Erreichbarkeit im August:<br /></strong><br /> <strong>Montag bis Donnerstag:</strong> 8:00 – 15:00 Uhr</p> <p class="bodytext"><strong>Freitag:</strong> 8:00 – 12:00 Uhr</p> <p class="bodytext">Telefonisch sowie vor Ort sind wir in diesen Zeitfenstern gerne für Sie da.</p> <p class="bodytext"><strong>Per E-Mail</strong> erreichen Sie uns jederzeit unter: <a data-start="708" data-end="785" rel="noopener" href="mailto:info@humanistische-vereinigung.de">info@humanistische-vereinigung.de</a> </p> <p class="bodytext">Ab September gelten wieder unsere regulären Öffnungszeiten.</p> <p class="bodytext">Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen eine angenehme Sommerzeit.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-666</guid> <pubDate>Mon, 21 Jul 2025 13:37:11 +0200</pubDate> <title>Humanismus ist „die beste Idee der Welt“ </title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/humanismus-ist-die-beste-idee-der-welt.html</link> <description>Bei der Generalversammlung und Internationalen Humanistischen Konferenz von Humanists International (HI) in Luxemburg standen neben der Wahl einer neuen Präsidentin vor allem die Themen wissenschaftliche Bildung und ethische KI im Mittelpunkt.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In Zusammenarbeit mit der AHA Luxembourg konnten die HI über 80 Delegierte aus mehr als 50 Ländern begrüßen, um gemeinsam zentrale Herausforderungen für offene Gesellschaften zu diskutieren und die künftige Führung der Organisation zu bestimmen. Unter dem Motto „Vom Bewusstsein zum Handeln: Stärkung offener Gesellschaften durch wissenschaftliche Bildung“ stand die Bedeutung wissenschaftlicher Bildung für eine demokratische, aufgeklärte Gesellschaft an vorderster Stelle. Die Teilnehmenden analysierten die Gefahren mangelnden wissenschaftlichen Verständnisses und entwickelten Strategien, um kritisches Denken und faktenbasierte Politik weltweit zu fördern.</p> <p class="bodytext">Für die Humanistische Vereinigung nahmen Vorstand Michael Bauer, Petra Schmidt und Arne Lund an Konferenz und Generalversammlung teil. Den Auftakt am Freitag bildete ein herzliches Get-together: Mitglieder von AHA-Luxemburg führten die Gäste durch die historische Innenstadt – eine schöne Gelegenheit, bekannte Gesichter wiederzutreffen, neue Kontakte zu knüpfen und sich über humanistische Arbeit weltweit auszutauschen.</p> <p class="bodytext">Am Samstag stand die Konferenz dann im Zeichen praktischer Projekte und globaler Zusammenarbeit. Nach spannenden Impulsen und Diskussionen klang der Tag bei einem festlichen Galadinner aus.</p> <p class="bodytext">Ein Höhepunkt der Generalversammlung am Sonntag war die Wahl von Maggie Ardiente zur neuen Präsidentin von Humanists International. In ihrer Antrittsrede betonte sie die Dringlichkeit humanistischer Arbeit angesichts antidemokratischer und wissenschaftsfeindlicher Strömungen und sprach sich für mehr globale Zusammenarbeit aus. Auch Monica Belițoiu, Nina Fjeldheim und Fraser Sutherland wurden in den Vorstand gewählt.</p> <p class="bodytext">Nach 15 Jahren Engagement – davon zehn Jahre als Präsident – verabschiedete sich Andrew Copson von seinem Amt bei Humanists International. In seiner Rede zog er eine persönliche und politische Bilanz und blickte zugleich mit Hoffnung auf die Zukunft der weltweiten humanistischen Bewegung.</p> <p class="bodytext">Copson erinnerte an den Zustand der Organisation bei seinem Einstieg 2010: Eine kleine, vornehmlich europäisch geprägte Struktur mit kaum Personal und wenig Einfluss. Heute, so Copson, stehe Humanists International als globaler, demokratisierter Verband da – mit einem vielfältigen Vorstand, einer starken Stimme bei den Vereinten Nationen und einem Netzwerk, das über alle Kontinente reicht.</p> <p class="bodytext">Er hob besonders die Unterstützung gefährdeter Humanisten hervor – etwa durch direkte Hilfe, Öffentlichkeitsarbeit und diplomatische Maßnahmen. <a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/schutz-fuer-verfolgten-humanisten-mubarak-bala-ist-in-deutschland" target="_blank">Die Freilassung des nigerianischen Humanisten Mubarak Bala, für die sich auch die Humanistische Vereinigung energisch eingesetzt hatte</a> und der auch persönlich vor Ort war, sei ein ermutigendes Beispiel für den Erfolg solidarischer Anstrengungen. Trotz aller Fortschritte sieht Copson offene Aufgaben – etwa bei der gezielten Förderung von Führungskräften im globalen Süden. Hier appellierte er an seine Nachfolgerin und die Generalversammlung, diesen Aspekt zur Priorität zu machen.</p> <p class="bodytext">Seine abschließenden Empfehlungen: voneinander lernen, den Blick nach außen richten und sich nicht durch nationale Grenzen trennen lassen: <strong><em></em></strong></p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext"><em><strong>„Unsere gemeinsamen Werte und Prinzipien verbinden uns tiefer, als uns Linien auf einer Landkarte trennen könnten. (…) Humanismus ist für mich schlicht die beste Idee der Welt. Er ist die bestärkende Erkenntnis, dass wir in einem Leben innerhalb der Grenzen dieser Welt und unserer eigenen Sterblichkeit Sinn und Zweck finden können, dass wir aber gemeinsam die Kraft haben, alle anderen Grenzen zu überwinden und eine menschlichere, gerechtere und mitfühlendere Welt für alle zu schaffen. Es ist eine Idee, die den Einzelnen wirklich befähigt, kritisch zu denken und authentisch zu leben. Durch diese Entwicklung stärkt sie alle Gesellschaften, indem sie Toleranz, Zusammenarbeit und Fortschritt fördert.“</strong></em> </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p></blockquote><p class="bodytext">Copson bleibt der HI künfig als Delegierter von Humanists UK erhalten.</p> <p class="bodytext"><a href="https://humanists.international/de/Blog/Andrew-Copsons-Abschiedsrede-vor-der-Generalversammlung/" target="_blank">Die gesamte Rede von Andrew Copson können Sie hier lesen</a>.</p> <p class="bodytext">Drei Mitglieder erhielten den Distinguished Services to Humanism Award für ihren langjährigen Beitrag zur weltweiten humanistischen Bewegung: Luis del Castillo (Peru), Gaylene Middleton (Neuseeland) und Andrew Copson (UK).</p> <p class="bodytext">In der Abschlussrede stellte Vizepräsidentin Roslyn Mould zudem die <a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/http://" target="https://humanists.international/de/Datenschutzrichtlinien/Luxemburger-Erkl%C3%A4rung-zu-k%C3%BCnstlicher-Intelligenz-und-menschlichen-Werten/">Luxemburger Erklärung zu KI und menschlichen Werten</a> vor – ein neues politisches Leitdokument zur ethischen Gestaltung der digitalen Zukunft. Sie rief zu entschlossenem Einsatz gegen Fehlinformation, Autoritarismus und Wissenschaftsfeindlichkeit auf.</p> <p class="bodytext">Mit großer Vorfreude blickten die Teilnehmenden noch auf den nächsten Welthumanistenkongress, der 2026 in Ottawa, Kanada, stattfinden wird. Ursprünglich in den USA geplant, wurde der Kongress angesichts wachsender sicherheitspolitischer Bedenken und der angespannten politischen Lage in die kanadische Hauptstadt verlegt – ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr offene, demokratische Räume heute verteidigt werden müssen.</p> <p class="bodytext">(Fotos: Humanists International und Petra Schmidt)</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-665</guid> <pubDate>Thu, 10 Jul 2025 12:16:23 +0200</pubDate> <title>Feierlicher Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/feierlicher-aufbruch-in-einen-neuen-lebensabschnitt.html</link> <description>Die Humanistische Jugendfeier Bayern 2025 hat gezeigt, wie junge Menschen selbstbewusst, gemeinschaftlich und mit Blick auf die Zukunft ins Erwachsenenleben starten können.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ein Tag voller Aufregung, Stolz und Emotionen: 37 Jugendliche aus Bayern verabschiedeten sich am vergangenen Wochenende im festlich geschmückten Saal des Gemeinschaftshauses Langwasser in Nürnberg symbolisch von ihrer Kindheit – und wurden im Rahmen der Humanistischen Jugendfeier Bayern 2025 in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen.</p> <p class="bodytext">Schon vor Beginn der Feier war die Spannung spürbar. Vor dem Eingang sammelten sich die Jugendlichen, begleitet von ihren Familien und Freund*innen. In schicker Kleidung, mit gespannter Erwartung und einer ordentlichen Portion Lampenfieber warteten sie auf ihren großen Moment. Noch am Vortag hatte es bei den Generalproben kleinere Pannen gegeben – doch heute sollte alles perfekt laufen.</p> <p class="bodytext">Dann wird es dunkel im Saal, Musik ertönt, und unter lautem Applaus ziehen die Jugendlichen ein. Der Saal ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Moderatorinnen Laura Keilholz, Hannah Oelschläger und Ellen Baclet von den Jungen Humanist*innen begrüßen die Gäste mit Charme, Witz und Herz – und führen schwungvoll durch das Programm.</p> <p class="bodytext">Ein besonders emotionaler Moment ist die Rede von Jugendreferentin Anita Häfner. Nach 17 Jahren ist es ihre letzte Jugendfeier in leitender Funktion – entsprechend bewegend fällt ihre Ansprache aus: „<em>Ich bin sehr dankbar, dass ich Ihre Kinder begleiten durfte. Alle haben in den letzten sieben Monaten eine tolle Entwicklung gemacht. Sie sind stärker, selbstbewusster und reifer geworden. Im Mittelpunkt dieser Feier steht der Mensch – heute ganz besonders die jungen Menschen, die diesen bedeutenden Schritt ins Erwachsenenleben gehen.</em>“</p> <p class="bodytext">Auch Armin Uebel vom Präsidium der Humanistischen Vereinigung findet persönliche und richtungsweisende Worte. Er erinnert an seine eigene Jugendfeier vor 16 Jahren und ermutigt die Jugendlichen, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen:<em>&nbsp;„Eure Ideen, eure Träume und eure Energie werden die Zukunft formen. In einer Welt voller Herausforderungen sind es gerade eure Stimmen, die für frischen Wind sorgen. Bringt euch ein – in Jugendräten, politischen Organisationen, wo immer ihr etwas bewegen wollt. Unsere Demokratie lebt davon.</em>“</p> <p class="bodytext">Für musikalische Gänsehautmomente sorgt eine der Jugendlichen selbst – mit einem gefühlvollen Klavierstück, das den feierlichen Rahmen unterstreicht.</p> <p class="bodytext">Seit Anfang des Jahres hatten sich die Jugendlichen intensiv auf diesen Tag vorbereitet. Der Startschuss fiel Ende 2024 beim Infoabend in Gostenhof. Es folgten zahlreiche Begegnungen: ein Kennenlernwochenende mit Übernachtung in Mögeldorf, Workshops zu Humanismus, Vorurteilen, Selbstverteidigung, Theater, Medienarbeit, gemeinsames Kochen und sogar eine eigene Radiosendung. Auch eine viertägige Abschlussfahrt nach Berlin hinterließ bleibende Eindrücke und stärkte das Gemeinschaftsgefühl.</p> <p class="bodytext">Viele dieser Erfahrungen flossen nun auch in die Beiträge der Jugendlichen auf der Bühne ein. In kleinen Gruppen sprachen sie über Themen, die sie bewegen: Hobbys, Freundschaften, Klimawandel, Künstliche Intelligenz, gesellschaftliches Engagement, Vorbilder – und den ganz persönlichen Blick auf das Erwachsenwerden. Ihre Gedanken zeigten eindrucksvoll: Diese Generation hat viel zu sagen.</p> <p class="bodytext">Mira Illy, Vorsitzende der Jungen Humanist*innen Bayern, leitete schließlich den feierlichen Festakt ein. In ihrer Rede richtete sie sich direkt an die Jugendlichen:<em>&nbsp;„Ihr seid Teil der Generation Alpha – digital vernetzt, klug, sozial engagiert. Eure Perspektiven sind wertvoll, und ihr habt die Chance, die Welt mitzugestalten. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass das Internet und unsere Gesellschaft Orte des Miteinanders bleiben. Ihr habt es in der Hand. Macht was draus!“</em> </p> <p class="bodytext">Dann der große Moment: Einer nach dem anderen schritt unter Applaus über die Bühne, erhielt die persönliche Urkunde – begleitet von einem selbst gewählten Zitat, das im Hintergrund auf der Leinwand erschien. Die Anspannung wich Stolz, Freude – und dem Blitzlichtgewitter der Kameras. Noch auf der Bühne wurde gelacht, umarmt und posiert.</p> <p class="bodytext">Im Anschluss fiel man sich in die Arme, es flossen Freudentränen, es wurde gelacht, gefeiert, fotografiert. Ein Tag voller Emotionen – und ein unvergesslicher Schritt ins Erwachsenenleben.</p> <p class="bodytext">Ein herzlicher Dank gilt dem engagierten Team der Jungen Humanist*innen und allen Helfer*innen,&nbsp;die mit ihrem Engagement diese besondere Feier möglich gemacht haben.</p> <p class="bodytext"><strong>Alle Informationen zur Humanistischen Jugendfeier und zur Anmeldung für 2026 finden sich unter: <a data-start="4599" data-end="4646" rel="noopener" target="_new" href="http://www.jugendfeier.de">www.jugendfeier.de</a></strong>.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-661</guid> <pubDate>Sat, 21 Jun 2025 13:39:00 +0200</pubDate> <title>Humanismus feiern und Menschlichkeit stärken</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/humanismus-feiern-und-menschlichkeit-staerken.html</link> <description>Der World Humanist Day am 21. Juni würdigt humanistische Werte wie Vernunft, Verantwortung und Menschlichkeit – und lädt dazu ein, diese Lebenshaltung aktiv in die Gesellschaft zu tragen. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung und zunehmender Freiheitsbedrohungen ist es wichtiger denn je, für eine säkulare, tolerante und mitfühlende Welt einzustehen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Wir freuen uns, heute gemeinsam den World Humanist Day zu feiern – den Welttag aller Humanist*innen weltweit. Dieser Tag steht im Zeichen unserer Überzeugung, dass jeder Mensch das Recht auf ein selbstbestimmtes, freies Leben in Würde hat – unabhängig von Herkunft, Persönlichkeit oder Weltanschauung.</p> <p class="bodytext">Der Welthumanist*innentag wird jährlich am 21. Juni begangen – dem Tag der Sommersonnenwende auf der Nordhalbkugel, der auch als Symbol für Aufklärung, Licht und Erkenntnis steht. Initiiert wurde der Tag, um humanistische Werte in die Öffentlichkeit zu tragen, Gleichgesinnte zu vernetzen und Raum für offene Diskussion über ethische Lebensführung ohne Religion zu schaffen.</p> <p class="bodytext">Gerade heute, in einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen von den Religionen abwenden, braucht es säkulare Angebote für Sinnsuchende, die auf rationalem Denken, Mitmenschlichkeit und Verantwortung basieren. Der praktische Humanismus bietet nicht nur eine wertvolle ethische Orientierung, die ohne Dogmen auskommt – sondern setzt diese Überzeugungen auch im Alltag um und bezieht klar Stellung für Demokratie, Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit und eine offene, solidarische Gesellschaft.</p> <p class="bodytext">Um diese Werte zu verteidigen und sichtbar zu machen, findet zudem alle zwei Jahre der World Humanist Congress statt – das größte internationale Treffen humanistischer Organisationen. 2024 kamen Humanist*innen aus aller Welt in Singapur zusammen.&nbsp;Der nächste, ursprünglich in Chicago (USA) geplante Weltkongress der Humanisten 2026 wird aufgrund des zunehmenden religiösen Nationalismus und der Einschränkung von Menschenrechten in den Vereinigten Staaten doch nicht dort stattfinden. Die Veranstalter beurteilen die Lage vor Ort als unsicher und nur schwer zugänglich, insbesondere für Teilnehmende aus dem globalen Süden, und danken den American Atheists für ihre verantwortungsvolle Entscheidung, den Kongress nicht in den USA abzuhalten. Stattdessen wird der Kongress nun vom 7. bis 9. August 2026 in Ottawa, Kanada stattfinden, wo ein sicheres und inklusives Umfeld die Durchführung ermöglicht – organisiert in Partnerschaft mit Humanist Canada.</p> <p class="bodytext">Auch Humanists International ruft anlässlich des heutigen Tages dazu auf, sich sichtbar zu bekennen: Zum Beispiel mit einem individualisierbaren Rahmen für Social-Media-Profilbilder: Auf <a href="http://www.twibbonize.com/world-humanist-day" target="_blank">www.twibbonize.com/world-humanist-day</a> kann jede*r zeigen, wofür sie oder er steht – digital und öffentlich.</p> <h4>Wir als Humanistische Vereinigung freuen uns über jedes Interesse und Engagement für unsere gemeinsamen Werte – heute, am Welthumanist*innentag, und natürlich an jedem anderen Tag im Jahr.</h4> <h4><span style="font-family:&quot;Segoe UI Emoji&quot;,sans-serif"> </span></h4>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-664</guid> <pubDate>Fri, 06 Jun 2025 09:30:27 +0200</pubDate> <title>Wissen wächst im Dialog - Austausch und Vertiefung für pädagogische Fachkräfte</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/wissen-waechst-im-dialog-austausch-und-vertiefung-fuer-paedagogische-fachkraefte.html</link> <description>Mit der Fortbildung „Krippenpädagogik“ der Humanistischen Akademie wurden jetzt wieder im Humanistischen Zentrum Nürnberg die wichtigsten Grundlagen und fachlichen Impulse für die Arbeit mit den Jüngsten vermittelt, verbunden mit der Möglichkeit zu einem Austausch unter Kolleg*innen zu den Fragen, die die Teilnehmenden beschäftigen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Humanistische Akademie hat auch in diesem Jahr wieder ihre beliebte Fortbildung „Krippenpädagogik“ durchgeführt. Drei Tage lang beschäftigten sich pädagogische Fachkräfte im Humanistischen Zentrum Nürnberg-Mögeldorf intensiv mit den besonderen Anforderungen und Möglichkeiten der pädagogischen Arbeit mit Kindern unter drei Jahren. Dank des sommerlichen Wetters konnten einige Teile des Programms im Garten stattfinden, was die angenehme Lernatmosphäre zusätzlich unterstützte.</p> <p class="bodytext">Geleitet wurde die Fortbildung von Andrea Hörchner, Fachberaterin für die Kindertagesstätten der Humanistischen Vereinigung. Sie ist staatlich geprüfte Erzieherin, systemische Familien-, Kinder- und Jugendlichentherapeutin (DGSF), Elternberaterin (AgeF), Mediatorin und systemische Supervisorin (DGSF).</p> <p class="bodytext">Im Mittelpunkt standen zentrale Themen der frühkindlichen Bildung:</p><ul data-start="1194" data-end="1394"><li data-start="1194" data-end="1267"> <p>Entwicklungspsychologische Grundlagen für die Arbeit mit Kleinkindern</p> </li><li data-start="1268" data-end="1323"> <p>Die Bedeutung von Bindung als Basis für Bildung</p> </li><li data-start="1324" data-end="1394"> <p>Möglichkeiten einer partizipativen Gestaltung des Krippenalltags</p> </li></ul><p class="bodytext">Die Fortbildung verband fachliche Inhalte mit praxisorientierten Arbeitsformen. In Gruppen-, Partner- und Einzelarbeitsphasen konnten die Teilnehmenden die Inhalte reflektieren, diskutieren und auf ihre eigene Berufspraxis beziehen. Der methodisch abwechslungsreiche Aufbau wurde von den Teilnehmenden sehr positiv aufgenommen.</p> <p class="bodytext">Am Ende der drei Tage zeigten sich alle Beteiligten zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. In den Rückmeldungen wurde insbesondere die fachliche Tiefe, die praxisnahe Vermittlung sowie die kollegiale Lernatmosphäre hervorgehoben.</p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">„Es war toll, so viel wichtiger und wertvoller Input.“<br /> „Die Zusammenarbeit und das gemeinsame Lernen in kleinen Gruppen bringt richtig viel!“<br /> „Das einzig Blöde ist, dass ich diese Fortbildung nicht schon viel früher gemacht habe.“</p></blockquote><p class="bodytext">Die nächste Fortbildung „Krippenpädagogik“ ist für das Frühjahr 2026 geplant.</p> <p class="bodytext">Weitere Informationen und Anmeldung unter:</p> <p class="bodytext"><a data-start="2340" data-end="2504" rel="noopener" target="_new" href="fortbildungen/fortbildung-krippenpaedagogik">www.humanistische-vereinigung.de/fortbildungen/fortbildung-krippenpaedagogik</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-663</guid> <pubDate>Tue, 03 Jun 2025 15:56:01 +0200</pubDate> <title>Zwischen Graffiti, Geschichte und Gemeinschaft – eine Reise, die bleibt</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/zwischen-graffiti-geschichte-und-gemeinschaft-eine-reise-die-bleibt.html</link> <description>Ob Holocaust-Mahnmal, Futurium oder Flohmarkt im Mauerpark – die Berlinfahrt wurde für viele Teilnehmende der Humanistischen Jugendfeier Bayern zu einem emotionalen und verbindenden Highlight vor der Jugendfeier.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Vom 1. bis 4. Mai 2025 verbrachten die Jugendlichen, die an der Humanistischen Jugendfeier Bayern 2025 teilnehmen, gemeinsam in der deutschen Hauptstadt. Die viertägige Fahrt bot nicht nur Einblicke in die Geschichte und Gegenwart der Hauptstadt, sondern auch viele Gelegenheiten zum Austausch und zur Gemeinschaft.</p> <p class="bodytext">Der erste Tag begann mit der Anreise per Bus, die erste Station in Berlin war der Teufelsberg, ein ehemaliger Abhörposten, der heute für seine beeindruckende Graffiti-Kunst bekannt ist. Nach einem steilen Aufstieg erkundeten die Jugendlichen das Gelände auf eigene Faust. Am Abend bezog die Gruppe die Jugendherberge und ließ den Tag mit Kennenlern- und Gesellschaftsspielen gemütlich ausklingen.</p> <p class="bodytext">Am zweiten Abend stand ein freiwilliger Nachtspaziergang durch das nächtliche Berlin auf dem Programm. Die Teilnehmenden besuchten unter anderem die Siegessäule und das Brandenburger Tor und nutzten die Gelegenheit für viele Erinnerungsfotos, bevor es zurück in die Unterkunft ging.</p> <p class="bodytext">Der dritte Tag war inhaltlich besonders vielfältig: Nach einem Besuch der Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas folgten weitere Stationen wie das Brandenburger Tor, die East Side Gallery und das Futurium, ein Mitmach-Museum zur Zukunftsgestaltung. Besonders das Futurium kam bei vielen Teilnehmenden sehr gut an. Am Abend gab es eine kurze Vorbereitungseinheit zur bevorstehenden Jugendfeier.</p> <p class="bodytext">Am Abreisetag wurden noch zwei bedeutende Erinnerungsorte besucht: das Holocaust-Mahnmal und die Gedenkstätte Berliner Mauer, inklusive einer Führung und einem informativen Film. Zum Abschluss stand noch ein Abstecher zum Flohmarkt im Mauerpark auf dem Programm, bevor es gegen Mittag zurück nach Bayern ging.</p> <p class="bodytext">Die Berlinfahrt war wieder viel mehr als nur ein Ausflug – sie war Teil eines Reifeprozesses, der junge Menschen bestärkt, ihren Weg mit Haltung und Menschlichkeit zu gehen – mit vielen unvergesslichen Eindrücken, Erlebnissen und Freundschaften.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-662</guid> <pubDate>Tue, 03 Jun 2025 12:35:22 +0200</pubDate> <title>Jugendfeier in Oldenburg: Der nächste Schritt im Leben</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/jugendfeier-oldenburg-der-naechste-schritt-im-leben.html</link> <description>Im vierten Jahr in Folge haben Jugendliche in Oldenburg im Rahmen der Humanistischen Jugendfeier ein neues Kapitel in ihrem Leben aufgeschlagen - bewusst, selbstbestimmt und feierlich.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><span lang="EN-US">Am 25.Mai begrüßte Oldenburgs Bürgermeisterin Christine Wolff im stimmungsvollen Ambiente des Kulturzentrums PFL die 18 Jugendlichen sowie über 200 Eltern und Gäste. Im Mittelpunkt der Feierstunde standen die Jugendlichen selbst, die mit ihren ganz persönlichen Aufsätzen für respektvolle Anerkennung, aber auch für Heiterkeit sorgten.</span> </p> <p class="bodytext"><span lang="EN-US">Bürgermeisterin Christine Wolff überbrachte die Grußworte der Stadt Oldenburg und ermunterte die Jugendlichen, Politik aktiv mitzugestalten und so die Demokratie lebendig zu halten. Für die musikalische Begleitung sorgte Jonas Mosebach, der einfühlsam die Musikwünsche der Jugendlichen mit Klavier und Gesang umsetzte. </span> </p> <p class="bodytext"><span lang="EN-US">Nach der Überreichung der Urkunden und den Abschiedsworten von Regionalgeschäftsführer Jürgen Steinecke stimmten einige der Gäste bei dem Abschlusslied „Die Gedanken sind frei&quot; mit ein. Über die vielen positiven Rückmeldungen der Eltern nach der Veranstaltung haben sich alle, die an der Vorbereitung und der Jugendfeier beteiligt waren, sehr gefreut.</span> </p> <p class="bodytext"><span lang="EN-US">Vielen Dank an </span>Beata Vonhöne von „White Rabbit Photoraphy“ in Oldenburg für die schönen Fotos!</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-660</guid> <pubDate>Mon, 26 May 2025 13:15:13 +0200</pubDate> <title>Haus der Religionen feiert sein 20 jähriges Bestehen</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/haus-der-religionen-feiert-sein-20-jaehriges-bestehen.html</link> <description>Mit einem Fest und etwa 120 Gästen aus Gesellschaft, Politik und Kirche hat das Haus der Religionen in Hannover sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. </description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Zur Geburtstagsfeier hatten sich viele prominente Gäste an der Böhmerstraße eingefunden: Von Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay über Regionspräsident Steffen Krach bis zur Bundestagsabgeordneten Aydan Özoguz (per Video-Ansprache) reichten die Gratulanten –&nbsp;einig in der Aussage, so etwas wie das Haus der Religionen in Hannover müsse man andernorts schon sehr suchen. Regionalgeschäftsführer Jürgen Steinecke vertrat als <a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/humanistische-weltanschauung-im-vorstand-des-neuen-rates-der-religionen-ev.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;cHash=6d7c21ef154efec704faa7e08233301b" target="_blank">Mitglied des Rates der Religionen die Humanistische Vereinigung.</a> </p> <p class="bodytext">Diese Wirkungsstätte in einer verlassenen Kirche ist bis heute in ihrem Aufbau mit neun verschiedenen Religionen und Weltanschauungen (unter anderen auch die humanistische Weltanschauung) unter einem Dach in Deutschland einzigartig. Europaweit gibt es bislang nur in der Schweiz noch ein Haus der Religionen.</p> <p class="bodytext">Die Veranstaltungen darin richten sich unter anderem an Lehr- und Erziehungskräfte. Der „Konflikt im Klassenzimmer“&nbsp;ist zum Beispiel derzeit eines der Projekte, die ihre Heimat im Haus der Religionen haben und weit darüber hinaus wirken, wie die Projektleiterin Dr. Nina Käsehage während des Geburtstagsfestaktes erläuterte. Es schult Lehrkräfte, wie sie in ihren Klassenverbänden zugleich islamfeindlichem&nbsp;Rassismus wie auch Antisemitismus begegnen können.&nbsp;</p> <p class="bodytext">Wer vor oder nach dem Besuch im Haus der Religionen noch eine kleine Pause braucht, findet künftig einen behüteten Hort vor der Tür. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde der neue Skulpturengarten vor dem Haus der Religionen offiziell eröffnet. Ermöglicht hat diesen vor allem auch die Stadt Hannover, die nach Aussage von Wolfgang Reinbold, Vorsitzender des Vereins „Haus der Religionen – Zentrum für interreligiöse und interkulturelle Bildung e.V.&quot;, erfreulich kurzfristig Begeisterung für die Idee entwickelte, aus der öden Brachfläche vor dem Haus etwas Beschauliches zu entwickeln. </p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-659</guid> <pubDate>Fri, 23 May 2025 11:50:34 +0200</pubDate> <title>Armin Uebel erneut in den Vorstand des Kreisjugendrings gewählt</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/armin-uebel-erneut-in-den-vorstand-des-kreisjugendrings-gewaehlt.html</link> <description>Junge Humanist*innen gestalten mit: Bei der Jahreshauptversammlung des Kreisjugendrings Nürnberg wurde Armin Uebel wieder in den Vorstand gewählt, ein deutliches Signal gegen rechte Hetze gesetzt und das Internationale Jugendcamp 2025 besprochen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Wir freuen uns sehr, dass Armin Uebel von den Jungen Humanistinnen (JuHus) bei der Frühjahrs-Vollversammlung des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt im JugendKinderKultur Quibble erneut in den Vorstand gewählt wurde. Damit ist auch weiterhin eine humanistische Stimme in einem wichtigen Gremium der Jugendverbandsarbeit vertreten. Armins Wiederwahl zeigt: Junge Humanistinnen übernehmen Verantwortung und bringen sich aktiv in gesellschaftliche und jugendpolitische Prozesse ein. Marc Steinberger von der Bayerischen Sportjugend wurde erneut zum Vorsitzenden des Kreisjugendring Nürnberg-Stadt gewählt.</p> <p class="bodytext">Die Vollversammlung stand ganz im Zeichen von Demokratie, Vielfalt und Engagement. Neben den Vorstandswahlen wurden auch wichtige politische Beschlüsse gefasst – unter anderem ein deutliches Zeichen gegen rechte Hetze und gegen das sogenannte „Team Menschenrechte“, das für seine rechtspopulistischen Positionen bekannt ist. Der Kreisjugendring bekräftigte seine klare Haltung: Für eine offene, solidarische Stadtgesellschaft ist kein Platz für menschenverachtende Ideologien.</p> <p class="bodytext">Ein weiterer Höhepunkt der Sitzung war der Ausblick auf das Internationale Jugendcamp “Youth United in Peace”, das vom 8. bis 14. Juli 2025 in Nürnberg stattfinden wird. Gemeinsam mit dem Amt für Internationale Beziehungen, dem Jugendamt und der Sportjugend Nürnberg wird der KJR ein Camp ausrichten, das junge Menschen aus aller Welt zusammenbringt, um sich über Frieden, Vielfalt und gemeinsame Zukunftsperspektiven auszutauschen. Auch hier werden sich die Jungen Humanist*innen einbringen und mitgestalten.</p> <p class="bodytext">Die Humanistische Vereinigung gratuliert Armin Uebel herzlich zur Wiederwahl und bedankt sich bei allen JuHus, die sich mit Überzeugung und großem Engagement für eine menschliche, gerechte und demokratische Gesellschaft einsetzen.</p> <p class="bodytext">Mehr Infos zu den JuHus: <a href="http://www.humanistische-vereinigung.de/kinder-jugend/junge-humanistinnen" target="_blank">www.humanistische-vereinigung.de/kinder-jugend/junge-humanistinnen</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-658</guid> <pubDate>Thu, 22 May 2025 11:06:50 +0200</pubDate> <title>Wo Vielfalt gefeiert und Zusammenhalt gelebt wird</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/wo-vielfalt-gefeiert-und-zusammenhalt-gelebt-wird.html</link> <description>Die Humanistische Kita St. Peter hat gemeinsam mit Schulen und Initiativen ein fröhliches Stadtteilfest gestaltet, das zeigte, wie Vielfalt, Toleranz und Miteinander im Alltag gelebt werden können.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Strahlender Sonnenschein, fröhliche Gäste und ein Stadtteil in Feierlaune: Mit einem bunten Fest rund um die Lorschstraße setzten der Humanistische Kindergarten St. Peter sowie zahlreiche Einrichtungen aus dem Stadtteil ein kraftvolles Zeichen für Demokratie und Zusammenhalt. </p> <p class="bodytext">Dem diesjährigen Motto „Brücken bauen“ wurde an mehreren Stellen äußerst kreativ Leben eingehaucht. So konnten sich zum Beispiel am Stand der HV alle am Bau einer Hängebrücke beteiligen: Sie schrieben ihre Ideen und Wünsche, wie zwischen Menschen Brücken gebaut werden können, auf hölzerne Planken, die dann im Laufe des Nachmittags zu einer immer längeren Brücke zusammengebaut wurden.</p> <p class="bodytext">Was mit einer Idee für ein gemeinsames „Stadtteil-Picknick“ begann, ist längst zu einer lebendigen Tradition geworden: Zwischen der Scharrer-Schule und der Lorschstraße kamen auch diesmal wieder Hunderte Menschen zusammen, um gemeinsam ein Fest zu feiern, das weit mehr ist als nur ein gemütlicher gemeinsamer Nachmittag. Es ist ein starkes Signal gegen Ausgrenzung und Hass – und für Respekt, Vielfalt und ein solidarisches Miteinander. Gerade in Zeiten, in denen nationalistische und menschenverachtende Haltungen wieder sichtbarer werden, zeigt dieses Fest, worauf es wirklich ankommt: Zusammenhalt, Menschenrechte und ein Miteinander, die niemanden abwertet.</p> <p class="bodytext">Rund um die Kirche St. Kunigund wurde getanzt, gelacht und musiziert: Auf der Bühne begrüßten die Schüler*innen der Scharrer Mittelschule die Gäste mit Statements zum Menschenrecht „Religionsfreiheit“. Anschließend sorgten Livemusik von Tim Mohr, der Band „Mojo Rojo“ und Akrobatik und fantasievolle Vorführungen von Gaukler Markus Just für Begeisterung. Besonders charmant war der Auftritt der Kinder aus dem Humanistischen Kindergarten St. Peter. Gemeinsam mit Monika Utasi von „Monis Haus voller Musik“ hatten sie eine kleine musikalische und tänzerische Darbietung vorbereitet – der Applaus war ihnen sicher.</p> <p class="bodytext">Überall luden Stände und Stationen zum Mitmachen, Informieren oder Genießen ein. Ob Schleuder-Zielschießen, Entenangeln oder Torwand - für Kinder gab es zahlreiche Angebote, bei denen sie Punkte sammeln und später bei der Tombola gegen Preise eintauschen konnten. Die Erzieherinnen des Humanistischen Kindergartens hatten mit ihren liebevoll gestalteten Aktionsständen besonders viele kleine Gäste angelockt. Mit Glitzer-Tattoos und selbst gestalteten Buttons sorgten sie für viele strahlende Gesichter – und auf zahlreichen Brückenbausteinen wurden Botschaften wie „Liebe und Zufriedenheit“, „Musik verbindet“ oder „Jeder Mensch hat einen Wert!“ hinterlassen.</p> <p class="bodytext">Überall waren Plakate und Banner zu sehen, die sich mit Kinderrechten und Menschenwürde beschäftigten – ganz im Sinne des Festes, das seit Jahren für ein friedliches, inklusives Zusammenleben im Stadtteil steht.</p> <p class="bodytext">Neben der HV waren viele weitere Organisationen und Einrichtungen mit großem Engagement dabei: Mitgemacht haben in diesem Jahr unter anderem: die Scharrer-Mittelschule, die LUISE-Cultfactory, OGS Scharrer, das Kinder- und Jugendhaus Pastorius 49, JiG – Jugendarbeit in Ganztagsschulen, der Kulturladen Zeltnerschloss, der Kinderhort Scharrerstraße, der Vorstadtverein Gleißhammer St. Peter sowie die Gemeinde und der Kindergarten St. Kunigund.</p> <p class="bodytext">Ein rundum gelungener Nachmittag, der zeigt: Wenn Menschen verschiedenster Herkunft, Altersgruppen und Weltanschauungen Interesse aufeinander zugehen und zusammen feiern, gestalten sie aktiv ein starkes, demokratisches und offenes Miteinander im Stadtteil.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-657</guid> <pubDate>Mon, 19 May 2025 10:38:49 +0200</pubDate> <title>Viele kleine Schritte – ein gemeinsamer Weg: 10 Jahre Kinderkrippe Wölckernstraße</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/viele-kleine-schritte-ein-gemeinsamer-weg-10-jahre-kinderkrippe-woelckernstrasse.html</link> <description>Mitten in der Nürnberger Südstadt ist vor genau zehn Jahren eine kleine Oase für Kinder entstanden – die Humanistische Kinderkrippe Wölckernstraße. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums wurde am vergangenen Wochenende gebührend gefeiert – mit vielen Gästen, schönen Erinnerungen und ganz viel Herzlichkeit.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Krippe, die sich über das gesamte Erdgeschoss eines imposanten Gründerzeit-Altbaus erstreckt, wurde 2015 nach modernsten Standards kernsaniert. Mit Lärmschutz, durchdachter Belüftung und liebevoll gestalteten Räumen bietet sie seit einem Jahrzehnt einen sicheren und anregenden Ort für die Jüngsten. </p> <p class="bodytext">Zum Fest kamen neben aktuellen Familien auch viele ehemalige Krippenkinder und Eltern, die noch immer mit der Einrichtung verbunden sind. Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch von Karin Mates, der ersten Leitung der Krippe, die den Aufbau der Einrichtung entscheidend mitgestaltet hat. Auch Michael Bauer, Vorstand der Humanistischen Vereinigung, ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. </p> <p class="bodytext">In ihren Dankesreden war die Freude spürbar: Kristina Bauer, die heutige Einrichtungsleitung, gab einen Einblick in die tägliche Arbeit und betonte das vertrauensvolle Miteinander im Team und mit den Eltern. Vorstand Michael Bauer erinnerte an die intensive Anfangszeit und den umfassenden Umbau, der die Basis für die heutige Wohlfühlatmosphäre legte. Karin Mates blickte voller Wärme auf ihre Zeit in der Krippe zurück und erzählte, wie viel Freude es ihr bereitet hat, die Kinder in ihren ersten Lebensjahren zu begleiten. Ein besonderer Moment war die Ehrung von Stefanie Egerer, die seit der Gründung als Reinigungskraft in der Krippe tätig ist und mit großem Engagement für Ordnung und Wohlbefinden sorgt. Zehn Jahre treue Mitarbeit, für die wir sehr dankbar sind. </p> <p class="bodytext">Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz: Kinderschminken, Luftballontiere, eine kleine Kunsteinlage mit Musik und Riesenseifenblasen zauberten leuchtende Kinderaugen. Im Garten wurde gespielt, gelacht und im Sand gebuddelt. Bei sommerlichem Wetter waren Eis, Kaffee und kühle Getränke besonders beliebt und luden zum Verweilen ein. Viele liebevolle Gespräche mit ehemaligen Familien, herzliche Botschaften auf der Wünschewand und kleine Geschenke der Ehemaligen machten diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis. </p> <p class="bodytext">Es war ein Fest voller Wärme, Dankbarkeit und guter Erinnerungen – und ein schönes Zeichen dafür, wie viel Verbindung, Vertrauen und Freude in diesen zehn Jahren gewachsen sind. Wir danken allen, die diesen Tag mit uns gefeiert haben – und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Jahre im Herzen der Südstadt! </p> <p class="bodytext">Herzlichen Dank an Moritz Wicklein für die Unterstützung beim Fotografieren!</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-656</guid> <pubDate>Thu, 15 May 2025 14:50:18 +0200</pubDate> <title>„Der Gipfel der Vielfalt“ – Die deutschen Antidiskriminierungstage 2025</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/der-gipfel-der-vielfalt-die-deutschen-antidiskriminierungstage-2025.html</link> <description>Die Humanistische Vereinigung hat an den Deutschen Antidiskriminierungstagen 2025 teilgenommen – und setzt sich entschieden für Menschenrechte, Gleichberechtigung und eine demokratische Kultur der Vielfalt ein.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Unter dem Motto „Der Gipfel der Vielfalt“ fanden am 13. und 14. Mai 2025 die Deutschen Antidiskriminierungstage im Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW) statt – die bislang größte Publikumsveranstaltung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Mit über 1.000 Teilnehmenden aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Kultur wurde zwei Tage lang diskutiert, zugehört und gefeiert – für eine vielfältige, demokratische und gerechtere Gesellschaft.</p> <p class="bodytext">Für die Humanistische Vereinigung nahm Grit Lahmann, Leiterin des Berliner Büros, an dem Kongress teil und unterstrich damit unser klares Bekenntnis zur Bekämpfung von Diskriminierung und zur Förderung einer pluralistischen, menschenrechtsbasierten Demokratie.</p> <p class="bodytext">Ferda Ataman, die Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, eröffnete den Kongress und betonte, dass diese Tage ein „Dankeschön“ seien – an all jene, die sich tagtäglich gegen Diskriminierung einsetzen. Gerade in einer Zeit, in der rechtspopulistische Kräfte sich in Bundestag und Landtagen etablieren, weltweit Autokratien an Einfluss gewinnen und in den USA eine regelrechte Kampagne gegen Diversität und Gleichberechtigung läuft, brauche es deutliche Zeichen:</p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext"><em>„Gerade in Zeiten, in denen Diskriminierung zunimmt und der Einsatz für Diversität infrage gestellt wird, wollen wir Mut machen und die Menschen feiern, die sich Tag für Tag gegen Diskriminierung und für Menschenrechte einsetzen</em>.“, so Ataman.</p></blockquote><p class="bodytext">Sie sprach sich klar für die Prüfung eines Verbotsverfahrens gegen die AfD aus und kündigte an, auch in der kommenden Legislatur für eine dringend nötige Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) zu kämpfen.</p> <p class="bodytext">Unterstützung bekam sie von der neuen Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Karin Prien (CDU). In ihrem kurzen Auftritt bekräftigte Prien, dass auch sie für mehr Chancengerechtigkeit eintreten werde. Hass und Hetze dürfe man nicht tatenlos begegnen – der Koalitionsvertrag sehe hier konkrete Maßnahmen vor.</p> <p class="bodytext">In über 40 Panels, Diskussionen, Lesungen und Workshops wurde das Thema Diskriminierung aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet – interdisziplinär, intersektional und immer im Dialog mit Betroffenen, Aktivist*innen, Fachleuten und der Zivilgesellschaft.</p> <p class="bodytext">Zu den prominentesten Gästen zählten Luisa Neubauer, Klimaaktivistin und Gesicht der deutschen Fridays-for-Future-Bewegung, die in ihrer bewegenden Rede auf die Zukunftsangst der Jugend und die dramatische humanitäre Lage im Gazastreifen aufmerksam machte. Oder Maja Göpel, Politökonomin und Nachhaltigkeitsexpertin, die im Rahmen des „Think Big!“-Formats Visionen für ein gerechteres Deutschland 2035 entwickelte. Weitere hochkarätige Stimmen wie Carlo Masala, Michel Friedman, Gregor Gysi, Marcel Fratzscher, Ricarda Lang und andere trugen zu einer inhaltlich dichten, kontroversen, aber stets respektvollen Auseinandersetzung bei.</p> <p class="bodytext">Die Deutschen Antidiskriminierungstage 2025 waren ein wichtiger Kongress mit einem starken Signal: Für den Schutz der Menschenwürde, gegen jede Form von Ausgrenzung – und für eine Gesellschaft, die sich traut, vielfältig, offen und gerecht zu sein.</p> <p class="bodytext">Die Humanistische Vereinigung sieht sich durch den Kongress in ihrer Arbeit bestätigt. In einer Zeit, in der demokratische Grundwerte zunehmend unter Druck geraten, braucht es entschlossene Stimmen – in der Politik, in der Zivilgesellschaft und in der alltäglichen Praxis.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-655</guid> <pubDate>Thu, 15 May 2025 11:10:21 +0200</pubDate> <title>Willkommensfest in Langwasser – Ein fröhlicher Start mit Herz und Verstand</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/willkommensfest-in-langwasser-ein-froehlicher-start-mit-herz-und-verstand.html</link> <description>Seit dem Beginn des Krippenjahres herrscht lebendiges Treiben in der neuen Humanistischen Kinderkrippe in Nürnberg-Langwasser. Nun wurde die neue Einrichtung auch offiziell mit einem fröhlichen Willkommensfest im großen Garten gefeiert. Bei herrlichem Wetter nutzten Kinder, Eltern, Familien und das Krippenteam die Gelegenheit, das neue Kinderparadies gemeinsam einzuweihen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Michael Bauer, Vorstand der Humanistischen Vereinigung, begrüßte die Gäste herzlich und dankte den Eltern für ihr Vertrauen. „<em>In unseren Einrichtungen begegnen wir jedem Kind als eigenständiger Persönlichkeit. Die Leitideen Aufklärung, Vernunft, Toleranz und Selbstbestimmung prägen unsere pädagogische Arbeit</em>“, betonte Bauer in seiner Ansprache.</p> <p class="bodytext">Krippenleiterin Selina Berberich blickte auf die intensive Aufbauzeit zurück: „<em>Es war viel Arbeit, diese Krippe mit Leben zu füllen – aber wir waren voller Motivation und Ausdauer, diesen Ort zu einem wunderbaren Platz für Kleinkinder zu machen</em>.“</p> <p class="bodytext">Der weitläufige Garten der Einrichtung wurde für das Willkommensfest zur bunten Spiellandschaft. Kinder und Eltern verteilten sich begeistert über das Gelände und genossen die verschiedenen Spielmöglichkeiten. Besonders beliebt war die Kreativstation, an der gemalt, gebastelt und geschminkt wurde. Für das leibliche Wohl sorgte ein vielfältiges Kuchenbuffet, liebevoll organisiert vom engagierten Elternbeirat.</p> <p class="bodytext">Die Freude und Zufriedenheit der Familien war deutlich spürbar – viele Eltern äußerten, wie glücklich sie über das neue Angebot mitten in Langwasser sind. Die hellen, freundlich gestalteten Räumlichkeiten der Krippe, darunter ein Bauraum, ein Kreativraum, ein Kinderrestaurant und ein großer Bewegungsflur, bieten den Kindern vielfältige Möglichkeiten zum Entdecken, Lernen und Spielen. Ein besonderes Highlight ist der große Garten mit zahlreichen Kletter- und Spielgeräten – ideal zum Toben, Rennen und Erforschen.</p> <p class="bodytext">Die Humanistische Kinderkrippe Nürnberg-Langwasser wurde zum 1. September 2024 von der Humanistischen Vereinigung übernommen. Sie bietet Platz für 36 Kinder im Alter von etwa acht Monaten bis drei Jahren. Eine Nestgruppe dient als sicherer Rückzugsort während der Eingewöhnung, von dem aus die Kinder nach und nach alle weiteren Räume erkunden können.</p> <p class="bodytext">Das pädagogische Konzept legt großen Wert auf Partizipation, individuelle Förderung und die Schaffung eines gemeinschaftlichen Lebensraums. „<em>Wir möchten, dass sich die Kinder bei uns geborgen fühlen und in ihrem eigenen Tempo die Welt entdecken können</em>“, so Berberich.</p> <p class="bodytext">Für das kommende Krippenjahr ab September 2024 sind noch Betreuungsplätze frei. Interessierte Eltern können sich auf der Website der Krippe informieren oder direkt Kontakt mit Einrichtungsleiterin Selina Berberich aufnehmen. </p> <p class="bodytext"><span style="font-family:&quot;Segoe UI Symbol&quot;,sans-serif"></span></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-654</guid> <pubDate>Mon, 12 May 2025 15:11:16 +0200</pubDate> <title>Philosophieren, Staunen, Lernen: Die Museumsboxen unterwegs</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/philosophieren-staunen-lernen-die-museumsboxen-unterwegs.html</link> <description>Die mobilen Museumsboxen von philoscience sind im Moment wieder unterwegs in den Humanistischen Kitas und bringen die Kinder zum Staunen, Grübeln und Lachen und bringen ihnen auf spielerische Art eine Menge bei.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><em>„Das gibt´s doch nicht - wo ist das Chamäleon jetzt hin?!“</em> </p> <p class="bodytext">In den kommenden Wochen sind die Museumsboxen – also die <strong>box</strong>der<strong>sinne</strong>, die <strong>box</strong>der<strong>evolution</strong> und die <strong>box</strong>des<strong>philosophierens</strong> – wieder auf Tour. Sie begeistern die Kinder in unseren humanistischen Kitas und bringen ihnen auf spielerische Weise viel bei: über die menschlichen Sinne, die Entwicklung des Lebens auf der Erde und über kleine und große Sinnfragen unseres Daseins.</p> <p class="bodytext">Den Auftakt machte das Humanistische Haus für Kinder Anna Steuerwald Landmann in Nürnberg-Gartenstadt mit der <strong>box</strong>der<strong>sinne</strong>. In kleinen Gruppen konnten die Kinder gemeinsam mit ihren Erzieher*innen verschiedene Experimente ausprobieren – voller Neugier und Staunen. Dabei erlebten sie hautnah, wie sehr unsere Wahrnehmung uns manchmal in die Irre führen kann.</p> <p class="bodytext">An mehreren Stationen, die in verschiedenen Räumen der Kita aufgebaut waren, konnten sich die Kinder ausprobieren. Die Gestaltung ermöglicht, dass jedes Kind aktiv werden und sich in die Gruppe einbringen kann. So wurden sie im Laufe des Vormittags zu einem kleinen Forscher*innen-Team, das seine Sinne entdeckte und auf die Probe stellte.</p> <p class="bodytext"><em>„Welche Strecke ist länger?“<br /> „Welches Material spüre ich da?“<br /> „Wonach riecht das?“</em> </p> <p class="bodytext">Die <strong>box</strong>der<strong>sinne</strong> ist in drei Varianten buchbar – für Kitas, Schulen und Erwachsene. Sie benötigt nur etwas Tischfläche und bietet auf kleinem Raum faszinierende Experimente und Wahrnehmungstäuschungen zum Riechen, Schmecken, Sehen, Hören und Fühlen.</p> <p class="bodytext"><strong>Neugierig geworden?</strong><br /> Dann ran an die Boxen!<br /> Preise, weitere Informationen und Buchung unter: <a href="https://philoscience.de/" rel="noopener"><strong><a href="https://philoscience.de/" target="_blank">philoscience.de</a></strong></a> </p> <p class="bodytext"><a data-start="1787" data-end="1806" class="cursor-pointer" rel="noopener">Mail<strong>: </strong></a><strong><a data-start="1787" data-end="1806" rel="noopener" href="mailto:box@philoscience.de">box@philoscience.de</a></strong></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-653</guid> <pubDate>Mon, 12 May 2025 09:56:50 +0200</pubDate> <title>Säkularer Stadtführer öffnet neue Perspektiven</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/saekularer-stadtfuehrer-nuernberg-aufbruch-in-die-weltanschauliche-moderne.html</link> <description>Ab sofort erhältlich ist dieser neue Stadtführer über Nürnberg und das einzigartige säkulare Erbe. Denn während religiöse, geschichtliche, architektonische oder sogar kulinarische Besonderheiten hinlänglich bekannt sind und in unzähligen Texten oder Büchern gewürdigt worden sind – war dies im dezidiert nicht-religiösen Bereich bislang kaum der Fall. Deshalb begibt sich Autor Michael Bauer mit dem „Säkularen Stadtführer Nürnberg - Aufbruch in die weltanschauliche Moderne“ auf Spurensuche nach den Zeugnissen weltlichen und freigeistlichen Denkens, die in der Stadt zu finden sind.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Auf der Grundlage eines traditionell selbstbewussten, politisch weitgehend autonomen Bürgertums&nbsp; bildete sich in der ehemaligen Reichsstadt Nürnberg im Revolutionsjahr 1848 eine der größten Freien Gemeinden Süddeutschlands. Ihre Mitglieder ließen nicht nur die jahrhundertealten Dogmen der Kirchen hinter sich, sondern schrittweise auch die Religion selbst. </p> <p class="bodytext">Reich bebildert und ergänzt durch informative Hintergrundtexte erzählt dieser Kurzführer in elf Stationen erstmals die Entwicklung der freigeistigen Bewegung in Nürnberg, in der sich bis in die jüngste Vergangenheit hinein die ambivalente Geschichte der Stadt selbst widerspiegelt.&nbsp; </p> <p class="bodytext">Die freigeistige Geschichte Nürnbergs wurde geprägt von mutigen Menschen, die für ihre Überzeugungen mitunter beträchtliche persönliche Risiken und Nachteile in Kauf nahmen. Ludwig Feuerbach&nbsp; verzichtete auf eine gut bezahlte Karriere im&nbsp; wissenschaftlichen Hochschulbetrieb. Carl Scholl musste sich&nbsp; immer wieder gegen Anfeindungen durch Kirche und Staatsregierung wehren und zahlreiche juristische Auseinandersetzungen führen. Dr. Hans Schmidt&nbsp; engagierte sich aufopferungsvoll für die Nürnberger Freie Gemeinde und starb nur wenige Wochen nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten,&nbsp; während Anna Steuerwald Landmann vor dem Regime ins Exil nach Südamerika flüchten musste. Der israelische Künstler Dani Karavan schließlich war bereit, in der ehemaligen Hochburg der NS-Ideologie ein begeh-bares&nbsp; Monument der Menschenrechte zu errichten, obwohl viele Mitglieder seiner Familie im Holocaust ermordet worden waren. </p> <p class="bodytext">Unser Stadtführer ermöglicht eine Begegnung mit diesen Menschen, von denen einige heute nahezu in Vergessenheit geraten sind.</p> <p class="bodytext">Sie können den Stadtführer <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('lzhksn9hmenZgtlzmhrshrbgd,uddhmhftmf-cd');">per Mail über die Humanistische Vereinigung</a>, den Sandberg Verlag oder im regulären Buchhandel kaufen.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><a href="https://www.sandberg-verlag.de/products/sakularer-stadtfuhrer-nurnberg" target="_blank"><span class="Button" style="font-size:11.0pt; line-height:107%; font-family:&quot;Aptos&quot;,sans-serif">Hier können Sie den Stadtführer bestellen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br /></span></a> </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <h4>Erschienen im <a href="http://www.sandberg-verlag.de" target="_blank">Sandberg Verlag</a></h4> <h4>ISBN 978-3-96486-025-5 </h4> <h4>Preis: 12,80 Euro</h4> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">(Bild Justizpalast: André Karwath via wikipedia; Bild Katharinen Ruine: Kasa Fue via&nbsp;Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0)</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-652</guid> <pubDate>Fri, 09 May 2025 09:33:24 +0200</pubDate> <title>Humanistisches Radiomagazin im Mai 2025</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/humanistisches-radiomagazin-im-mai-2025.html</link> <description>Am Sonntag, 11. Mai, erwartet euch wieder unsere Radiosendung zu humanistischen Themen. Schaltet ein um 6:30 Uhr auf Bayern 2 oder jederzeit danach in der BR-Mediathek oder als Podcast auf unserer Homepage. Freut euch auf zwei spannende Themen!</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Wie gewohnt behandeln wir zwei Themen ausführlich und informiren in den Kurznachrichten über die wichtigsten Ereignisse in der HV und der humanistischen Gemeinschaft.</p> <p class="bodytext">Dieses Mal stellen wir das neue Buch über die säkulare Geschichte Nürnbergs vor, das im <a href="https://www.sandberg-verlag.de/" target="_blank">Sandberg-Verlag</a> erscheint. Denn während religiöse, geschichtliche, architektonische oder sogar kulinarische Besonderheiten in unzähligen Texten oder Büchern gewürdigt worden sind – war dies im freigeistigen, dezidiert nicht-religiösen Bereich bislang nicht der Fall. „Säkularer Stadtführer Nürnberg“ heißt die Neuerscheinung, mit der Autor Michael Bauer einlädt, auf Spurensuche zu gehen nach den Zeugnissen weltlichen und freigeistlichen Denkens, die in der Stadt zu finden sind. Eine andere, neue Perspektive also auf Nürnberg, die eben diese bis jetzt vernachlässigten Aspekte der Geschichte in den Vordergrund rückt – und von denen es einige zu entdecken.</p> <p class="bodytext">Außerdem begleiten wir zwei Landtagsabgeordnete bei ihrem Besuch in der <a href="http://www.humanistische-schule.de" target="_blank">Humanistischen Grundschule Fürth</a>. Seit 2008 ermöglicht diese mit einem neuen, ganzheitlichen reformpädagogischen Konzept den Kindern einen guten Start in die Schullaufbahn und vermittelt ihnen so Freude am lebenslangen, erfolgreichen Lernen. Christian Zwanziger und Barbara Fuchs (beide von den Grünen) staunten nicht schlecht, wie ein Schultag auch aussehen kann mit mehr pädagogischem Personal, dafür ohne starres Unterrichts-Korsett, Druck und Noten. Wir sprechen mit Ihnen über ihre Eindrücke von diesen etwas anderen Schul- und Lernkonzepten und was sie sich von der bayerischen Schulpolitik wünschen würden.</p> <p class="bodytext">Viel Spaß beim Hören!</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-651</guid> <pubDate>Thu, 08 May 2025 14:43:58 +0200</pubDate> <title>80 Jahre Kriegsende: Freiheit braucht Erinnerung und Entschlossenheit</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/80-jahre-kriegsende-freiheit-braucht-erinnerung-und-entschlossenheit.html</link> <description>Die Humanistische Vereinigung erinnert zum heutigen Jahrestag an die Befreiung vom Nationalsozialismus und mahnt zur entschlossenen Verteidigung demokratischer Werte.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In ganz Deutschland wird heute mit zahlreichen Veranstaltungen an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa am 8. Mai 1945 erinnert. Der von Hitler-Deutschland entfesselte Krieg forderte weltweit etwa 60 Millionen Todesopfer – die Mehrheit davon Zivilisten. Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht endete der Krieg in Europa und zugleich die nationalsozialistische Schreckensherrschaft in Deutschland.</p> <p class="bodytext">Auch 80 Jahre später ist der 8. Mai ein Tag des Gedenkens und der Mahnung – gerade in einer Zeit, in der autoritäres Denken, Nationalismus und Krieg erneut Europa erschüttern. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine wurden russische und belarusische Diplomaten nicht den zentralen Gedenkveranstaltungen in Deutschland eingeladen.</p> <p class="bodytext">Michael Bauer, Vorstand der Humanistischen Vereinigung, betont die bleibende Bedeutung dieses historischen Tages:</p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext"><em><strong>„Am heutigen Tag gedenken wir der Millionen Opfer, die der Hitler-Faschismus gefordert hat, bis er endlich besiegt werden konnte. Wir halten inne und sehen zurück auf den 8. Mai 1945 als den Tag, der uns Deutschen einen neuen Anfang ermöglicht hat. Wir sehen aber auch in die Gegenwart, und müssen erkennen, dass auch heute die Freiheit in Europa bedroht wird. Rechtsextremismus, Nationalismus, völkisches Denken und Faschismus sind auf unserem Kontinent nicht etwa in den Geschichtsbüchern verschwunden. Vielmehr erleben wir ein beispielloses Erstarken rechtsextremistischer Einstellungen und derartiger politischer Gruppierungen, und wir erleben auch, dass Krieg und Terror zur Durchsetzung politischer Ziele auf unserem Kontinent tägliche und leidvolle Realität sind. Der heutige Tag ist daher auch ein Tag der Mahnung an uns alle: Unsere Freiheit, unsere offene, humanistische und tolerante Art zu leben, ist nicht selbstverständlich. Sie muss gegen ihre Feinde im Inneren wie im Äußeren entschlossen verteidigt werden.&quot;</strong></em> </p> <p class="bodytext"><em><br /></em>Die Humanistische Vereinigung ruft dazu auf, die Erinnerung an das Ende der NS-Diktatur wachzuhalten, sich für Menschenrechte und eine offene Gesellschaft zu engagieren – und den 8. Mai auch künftig als Tag der Befreiung zu würdigen.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">Bildquellen: </p> <p class="bodytext">Foto 1: Deutsche Fotothek‎, CC BY-SA 3.0 de, https:commons.wikimedia.orgwindex.phpcurid=6547917</p> <p class="bodytext">Foto 2: Royal Air Force official photographer - http:media.iwm.org.ukiwmmediaLib9media-9014large</p> <p class="bodytext">Foto 3: : No 5 Army Film &amp; Photographic Unit, Hewitt (Sgt) -httpmedia.iwm.org.ukiwmmediaLib39media-39747large</p></blockquote>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-650</guid> <pubDate>Thu, 08 May 2025 11:51:15 +0200</pubDate> <title>Politik trifft Praxis: Landtagsabgeordnete besuchen Humanistische Schule</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/politik-trifft-praxis-landtagsabgeordnete-besuchen-humanistische-schule.html</link> <description>Die Abgeordneten der Grünen zeigen sich beeindruckt von den Konzepten der Humanistischen Schule und fordern mehr Mut zur Vielfalt im Schulwesen. Wo staatliche Schulen an Grenzen stoßen, ermöglicht die Humanistische Schule ein Lernumfeld, das Kinder stark macht und echte Chancengleichheit schafft.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Humanistische Schule Fürth durfte am Montag, den 5. Mai, zwei Gäste aus der Landespolitik begrüßen: Christian Zwanziger, Landtagsabgeordneter der Grünen aus Erlangen und Mitglied des Bildungsausschusses, sowie Barbara Fuchs, Abgeordnete aus Fürth, informierten sich bei einem ausführlichen Besuch über das reformpädagogische Konzept der Schule.</p> <p class="bodytext">Empfangen wurden die beiden Politiker*innen von Schulleiterin und Pädagogischer Geschäftsführerin der Humanistischen Vereinigung, Ulrike von Chossy. In einem intensiven Gespräch sowie bei einer anschließenden Führung durch das Schulgebäude erhielten sie Einblicke in die pädagogische Praxis und die strukturellen Besonderheiten der Schule.</p> <p class="bodytext"><strong>Lernen auf Augenhöhe</strong> </p> <p class="bodytext">„Die wichtigste Frage ist: Wie kann man Kinder selbstbewusst machen und ihnen Lust aufs Lernen vermitteln?“ – so brachte Ulrike von Chossy das Leitbild der Schule auf den Punkt. Im Fokus steht der respektvolle Umgang auf Augenhöhe, kleine Lerngruppen mit maximal 25 Kindern sowie ein multiprofessionelles Team aus Lehrer<em>*</em>innen<em> </em>und Sozialpädagog*innen, das gemeinsam für die Schüler*innen da ist.</p> <p class="bodytext">Die Kinder werden individuell gefördert, arbeiten eigenverantwortlich und gestalten ihren Lernalltag mit. Statt Noten und Leistungsdruck gibt es eine konstruktive Fehlerkultur und altersgerechte Leistungsrückmeldungen – ganz ohne Rotstift.</p> <p class="bodytext"><strong>Kritik am Status quo der Bildungspolitik</strong> </p> <p class="bodytext">Christian Zwanziger nutzte den Besuch auch, um aus seiner politischen Arbeit zu berichten. Dabei wurde deutlich: Die Humanistische Schule steht für genau das, was er in der aktuellen Bildungspolitik häufig vermisst. <em>„In Bayern herrscht vielerorts noch die Haltung: Unser Bildungssystem ist bundesweit führend – also gibt es keinen Grund, etwas zu verändern,“</em> so Zwanziger. Innovation werde dadurch ausgebremst, notwendige Reformen verzögert. <em>„Es ist ein überholtes Prinzip, nur die leistungsstarken Kinder zu fördern und die anderen auf der Strecke zu lassen. Wir brauchen mehr Mut zur Vielfalt und mehr Vertrauen in neue pädagogische Ansätze.“</em> </p> <p class="bodytext">Auch kritisierte er die starke Überregulierung durch den Staat: Eltern und Schüler*innen würden häufig bevormundet, anstatt ihnen echte Mitgestaltung zu ermöglichen. Der Besuch an der Humanistischen Schule habe eindrucksvoll gezeigt, wie erfolgreich ein freierer, kindgerechterer Ansatz funktionieren kann.</p> <p class="bodytext"><strong>Einblicke, die beeindrucken</strong> </p> <p class="bodytext">Besonders beeindruckt zeigten sich Zwanziger und Fuchs von der Freiheit, die den Schüler*innen beim Mitgestalten ihrer Aktivitäten eingeräumt wird – beispielsweise durch die sogenannten Kinderuni-Kurse im Hort, in denen sie freiwillig Angebote wie Schach, Drucken, Französisch oder Yoga wählen können. Auch Regeln werden gemeinsam mit den Kindern aufgestellt – was nach den Worten von Ulrike von Chossy zu mehr Akzeptanz und Verlässlichkeit im Miteinander führt.</p> <p class="bodytext">Barbara Fuchs hob hervor, wie wichtig Chancengleichheit im Ganztag sei – und dass sich viele Eltern heute mehr Flexibilität und weniger Bevormundung im Schulalltag wünschen. Für sie ist klar: <em>„Es genügt nicht, einen Abschluss zu machen – Kinder müssen auch lernen, wer sie sind, was sie können und was sie brauchen, um zufrieden zu sein.“</em> </p> <p class="bodytext"><strong>Ein gelungenes Beispiel für gelebte Bildungsgerechtigkeit</strong> </p> <p class="bodytext">Beide Abgeordnete zeigten sich überzeugt davon, dass das Modell der Humanistischen Schule viele Impulse für eine zeitgemäße Bildungspolitik liefert. Fuchs betonte: <em>„Die Schule hat sich in Fürth und Umgebung einen hervorragenden Ruf erarbeitet – und weiterführende Schulen berichten immer wieder, wie engagiert und reflektiert Kinder aus der Humanistischen Schule sind.“</em> </p> <p class="bodytext">Im anschließenden Austausch ging es auch um übergeordnete Themen wie den Übertritt aufs Gymnasium, das Doppelstundenprinzip sowie aktuelle Bauvorschriften für Schulen. Zum Abschluss des Besuchs bedankten sich beide Politiker*innen herzlich für die Einblicke – und zeigten sich beeindruckt, wie erfolgreich das reformpädagogische Konzept in der Praxis funktioniert.</p><div style="text-align:center"><hr /></div><p class="bodytext">Die Humanistische Schule Fürth wurde 2008 als erste weltlich-humanistische Grundschule Deutschlands gegründet. Heute lernen hier rund 100 Kinder in vier jahrgangsübergreifenden Gruppen nach reformpädagogischen Prinzipien. Neben einem wertebasierten, offenen Lernumfeld mit Projektarbeit und aktiver Mitbestimmung der Kinder legt die Schule besonderen Wert auf Selbstständigkeit, Empathie und individuelle Förderung – ganz ohne Noten und Leistungsdruck.</p> <p class="bodytext">Weitere Infos auf der Homepage der Schule: <a href="https://www.humanistische-schule.de/" target="_blank">www.humanistische-schule.de</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-649</guid> <pubDate>Mon, 28 Apr 2025 18:07:44 +0200</pubDate> <title>Schutz für verfolgten Humanisten: Mubarak Bala ist in Deutschland </title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/schutz-fuer-verfolgten-humanisten-mubarak-bala-ist-in-deutschland.html</link> <description>Der Menschenrechtsaktivist und Präsident der Humanistischen Vereinigung Nigerias, Mubarak Bala, wird mehrere Monate im Rahmen des Humanist Shelter Programs der Humanistischen Vereinigung in Nürnberg verbringen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Pressemitteilung – 28.04.2025</p> <p class="bodytext">---</p> <p class="bodytext">Schutz für verfolgten Humanisten: Mubarak Bala ist in Deutschland </p> <p class="bodytext">Der Menschenrechtsaktivist und Präsident der Humanistischen Vereinigung Nigerias, Mubarak Bala, wird mehrere Monate im Rahmen des Humanist Shelter Programs der Humanistischen Vereinigung KdöR (HV) in Nürnberg verbringen.</p> <p class="bodytext">Michael Bauer, Vorstand der Humanistischen Vereinigung, begrüßte Mubarak Bala heute im Nürnberger Humanistischen Zentrum. „<em>Die HV engagiert sich seit vielen Jahren in der internationalen Menschenrechtsarbeit. Daher freut es mich besonders, dass wir als Partnerorganisation des Auswärtigen Amtes und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) erreichen konnten, dass Mubarak Bala nach Deutschland ausreisen konnte. Unser Humanist Shelter Program ermöglicht es ihm, sich zu erholen, neue Kontakte zu knüpfen und unterstützt ihn, seine Arbeit hier in Freiheit fortzusetzen.</em> <em>Besonders danken wir dem Beauftragten der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Frank Schwabe, der sich im engen Kontakt mit uns intensiv für Balas Freilassung einsetze</em>.<em> Das ist ein guter Tag für die internationale humanistische Gemeinschaft, auf den wir gemeinsam sehr lange hingearbeitet haben.“,</em> so Bauer.</p> <p class="bodytext">Bala war im April 2020 verhaftet worden, nachdem er auf Facebook Beiträge veröffentlicht hatte, die als &quot;blasphemisch&quot; eingestuft wurden. Er wurde über ein Jahr lang ohne Anklage festgehalten und später unter fragwürdigen Umständen von einem örtlichen Gericht zu 40 Jahren Haft verurteilt. Der Weg, dieses Unrecht zu revidieren, war lang und von zahlreichen Hindernissen wie der Covid-19-Pandemie, einem instabilen Justizsystem und gravierenden Menschenrechtsverletzungen geprägt. Währenddessen wurde Bala von mehreren internationalen Menschenrechtsorganisationen begleitet und unterstützt. 2024 erklärte ein Berufungsgericht das Urteil gegen Bala für rechtswidrig und er konnte das Gefängnis verlassen. Daraufhin hielt er sich mehrere Monate an einem sicheren Ort in Zentralnigeria auf, bis seine Ausreise nach Deutschland erfolgen konnte.</p> <p class="bodytext">Die Humanistische Vereinigung wird sich durch initiativen wie das Humanist Shelter Program auch künftig dafür einsetzen, dass niemand wegen seiner Überzeugungen verfolgt wird. (Mehr Informationen: <a href="http://www.humanistische-vereinigung.de/hilfe-beratung/humanist-shelter-program" target="_blank">www.humanistische-vereinigung.de/hilfe-beratung/humanist-shelter-program</a>)</p> <p class="bodytext">Über Ihre Berichterstattung und Interviewanfragen freuen wir uns.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">Mit freundlichen Grüßen</p> <p class="bodytext">Pressestelle der Humanistischen Vereinigung</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">Kontakt:</p> <p class="bodytext">Humanistische Vereinigung</p> <p class="bodytext">Martin Bühner</p> <p class="bodytext">Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit</p> <p class="bodytext">Mobil +49 (0) 172 9879456</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-648</guid> <pubDate>Fri, 11 Apr 2025 13:05:24 +0200</pubDate> <title>Würde und Freiheit – Eindringliche Worte bei Berliner Rede</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/wuerde-und-freiheit-eindringliche-worte-bei-berliner-rede.html</link> <description>Zentrale Themen der 19. Berliner Rede zur Freiheit waren in diesem Jahr Freiheit und Demokratie in Europa, welche durch den Kampf der Ukraine für Souveränität und Selbstbestimmung gegen den russischen Angriffskrieg verteidigt werden. Die gastgebende Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hatte dazu S. E. Oleksii Makeiev, den Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafter der Ukraine in Deutschland, als Redner eingeladen. Michael Bauer, Vorstand der Humanistischen Vereinigung nahm gemeinsam mit der Leiterin des Berliner Büros der HV, Grit Lahman, an der Jahresveranstaltung zur Freiheitsthematik und der anschließenden Diskussion im komplett gefüllten Berliner Allianz Forum teil.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Prof. Karl-Heinz Paqué, Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, eröffnet den Abend mit deutlichen Worten: Er kritisiert den Rückzug der USA aus ihrer Führungsrolle in der freien Welt und fordert ein stärkeres sicherheitspolitisches Engagement Europas. Er verweist darauf, dass eine glaubwürdige Friedenspolitik keine faulen Kompromisse zulässt, sondern auf Wehrhaftigkeit und klare Sicherheitsgarantien setzt. Er appelliert, aus dem Mut der Ukrainer Kraft zu schöpfen und als Deutsche und Europäer*innen gemeinsam Verantwortung für Freiheit und Sicherheit in Europa zu übernehmen.</p> <p class="bodytext">Die bewegende Rede von S. E. Oleksii Makeiev kreist dann um die zentrale Frage: Was ist Freiheit? Er schildert, was der russische Vernichtungskrieg für ihn persönlich, sein Volk und sein Land bedeutet und dass Freiheitsempfinden abhängig von Ort, Zeit und Erfahrung ist. Für viele Ukrainer*innen ist sie eng verknüpft mit dem Kampf gegen Unterdrückung, dem Schutz der Würde und dem Widerstand gegen Gewalt. Makeiev erinnert an die „Revolution der Würde“ von 2013/14 und beschreibt die heutige Realität: Ausgangssperren, Sirenen, Frontdienst – und eine Mauer in Kyjiw, die an die Gefallenen erinnert. Er betont, dass Freiheit nicht nur die Abwesenheit des Bösen, sondern auch die Anwesenheit des Guten ist – sichtbar im Engagement einfacher Menschen wie den Bahnmitarbeitern oder Helfern. Freiheit ist für ihn die Grundlage aller Werte und der Schutz der Würde. Freiheit müsse daher auch kriegstüchtig sein und man müsse für sie kämpfen wollen.</p> <p class="bodytext">In bewegenden Bildern – etwa über das zerstörte Flugzeug “Mrija”, über gefolterte Kriegsgefangene oder einen Zoo der SS-Soldaten neben dem Krematorium im KZ Buchenwald – macht er deutlich, dass der Freiheitskampf der Ukraine auch ein Kampf um Menschlichkeit ist. Freiheit sei unteilbar, keine Satire, kein Wunschkonzert, sondern ein existenzieller Wert. Die Rede endet mit dem Appell, die Singularität des russischen Vernichtungskrieges anzuerkennen – und mit der stillen, doch kraftvollen Hoffnung auf einen freien ukrainischen Himmel.</p> <p class="bodytext">In der anschließenden Diskussion benannte die Politikwissenschaftlerin und Sicherheitsexpertin Claudia Major drei Dinge, die es jetzt brauche: Eine resiliente Gesellschaft, eine agile Rüstungsindustrie und eine kampffähige Truppe. Ihre grundsätzliche Frage lautet: Wollen wir jetzt unser Schicksal in die Hand nehmen und unsere Freiheit verteidigen oder ist uns das zu anstrengend?</p> <p class="bodytext">Die Rede von Oleksii Makeiev, Botschafter der Ukraine in Deutschland im Wortlaut: <a href="https://www.freiheit.org/de/deutschland/die-19-berliner-rede-zur-freiheit" target="_blank">https://www.freiheit.org/de/deutschland/die-19-berliner-rede-zur-freiheit</a> </p> <p class="bodytext">Die gesamte Veranstaltung als Video: <a href="https://youtu.be/7fT6bE1-HBQ" target="_blank">https://youtu.be/7fT6bE1-HBQ</a> </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-647</guid> <pubDate>Wed, 09 Apr 2025 15:30:30 +0200</pubDate> <title>Zwischen Diplomatie und Menschenrechtseinsatz</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/frank-schwabe-und-sein-mandat-fuer-religions-und-weltanschauungsfreiheit.html</link> <description>Die politische Arbeit für Meinungs- und Religionsfreiheit wurde unter dem Bundesbeauftragten Frank Schwabe strategisch ausgebaut – die Fortführung des Amtes im Koalitionsvertrag ist ein wichtiges Signal an alle unterdrückten Weltanschauungen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In der 20. Wahlperiode (2022–2025) hat Frank Schwabe (SPD) als Beauftragter der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Impulse gesetzt, neue Themenfelder erschlossen und konkrete Hilfe für verfolgte Menschen weltweit angestoßen. Das Mandat, angesiedelt im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), beinhaltete u. a. das Monitoring der weltweiten Lage, internationale Dialoge und die Veröffentlichung eines umfassenden Berichts zur Religions- und Weltanschauungsfreiheit.</p> <p class="bodytext">Ein besonders bedeutender Fall war der von <a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/mubarak-bala-ist-frei-ein-sieg-der-menschlichkeit-und-beharrlichkeit.html" target="_blank">Mubarak Bala</a>, einem nigerianischen Humanisten, der aufgrund seiner weltanschaulichen Überzeugungen 2020 inhaftiert und später zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden war. Die Humanistische Vereinigung (HV) engagierte über vier Jahre hinweg für seine Freilassung. Auch auf Anregung der Humanistischen Vereinigung reiste Frank Schwabe im Jahr 2022 nach Nigeria, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Im Rahmen dieser Reise setzte er sich gezielt für die Einhaltung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit und für Balas Freilassung ein. Nigeria war und ist geprägt von tiefgreifenden Spannungen zwischen religiösen und ethnischen Gruppen sowie von islamistisch motivierter Gewalt. Schwabe betonte die Relevanz interreligiöser Dialogformate als Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt – ein Ansatz, der auch in der Arbeit für Bala von Bedeutung war.</p> <p class="bodytext">Der nachhaltige und beharrliche Einsatz aller Beteiligten trug schließlich Früchte: <a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/mubarak-bala-ist-frei-ein-sieg-der-menschlichkeit-und-beharrlichkeit.html" target="_blank">Mubarak Bala wurde vor Kurzem freigelassen</a> – ein Erfolg, der auch auf die gezielte und persönliche Einmischung politischer Akteure wie Frank Schwabe zurückzuführen ist.</p> <p class="bodytext">Neben dem Fall Bala setzte Schwabe weitere Schwerpunkte: So veröffentlichte er 2023 den dritten Regierungsbericht zur globalen Lage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit mit erstmals 41 Länderkapiteln. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Situation indigener Völker und dem Zusammenhang von Religionsfreiheit und nachhaltiger Entwicklung. Internationale Konferenzen, etwa zu den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf religiöse Minderheiten oder zur Rolle von Religionsgemeinschaften in der Demokratieförderung, unterstrichen die Bedeutung seines Amtes.</p> <p class="bodytext">Auch wenn sich die Humanistische Vereinigung noch weitergehende Reformen und Perspektiven für nichtreligiöse Menschen erhofft hatte, brachte Schwabes Amzszeit durchaus Impulse für die Humanist*innen in Deutschland. So initiierte er 2024 ein Fachgespräch zur Weltanschauungsfreiheit, aus dem eine stark nachgefragte Broschüre speziell für nicht-religiöse Menschen hervorging. Darüber hinaus stärkte er die Zusammenarbeit mit internationalen Foren und war Mitinitiator von Deutschlands Beitritt zur International Religious Freedom or Belief Alliance (IRFBA).</p> <p class="bodytext">Die Humanistische Vereinigung würdigt die enge, verlässliche und stets lösungsorientierte Zusammenarbeit mit Frank Schwabe, insbesondere in Bezug auf den Fall Bala. Die HV hofft, dass die Zusammenarbeit mit ihm in der neuen Bundesregierung ebenso vertrauensvoll und wirkungsvoll weitergeführt werden kann. Dass der Koalitionsvertrag vorsieht, das Amt des Beauftragten für Religions- und Weltanschauungsfreiheit auch in der künftigen Legislatur fortzuführen, ist ein wichiges Signal für die weltweite Religions- und Weltanschauungsfreiheit und für all jene, die für ihre Überzeugungen verfolgt werden.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-646</guid> <pubDate>Wed, 09 Apr 2025 11:18:07 +0200</pubDate> <title>20 Miles: Ein Ort für Menschlichkeit im Hafen von Nordenham</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/20-miles-ein-ort-fuer-menschlichkeit-im-hafen-von-nordenham.html</link> <description>Hilfe jeglicher Art, Beratung, Nähe oder einfach eine Auszeit fernab der Heimat: Der „Seafarer´s Social Service Nordenham“(SSSN) ist die zweite Einrichtung der Humanistischen Vereinigung für Seefahrer im Bereich Weser-Ems.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Am 15. April 2025 eröffnet die Humanistische Vereinigung, Körperschaft des öffentlichen Rechts, in der Hafenstraße 15A offiziell den <strong>„Seafarer´s Social Service Nordenham“ (SSSN)</strong>. Es ist bereits die zweite Einrichtung der Humanistischen Vereinigung im Bereich Weser-Ems. Seit 2021 betreibt die Humanistische Vereinigung in Oldenburg den Club für Seeleute <a href="https://www.50miles.de/" target="_blank">„50 Miles“</a>. Nun kommt mit dem „20 Miles“ (der Name steht jeweils für die Entfernung zur See) eine weitere Einrichtung zur Betreuung von Seeleuten dazu.</p> <p class="bodytext">Bereits am 1. Januar 2025 wurden die Räume in der Hafenstraße 15A bezogen und der Betrieb aufgenommen. &nbsp;„<em>Wir richten unsere Öffnungszeiten an den Bedürfnissen der Seeleute aus</em>“, so Jürgen Steinecke, Regionalgeschäftsführer Norddeutschland. „<em>Wir sind schon mit vielen Hafenanrainern im Gespräch, weitere werden folgen</em>“. Dabei geht es in erster Linie um die das Bekanntmachen des Clubs und die Weitergabe der Information sowie um die Anlege- und Liegezeiten der einzelnen Schiffe. Das Ganze erfolgt in enger Abstimmung mit der örtlichen Wasserschutzpolizei.</p> <p class="bodytext">Die Betreuung von Seeleuten ist für das Team der Humanistischen Vereinigung aus eigener langjähriger Erfahrung eine Herzensangelegenheit.&nbsp; Ganzjährig wird hier eine Möglichkeit, geschaffen, die Freizeit abseits des Schiffes zu verbringen und zu entspannen. Für das Team steht der Mensch im Mittelpunkt.&nbsp; Alle Angebote sind selbstverständlich kostenfrei.</p> <p class="bodytext">Es ist dem Team vor Ort ein Anliegen den Seeleuten nicht nur ein Freizeitangebot zu machen, sondern ihnen auch mit einem sozialen Beratungsangebot fern der Heimat unterstützend zur Seite zu stehen.</p> <p class="bodytext">Das Team setzt sich aus geschulten und erfahrenen Mitarbeitenden zusammen. Die Mitarbeitenden sind hauptamtlich aber auch ehrenamtlich tätig. </p> <p class="bodytext"><strong>„<em>Wir suchen aber nach wie vor für Nordenham noch Interessenten, die uns unterstützen können. Neben der Suche nach ehrenamtlicher Unterstützung bieten wir auch noch eine Stelle im geringfügigen Beschäftigungsbereich (Minijob) an</em>“,</strong> so Regionalgeschäftsführer Jürgen Steinecke.&nbsp; </p> <p class="bodytext">Als Voraussetzung benennt er Lust und Empathie im Umgang mit Menschen verschiedener Nationalitäten. Englischkenntnisse sollten ebenso vorhanden sein wie ein gültiger Führerschein. Alle Mitarbeitenden erhalten darüber hinaus eine interne Schulung.</p> <p class="bodytext">Interessierte melden sich am besten bei Regionalgeschäftsführer Jürgen Steinecke unter: 04731 3699466 oder per mail unter <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('lzhksn9rrrmZgtlzmhrshrbgd,udqdhmhftmf-cd');">sssn[at]humanistische-vereinigung.de</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-645</guid> <pubDate>Fri, 14 Mar 2025 10:56:32 +0100</pubDate> <title>Sieben humanistische Kernforderungen an den Koalitionsvertrag</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/sieben-humanistische-kernforderungen-an-den-koalitionsvertrag.html</link> <description>In Berlin haben CDU/CSU und SPD ihre Verhandlungen über den Koalitionsvertrag für eine neue Bundesregierung begonnen. Die Humanistische Vereinigung verfolgt die Treffen voller Interesse und setzt sich dafür ein, dass für Humanist*innen wichtige Werte wie Freiheit, Gleichberechtigung und die Achtung der Menschenrechte dabei berücksichtigt werden.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Deshalb appellieren wir konkret an die Mitglieder der 17 Arbeitsgruppen, unsere sieben Kernforderungen für eine weltanschaulich neutrale Politik in der zukünftigen Legislaturperiode zu beachten und diese in den Koalitionsvertrag einfließen zu lassen. Die Punkte im Überblick:</p><ol><li>Weltanschauungsgemeinschaften, insbesondere humanistische, müssen neben Religionsgemeinschaften als wichtige gesellschaftliche Akteure anerkannt werden, da sie eine große und stetig wachsende Gruppe humanistischer und nicht-religiöser Menschen vertreten.</li><li>Der Staat sollte dabei alle Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften gleich behandeln und darf niemanden bevorzugen. Dazu gehören ein regelmäßiger Dialog mit allen Gruppen, eine pluralistische Ausrichtung öffentlicher Veranstaltungen sowie eine gerechte Verteilung staatlicher Mittel. </li><li>Auch die Stipendienförderung des Bundes darf nicht länger auf religiöse Gruppen beschränkt bleiben. Humanistische Studierende sollen durch die staatliche Finanzierung des Humanistischen Studienwerks Robert Blum A.ö.R. gleichberechtigte Chancen erhalten. </li><li>Zudem benötigen auch nicht-religiöse Menschen Seelsorge in besonderen Lebenslagen. Die Bundesregierung soll deshalb Humanistische Seelsorge bundesweit fördern, Modellprojekte für Militär- und Anstaltsseelsorge starten und Professuren zur Ausbildung humanistischer Seelsorger*innen und weiterer humanistischer Fachkräfte für das Bildungs- und Sozialwesen schaffen. </li><li> Ein neues Suizidhilfegesetz soll das Recht auf ein selbstbestimmtes Lebensende sichern und zugleich eine ergebnisoffene und qualitativ hochwertige Beratung zur Suizidprävention garantieren, wobei die Autonomie der Betroffenen ohne moralische Einflussnahme respektiert werden muss. </li><li> Auch die Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe müssen weltanschaulich neutral gestaltet werden. Staatliche Mittel sind gerecht zwischen allen Akteuren, einschließlich humanistischer Hilfswerke, zu verteilen, und der Zugang für neue Organisationen muss erleichtert werden. </li><li> Schließlich brauchen Menschen, die wegen ihrer humanistischen oder nicht-religiösen Überzeugung verfolgt werden, besonderen Schutz. Deutschland soll ihnen Asyl und Unterstützung gewähren und menschenrechtsverletzende Staaten mit klaren Sanktionen belegen.</li></ol><p class="bodytext"><strong>Unsere 7 Kernforderungen mit konkreten Formulierungsvorschlägen finden Sie hier: </strong> </p> <p class="bodytext"><strong><a href="fileadmin/user_upload/7_Kernforderungen_HV_Koalitionsvertrag_21.Legislatur.pdf">Sieben Kernforderungen und Formulierungsvorschläge der <br /> Humanistischen Vereinigung für den Koalitionsvertrag der Bundesregierung <br /> in der 21. Wahlperiode des Deutschen Bundestages</a></strong> </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p style="margin-left:0cm" class="bodytext"><strong>Mehr Informationen zu den Forderungen der Humanistischen Vereinigung an die neue Bundesregierung: </strong></p> <p style="margin-left:18.0pt; text-indent:-18.0pt" class="bodytext"><span style="font-family:Symbol">·<span style="font:7.0pt &quot;Times New Roman&quot;">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span></span><a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/politische-arbeit/10-punkte-papier" target="_blank">10-Punkte-Papier zur Verwirklichung der weltanschaulichen Neutralität staatlichen Handelns</a></p> <p style="margin-left:18.0pt; text-indent:-18.0pt" class="bodytext"><span style="font-family:Symbol">·<span style="font:7.0pt &quot;Times New Roman&quot;">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span></span><a href="http://www.glaeserne-waende.de" target="_blank">Gläserne Wände: Bericht über die Benachteiligung nichtreligiöser Menschen</a> </p> <p style="margin-left:18.0pt; text-indent:-18.0pt" class="bodytext"><span style="font-family:Symbol">·<span style="font:7.0pt &quot;Times New Roman&quot;">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span></span><a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/politische-arbeit/militaerseelsorge" target="_blank">Positionspapier zur Humanistischen Militärseelsorge in der Bundeswehr</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-644</guid> <pubDate>Thu, 13 Mar 2025 11:59:38 +0100</pubDate> <title>Gemeinsam (er)wachsen: Vorbereitung auf die Humanistische Jugendfeier 2025</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/gemeinsam-erwachsen-vorbereitung-auf-die-humanistische-jugendfeier-2025.html</link> <description>Das Vorbereitungsprogramm der Humanistischen Jugendfeiern 2025 läuft auf Hochtouren – und mit jedem Treffen wächst die Gemeinschaft der Teilnehmenden. In Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern haben sich die Jugendlichen im Alter von etwa 13 bis 14 Jahren bereits zu verschiedenen Workshops, Ausflügen und Veranstaltungen getroffen, um sich gemeinsam auf das Erwachsenwerden und das große Fest im Sommer vorzubereiten – der folgende Text und die Bildern beziehen sich auf die Teilnehmenden der Jugendfeier Bayern.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Erstes Kennenlernen und grundlegende Themen</p> <p class="bodytext">Den Auftakt machte ein Kennenlernwochenende im Otto-Felix-Kanitz-Haus in Nürnberg. Mit Spielen, Gesprächen und gemeinsamen Aktionen wurden erste Freundschaften geschlossen. Besonders beeindruckte die Gruppe der gemeinsame Besuch des Theaterstücks &quot;Angekommen Angenommen&quot;, das Flucht und Integration thematisierte. Außerdem diskutierten die Jugendlichen beim Vortrag von Dr. Stefan Lobenhofer über die Grundgedanken des Humanismus und darüber, warum es wichtig ist, diesen Schritt ins Erwachsenenleben bewusst zu begehen.</p> <p class="bodytext">&quot;Eat Healthy&quot; – Gemeinsam gesund kochen</p> <p class="bodytext">Beim &quot;Eat Healthy&quot;-Workshop in Fürth lernten die Jugendlichen, wie lecker gesunde und nachhaltige Ernährung sein kann. Gemeinsam schnippelten, brieten und mixten sie vegetarische Burger, vegane Brownies und Smoothies. Nebenbei entstand ein interessanter Austausch über bewusste Ernährung und Klimaschutz – und beim gemeinsamen Essen wurde die neue Gemeinschaft weiter gestärkt.</p> <p class="bodytext">&quot;Fake or Real or KI&quot; – Mit Medien umgehen lernen</p> <p class="bodytext">Wie erkennt man echte Nachrichten, was ist Fake – und wie beeinflusst Künstliche Intelligenz, was wir sehen? Diese Fragen standen beim Workshop &quot;Fake or Real or KI&quot; im Mittelpunkt. Anhand von praktischen Beispielen übten die Jugendlichen, kritisch mit Informationen und Bildern umzugehen – eine wichtige Kompetenz in einer Welt voller Social Media und KI-generierter Inhalte. Einen Riesenspaß bescherte den Jugendlichen, auch selbst mit dem Greenscreen experimentieren zu können. </p> <p class="bodytext">Besuch im &quot;<strong>turm</strong>der<strong>sinne</strong>&quot; – Den eigenen Sinnen auf der Spur</p> <p class="bodytext">Im Mitmach-Museum &quot;<a href="https://philoscience.de/turmdersinne/" target="_blank"><strong>turm</strong>der<strong>sinne</strong></a>&quot; in Nürnberg erfuhren die Jugendlichen, wie leicht unsere Sinne uns täuschen können. An interaktiven Stationen testeten sie Grenzen ihrer Wahrnehmung – und diskutierten, wie unsere Sicht auf die Welt davon beeinflusst wird. Ein Besuch, der nicht nur verblüffte und Spaß machte, sondern auch zum Nachdenken anregte.</p> <p class="bodytext">Zusätzlich beschäftigten sich die Jugendlichen in einem Online-Workshop zu Verschwörungserzählungen mit aktuellen gesellschaftlichen Problemen und lernten, wie man mit Verschwörungsglauben im eigenen Umfeld umgehen kann.</p> <p class="bodytext">Weitere Treffen bis zum großen Fest</p> <p class="bodytext">Und es geht noch weiter: Ein Zeitungs- und Radioworkshop steht am kommenden Wochenende bevor, in dem die Jugendlichen ihre Erlebnisse kreativ festhalten. Geplant sind zudem weitere spannende Workshops und ein Höhepunkt am Ende: die gemeinsame Abschlussfahrt nach Berlin, bevor im Sommer die große Humanistische Jugendfeier gefeiert wird – als bewusster und würdevoller Übergang ins Erwachsenenleben.</p> <p class="bodytext">Diese Vorbereitungstreffen haben wieder deutlich gemacht: Die Jugendlichen wachsen an den gemeinsamen Erfahrungen, finden neue Freundschaften und setzen sich mit wichtigen Fragen des Lebens auseinander. So wird die Humanistische Jugendfeier zu mehr als nur einem einzelnen Fest – sie begleitet den Weg zu einem bedeutsamen Schritt in einen neuen Lebensabschnitt.</p> <p class="bodytext">Alle Infos und weitere Berichte zur Humanistischen Jugendfeier: <a href="https://www.jugendfeier.de/" target="_blank">https://www.jugendfeier.de/</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-643</guid> <pubDate>Mon, 10 Mar 2025 15:32:22 +0100</pubDate> <title>Wir trauern um unser Präsidiumsmitglied Martin Knauer</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/wir-trauern-um-martin-knauer.html</link> <description>Mit großer Bestürzung haben wir vom plötzlichen und viel zu frühen Tod unseres langjährigen Präsidiumsmitglieds Martin Knauer erfahren. Martin Knauer hat sich über viele Jahre mit großem Engagement im Präsidium der Humanistischen Vereinigung und darüber hinaus in unserer Gemeinschaft eingebracht.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Er war ein überzeugter und dem Leben zugewandter Humanist, der sich mit seinem tatkräftigen und konstruktiven Einsatz um unsere gemeinsame Sache sehr verdient gemacht hat. Besonders unsere pädagogischen Einrichtungen, die er aus eigener familiärer Erfahrung gut kannte, lagen ihm sehr am Herzen. </p> <p class="bodytext">Wir werden ihn zutiefst vermissen. </p> <p class="bodytext">Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und allen Angehörigen.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-642</guid> <pubDate>Tue, 25 Feb 2025 15:28:36 +0100</pubDate> <title>Ein Winterkuchen voller Musik und Magie</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/ein-winterkuchen-voller-musik-und-magie.html</link> <description>Ein wunderbar-winterliches Musik- und Theaterprojekt der Humanistischen Kita St.Peter zeigt, wie spielerisch Kreativität und ganzheitliches Lernen gefördert und so Kinder in ihrer gesamten Entwicklung unterstützt werden können.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Mit großen Gesten und strahlenden Augen stehen die Kinder der Humanistischen Kita Nürnberg St. Peter auf der kleinen Bühne in &quot;Monis Haus voll Musik&quot;. Der Raum ist gefüllt mit erwartungsvollen Eltern, Erzieherinnen und Gästen, die sich auf eine ganz besondere Vorstellung freuen. Es wird getanzt, gerührt, geschüttelt, gesungen, gezählt, gestikuliert und gesprungen – die Energie und Freude der kleinen Darsteller sind ansteckend. Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen haben sie in den vergangenen Monaten ein Musik- und Theaterstück vorbereitet: „Winterkuchen – Zauberkuchen“.</p> <p class="bodytext">Die Geschichte entführt die Zuschauer in das Königreich Winterland, wo der König einmal im Jahr ein großes Fest veranstaltet. Doch dieses Mal läuft etwas schief – das geheimnisvolle Rezept für den Winterkuchen geht in einem Schneesturm verloren! Was nun? Die Kinder schlüpfen in ihre Rollen, begleiten den Backprozess mit Gesang, Instrumenten und Tanz, und lassen die Zuschauer an ihrer fantasievollen Reise teilhaben. Die Musik von Monika Utasi und die Erzählung von Dorothea Esztergályi eignen sich ideal für eine zauberhafte Darstellung durch Kinder.</p> <p class="bodytext">Doch in der Aufführung steckt viel mehr als nur eine schöne Darbietung. Sie ist Ausdruck einer Pädagogik, die das Kind in den Mittelpunkt stellt. Die Humanistischen Häuser für Kinder verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz: Bildung bedeutet nicht nur sprachliche, naturwissenschaftliche und soziale Kompetenzen zu fördern, sondern auch Kreativität, Musik, Bewegung und Ausdruck – eben &nbsp;Lernen mit allen Sinnen: mit Verstand, Gemüt und Körper. In diesem Fall wurde bewusst ein externer Lernort gewählt, um die Kinder zusätzlich zu inspirieren und ihnen neue Erfahrungen zu ermöglichen.</p> <p class="bodytext">„Es ist unglaublich zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder hier dabei sind. Sie entdecken, entwickeln und formen ihre musikalischen Fähigkeiten auf spielerische Weise“, erklärt Musikpädagogin Monika Utasi. Dabei werden nicht nur künstlerische Talente gefördert, sondern auch Selbstbewusstsein, Teamgeist und Ausdrucksfähigkeit gestärkt.</p> <p class="bodytext">Dass ein solches Projekt möglich wurde, liegt auch an der Unterstützung der „Stiftung Persönlichkeit“. Diese setzt sich dafür ein, dass Kinder früh Zugang zu Kunst, Musik, Schauspiel und Sport erhalten. Denn, so die Gründer Helmut und Gerlinde Gierse, in der heutigen Bildungslandschaft liege der Fokus oft zu stark auf kognitiven Fähigkeiten. Kreativität und musische Begabungen drohen deshalb ins Hintertreffen zu geraten. Besonders problematisch sei das für Kinder, die aus ihrem familiären Umfeld heraus wenig Zugang zu diesen Bereichen haben. „Unsere Gesellschaft ist zunehmend von Digitalisierung und Technisierung geprägt – umso wichtiger ist es, dass Kinder auch ihre ästhetischen und kreativen Fähigkeiten entfalten können“, betont das Ehepaar.</p> <p class="bodytext">Nach der Aufführung ist der Applaus groß. Stolz verbeugen sich die kleinen Künstler, während ihre Eltern begeistert klatschen. Erschöpfte, aber glückliche Gesichter zeigen, wie wertvoll solche Projekte für die Entwicklung der Kinder sind. Es ist ein Beispiel dafür, wie Bildung gerecht, vielseitig und vor allem mit Freude gestaltet werden kann.</p> <p class="bodytext">Weitere Informationen:</p> <p class="bodytext">Humanistisches Haus für Kinder Nürnberg-St.Peter: <a href="https://www.hv-kitas.de/unsere-kindertagesstaetten/nuernberg/kindergarten-st-peter" target="_blank">https://www.hv-kitas.de/unsere-kindertagesstaetten/nuernberg/kindergarten-st-peter</a> </p> <p class="bodytext">Monis Haus voll Musik: <a href="https://monishausvollmusik.de" target="_blank">https://monishausvollmusik.de</a> </p> <p class="bodytext">Stiftung Persönlichkeit: <a href="https://www.stiftung-persoenlichkeit.de" target="_blank">https://www.stiftung-persoenlichkeit.de</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-641</guid> <pubDate>Thu, 20 Feb 2025 10:30:20 +0100</pubDate> <title>Die Bundestagswahl als „Wahl der Menschenrechte“</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/die-bundestagswahl-als-wahl-der-menschenrechte.html</link> <description>Das Forum Menschenrechte sieht einen der wichtigsten Pfeiler unserer Demokratie bedroht und appelliert an alle Wähler*innen, extreme und populistische Positionen zu meiden. Außerdem leitet sie aus den Menschenrechten verschiedene Forderungen an die politischen Akteur*innen ab.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Dieser Winter ist ungewöhnlich stark politisch geprägt, alle Welt blickte in die USA auf den dortigen Regierungswechsel und in Deutschland läuft die heiße Phase des Wahlkampfs der vorgezogenen Bundestagswahlen. Dieses Mal ist etwas anders. Denn in Hinblick auf die politischen Entwicklungen der letzten Jahre haben viele Menschen Sorgen, dass etwas, was in Deutschland bislang als selbstverständlich galt, zunehmend in Frage gestellt wird, nämlich die elementaren und universellen Menschenrechte. Und die sind nicht weniger als die Grundlage unserer freiheitlichen, rechtsstaatlichen und demokratischen Ordnung.</p> <p class="bodytext">Eine der stärksten Stimmen in Sachen Menschenrechte ist hierzulande das <a href="https://www.forum-menschenrechte.de/" target="_blank">Forum Menschenrechte</a>, dass 1994 im Anschluss an die Wiener Menschenrechtskonferenz gegründet wurde und mehr als 50 große deutsche nicht-staatliche Organisationen vereint. Das sind soziale und gesellschaftliche, religiöse und weltanschauliche Gruppen wie zum Beispiel Rotes Kreuz, DGB, Amnesty International, deutsche UNESCO-Kommission, Brot für die Welt, Friedrich Ebert Stiftung sowie der Paritätische Wohlfahrtsverband, zu dessen Mitgliedern auch die Humanistische Vereinigung gehört.</p> <p class="bodytext">Gemeinsam hat dieses breite Spektrum einen Aufruf an alle Wähler*innen gestartet, sich mit ihren Stimmen für eine Gesellschaft zu entscheiden, in der Menschenrechte für alle gelten. Die anstehende Bundestagswahl wurde zur „Wahl der Menschenrechte“ erklärt.</p> <p class="bodytext"><a href="https://www.forum-menschenrechte.de/bundestagswahl-2025-das-mindeste-was-wir-erwarten-2/" target="_blank">https://www.forum-menschenrechte.de/bundestagswahl-2025-das-mindeste-was-wir-erwarten-2/</a> </p> <p class="bodytext">Warum dem Forum dies im Moment nötig scheint und nicht mehr selbstverständlich ist, wie es ja eigentlich in der deutschen Verfassung steht, das erklärt Felix Krauß, Vorstandsmitglied des Nürnberger Menschenrechtszentrums (NMRZ):</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext"><strong>Herr Krauß, warum sehen das NMRZ und das Forum Menschenrechte die Notwendigkeit, die jetzt anstehende Bundestagswahl zu einer Wahl der Menschenrechte zu erklären?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>Felix Krauß</strong>: „<em>Wir sind uns ganz einig, dass wir gerade eine massive und auch immer weiter voranschreitende Verschlechterung der Menschenrechtslage in Deutschland beobachten. Und da sehen wir, dass Menschenrechte in den Wahlprogrammen, aber auch vor allem in der politischen Kommunikation und im Wahlkampf der Parteien und der politischen EntscheidungsträgerInnen eine immer untergeordnetere Rolle spielen und tatsächlich überlagert und verdrängt werden von extremeren und populistischen Positionen. Und da müssen wir ganz entschieden entgegentreten.</em>&quot;</p> <p class="bodytext"><strong>Das NMRZ unterstützt auch die konkreten Forderungen des Forums Menschenrechte, die in einem neunseitigen Dokument zusammengetragen wurden. Lassen sich diese kurz zusammenfassen beziehungsweise welches sind die wichtigsten Punkte einer menschenrechtsgeleiteten Politik?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>FK</strong>: <em>Wir haben uns da mit 50 anderen Mitgliedern und Menschenrechtsorganisationen zusammengesetzt und haben einen ganz konkreten Forderungskatalog ausgearbeitet. Das steht alles unter der großen Überschrift „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, Artikel eins, Absatz eins des Grundgesetzes. Das heißt, davon muss sich dann eine menschenrechtsbasierte Politik leiten und daran messen lassen. Und wir haben jetzt eben ganz konkrete politische Forderungen aufgestellt, das ist sehr vielschichtig, wie zum Beispiel: Wir fordern, dass wir eine Politik brauchen, die eine Gesellschaft gestaltet, in der Hass, Hetze, Gewalt und Diskriminierung nicht geduldet werden. Eine Gesellschaft, in der wir Geflüchteten menschenwürdig begegnen und sie auch menschenwürdig aufnehmen und nicht Menschen gegeneinander ausspielen. Des Weiteren dürfen wir Schwangerschaftsabbrüche nicht kriminalisieren, wir fordern auch ganz konkret zum Beispiel eine Reformierung der Schuldenbremse. Wir wollen außerdem, dass Privatvermögen und hohe Betriebsvermögen gerecht besteuert werden. Aber wir sagen auch ganz deutlich, dass wir bezahlbaren Wohnraum brauchen. Das heißt, hier setzen wir uns für eine Verschärfung der Mietpreisbremse ein, Einführung verbindlicher Sozialwohnungen, Quoten oder auch Unterkünfte für wohnungslose Menschen. Klimaschutz ist natürlich auch Menschenrechtsschutz, wir müssen es begreifen, dass wir das Klima schützen, um uns selbst zu schützen und dass das keine untergeordnete Rolle spielen darf. Ich könnte das alles noch viel weiter ausführen, aber, um es ganz kurz zu sagen, wir haben uns da tatsächlich viele, viele Gedanken gemacht und haben diese konkreten Forderungen aufgestellt und gehen jetzt mit diesen auf die Politiker*innen zu und versuchen, uns damit für eine menschenrechtsbasierte Politik einzusetzen.&quot;</em> </p> <p class="bodytext"><strong>Die Einhaltung und der Schutz der Menschenrechte sind ja in der Verfassung verankert. Also sollten sie ja eigentlich auch Grundlage jeder politischen Partei sein, sonst wären diese doch verfassungsfeindlich?!</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>FK:</strong> <em>&quot;Selbstverständlich muss sich jede Gruppierung, jede Initiative, Bewegung oder Sonstige in Deutschland an das Grundgesetz und die dort verankerten Menschenrechte halten und das gilt natürlich auch für politische Gruppierungen. Wenn das nicht so ist, dann ist es ein Fall für den Verfassungsschutz, der dann einschreiten muss, Informationen und Beweise sammeln muss und letztendlich kann dann auch eine politische Gruppierung verboten werden.&quot;</em> </p> <p class="bodytext"><strong>Und genau in dieser Diskussion stecken wir ja aktuell?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>FK:</strong> &quot;Genau, absolut. Da setzen wir uns auch konkret damit auseinander, inwiefern es aussichtsreich ist, die AfD tatsächlich zu verbieten.&quot;</p> <p class="bodytext"><strong>Warum ist es aktuell so, dass scheinbar mehr Menschen und vor allem jüngere Menschen zu extremeren und Parteien und Positionen neigen?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>FK:</strong> &quot;Das sind jetzt keine Glaubenssätze, sondern wir wissen tatsächlich ja schon durch Studien, welche Indikatoren da eine Rolle spielen. Zum einen ist es der klare Zusammenhang mit sozialem Abstieg und der Angst vor einem sozialen Abstieg. Und wenn diese Angst vorherrscht, sei es, weil dieser Abstieg auch tatsächlich gegeben ist oder weil man einfach nur die Befürchtung davor hat, dann wählen die Leute eher extremere Parteien. Aber gleichzeitig haben wir natürlich auch ein politisches Kommunikationsdesaster der regierenden Parteien aber auch der oppositionellen Parteien erlebt, was zu einem massiven Vertrauensverlust geführt hat. Und wir sehen auch, dass Kompromisslösungen, das Fundament unserer Demokratie, immer mehr in Verruf geraten. Gleichzeitig, das trifft aber auf jeden Fall nicht nur auf junge Leute zu, leben wir immer stärker in digitalen Umfeldern, wo sich Radikalisierungstendenzen leichter verbreiten können und da Zuspitzungen erfolgen, die sich dann in so einer Art Echokammer wiederfinden, was zu sehr einseitiger Meinung führt und so Radikalisierungsprozesse stattfinden.&quot;</p> <p class="bodytext"><strong>Wie können wir auf solche Desinformationskampagnen, auf diese Verschiebung von politischem Diskurs und auf populistische Argumente reagieren?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>FK</strong>: <em>&quot;Mit ganz klarer Gegenposition, Das heißt, ganz kurz und klar benennen, warum dies oder jenes faktisch nicht stimmt, warum es menschenrechtsfeindlich ist, gegen das Grundgesetz verstößt und dann aber auch nicht an dieser Stelle stehen bleiben. Nachdem man es ganz kurz und klar benannt hat, dann konstruktiv dem Ganzen entgegentreten und konkrete Ansätze und Lösungsvorschläge darstellen und versuchen, mit dem Gegenüber zu einem konstruktiven Miteinander zurückzukommen.&quot;</em> </p> <p class="bodytext"><strong>Was müsste Ihrer Meinung nach geschehen, um eine stabile, menschenrechtsorientierte Gesellschaft auch langfristig zu erhalten?</strong> </p> <p class="bodytext"><strong>FK</strong>: <em>&quot;Wir müssen grundsätzlich erst einmal in unserer Kommunikation dahin kommen, dass wir die Menschen wieder mehr abholen, wo sie gerade sind. Das heißt, Menschenrechte, die Würde des Menschen, UN-Menschenrechtskonventionen - das sind ja erst mal große Begriffe für viele - die dürfen wir nicht irgendwie abstrakt stehen lassen, sondern müssen es runterbrechen, was diese für den Lebensalltag der Menschen bedeuten. Also: Was bedeutet eigentlich der offene Zugang und der gerechte Zugang zu Bildung für uns alle? Wollen wir ein medizinisches System haben, wo wir zum Teil Monate auf einen Platz warten, obwohl wir eigentlich eine akute Behandlung bräuchten? Was bedeuten die fatalen Preissteigerungen eigentlich für uns? All das sind zutiefst menschenrechtsgeleitete Fragen, die die Lebensrealitäten der Menschen betreffen. Und da müssen wir ansetzen und mit den Menschen Lösungsansätze erarbeiten. Und dazu, wenn ich das noch abschließend sagen darf, gehört natürlich auch, dass wir eine fundierte Menschenrechtsbildung brauchen und die muss ausreichend finanziert sein. Da brauchen wir dann die Parteien mit im Boot, die sich ganz klar zur Achtung der Menschenrechte bekennen und das wiederum in ihren politischen Forderungen auch so leben.</em> </p> <p class="bodytext"><em>Und letztendlich müssen wir unsere Menschlichkeit bewahren. Das heißt, wir dürfen bei all den Zahlen und politischen Diskussionen die Menschen, die Gesichter dahinter nicht übersehen, die Einzelschicksale nicht übersehen. Das ist viel Arbeit. Es ist tatsächlich sehr anstrengend, sowohl individuell wie natürlich auch gesellschaftlich. Aber ich glaube, nur so können wir, jeder einzelne von uns, wie auch als Kollektiv, die Situation besser machen.&quot;</em> </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">Das Interview wurde von Martin Bühner geführt.</p> <p class="bodytext">Nachzuhören sind Teile des Interviews auch <a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/humanistisches-radiomagazin-februar-2025.html" target="_blank">in unserem aktuellen humanistischen Podcast</a>.</p> <p class="bodytext">Bildquelle Menschenrechte: Menschenrechte_Wien Mabit1, CC BY-SA 4.0 httpscreativecommons.orglicensesby-sa4.0, via Wikimedia Commons</p> <h4>Weitere Berichte zum Thema Menschenrechte:&nbsp;</h4> <p class="bodytext"><a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/kampf-fuer-freiheit-und-gerechtigkeit-internationale-menschenrechtskonferenz-in-berlin.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;cHash=715472f03b6412ed9999c7dff532d9f4" target="_blank">Internationale Menschenrechtskonferenz Berlin</a> </p> <p class="bodytext"><a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/rueckschritte-bei-menschen-und-freiheitsrechten-in-vielen-staaten-nur-bedauern-ist-zu-wenig.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;cHash=d1726ce5e8b3cf6ca26ee3149151bcf1" target="_blank">Interview mit Nürnberger Menschenrechtsbüro zu Menschenrechten weltweit</a> </p> <p class="bodytext"><a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/demokratie-freiheit-humanismus-und-menschenrechte-muessen-verteidigt-werden.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;cHash=73d637fad42d5cf6bba19ecf74ec24aa" target="_blank">18. Berliner Rede zur Freiheit</a> </p> <p class="bodytext"><a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/freedom-of-thought-report-2024-wo-meinungsfreiheit-nicht-selbstverstaendlichkeit-ist.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;cHash=4bfc277bbbc63c37723957ba9b0c14de" target="_blank">Freedom of thought Report 2024</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-640</guid> <pubDate>Tue, 18 Feb 2025 15:29:30 +0100</pubDate> <title>Der turmdersinne öffnet wieder am 1. März!</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/der-turmdersinne-oeffnet-wieder-am-1-maerz.html</link> <description>Nach einer langwierigen und komplizierten Reparatur ist die Brandschutzanlage in unserem Hands-on-Museum turmdersinne endlich wieder funktionstüchtig. Alle Exponate und Experimente, die unsere menschlichen Sinne erklären und auf die Probe stellen, stehen auf den sechs Stockwerken wieder uneingeschränkt zur Verfügung!</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Bedauerlicherweise hatte im vergangenen Oktober ein Fehler einer Wartungsfirma dazu geführt, dass der <strong>turm</strong>der<strong>sinne</strong> kurzfristig geschlossen werden musste. Obwohl unser Team alles richtig gemacht hatte, ließ sich das Problem nicht schnell beheben und stellte zudem eine erhebliche finanzielle Belastung für unser kleines, privat getragenes Museum dar. Gerade in einem mittelalterlichen Turm wie jenem in der Nürnberger Stadtmauer erwiesen sich solche Reparaturen als besonders kostspielig.</p> <p class="bodytext">Deshalb möchten wir an dieser Stelle allen, die sich an der vorweihnachtlichen Spendenaktion für den <strong>turm</strong>der<strong>sinne</strong> beteiligt haben, ein riesiges Dankeschön aussprechen! Eure Spenden haben maßgeblich dazu beigetragen, diese außerordentlichen Kosten zu stemmen.</p> <p class="bodytext">Jetzt sind wir erleichtert und glücklich und können es kaum erwarten, am 1. März die Türen nicht nur für die Handwerker, sondern wieder für alle Besucher zu öffnen! Mit großer Freude blicken wir auf die neue Saison, in der wieder zehntausende Menschen ihre Sinneswahrnehmungen erforschen, verblüffende Täuschungen erleben und viel über die Fähigkeiten und Grenzen des menschlichen Geistes lernen können.</p> <p class="bodytext">Alle vor der Schließung gekauften Tickets behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit! Ab sofort sind auch wieder Anfragen, Extra-Termine für Gruppen sowie Gutscheine unter <a disabled="true" href="mailto:info@turmdersinne.de">info@turmdersinne.de </a>möglich.</p> <p class="bodytext">Öffnungszeiten und alle weiteren Infos zum turmdersinne gibt es hier: <a disabled="true" href="https://philoscience.de/turmdersinne"><a href="https://philoscience.de/turmdersinne" target="_blank">philoscience.de/turmdersinne</a></a> </p> <h3>Besucht ab dem 1. März wieder das wohl kleinste Science-Center der Welt in der Spittlertormauer 17, Nürnberg. </h3> <h3>&nbsp;</h3> <h3>Wir freuen uns auf euch!</h3>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-639</guid> <pubDate>Thu, 13 Feb 2025 10:46:25 +0100</pubDate> <title>Mubarak Bala ist frei! Ein Sieg der Menschlichkeit und Beharrlichkeit</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/mubarak-bala-ist-frei-ein-sieg-der-menschlichkeit-und-beharrlichkeit.html</link> <description>Es war eine großartige Nachricht aus Nigeria für Humanist*innen in aller Welt: Mubarak Bala, der Präsident der Humanistischen Vereinigung Nigerias, ist nach mehr als vier Jahren willkürlicher Haft frei. Seine Freiheit ist das Ergebnis eines jahrelangen unermüdlichen Einsatzes von Humanists International, der Humanistischen Vereinigung, weiterer NGOs, Politiker*innen und engagierten Bürgerrechtler*innen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><strong>Vier Jahre Ungerechtigkeit</strong> </p> <p class="bodytext">Mubarak Bala war im April 2020 von der nigerianischen Polizei festgenommen worden, nachdem er eine Reihe von Facebook-Posts veröffentlicht hatte, die als &quot;blasphemisch&quot; gebrandmarkt wurden. Er wurde daraufhin über ein Jahr lang ohne Anklage festgehalten, ohne dass er Zugang zu rechtlichem Beistand bekommen hätte, selbst eine Freilassung auf Kaution wurde ihm verwehrt. In Nordnigeria, wo Scharia und Common Law parallel existieren, droht Muslimen, die der Blasphemie beschuldigt werden, die Höchststrafe: der Tod. In Balas Fall forderten besonders religiöse Fundamentalisten genau diese drakonische Strafe.</p> <p class="bodytext">Im Norden Nigerias gilt es als besonders schwierig, als Anwalt jemanden zu verteidigen, der der Blasphemie beschuldigt wird. Dies liegt daran, dass Anwälte, die solche Fälle übernehmen, sich oft selbst Bedrohungen und gesellschaftlicher Ausgrenzung ausgesetzt sehen.</p> <p class="bodytext">2022 wurde Bala dann wegen &quot;Erregung öffentlichen Ärgernisses&quot; zu einer 24-jährigen Haftstrafe verurteilt. Dieses schockierende Urteil erschütterte die internationale humanistische Gemeinschaft zutiefst, dennoch gaben seine Freunde und Familie sowie die Humanists International und die Humanistische Vereinigung den Kampf für seine Freiheit nicht auf. Dank engagierter Spender*innen und zahlreicher juristischer Bemühungen wurde der Fall wieder vor Gericht gebracht, um Balas Unschuld zu beweisen.</p> <p class="bodytext"><strong>Ein harter Kampf für die Gerechtigkeit</strong> </p> <p class="bodytext">Der Weg zu seiner Freilassung erwies sich als zäh und kompliziert. Zusätzlich erschwerten die globale Covid19-Pandemie, das instabile nigerianische Justizsystems und gravierende Menschenrechtsverletzungen die Bemühungen, mit vereinten Kräften für Balas Rechte einzutreten. Besonders betont werden müssen hierbei die Verdienste von Dr. Leo Igwe, Gründer der Humanistischen Vereinigung Nigerias und Vorstandsmitglied der Humanists International, und des leitenden Anwalts James Ibor. Sie blieben in engem Kontakt mit Bala, unterstützten ihn juristisch und engagierten für ihn trotz aller Bedrohungen und Einschüchterungen.</p> <p class="bodytext">Schließlich entschieden Richter*innen im Juni 2024 einstimmig, dass das Urteil gegen Bala nicht gerechtfertigt und rechtswidrig gewesen sei. Dies war nicht nur ein Triumph für ihn persönlich, sondern auch ein starkes Zeichen für die Bedeutung internationaler Menschenrechtsarbeit.</p> <p class="bodytext"><a href="https://www.welt.de/politik/ausland/article255216920/Nigeria-Wo-Atheisten-mit-dem-Tod-bedroht-werden.html" target="_blank">Christian Putsch, Afrika-Korrespondent der &quot;Welt&quot; hatte kürzlich Gelegenheit, mit Mubarak Bala zu sprechen</a>: Dabei erzählt der 40-jährige Bala, wie er sich während seiner Gefangenschaft als gläubiger Muslim ausgeben musste, um zu überleben. Zehn Kilogramm habe er in den vier Jahren verloren, und die Zeit im Gefängnis habe ihn nachhaltig gezeichnet – körperlich wie seelisch. Heute lebt er im Süden des Landes in einer Stadt, die der säkularen Rechtsprechung Nigerias unterliegt. Doch auch nach seiner Freilassung will er sich für Religionsfreiheit stark machen. In nigerianischen Medien hat er sich wieder kritisch über religiösen Einfluss auf Politik und Gesellschaft geäußert, was ihn und seine Familie aber zunehmend unter Druck setze. Menschenrechtsorganisationen aus Europa und Nordamerika haben ihm angeboten, zumindest vorübergehend ins Ausland zu gehen. Doch Bala zögert - trotz der Gefahr, die seine Überzeugungen und Aktivitäten mit sich bringen, möchte er eigentlich in Nigeria bleiben – aus Verantwortung gegenüber der wachsenden Gemeinschaft von Atheisten, die sich mittlerweile über soziale Netzwerke organisiere. Seine Hoffnung bleibt, dass sich langfristig mehr Toleranz durchsetzen wird.</p> <p class="bodytext"><strong>Der anhaltende Einsatz der Humanistischen Vereinigung</strong> </p> <p class="bodytext">Seit vier Jahren hatte sich die Humanistische Vereinigung gemeinsam mit Humanists International und weiteren Menschenrechtsorganisationen für Mubarak Bala eingesetzt. Wichtige politische Akteure, darunter der Bundesbeauftragte Frank Schwabe, hatten sich intensiv mit seinem Fall beschäftigt und unter anderem seine Frau Amina Ahmed, die Mutter ihres gemeinsamen Sohnes, unterstützt. Auf Anregung der HV reiste Frank Schwabe 2022 nach Nigeria, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen und sich für Balas Freilassung einzusetzen.</p> <p class="bodytext">Die HV freut sich sehr über seine Freilassung und unterstreicht nochmals, dass er nie hätte inhaftiert werden dürfen. Dennoch ist der Kampf für Meinungsfreiheit und Gerechtigkeit in Nigeria und anderen Staaten längst noch nicht vorbei. Die Humanistische Vereinigung wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass Menschen weltweit nicht aufgrund ihrer Überzeugungen verfolgt werden, wie etwa mit ihrem Humanist Shelter Program. <a href="hilfe-beratung/humanist-shelter-program.html">https://www.humanistische-vereinigung.de/hilfe-beratung/humanist-shelter-program.html</a> </p> <p class="bodytext"><strong>Statement von Andrew Copson, Präsident von Humanists International:</strong> </p> <p class="bodytext"><em>&quot;Heute feiern wir Mubarak Balas Freilassung – ein hart erkämpfter Sieg, der uns mit immenser Freude und Erleichterung erfüllt. Dieser Triumph wäre ohne das unermüdliche Engagement der Mitarbeiter von Humanists International, das unermüdliche Engagement von Leo Igwe, die Expertise von James Ibor und Balas Anwaltsteam sowie die unschätzbare Unterstützung unserer Partnerorganisationen nicht möglich gewesen. Wir sprechen jedem Einzelnen von ihnen unseren tiefsten Dank aus. Während wir uns über Mubaraks Freiheit freuen, bleiben wir unserem Kampf für die unzähligen anderen verpflichtet, die wegen ihrer Überzeugungen weiterhin zu Unrecht inhaftiert sind. Ihr Kampf ist unser Kampf, und wir werden nicht nachlassen, bis auch sie frei sind.&quot;</em> </p> <p class="bodytext">Mubarak Bala wurde bereits 2024 aus der Haft entlassen und befindet sich nun an einem sicheren Ort. </p> <p class="bodytext">Seine Freilassung gibt Hoffnung, dass Gerechtigkeit trotz aller Widrigkeiten siegen kann – und dass das Engagement für Menschenrechte niemals nachlassen darf.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">Hintergrund: <a href="nachricht/humanistische-vereinigung-begruesst-nigeria-reise-des-beauftragten-der-bundesregierung-fuer-religions.html">https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/humanistische-vereinigung-begruesst-nigeria-reise-des-beauftragten-der-bundesregierung-fuer-religions.html</a> </p> <p class="bodytext"><a href="nachricht/welthumanistinnentag-der-fall-mubarak-bala.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;cHash=5ea77ace21cb8cc775593c6f989a64fd">https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/welthumanistinnentag-der-fall-mubarak-bala.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;cHash=5ea77ace21cb8cc775593c6f989a64fd</a> </p> <p class="bodytext"><a href="https://www.humanistisch.net/38572/nigeria-befreie-dich-befreie-mubarak-bala/" target="_blank">https://www.humanistisch.net/38572/nigeria-befreie-dich-befreie-mubarak-bala/</a> </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">(c) alle Fotos: privat</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-638</guid> <pubDate>Wed, 05 Feb 2025 12:14:43 +0100</pubDate> <title>Humanistisches Radiomagazin Februar 2025</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/humanistisches-radiomagazin-februar-2025.html</link> <description>Freut euch die erste Sendung unseres Humanistischen Radiomagazins in diesem Jahr am kommenden Sonntag auf Bayern 2 und als podcast. Dieses Mal blicken wir gemeinsam mit Felix Krauß vom Nürnberger Menschenrechtszentrum NMRZ auf die kommenden Bundestagswahlen und sind bei einem musikpädagogisches Projekt des Humanistischen Hauses für Kinder Nürnberg-St.Peter dabei, das zeigt, wie wichtig es ist, mit der musischen und künstlerischen Erziehung früh anzusetzen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Alle Frühaufsteher*innen können es Sonntag, 9. Februar live um 6.30h hören, alle anderen ab Sonntag jederzeit in der BR-Mediathek und als podcast auf unserer Homepage: &nbsp;<a href="aktuelles/radiopodcast%20-%20">https://www.humanistische-vereinigung.de/aktuelles/radiopodcast</a> (Link in Bio) </p> <p class="bodytext">Wie üblich beschäftigen wir uns mit zwei Themen ausführlich und servieren euch dazwischen die wichtigsten humanistischen News.</p> <p class="bodytext">Dieses Mal blicken wir gemeinsam mit Felix Krauß vom Nürnberger Menschenrechtszentrum NMRZ auf die kommenden Bundestagswahlen. Denn das <a href="https://www.menschenrechte.org/" target="_blank">NMRZ</a> hat gemeinsam mit über 50 deutschen Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die sich für einen umfassenden Menschenrechtsschutz einsetzen, zur <a href="https://www.forum-menschenrechte.de/" target="_blank">„Wahl der Menschenrechte“</a> &nbsp;aufgerufen. Darin ermutigen sie jede*n Wähler*in, sich bei der Bundestagswahl für eine Gesellschaft zu entscheiden, in der Menschenrechte für alle gelten. Warum sie diese elementaren Grundrechte, die ja von der Verfassung garantiert werden, explizit einfordern und die Bedrohung dieses Mal besonders gravierend einschätzen, erklärt Felix Krauß im Interview.</p> <p class="bodytext">Im zweiten Teil der Sendung stellen wir ein musikpädagogisches Projekt vor, für das die Kinder des Humanistischen Hauses für Kinder Nürnberg-St.Peter seit einiger Zeit geprobt und es jetzt vor Publikum aufgeführt haben. Dabei zeigt sich, wie wichtig es ist, mit der musischen und künstlerischen Erziehung früh anzusetzen. Die Musikpädagogin Monika Utasi erklärt, wie Musik, Rhythmus und Bewegung den Kindern auch in anderen Bereichen helfen und sogar das Familienleben bereichern können. Die <a href="http://www.hv-kitas.de/" target="_blank">Humanistischen Häuser für Kinder</a> unterstützen mit ihrer kindesorientierten Pädagogik ganzheitliches Lernen, weshalb Kita-Leiterin Kim Saller dieses Musik-Projekt mit Unterstützung der Nürnberger <a href="https://www.stiftung-persoenlichkeit.de/" target="_blank">Stiftung Persönlichkeit</a> gestartet hat. Die Stiftung hat zum Ziel, Kindern den Zugang zu Kunst, Musik, Sprache und Schauspiel näher zu bringen. Die Initiator*innen der Stiftung, Gerlinde und Helmut Gierse zeigen sich im Gespräch überzeugt, dass auf diese Art viele Fähigkeiten stimuliert werden, die sonst vernachlässigt werden, da die so genannten ästhetischen Fähigkeiten in unserem Bildungssystem oft zu kurz kommen.</p> <p class="bodytext">Viel Vergnügen beim Hören! </p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-637</guid> <pubDate>Tue, 04 Feb 2025 17:08:05 +0100</pubDate> <title>Freedom of Thought Report 2024: Wo keine Meinungsfreiheit herrscht</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/freedom-of-thought-report-2024-wo-meinungsfreiheit-nicht-selbstverstaendlichkeit-ist.html</link> <description>Die neueste Ausgabe des Berichts von Humanists International zeigt, dass Blasphemiegesetze auch weiterhin in vielen Ländern weltweit die Meinungs- und Glaubensfreiheit einschränken.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der &quot;Freedom of Thought Report&quot; unserer Kollege*innen von Humanists International ist eine jährliche Analyse der weltweiten Lage der Menschenrechte von nichtreligiösen Menschen, darunter auch Humanist*innen, Atheist*innen und Freidenker*innen. Der Bericht dokumentiert Diskriminierungen, Verfolgungen und Einschränkungen, die Menschen aufgrund ihres nichtreligiösen Weltbildes erfahren, und bewertet den Schutz der Gedanken- und Meinungsfreiheit in verschiedenen Ländern.</p> <p class="bodytext"><a href="https://humanists.international/de/2025/01/neuer-Bericht-enth%C3%BCllt-das-Ausma%C3%9F-der-Blasphemiegesetze-weltweit/" target="_blank">Die nun veröffentlichte Ausgabe des Berichts</a> fokussiert besonders die problematische Existenz und Anwendung von Blasphemiegesetzen. Solche Gesetze, die in mindestens 89 Ländern bestehen und 57 % der Weltbevölkerung betreffen, schränken nicht nur die Meinungsfreiheit ein, sondern fördern auch Diskriminierung und Ausgrenzung.</p> <p class="bodytext">Gotteslästerung wird dabei in unterschiedlichem Maße verboten oder bestraft, doch die Auswirkungen ähneln sich: Kritik an Religionen und freie Meinungsäußerungen dazu werden unterdrückt. Besonders nichtreligiöse Menschen laufen Gefahr, allein aufgrund ihrer Weltanschauung strafrechtlich verfolgt oder sozial sanktioniert zu werden. Der Bericht macht deutlich, dass viele Menschen aus Angst vor Diskriminierung oder Gewalt ihre nichtreligiösen Überzeugungen verbergen. Diese Selbstzensur beeinträchtigt die persönliche Freiheit erheblich.</p> <p class="bodytext">Humanists International beschreiben in 38 aktualisierten Ländereinträgen, darunter Afghanistan, Italien, Nigeria und Katar, so genannte „Schlüsselländer“, die verdeutlichen, wie Blasphemiegesetze eingesetzt werden, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen.</p> <p class="bodytext">Im aktuellen Freedom of Thought Report kommen auch Betroffene selbst zu Wort, wie etwa die Filmemacherin Leena Manimekalai, die wegen eines Filmplakats zur Zielscheibe von religiösem Hass wurde. In einem Filmprojekt der Toronto Metropolitan University schlüpfte sie in die Rolle der Hindugöttin Kali und ging mit einer Pride-Flagge durch die Straßen der Stadt. Das Filmplakat mit einem Foto dieser Aktion rief einen orchestrierten Shitstorm von fundamentalistischen Hindu-Aktivisten in den sozialen Medien hervor. Manimekali wurde mehrmals bei der Polizei angezeigt und ein religiöser Hindu-Führer rief sogar zu ihrer Ermordung auf – &quot;all das wegen des 'Verbrechens' der künstlerischen Meinungsäußerung&quot;, schreibt die Filmemacherin in dem Bericht.</p> <p class="bodytext">Afghanistan wird als eines der repressivsten Länder dargestellt, mit schwerwiegenden Verletzungen der Menschenrechte und Religionsfreiheit unter der Taliban-Herrschaft. Auch in Saudi-Arabien ist das Vorgehen sehr restriktiv aufgrund strenger Blasphemie-Gesetze und der Verfolgung von Andersdenkenden. Der Iran ist ein weiteres Beispiel für die starken Einschränkungen der Religions- und Meinungsfreiheit. Erst Ende Januar hat ein Gericht im Iran den Musiker Amir Tataloo wegen &quot;Beleidigung des Propheten&quot; zum Tode verurteilt. &nbsp;Laut den Vereinten Nationen wurden im Jahr 2024 im Iran mindestens 901 Menschen hingerichtet. </p> <p class="bodytext">Ebenso taucht auch Russland in dem Report auf. Hier werden zunehmende Repressionen gegen Kritiker und religiöse Minderheiten verzeichnet. Auch in Indien wächst der Nationalismus der Hindus an. Laut Berichten steigen in diesem Land die Spannungen zwischen religiösen Gruppen an.</p> <p class="bodytext">Um verfolgte Humanisten zu unterstützen, hat Humanists International vor vier Jahren das Programm &quot;Humanists at Risk&quot; ins Leben gerufen. Seitdem haben sich etwa 700 Hilfesuchende an die Organisation gewandt. 62 Prozent von ihnen nannten als größte Sorge den Vorwurf der Blasphemie. Die Humanistische Vereinigung engagiert sich ebenfalls für bedrohte nichtreligiöse Menschen bzw. Student*innen sowie Menschenrechtsaktivist*innen mit den Programmen <a href="https://www.humanistisches-studienwerk.de/foerderung/humanist-students-at-risk/" target="_blank">„Humanist Students at Risk“</a> und „<a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/hilfe-beratung/humanist-shelter-program.html" target="_blank">Humanist Shelter Program</a>&quot;. </p> <p class="bodytext">Auch im deutschen Strafgesetzbuch findet sich nach wie vor ein Verbot der Blasphemie. Nicht nur deshalb schneidet Deutschland im Freedom of Thought Report nur mittelmäßig ab. Der Bericht kritisiert außerdem die systematische Privilegierung von Religionen in Deutschland, insbesondere der katholischen und evangelischen Kirche, die Kirchensteuer und staatliche Gelder für Kirchen sowie Religionsunterricht und das Festhalten an den historischen Staatsleistungen.</p> <p class="bodytext">Die HV, die HI und ihre Partner setzen sich seit Jahren für die Abschaffung dieser repressiven Gesetze ein. Während in den letzten Jahren mindestens zehn Länder ihre Blasphemiegesetze aufgehoben haben, zeigt das Beispiel Dänemarks, dass solche Gesetze – wenn auch in veränderter Form - zurückkehren können. Auch innerhalb der Vereinten Nationen wird der Konsens zur Bekämpfung von Blasphemiegesetzen zunehmend infrage gestellt. Dennoch hat der UN-Generalsekretär António Guterres erst kürzlich bekräftigt, dass solche Gesetze mit dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte unvereinbar sind.</p> <p class="bodytext">Der &quot;Freedom of Thought Report 2024&quot; zeigt wie seine Vorgänger, dass die internationale Gemeinschaft weiterhin für die Abschaffung von Blasphemiegesetzen eintreten und kämpfen muss. Diese Gesetze bedrohen die Freiheit aller Menschen, unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung. Um Gedankenfreiheit und Menschenrechte weltweit zu stärken, ist ein anhaltender Einsatz für Meinungsfreiheit, Dialog und gegenseitigen Respekt erforderlich.</p> <p class="bodytext">Den ganzen Bericht finden Sie hier: </p> <p class="bodytext"><a href="https://humanists.international/de/2025/01/neuer-Bericht-enth%C3%BCllt-das-Ausma%C3%9F-der-Blasphemiegesetze-weltweit/" target="_blank">https://humanists.international/de/2025/01/neuer-Bericht-enth%C3%BCllt-das-Ausma%C3%9F-der-Blasphemiegesetze-weltweit/</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-636</guid> <pubDate>Tue, 04 Feb 2025 11:19:19 +0100</pubDate> <title>Engagierter Sozialpolitiker und Humanist Reiner Prölß verstorben</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/engagierter-sozialpolitiker-und-humanist-reiner-proelss-verstorben.html</link> <description>Die Humanistische Vereinigung trauert um Reiner Prölß, den früheren Referenten für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Nürnberg, der am 1. Februar im Alter von 71 Jahren überraschend verstorben ist.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Vorstand Michael Bauer würdigt Prölss als Menschen und als überzeugten Humanisten, der große Fußstapfen in der Sozialpolitik hinterlassen hat: <em>„<strong>Reiner Prölß war uns durch seine Familie und auch persönlich verbunden. Wir trauern um einen visionären Sozialpolitiker und verlässlichen Anwalt für die sozial Schwächeren, einen echten Humanisten.</strong>“</em>, so Bauer.</p> <p class="bodytext">Reiner Prölß wurde 1953 in Nürnberg geboren und widmete sich vor allem der Sozialpolitik. Nach seinem Studium engagierte er sich früh in der Jugendarbeit, bevor er 2005 das Amt des Referenten für Jugend, Familie und Soziales übernahm – eine Position, in der er bis zu seinem Ruhestand 2020 die Weichen für eine zukunftsorientierte Sozialpolitik stellte.</p> <p class="bodytext">Voller Überzeugung setzte sich Prölß für Armutsbekämpfung, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe ein. Unter seiner Führung wurde in der Noris die Kinderbetreuung ausgebaut, Programme gegen Kinder-, Jugend- und Altersarmut entwickelt und mit der kommunalen Beschäftigungsgesellschaft Noris-Arbeit gGmbH ein wichtiger Baustein der Arbeitsmarktintegration geschaffen. Er befürwortete einen aktivierenden Sozialstaat, der Menschen sowohl Perspektiven gibt als auch die soziale Gerechtigkeit stärkt.</p> <p class="bodytext">Oberbürgermeister Marcus König würdigt ihn als „<em>engagierten und ausgesprochen erfahrenen Sozialpolitiker</em>“, der nicht nur die soziale Landschaft Nürnbergs entscheidend prägte, sondern auch auf Landes- und Bundesebene Einfluss hatte. Prölß´ Nachfolgerin Elisabeth Ries hebt hervor: „<em>Reiner Prölß hat die Jugend-, Sozial- und Beschäftigungspolitik in Nürnberg geprägt. Er hat Konzepte und Strukturen geschaffen, die nachwirken.</em>“ </p> <p class="bodytext">Prölß´ Engagement wird noch lange bleibende Spuren in Nürnberg hinterlassen. Die Humanistische Vereinigung erinnert sich mit großer Dankbarkeit an die gemeinsame Zeit, seine Menschlichkeit und sein Wirken. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.</p> <p class="bodytext"><a href="https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/aktuell_93221.html" target="_blank">Den Nachruf der Stadt Nürnberg finden Sie hier.</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-635</guid> <pubDate>Tue, 28 Jan 2025 10:15:06 +0100</pubDate> <title>20 Miles: Neuer Treffpunkt für Seeleute in Nordenham eröffnet</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/20-miles-neuer-treffpunkt-fuer-seeleute-in-nordenham.html</link> <description>Die Humanistische Vereinigung hat ihr Angebot im hohen Norden erweitert und einen weiteren Seemannsclub als Hilfsangebot für Seeleute in Nordenham nahe Bremerhaven eröffnet.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Humanistische Vereinigung engagiert sich seit Jahren mit großem Einsatz für die Betreuung von Seeleuten. Mit dem Seafarer's Social Service in Oldenburg (SSSO) und dem Seemannsclub „50 Miles“ wurde ein Ort geschaffen, der Seeleuten während ihrer oft langen und entbehrungsreichen Reisen als „Zuhause für unterwegs“ dient. Unabhängig von Herkunft, Religion oder Weltanschauung finden hier alle Seeleute einen Platz zum Entspannen und Wohlfühlen. </p><div class="relative inline-flex items-center"><h4><a href="https://www.50miles.de/?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noopener" class="ml-1 inline-flex h-[22px] items-center rounded-xl bg-[#f4f4f4] px-2 text-[0.5em] font-medium text-token-text-secondary dark:bg-token-main-surface-secondary relative top-[-0.094rem] !text-token-text-secondary uppercase hover:bg-token-text-primary hover:!text-token-main-surface-secondary dark:hover:bg-token-text-primary group">Seafarer's Social Service Oldenburg</a></h4></div><p class="bodytext">Die Bedeutung dieser Einrichtung wurde auch schon mehrfach von offizieller Seite anerkannt. So betonte Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die Wichtigkeit des SSSO für Hafen und Stadt: <em>„Das Angebot der Oldenburger Regionalgruppe der Humanistischen Vereinigung schließt eine wichtige Lücke: Seeleute finden nun auch in unserem Hafen eine soziale Betreuung gemäß Seearbeitsübereinkommen</em>.“ </p> <p class="bodytext">Die Arbeit des SSSO wird von den Seeleuten sehr geschätzt. Der Club „50 Miles“ bietet ihnen nicht nur die Möglichkeit, ihre Freizeit abseits des Schiffes zu verbringen, sondern auch praktische Unterstützung, wie z.B. den kostenlosen Zugang zum WLAN-Netz, Geldwechsel ohne Gebühren und die Bereitstellung internationaler SIM-Karten.</p> <p class="bodytext">Aufgrund des großen Erfolgs und der positiven Resonanz hat die Humanistische Vereinigung am 01.01.2025 einen zweiten Club für Seeleute in Nordenham eröffnet. Der neue Club „20 Miles“ ist ebenfalls ein Rückzugsort für Seeleute und ermöglicht ihnen während ihrer Aufenthalte im Hafen eine angenehme Zeit.</p> <p class="bodytext">Nordenham ist die größte Stadt im Landkreis Wesermarsch in Niedersachsen und liegt direkt an der Mündung der Weser gegenüber von Bremerhaven. Der Hafen von Nordenham ist einer der bedeutendsten Seehäfen an der Unterweser für den Umschlag von Rohstoffen, Industriegütern und Seefracht.</p> <p class="bodytext"><strong>Für die Betreuung in Nordenham werden aktuell weitere Mitarbeitende gesucht, die Freude am Umgang mit Menschen aus aller Welt haben und sich mit Engagement einbringen möchten.</strong> </p> <p class="bodytext"><strong><a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/stellenangebote.html" target="_blank">Hier geht´s zum Stellenangebot</a></strong> </p> <p class="bodytext">Mit der Erweiterung des Angebots auf Nordenham setzt die Humanistische Vereinigung ein weiteres Zeichen für ihr Engagement und ihre Wertschätzung gegenüber den Seeleuten, die einen unverzichtbaren Beitrag zum globalen Handel leisten.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-634</guid> <pubDate>Wed, 22 Jan 2025 17:01:53 +0100</pubDate> <title>Ein Leben für die Freiheit – Elchin Mammads Kampf für Menschenrechte</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/ein-leben-fuer-die-freiheit-elchin-mammads-kampf-fuer-menschenrechte.html</link> <description>Nach vier Jahren im Gefängnis in Aserbaidschan ist der Menschenrechtsaktivist jetzt im &quot;Humanist Shelter Program&quot; der Humanistischen Vereinigung in Deutschland in Sicherheit.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Elchin Mammad sitzt in einem kleinen, hellen Raum in Nürnberg und spricht mit ruhiger, bestimmter Stimme. Der Menschenrechtsverteidiger aus Aserbaidschan hat viel Schlimmes erlebt, mehr als die meisten Menschen jemals durchstehen müssen. Seine Reise von der Unterdrückung und Haft in seinem Heimatland bis hin zu einem neuen Leben in Deutschland ist das Ergebnis seiner unerschütterlichen Entschlossenheit, für die Freiheit und Würde der Menschen einzutreten. </p> <p class="bodytext"><strong>Der Beginn eines Kampfes</strong> </p> <p class="bodytext">In seiner Heimat hatte sich Elchin Mammad seit mehr als 20 Jahren für Menschenrechte, Meinungsfreiheit und mehr Demokratie engagiert. <em>„Ich bin im juristischen Bereich des Rechtsschutzes tätig und war Chefredakteur einer Zeitung. Leider war es eine lange Zeit, in der ich inhaftiert war, aber ich habe meine Tätigkeit nie aufgegeben</em>“, erklärt er. Seine Aktivitäten hatten ihn in Konflikt mit den autoritären Strukturen des Staates gebracht. Anfang 2020 veröffentlichte er einen Bericht über die prekäre Menschenrechtslage in Aserbaidschan – nur wenige Tage später wurde er festgenommen. Der Vorwurf: eine konstruierte Beschwerde, die zu seiner Verurteilung und einer vierjährigen Haftstrafe führte.</p> <p class="bodytext">Mammad schildert die Zeit im Gefängnis als eine Zeit der Entbehrung, aber auch des Widerstands. „<em>Nichts ersetzt die Freiheit</em>“, sagt er nachdenklich. „<em>Doch selbst hinter Gittern habe ich meine Arbeit fortgesetzt</em>.“ Mit Hilfe von Berufungen und Petitionen gelang es ihm im Laufe der Zeit tatsächlich, die Freilassung von 44 anderen Gefangenen zu erwirken.</p> <p class="bodytext">Dabei schildert er auch die Bedingungen in der Haft: „<em>Das Gefängnis ist wie ein kleines Aserbaidschan. Es gibt Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, echte Kriminelle und politisch Verfolgte. Die ersten Monate waren geprägt von psychischer und physischer Folter, doch der Druck internationaler Organisationen machte die Situation erträglicher</em>.“ Die Haft hinterließ Spuren, aber auch wichtige Erkenntnisse: „<em>Ich habe in dieser Zeit viel über die sozialen, materiellen und moralischen Probleme anderer Gefangener gelernt. Das hat meinen Einsatz für die Menschenrechte weiter gestärkt.</em>“</p> <p class="bodytext"><strong>Desolate Menschenrechtslage</strong> </p> <p class="bodytext">Die Menschenrechtslage in Aserbaidschan bleibt miserabel. (<a href="https://www.amnesty.de/informieren/laender/aserbaidschan" target="_blank">https://www.amnesty.de/informieren/laender/aserbaidschan</a>). Auch die deutsche Bundesregierung zeigt sich erst kürzlich besorgt angesichts der zunehmenden Repressionen gegen die Zivilgesellschaft. (<a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1029722" target="_blank">https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1029722</a>) Laut Mammad gibt es über 300 politische Gefangene, unabhängige Medien sind nahezu verschwunden, und viele Journalisten und Aktivisten sitzen hinter Gittern. „<em>Die Zivilgesellschaft ist gelähmt</em>“, sagt er. Journalisten werden systematisch verfolgt, unabhängige Berichterstattung ist nahezu unmöglich. „<em>Die meisten Medien in Aserbaidschan sind staatlich kontrolliert oder werden unter Druck gesetzt. Nur wenige, wie Community-TV, bewahren noch ihre Unabhängigkeit</em>“, erklärt er.</p> <p class="bodytext">Zusätzlich kritisiert Mammad die mangelnde Reaktion westlicher Länder und internationaler Organisationen: „<em>Es ist inakzeptabel, dass wirtschaftliche Interessen über den Menschenrechten stehen. Die Verantwortlichen für Folter und Verfolgung bleiben oft straffrei. Das muss sich ändern</em>.“</p> <p class="bodytext"><strong>Ein neues Leben in Deutschland</strong> </p> <p class="bodytext">Dank der Unterstützung internationaler Organisationen konnte Elchin Mammad 2024 nach seiner Freilassung nach Deutschland ausreisen. In Nürnberg fand er mit Hilfe der Humanistischen Vereinigung und ihres „Humanist Shelter“-Programms einen sicheren Hafen. Dieses Programm unterstützt geflüchtete Menschenrechtsverteidiger*innen umfassend: von der Bereitstellung von Unterkunft und Sprachkursen bis hin zu Hilfe bei Behördengängen und der Integration. (<a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/hilfe-beratung/humanist-shelter-program.html" target="_blank">Mehr Informationen zum Humanist Shelter Program finden Sie hier.</a>). Unterstützt wird das Programm vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) und dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland.</p> <p class="bodytext">Bewegt schildert Mammad, wie viel ihm diese Unterstützung bedeutet: „<em>Ich bin unglaublich dankbar für die Möglichkeiten, die mir hier geboten werden. Das Humanist Shelter-Programm gibt mir die Freiheit und die Ressourcen, meinen Kampf fortzusetzen. Es ist ein echtes Vorbild für internationale Solidarität</em>.“</p> <p class="bodytext">Neben seinem weiteren Engagement von hier aus, Sprachkursen und Behördengängen arbeitet er daran, die internationale Aufmerksamkeit auf die Situation in Aserbaidschan zu lenken. „<em>Ich will die Geschichten derjenigen erzählen, die immer noch inhaftiert sind. Ihre Stimmen dürfen nicht verstummen</em>.“</p> <p class="bodytext"><strong>Ungebrochene Hoffnung</strong> </p> <p class="bodytext">Trotz aller Erlebnisse ist Mammad kein gebrochener Mensch und bleibt trotz der großen Herausforderungen optimistisch. „<em>Freiheit ist ein unverzichtbarer Wert</em>“, betont er. „<em>Ich glaube daran, dass sich das demokratische Umfeld in Aserbaidschan verbessern wird. Aber die Menschen müssen lernen, für ihre Rechte einzutreten</em>.“</p> <p class="bodytext">Er weist darauf hin, dass gesellschaftliche Veränderungen möglich sind, wenn Menschen ihre Rechte einfordern. „<em>Die Geschichte zeigt, dass Diktaturen nicht ewig währen. Die Menschen in Aserbaidschan müssen erkennen, dass sie eine Stimme haben. Wenn sie aufstehen, wird sich etwas ändern.</em>“</p> <p class="bodytext"><strong>Ein besonderer Tag für Menschenrechtsverteidiger</strong> </p> <p class="bodytext">Am 24. Januar wird weltweit der Tag des verfolgten Anwalts begangen – ein Tag, der darauf aufmerksam macht, wie gefährlich es für Jurist*innen sein kann, sich für Menschenrechte einzusetzen. „<em>In Ländern wie Aserbaidschan riskieren Anwält*innen und Aktivist*innen täglich ihr Leben und ihre Freiheit, um für Gerechtigkeit zu kämpfen. Wir dürfen sie nicht vergessen.</em>“</p> <p class="bodytext">Der Tag des verfolgten Anwalts erinnert daran, dass eine unabhängige Justiz genauso wie die Beachtung der Menschenrechte und der Rechte von Menschenrechtsverteidiger*innen eine wichtige globale Aufgabe ist. Elchin Mammad ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie internationale Solidarität zum Erfolg führen kann.</p> <p class="bodytext"><strong>Botschaft der Dankbarkeit</strong> </p> <p class="bodytext">Zum Schluss richtet Mammad noch eine persönliche Botschaft an die Menschen in Deutschland: „<em>Ich möchte mich aus tiefstem Herzen bedanken. Deutschland hat mir nicht nur Sicherheit gegeben, sondern auch die Möglichkeit, meinen Kampf für die Menschenrechte fortzusetzen. Es zeigt, dass internationale Solidarität einen echten Unterschied machen kann</em>.“</p> <p class="bodytext">Mammads Aussagen und seine Geschichte sind Mahnung und Inspiration zugleich: Sie zeigen, dass der Kampf für Menschenrechte alleine durch den Vorbildcharakter niemals vergeblich ist, auch wenn er persönliche Opfer verlangt. Mit seiner Arbeit in Deutschland setzt er ein Zeichen für Solidarität und die unermüdliche Verteidigung von Freiheit und Würde – über alle Grenzen hinweg.</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <h3>Das Interview mit Elchin Mammad im Humanistischen Magazin auf Bayern 2:</h3>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-633</guid> <pubDate>Tue, 14 Jan 2025 13:43:24 +0100</pubDate> <title>Plädoyer für Verantwortung, Gemeinsinn und eine demokratische Zukunft!</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/plaedoyer-fuer-verantwortung-gemeinsinn-und-eine-demokratische-zukunft.html</link> <description>Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender haben vergangenen Freitag beim Neujahrsempfang auf Schloss Bellevue rund 60 Ehrenamtliche aus allen Bundesländern empfangen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Unter den Gästen waren neben Bundeskanzler Olaf Scholz und mehreren Bundesminister*innen auch Repräsentant*innen des öffentlichen Lebens aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Kultur und Zivilgesellschaft, die sich um das Gemeinwohl in besonderer Weise verdient gemacht haben, unter ihnen auch der Präsident der Humanistischen Vereinigung, Sebastian Rothlauf. Den empfing Steinmeier mit den Worten &quot;Herr Rothlauf, alle Jahre wieder!&quot;, und gab ihm nach einem freundlichen Austausch beste Neujahrswünsche für ihn und die Humanistische Vereinigung mit auf den Weg. Rothlauf hatte ebenfalls herzliche Wünsche für das neue Jahr geäußert – und seine Freude, die humanistische Weltanschauungsgemeinschaft beim Empfang repräsentieren zu können.</p> <p class="bodytext">Angesichts der großen Schar an Gästen ergaben sich einige Gelegenheiten, mit Menschen aus unterschiedlichen interessanten Tätigkeitsfeldern zu sprechen und auch neue Kontakte zu knüpfen. Wie beispielsweise zum Präsidenten der Diakonie Deutschland, Herrn Rüdiger Schuch, dem Vorsitzenden des Zentralrates der Sinti und Roma, Herrn Romani Rose und einem der Bundesvorsitzenden der türkischen Gemeinde in Deutschland, Herrn Gökay Sofuoğlu. Es waren allesamt sehr angenehme Gespräche, wenngleich auffiel, dass jede Gesprächsrunde früher oder später bei den Themen Wahlkampf und drohender Wahlerfolg der AfD landete.</p> <p class="bodytext">Zwei weitere Begegnungen sollen nicht unerwähnt bleiben: Mit Winfried Hardinghaus vom Deutschen Hospiz- und Palliativverband hatte Rothlauf ein interessantes Gespräch zu Standpunkten in der Sterbehilfedebatte und mit Kai Sprenger, Direktor der Stiftung &quot;Orte der deutschen Demokratiegeschichte&quot;, der sich letztes Jahr sehr für unser Jubiläum und unsere Verbandsgeschichte interessiert hatte, wurde sogar eine mögliche zukünftige Kooperation besprochen. </p> <p class="bodytext">In seiner Rede dankte Steinmeier anschließend den Bürgerinnen und Bürgern, die sich tagtäglich für andere und für ein gutes Miteinander in unserem Land einsetzen. Diese zeigten den Gemeinsinn, den unsere Demokratie brauche, ließen sich von Krisen und Katastrophen nicht entmutigen und seien bereit, Verantwortung auch für Mitmenschen zu übernehmen. </p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext"><em>„Wir stehen vor einer wegweisenden Wahl, unser Land braucht in dieser Zeit der Umbrüche, Krisen und Konflikte möglichst schnell eine handlungsfähige Regierung. Wir brauchen möglichst schnell wieder politische Stabilität in unserem Land. (…) Ob im kleinen Kreis oder in der großen Öffentlichkeit: Wir brauchen jetzt vernünftige Debatten auf der Grundlage von Fakten, wir brauchen den respektvollen Streit mit Argumenten. (…) Entscheiden wir uns für eine demokratische Zukunft, in der hoffentlich auch weiterhin Verständigung, Zusammenarbeit und Kompromisse möglich bleiben! Stimmen wir für eine offene Gesellschaft, in der Menschenfeindlichkeit keinen Platz findet! Verteidigen wir unsere Demokratie, und halten wir sie stark!“</em></p></blockquote><p class="bodytext">Beim Empfang und dem anschließenden Essen waren Ehrenamtliche in ihrer ganzen Vielfalt versammelt: Die einen sind für alte und einsame Menschen da, begleiten Sterbende im Hospiz, beraten und trösten Angehörige. Andere kümmern sich um Kinder und Jugendliche, stärken sie etwa durch Sport- oder Zirkusprojekte oder unterstützen Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Beeinträchtigungen, egal, ob sie ein Rollstuhlcafé betreiben oder eine Selbsthilfegruppe leiten.</p> <p class="bodytext">Manche der Gäste unterstützen Geflüchtete und Zugewanderte, setzen sich für Menschen ein, die Ausgrenzung und Benachteiligung erleben oder engagieren sich für politische Bildung, halten die Erinnerung an Diktatur und Unrecht wach und kämpfen auf verschiedene Weise gegen Menschenfeindlichkeit, Hass und Gewalt.</p> <p class="bodytext">Nicht unerwähnt ließ Steinmeier auch die Menschen, die das Kulturleben auf dem Land bereichern, indem sie kleine Kinos betreiben, Museen gründen oder lokales Brauchtum pflegen. Genauso wie diejenigen, die sich im Katastrophenschutz, im Rettungsdienst, bei der DLRG, dem THW oder der Feuerwehr engagieren. Andere kümmern sich um die medizinische Versorgung von Menschen in armen und krisengeschüttelten Ländern, bringen den Umwelt- und Klimaschutz voran oder setzen sich für das Tierwohl ein. Der Bundespräsident zeigte sich überzeugt, dass...</p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">&nbsp;„<em>...bei aller Verschiedenheit, die uns auszeichnet – uns alle hier im Land verbindet viel mehr, als uns trennt. Ihr Engagement, liebe Gäste, bereitet den Boden, auf dem Respekt und Vertrauen, Mut und Zuversicht, Menschlichkeit und Gemeinsinn wachsen können – und nichts brauchen wir dringender in diesen Tagen als genau das. Und das Beste ist: Sie sind nicht allein! Es gibt Millionen von Menschen in unserem Land, die sich Tag für Tag engagieren, ob im klassischen Ehrenamt, in einem Projekt oder einem Freiwilligendienst. Aber wir wissen eben auch: In unserer alternden Gesellschaft altert auch das Ehrenamt. Immer mehr Verantwortung lastet auf immer weniger Schultern. Manche Engagierte sind erschöpft, ausgepowert; manche geben auf, weil sie für das, was sie für die Allgemeinheit tun, sogar beschimpft, beleidigt oder angegriffen werden.“</em></p></blockquote><p class="bodytext">Das Ehrenamt sei eine wichtige Klammer in unserer pluralen Gesellschaft, im Ehrenamt begegne sich die Gesellschaft in ihrer ganzen Vielfalt. Wir brauchen das Ehrenamt, es verdiene noch mehr Wertschätzung und vor allem noch mehr Nachahmer:</p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext"><em>„Deshalb meine Bitte: Stecken Sie andere an mit Ihrem Verständnis von Gemeinsinn! Wir brauchen jetzt alle Kräfte der Mitmenschlichkeit, die in unserer Gesellschaft stecken. Und ich persönlich glaube, dass sogar eine soziale Pflichtzeit dazu ein guter Weg wäre, damit sich jeder einmal im Leben eine Zeit lang für andere, für die Gemeinschaft engagiert. Auf Mitmenschlichkeit und Gemeinsinn, auf ein friedlicheres neues Jahr, auf unser gemeinsames Wohl! Danke, dass Sie da sind!“</em></p></blockquote>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-632</guid> <pubDate>Thu, 19 Dec 2024 10:03:14 +0100</pubDate> <title>Weihnachtspause in Humanistischem Zentrum und HV-Hauptgeschäftsstelle</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/weihnachtspause-im-humanistischen-zentrum-und-der-hv-hauptgeschaeftsstelle.html</link> <description>Ein ereignisreiches Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu und auch im Humanistischen Zentrum und der Hauptgeschäftsstelle der Humanistischen Vereinigung kehrt zum Jahreswechsel eine Zeit der Ruhe ein.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><strong>Vom 23. Dezember 2024 bis einschließlich 6. Januar 2025</strong> bleibt unsere Zentrale in der Kinkelstraße 12 in Nürnberg-Mögeldorf geschlossen. Während dieser Zeit ist die Telefonzentrale nicht besetzt und E-Mails können nur verzögert beantwortet werden. Ab dem <strong>7. Januar 2025</strong> sind wir wieder wie gewohnt für Sie da.</p> <h2>Wir wünschen Ihnen frohe Festtage, einen gelungenen Start ins neue Jahr und viele glückliche Momente im Jahr 2025!</h2>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-631</guid> <pubDate>Tue, 17 Dec 2024 16:00:51 +0100</pubDate> <title>Freiheit, Gleichheit, Menschlichkeit – Lichterkette für Menschenrechte</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/fuer-freiheit-gleichheit-und-menschlichkeit-lichterkette-am-tag-der-menschenrechte.html</link> <description>Die Humanistische Kita St. Peter hat zusammen mit Vereinen, Gruppen und Familien aus den Stadtteilen St.Peter und Gleishammer ein leuchtendes und eindrucksvolles Zeichen für Menschenrechte und Gerechtigkeit gesetzt.</description> <content:encoded><![CDATA[<div class="flex max-w-full flex-col flex-grow"><div dir="auto" class="min-h-8 text-message flex w-full flex-col items-end gap-2 whitespace-normal break-words text-start [.text-message+&amp;]:mt-5"><div class="flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden first:pt-[3px]"><div class="markdown prose w-full break-words dark:prose-invert dark"><p class="bodytext">Anlässlich des Tags der Menschenrechte haben Erzieherinnen und Eltern des Humanistischen Kindergartens St. Peter an einer Kundgebung sowie einer Lichterkette teilgenommen. Gemeinsam mit anderen Vereinen, Schulklassen und Gruppen aus den Stadtteilen St. Peter und Gleißhammer versammelten sie sich, ausgestattet mit Kerzen und warmer Kleidung, vor der St. Kunigund-Kirche. Dort begrüßten die Organisator*innen die zahlreich erschienenen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen und lobten das große Engagement für Gerechtigkeit, Toleranz, Menschenrechte und ein friedliches Zusammenleben. Sie hoben die erfolgreiche Zusammenarbeit der verschiedenen Gruppen und Organisationen im Nürnberger Osten hervor und betonten, dass Rassismus, Ausgrenzung und Gleichgültigkeit in dieser Gemeinschaft keinen Platz hätten. Besonders wurde darauf hingewiesen, dass Kinderrechte ein zentraler Bestandteil der Menschenrechte sind.</p> <p class="bodytext">Nach einer Reihe von Liedern, die verschiedene Gruppen zum Thema Menschenrechte vorbereitet hatten, setzte sich der leuchtende Demonstrationszug in Bewegung. Auf Plakaten hatten die Kinder und Jugendlichen ihre Wünsche und Forderungen deutlich sichtbar gemacht. Die Gruppe zog schließlich zur Scharrerstraße, wo alle Teilnehmenden vor der Scharrerschule eine Lichterkette bildeten. Am Ort, an dem Ismail Yasar von Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds in seinem Imbiss brutal ermordet wurde, wurde die Lichterkette zu einer Schweigeminute. Bereits im Sommer hatten Kinder und Erzieher*innen des Humanistischen Kindergartens St. Peter an einer Gedenkveranstaltung für Yasar teilgenommen.</p> <p class="bodytext">Zum Abschluss bot ein Lagerfeuer mit heißem Punsch Gelegenheit, die frostigen Temperaturen zu vertreiben. Viele Teilnehmende blieben noch, um ins Gespräch zu kommen und die solidarische, vorweihnachtliche Atmosphäre zu genießen.</p></div></div></div></div><div class="mb-2 flex gap-3 empty:hidden -ml-2"><div class="items-center justify-start rounded-xl p-1 flex"><div class="flex items-center"></div></div></div>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-630</guid> <pubDate>Mon, 16 Dec 2024 15:06:10 +0100</pubDate> <title>Silvesternachmittag mit Allmächd Knud: Humorvoll ins neue Jahr starten!</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/silvesternachmittag-mit-allmaechd-knud-humorvoll-ins-neue-jahr-starten.html</link> <description>Wie gewohnt lassen wir das alte Jahr gemeinsam mit einem besonderen Auftritt im Marmorsaal der Nürnberger Akademie ausklingen. Dieses Mal ist mit kreativem Inprotheater ein humorvoller letzter Tag des Jahres vorprogrammiert.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Was gibt es Schöneres, als das alte Jahr mit einem herzhaften Lachen zu verabschieden? Am 31. Dezember 2024 laden wir euch herzlich zu einer ganz besonderen Veranstaltung ein: Das fränkische Improtheater <strong>&quot;Allmächd Knud&quot;</strong> begeistert mit einer Show voller Kreativität, Spontanität und jeder Menge fränkischem Humor.</p> <p class="bodytext">Von 15:00 bis 17:00 Uhr verwandelt sich der prachtvolle Marmorsaal des Presseclubs am Gewerbemuseumsplatz in Nürnberg in eine Bühne der besonderen Art. Hier sind nicht nur die Schauspieler gefragt, sondern auch ihr! Eure Ideen und Zurufe werden zum Herzstück der Show – sei es durch Schlagworte, Charaktervorschläge oder Szenenideen. Die Profis von Allmächd Knud improvisieren live und erschaffen daraus humorvolle, bewegende und manchmal völlig absurde Geschichten.</p> <p class="bodytext">Improvisationstheater, kurz Improtheater, ist eine Kunstform, bei der alles spontan entsteht. Ohne Skript oder festgelegte Dialoge lassen sich die Schauspieler*innen von den Vorschlägen des Publikums inspirieren. Jede Vorstellung ist einzigartig und lebt von der Interaktion zwischen Publikum und Ensemble. Dabei steht der Spaß im Vordergrund, und kein Abend gleicht dem anderen.</p> <p class="bodytext">Allmächd Knud ist eine bekannte Improtheatergruppe aus Franken, die mit ihrem unverwechselbaren Humor und ihrer Authentizität begeistert. Die Mitglieder der Truppe bringen unterschiedliche Talente mit und meistern jede noch so unerwartete Wendung auf der Bühne. Mit einem Augenzwinkern und viel Witz interpretieren sie fränkische Traditionen neu und nehmen dabei auch sich selbst nicht zu ernst. Seit ihrer Gründung stehen sie für kreative Unterhaltung, bei der das Publikum immer eine zentrale Rolle spielt.</p><ul data-spread="false"><li><p>31. Dezember 2024, 15:00 - 17:00 Uhr</p></li><li><p>Marmorsaal des Presseclubs, Gewerbemuseumsplatz 2, 90403 Nürnberg</p></li><li><p>Eintritt: 16 € (für Mitglieder der Humanistischen Vereinigung kostenlos)</p></li></ul><p class="bodytext">Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, erleichtert uns aber die Planung. Gerne per E-Mail an: <strong>anmeldung[at]humanistische-vereinigung.de</strong> </p> <p class="bodytext">Ein Nachmittag mit Allmächd Knud ist der perfekte Weg, um das Jahr 2024 mit einem Lächeln zu beenden. Genießt eine Mischung aus Unterhaltung und Mitmach-Theater, die garantiert jeden in den Bann zieht. Ob allein, mit Freunden oder der Familie – diese Veranstaltung bietet für alle Generationen unvergessliche Momente.</p> <p class="bodytext">Kommt vorbei und lasst euch von fränkischem Charme, viel Humor und kreativen Geschichten mitreißen. </p> <p class="bodytext">Gemeinsam starten wir voller guter Laune ins neue Jahr!</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-629</guid> <pubDate>Mon, 16 Dec 2024 13:45:56 +0100</pubDate> <title>Das humanistische Radiomagazin im Dezember 2024</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/das-humanistische-radiomagazin-im-dezember-2024.html</link> <description>Zum Frühstück im Radio oder jederzeit und überall als podcast: An diesem Sonntag (15.12.2024) geht die neue Ausgabe unseres humanistischen Radiomagazins auf Bayern 2 wieder auf Sendung!</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Darin berichten wir dieses Mal über das Humanist Shelter Programm der Humanistischen Vereinigung, im Rahmen dessen derzeit Elchin Mammad aus Ascherbaidschan in Nürnberg zu Gast ist. Der hatte sich als Journalist und Menschenrechtsverteidiger in seinem Heimatland engagiert und wurde dafür fast vier Jahre inhaftiert. Er berichtet über die aktuelle Lage in dem zentralasiatischen Land, über seine Bemühungen, sogar aus dem Gefängnis heraus weiter für Menschenrechte zu kämpfen und wie es ihm heute in Deutschland geht. </p> <p class="bodytext">Des Weiteren berichten wir über den Autor und Philosophen Franz Josef Wetz, der kürzlich sein neues Buch „Staunen - Warum existiert überhaupt etwas?“ und seine Antworten auf die tiefgründige Frage nach dem Ursprung der Existenz vorgestellt hat. Franz Josef Wetz lehrt Philosophie an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und hat sich in mehreren Werken schon aus verschiedenen Perspektiven mit der Frage beschäftigt, welche Konsequenzen die Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften für unser menschliches Selbst- und Weltverständnis haben. Das Buch im August 2024 im J.B. Metzler Verlag erschienen.</p> <p class="bodytext">Außerdem fassen wir wieder die wichtigsten News aus humanistischer Perspektive kurz und kompakt zusammen.</p> <p class="bodytext">Seien Sie live dabei am Sonntag, den 15.12.2022 um 06.30 Uhr auf Bayern 2.</p> <p class="bodytext">Livestream und Frequenzen unter <a href="https://www.br.de/radio/bayern2/index.html" target="_blank">https://www.br.de/radio/bayern2/index.html</a> </p> <p class="bodytext">Und ab Montag, 16.12.2024 wird das Magazin wie gewohnt auf unserer Homepage auch als Podcast abrufbar sein: <a href="service-infos/podcast.html">https://www.humanistische-vereinigung.de/service-infos/podcast.html</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-628</guid> <pubDate>Mon, 16 Dec 2024 12:40:43 +0100</pubDate> <title>Gemeinschaft und Ehrungen: Das Humanistische Lichtfest in Nürnberg</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/gemeinschaft-und-ehrungen-das-humanistische-lichtfest-in-nuernberg.html</link> <description>Voller Freude und Verbundenheit und in einer herzlichen Atmosphäre hat am letzten Wochenende das traditionelle Lichtfest im Humanistischen Zentrum in Nürnberg stattgefunden. Die Veranstaltung bot zugleich einen würdigen Rahmen, um langjährige Mitglieder der Humanistischen Vereinigung gebührend zu ehren. </description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Rund um die Wintersonnenwende versammeln sich jährlich Mitglieder, Mitarbeitende, Freund*innen, der Vorstand und Vertreter*innen des Präsidiums der Humanistischen Vereinigung, um gemeinsam dieses besondere Fest zu feiern. Die Gemeinschaft und die Stimmung waren deutlich spürbar, was auch gleich in der Begrüßung von Präsident Sebastian Rothlauf an die Teilnehmenden zum Ausdruck kam.</p> <p class="bodytext">Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Lesung von Dr. Frank Schulze, der Auszüge aus Josef Nussbaumers Buch „Humanitäre Sternschnuppen“ vortrug. Darin schildert der Autor außergewöhnliche Beispiele menschlicher Solidarität inmitten von Krieg, Leid oder schrecklichen Umständen. Diese Geschichten, so erschütternd sie auch zunächst sein mögen, zeigen dennoch eindrucksvoll, dass moralisches Handeln und Mitgefühl selbst in den dunkelsten Momenten triumphieren können. </p> <p class="bodytext">Eine der Erzählungen handelt beispielsweise von Starcevic, der während des Balkankriegs durch seinen persönlichen Einsatz ein Massaker zwischen einem serbischen und einem kroatischen Dorf verhinderte, die seit jeher friedlich miteinander lebten. Dank seiner Tat blieben diese beiden Dörfer vom Krieg verschont. Eine weitere Geschichte erzählt von der Australierin Hamlin, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Kliniken in Äthiopien gründete, um Frauen mit Fisteln kostenlos zu behandeln. Diese Frauen, die zuvor in ihren Gemeinschaften isoliert und ausgegrenzt waren, konnten durch die Behandlung wieder ein normales Leben führen. Ebenso beeindruckend ist die Geschichte von Hugh Thompson, einem US-Hubschrauberpiloten, der während des Vietnamkriegs sein Leben riskierte, um das Massaker von My Lai zu stoppen und zahlreiche Zivilist*innen zu retten.</p> <p class="bodytext">Bewegende Momente gab es dann anschließend auch bei der Ehrung der langjährigen Mitglieder. Diese nahmen nicht nur ihre Urkunden und Glückwünsche entgegen, sondern teilten persönliche Einblicke in ihre humanistischen Überzeugungen und erinnerten sich an prägende oder rührende Erlebnisse. Besonders beeindruckend ist die Treue der Geehrten zur Humanistischen Vereinigung und ihren Vorgängerorganisationen. </p> <p class="bodytext">In diesem Jahr wurden Thomas Blassl für 25 Jahre, Clarissa Kismann für 40 Jahre sowie Gudrun Richter und Christa Ufert jeweils für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Sie erhielten jeweils eine Urkunde, eine Rose, eine Ehrennadel und ein Buch als Zeichen der Wertschätzung. Für alle Anwesenden waren diese Ehrungen nicht nur ein Moment der Anerkennung, sondern auch ein Anlass, innezuhalten und sich an besondere Momente und an die Bedeutung der humanistischen Gemeinschaft zu erinnern.</p> <p class="bodytext">Zum Abschluss des Abends entzündete Sebastian Rothlauf die Feuerschale im Innenhof des Humanistischen Zentrums – ein symbolischer Akt für das wiederkehrende Licht nach der Wintersonnenwende. Im Schein des Feuers genossen die Teilnehmenden bei Punsch, Glühwein und Gebäck die Wärme der Gemeinschaft und die wiedergewonnene Möglichkeit, ohne Einschränkungen zusammenzukommen. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmenden und Organisator*innen, die diesen stimmungsvollen Abend voller Licht, Wärme und Verbundenheit ermöglicht haben.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-627</guid> <pubDate>Thu, 12 Dec 2024 12:19:40 +0100</pubDate> <title>Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit: Menschenrechtskonferenz in Berlin</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/kampf-fuer-freiheit-und-gerechtigkeit-internationale-menschenrechtskonferenz-in-berlin.html</link> <description>Das Treffen anlässlich des Tags der Menschenrechte beleuchtete die mutige Arbeit von Aktivist*innen, die weltweit gegen autoritäre Regime und für demokratische Werte kämpfen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Im Tagungswerk Jerusalemkirche in Berlin haben sich gestern Aktivist*innen und mutige Stimmen aus der Welt der Menschenrechtsverteidigung versammelt, um anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember der Frage nachzugehen, wie Menschenrechtsverteidiger*innen und das Engagement für Demokratie die universellen Prinzipien von Freiheit und Gerechtigkeit am besten verteidigen können. Unter dem Titel „Pro-Demokratie-Aktivisten – Der Kampf von Dissidenten für Demokratie und Menschenrechte“ bot die Konferenz einen eindringlichen Einblick in die Herausforderungen und Opfer jener, die unermüdlich für demokratische Werte eintreten. Für die Humanistische Vereinigung nahm die Leiterin des Berliner Büros, Grit Lahmann, an der Veranstaltung teil.</p> <p class="bodytext">Die Konferenz wurde durch Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der Friedrich-Naumann-Stiftung, eröffnet. Sie betonte die fundamentale Bedeutung der Menschenrechte für demokratische Gesellschaften und würdigte den Mut der Aktivist*innen, die ihre Sicherheit riskieren, um gegen autoritäre Regime und für Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie einzutreten.</p> <p class="bodytext"><strong>Einblicke in mutige Lebensgeschichten</strong> </p> <p class="bodytext">Die Konferenz brachte zahlreiche Pro-Demokratie-Aktivist*innen aus Ländern wie Venezuela, Iran, Russland, Belarus, Afghanistan und Hongkong zusammen. Darunter war die iranische Frauenrechtlerin Masih Alinejad, die kürzlich ein Attentat überlebte und vor der Gender-Apartheid in ihrem Heimatland warnt. Ihre afghanische Mitstreiterin Barakzai schilderte, wie Frauenrechte in autokratischen Regimen systematisch missachtet werden.</p> <p class="bodytext">Anna Matsiyeuskaya, belarussische Juristin, lenkte den Fokus auf die Kinder inhaftierter Menschenrechtler*innen und deren Bedürfnisse. Der russische Oppositionspolitiker Ilya Yashin, der erst vor kurzem durch einen Gefangenenaustausch nach Berlin kam, sprach über seine Bemühungen, die schweigende Opposition in Russland zu mobilisieren. Er forderte eindringlich eine kompromisslose Haltung des Westens gegenüber dem Kreml und warnte davor, Zugeständnisse zu machen, die Putin zu weiterer Aggression ermutigen könnten.</p> <p class="bodytext">Ein zentrales Thema war die Bedrohung der Aktivist*innen auch in ihren Exilländern. Viele berichteten von Cyberangriffen, Stalking, Einschüchterung ihrer Familien sowie Desinformationskampagnen. Sie präsentierten konkrete Vorschläge, wie die deutsche und europäische Politik besseren Schutz bieten könnte.</p> <p class="bodytext"><strong>Ein globaler Kampf für die Freiheit</strong> </p> <p class="bodytext">Ein bewegender Moment war der Ausblick auf eine internationale Konferenz, die Masih Alinejad für November 2025 in Berlin plant. Über 600 Menschenrechtsverteidiger*innen sollen dort zusammenkommen, um ihre Netzwerke zu stärken und Strategien für die Verteidigung der Demokratie zu entwickeln. Alinejad betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen den Verfechter*innen von Freiheit und Demokratie entscheidend sei, da autoritäre Regime ebenfalls koordiniert agieren.</p> <p class="bodytext"><strong>Bericht zur Menschenrechtssituation in Deutschland</strong> </p> <p class="bodytext">Im Kontext der globalen Herausforderungen bleibt auch die Menschenrechtssituation in Deutschland im Fokus. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat dem Bundestag kürzlich seinen neunten jährlichen Bericht vorgelegt, der fünf zentrale Themen umfasst: Schutz von Geflüchteten, Wohnungslosigkeit, die Exklusion von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt, ausbeuterische Arbeitsbedingungen von Wanderarbeitnehmer*innen sowie die menschenrechtliche Verantwortung von Unternehmen. Der Bericht ist hier einsehbar: <a href="https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/menschenrechtsschutz/berichterstattung/menschenrechtsbericht" target="_blank">Entwicklung der Menschenrechtssituation in Deutschland 2023–2024.</a> </p> <p class="bodytext"><strong>Unterstützung durch das Humanist Shelter Program</strong> </p> <p class="bodytext">Auch die Humanistische Vereinigung leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Menschenrechtsaktivist*innen. Mit ihrem Humanist Shelter Program bietet sie sichere Unterkünfte, Beratung und Unterstützung für Aktivist*innen, die aufgrund ihres Engagements in Lebensgefahr schweben. Mehr Informationen finden Sie hier: <a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/hilfe-beratung/humanist-shelter-program.html" target="_blank">Humanist Shelter Program</a>.</p> <p class="bodytext">Die gestrige Veranstaltung verdeutlichte eindrucksvoll, wie wichtig Solidarität, Schutz und Unterstützung für Menschenrechtsverteidiger*innen weltweit sind – und wie viel Mut es braucht, um für Freiheit und Gerechtigkeit einzutreten.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-626</guid> <pubDate>Tue, 19 Nov 2024 16:18:22 +0100</pubDate> <title>Jahrestreffen des Humanistischen Studienwerks – Robert Blum 2024</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/jahrestreffen-des-humanistischen-studienwerks-robert-blum-2024.html</link> <description>Auch dieses Jahr haben sich die Stipendiat*innen des Humanistischen Studienwerks – Robert Blum aus ganz Deutschland aufgemacht zum Jahrestreffen des Studienwerkes im Humanistischen Zentrum in Nürnberg.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Am Samstag ging es nach dem Ankommen, Begrüßen und Aufwärmen mit dem mittlerweile „klassischen“ Seminartag los. Die Stipendiat*innen berichteten über ihr soziales Engagement, referierten über ein für sie wichtiges Thema oder arbeiteten mit der Gruppe in Workshops. Die Themen reichten von der Kritik Karl Marx‘ an Ludwig Feuerbach über den Aufbau einer Hochschulgruppe, die sich der Unterstützung neurodivergenter Studierender widmet, und einen partizipativen Schreibworkshop, in dem auch die krisenhaften Zeitläufte reflektiert wurden, bis hin zur „Volkskrankheit“ Rheuma sowie den Problemen und Lösungsansätzen, die damit verbunden sind.</p> <p class="bodytext">Nach dem fordernden, aber auch hochinteressanten Seminartag mit intensiven Diskussionen folgte – nach dem Einchecken und einer kurzen Ruhepause im Hotel – das Abendessen, zu dem auch die Mentor*innen des Studienwerks geladen waren. Im informellen Kreis wurden die Gespräche vertieft; ein wichtiges Thema, das immer wieder aufkam, war die – ewige – Frage nach der praktischen Umsetzung humanistischer Überzeugungen; die Beantwortung der Frage wurde vertagt …</p> <p class="bodytext">Am Sonntag fand sich die Gruppe im <strong>turm</strong>der<strong>sinne</strong> ein, um auf spielerische und interaktive Weise die Fallstricke der menschlichen Sinneswahrnehmung zu erkunden. Die Täuschungen, denen wir und unsere Sinnesorgane zeitweise unterliegen, werden im turmdersinne offensichtlich, es wird aber auch deutlich, dass uns bestimmte Methoden beim Aufdecken dieser Täuschungen helfen. Diese kritische Methode fügte sich inhaltlich perfekt in die kritischen Diskussionen vom Vortag ein.</p> <p class="bodytext">Beim Mittagessen klang das Jahrestreffen, inklusive einer Feedbackrunde, dann langsam aus. Der Tenor der Teilnehmenden: die Themen hochinteressant, die Gruppendynamik spitze, das Programm abwechslungsreich … Es fehlen nur: mehr Zeit, mehr Treffen, mehr Teilnehmer*innen …</p> <p class="bodytext">Wir hoffen, dass wir die offenen Wünsche in Zukunft nach und nach erfüllen können, damit die schon jetzt sehr schönen und bereichernden Jahrestreffen noch besser werden.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-625</guid> <pubDate>Fri, 08 Nov 2024 11:18:37 +0100</pubDate> <title>Transatlantische Beziehungen im Umbruch: Herausforderungen und Chancen für Europa</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/transatlantische-beziehungen-im-umbruch-herausforderungen-und-chancen-fuer-europa.html</link> <description>Bei der Europa-Rede in Berlin wird deutlich, dass sich die EU auf neue Herausforderungen einstellen muss, denn die US-Politik unter Trump wird Europa vor neue Herausforderungen stellen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Bei der mittlerweile 15. Europa-Rede nur wenige Tage nach den US-Präsidentschaftswahlen richtete sich der Blick auf die Zukunft der europäisch-amerikanischen Partnerschaft und deren Auswirkung auf die EU-Außenpolitik. Die Veranstaltung richtete sich an ein breites Publikum – eingeladen waren interessierte Bürger*innen, politische Entscheidungsträger sowie Vertreter aus den Bereichen Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft. Mit dabei war auch die Leiterin des Berliner Büros der Humanistischen Vereinigung, Grit Lahmann.</p> <p class="bodytext">In seiner Rede analysierte David McAllister, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments, die politischen Konsequenzen der US-Wahlen für Europa und versuchte, Perspektiven für eine zukunftsfeste EU-Außenpolitik aufzuzeigen.</p> <p class="bodytext">Nach der Rede folgte eine spannende Podiumsdiskussion, moderiert von Dr. Christian Johann, Direktor der Europäischen Akademie Berlin. Neben David McAllister waren Dr. Emily Haber, ehemalige deutsche Botschafterin in den USA und Prof. Dr. Carlo Masala, Professor für Internationale Politik an der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr München auf dem Podium.</p> <p class="bodytext">Emily Haber beschrieb eine ebenso große wie nachhaltige Erosion der Weltsicht und politischen Prinzipien&nbsp; in den USA. Trump sei die Stimme dieses neuen Amerikas. In Europa sei er häufig als vorübergehende Erscheinung gesehen worden. Das sei jedoch ein Fehler gewesen, denn es handele sich um einen tatsächlichen strukturellen Wandel. </p> <p class="bodytext">Auch Carlo Masala betonte, dass die Europäer auch nach dem Ausbruch des Ukrainekrieges nicht verstanden hätten, wie ernsthaft an einer gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik gearbeitet werden müsse. Es ginge um nichts weniger als um die Frage, ob die liberale Weltordnung überleben könne. Er zeichnete ein düsteres Bild nach der Wahl von Trump, der nur bereit sei etwas für Europa zu tun, wenn Europa etwas für ihn tut (z.B. den Bezug von Waffensystemen aus den USA). </p> <p class="bodytext">David McAllister hielt dagegen und präsentierte 5 Aktionsfelder der ab Dezember im Amt befindlichen Kommission. </p> <p class="bodytext">Insgesamt glich die diesjährige Europarede eher einem Weckruf denn einer Wohlfühl-Veranstaltung. Die Diskussion machte deutlich, dass die transatlantischen Beziehungen nicht nur von Regierungen, sondern auch von der Zivilgesellschaft mitgestaltet werden müssen. Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, sich aktiv an der politischen Gestaltung zu beteiligen.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-624</guid> <pubDate>Wed, 06 Nov 2024 15:58:41 +0100</pubDate> <title>&quot;Für Humanist*innen ist Trumps Agenda eine Horrorvorstellung!&quot;</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/fuer-humanistinnen-ist-trumps-agenda-eine-horrorvorstellung.html</link> <description>Interview mit Michael Bauer, dem Vorstand der Humanistischen Vereinigung zum heutigen Wahlsieg Donald Trumps bei den Präsidentschaftswahlen in den USA.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><strong>Herr Bauer, Donald Trump wurde erneut zum Präsidenten der USA gewählt. Als Humanist, wie beurteilen Sie das?</strong> </p> <p class="bodytext">Michael Bauer: <em>&quot;Ich sehe das mit Sorge. Natürlich muss man zunächst einmal das Ergebnis einer demokratischen Wahl respektieren. Trumps Wahlerfolg ist ja deutlich, er hat nicht nur die Mehrheit der Wahlmänner erreicht, sondern auch die Mehrheit der Wähler*innen insgesamt. Seine Agenda, soweit sie im Wahlkampf deutlich wurde, läuft auf eine spalterische und sogar rassistische Politik hinaus, bei der individuelle Freiheitsrechte nur dann etwas zählen, wenn sie im Einklang mit biblisch-christlichen Moralvorstellungen stehen. Für Humanist*innen ist diese gesellschaftspolitische Agenda geradezu eine Horrorvorstellung.&quot;</em> </p> <p class="bodytext"><strong>Welche Folgen wird das Ihrer Meinung nach für uns in Europa haben?</strong> </p> <p class="bodytext">M.B.: <em>&quot;Es gibt die Gefahr, dass Trumps Regierung eine Entwicklung zu ähnlichen Zuständen bei uns beschleunigt. Auch bei uns gibt es bekanntlich Erfolge des Rechtspopulismus und Neofaschismus, beides geht mit einer reaktionären gesellschaftspolitischen Agenda einher. Ich erinnere nur an solche Persönlichkeiten wie Orban, Wilders, Höcke, Weidel und andere, die die Errungenschaften der liberalen Demokratie abräumen wollen. Die Methode ist immer die gleiche: Fake News, Dauerlügen, die Wahrheit verdrehen, Verunsicherung säen, Feindbilder aufbauen, den rationalen politischen Diskurs zerstören. Die Methode Trump ist auch die Methode AfD, und auch die Methode BSW. Wir müssen uns gemeinsam anstrengen, damit das bei uns keinen Erfolg hat.&quot;</em> </p> <p class="bodytext"><strong>Und was bedeutet Trumps Sieg für den Frieden in Europa?</strong> </p> <p class="bodytext">M.B.: <em>&quot;Das ist wohl das, was am meisten Sorge machen muss. Die Sektkorken im Kreml waren ja bis nach Deutschland zu hören. Humanismus kann weder in Putins Russland noch in den Ländern seiner Büchsenspanner und in deren Ideen existieren. Wir müssen jetzt endlich aufwachen und begreifen, dass wir und unsere Lebensart schon längst von Putins Russland angegriffen werden, und dass wir uns selbst dagegen verteidigen müssen. Appeasement-Versuche bei Kriegsverbrechern führen letztlich nur zu einem größeren Krieg, das lehrt uns die Geschichte. Ich kann nur hoffen, dass wir politisch die Kraft aufbringen, unsere Freiheit entschlossen zu verteidigen, auch wenn es teuer und mühsam wird.&quot; </em> </p> <p class="bodytext"><strong>Apropos teuer: In Deutschland wird so erbittert über den Haushalt gestritten, dass die Regierung zu zerbrechen droht. Haben wir denn überhaupt die Ressourcen, um alleine, ohne die Hilfe der USA, bestehen zu können?</strong> </p> <p class="bodytext">M.B.: <em>&quot;Natürlich haben wir die. Noch ist Deutschland eines der reichsten Länder der Welt, mit einem gewaltigen Potential. Aber das wird nicht ausreichend ausgeschöpft. Es wäre sehr begrüßenswert, wenn eine Bundesregierung im Amt wäre, die nicht nur im taktischen Klein-Klein hin und her schwankt, sondern die auch die großen Linien ihrer Verantwortung für unser Land und seine Zukunft erkennt und dementsprechend mutig handelt. Es ist eine Binsenweisheit, dass erst der Vertrauensverlust in demokratische Regierungen und Institutionen den Boden schafft, auf dem politisch finstere Gestalten gedeihen können. Dem müssen wir uns schon an der Wurzel entgegenstellen.&quot;</em> </p> <p class="bodytext"><strong>Danke für das Gespräch.</strong></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-623</guid> <pubDate>Thu, 31 Oct 2024 13:00:28 +0100</pubDate> <title>Reformstaatsvertrag übersieht weltanschauliche Pluralisierung</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/reformstaatsvertrag-uebersieht-notwendige-weltanschauliche-pluralisierung.html</link> <description>Die HV weist darauf hin, dass die geplanten Reformen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und des Rundfunks die weltanschauliche Pluralisierung in keinster Weise abbilden.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Pressemitteilung&nbsp;– 31.10.2024</p> <p class="bodytext">---</p> <p class="bodytext"><strong>Reformstaatsvertrag übersieht notwendige weltanschauliche Pluralisierung in Rundfunk und Fernsehen</strong> </p> <p class="bodytext">Am 25. Oktober haben die Landesregierungen den Entwurf des &quot;Staatsvertrages zur Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks&quot; beschlossen. Dieser Reformstaatsvertrag beinhaltet eine grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, mit der ARD, ZDF und Deutschlandradio digitaler, schlanker und moderner aufgestellt werden sollen.</p> <p class="bodytext">Für die Humanistische Vereinigung ist es unverständlich, dass diese Reform die weltanschauliche Pluralisierung in Rundfunk und Fernsehen nicht abbildet. Die Fülle von sog. Verkündigungssendungen, bei denen die Anstalten religiöse Inhalte, wie Gottesdienste, Magazinsendungen etc., zugunsten der Kirchen ausstrahlen, verursachen erhebliche Kosten. Hier wären grundlegende Einsparungen sinnvoll und möglich gewesen. Zudem wäre es an der Zeit gewesen, auch die einseitige Beteiligung der Religionsgemeinschaften an den Entscheidungsprozessen, wie z.B. in den Rundfunkräten, zu modernisieren und auch die Blickwinkel der nichtreligiösen Mehrheit der Gebührenzahler*innen zu repräsentieren. </p> <p class="bodytext"><strong>Dazu Michael Bauer, Vorstand der Humanistischen Vereinigung:</strong> „<em>Es ist bedauerlich, dass die Chance auf eine grundlegende Modernisierung der institutionellen Strukturen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verpasst wurde. Diese hätte weit über ein bloßes Sparen und Streichen hinausgehen müssen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist eine wesentliche Säule der Demokratie in unserem Land, er hätte mehr Kreativität bei seiner Reform verdient.“</em> </p> <p class="bodytext">Die Humanistische Vereinigung sieht mit Sorge, dass die Reform insbesondere Kultur-, Bildungs- und Informationsangebote betrifft, die aber wichtig für eine gehaltvolle und informative Medienlandschaft sind. Es ist zu befürchten, dass andere Medien, insbesondere die sozialen Medien und Onlineangebote, die Falsch- und Desinformation meist ungefiltert verbreiten, durch diese Kürzungen bei ausgewogenen und journalistisch professionell betreuten Inhalten noch mehr Zulauf und Aufmerksamkeit erhalten werden. </p> <p class="bodytext"><em>„Eine Amerikanisierung der Verhältnisse lehnen wir strikt ab. So etwas spielt in die Hände der Extremisten und Populisten jeder Couleur und öffnet das Einfallstor für ausländische Propaganda. Letztlich bedroht das unsere freiheitliche Gesellschaft“</em>, so Bauer.</p> <p class="bodytext"><strong>Link:</strong> 10-Punkte-Papier der Humanistischen Vereinigung zur Verwirklichung der weltanschaulichen Neutralität staatlichen Handelns:</p> <p class="bodytext"><a href="fileadmin/user_upload/10-Punkte-Papier_HV_Weltanschauliche_Neutralitaet_2022-07-22.pdf">https://www.humanistische-vereinigung.de/fileadmin/user_upload/10-Punkte-Papier_HV_Weltanschauliche_Neutralitaet_2022-07-22.pdf</a> </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">Über Ihre Berichterstattung und Interviewanfragen freuen wir uns. </p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-622</guid> <pubDate>Thu, 31 Oct 2024 11:51:52 +0100</pubDate> <title>Großzügige Spende an den Seafarer´s Social Service Oldenburg</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/grosszuegige-spende-an-den-seafarers-social-service-oldenburg.html</link> <description>Gemeinsam für die Seeleute: Bei ihrem Jubiläum setzt sich Rhein Umschlag mit einer großzügigen Spendenaktion für unseren Seafarers Social Service (SSSO) in Oldenburg ein.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><strong></strong>Anlässlich des einhundertjährigen Bestehens der Firma Rhein Umschlag fand am 20. September 2024 ein großer Empfang in Oldenburg statt, der dem feierlichen Anlass würdig war. Der Geschäftsführer der Firma, Herr Nico Steudel, bat die Gäste jedoch um etwas Besonderes: Statt Geschenken rief er die Teilnehmer dazu auf, für den <a href="https://www.50miles.de/" target="_blank">Seafarers Social Service Oldenburg (SSSO)</a> der Humanistischen Vereinigung zu spenden. Die Resonanz war überwältigend – insgesamt kamen großzügige 5.050 € zusammen.</p> <p class="bodytext">Diese Spende wird dem SSSO ermöglichen, seine wertvolle Arbeit mit Seeleuten aus aller Welt fortzusetzen und zu erweitern. Der Seafarers Social Service Oldenburg ist eine Anlaufstelle, die Seeleuten soziale, kulturelle und praktische Unterstützung bietet, während sie in Oldenburg Station machen. Oft verbringen diese Menschen lange Zeiten fern ihrer Heimat und Familien, und der SSSO schafft es, ihnen ein Stück Heimat und Gemeinschaft zu bieten. Die gespendeten Mittel werden nun verwendet, um das Angebot für die Seeleute weiter auszubauen und die Unterstützung zu sichern.</p> <p class="bodytext">Till Andrzejewski, ehrenamtlicher Leiter des SSSO, war vor Ort und konnte sich bei einer Vielzahl der Gäste persönlich für deren Unterstützung bedanken. „Die Bereitschaft, anlässlich dieses Jubiläums für den Seafarers Social Service zu spenden, zeigt die große Solidarität der Menschen hier in Oldenburg mit denjenigen, die auf See oft in schwierigen Bedingungen arbeiten“, erklärte Andrzejewski. „Dank der Spenden können wir unsere Arbeit fortsetzen und den Seeleuten einen verlässlichen Ort der Unterstützung und Wertschätzung bieten.“</p> <p class="bodytext">Der SSSO bedankt sich herzlich bei allen großzügigen Spender*innen sowie bei Herrn Steudel und der Firma Rhein Umschlag für diese wertvolle Initiative. Dank dieser Unterstützung wird es möglich, auch in Zukunft Seeleuten eine starke Gemeinschaft und eine helfende Hand zu bieten.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-621</guid> <pubDate>Mon, 28 Oct 2024 11:00:18 +0100</pubDate> <title>Zwischen Ehrfurcht und Irritation: Über die Bedeutung des Staunens</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/zwischen-ehrfurcht-und-irritation-ueber-die-bedeutung-des-staunens.html</link> <description>Der Philosoph und Autor Franz Josef Wetz diskutierte im Humanistischen Zentrum in Nürnberg die tiefgründige Frage nach dem Ursprung der Existenz und stellte sein aktuelles Buch vor.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Im Rahmen des Philosophischen Frühstücks hat der Philosoph und Humanist Prof. Dr. Franz Josef Wetz sein neues Buch „Staunen – Warum existiert überhaupt etwas?“ vorgestellt und mit den Gästen über seine Thesen und Folgerungen diskutiert.</p> <p class="bodytext">In seinem Vortrag nahm Franz Josef Wetz das Staunen über die Existenz in den Fokus, aber auch die bedeutende Frage, warum überhaupt etwas existiert. Es geht ihm darum, den Alltag zu verlassen, um die Wirklichkeit in all ihrer Rätselhaftigkeit bewusst wahrnehmen zu können. Das Staunen ist für ihn eine Form der Vergegenwärtigung, die von Irritation bis Kontemplation reicht und besonders durch überwältigende Naturphänomene wie den Sternenhimmel, den Ozean oder die vielen „Naturwunder“ ausgelöst wird.</p> <p class="bodytext">Eugéne Ionesco und Immanuel Kant dienen als Gewährsleute für die Bedeutung des Staunens. Während Ionesco die Welt als fremdartig und erstaunlich beschreibt, sieht Kant im bestirnten Himmel und dem moralischen Gesetz tiefgreifende Gründe für Ehrfurcht.</p> <p class="bodytext">Das Staunen lässt sich laut Wetz in subjektive und objektive Formen unterteilen. Subjektives Staunen sei meist emotional, während objektives Staunen von der tatsächlichen Beschaffenheit der Phänomene ausgehe. Wissenschaftliche Erkenntnisse steigerten das Staunen sogar noch, da sie eine intensivere und angemessenere Wahrnehmung der Realität ermöglichen.</p> <p class="bodytext">Albert Einstein und Richard Dawkins befürworten das Staunen über die Harmonie der Naturgesetze, während Naturalisten wie Lukrez und Büchner es ablehnen, da sie es als Ausdruck mangelnder Aufklärung betrachten. Wittgenstein hingegen ist ambivalent: Einerseits betrachtet er das Staunen über die Existenz als sprachlichen Missbrauch, andererseits empfindet er es als tiefstes Erlebnis.</p> <p class="bodytext">Die Frage, warum überhaupt etwas existiert, steht im Zentrum metaphysischer Reflexionen. Diese Frage sucht nach einem letzten Grund und wird in verschiedenen Denktraditionen unterschiedlich beantwortet. Monotheisten sehen die Schöpfung als Ursprung, während Naturalisten keinen letzten Grund anerkennen.</p> <p class="bodytext">Letztlich beschreibt Wetz die Existenz der Welt und der Wirklichkeit als unfassbar und nicht erklärbar. Dennoch sei das Staunen darüber ein tiefes, rationales Erlebnis, das uns auf die erstaunliche Tatsache der Existenz aufmerksam macht. Deshalb gibt es für ihn keine sinnvolle Antwort auf die Frage, warum etwas überhaupt existiert. Dennoch sei sie gerechtfertigt, nicht durch die Möglichkeit ihrer Beantwortung, sondern dadurch, was sie uns vergegenwärtigen kann, nämlich die unergründbare Existenz der Wirklichkeit.</p> <p class="bodytext">Franz Josef Wetz lehrt Philosophie an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und <a href="https://franzwetz.de/publikationen/" target="_blank">hat sich in mehreren Werken</a> schon aus verschiedenen Perspektiven mit der Frage beschäftigt, welche Konsequenzen die Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften für unser menschliches Selbst- und Weltverständnis haben. </p><div class="avatar-gutter ng-tns-c2754076069-66 ng-star-inserted"><div class="bard-avatar ng-tns-c2579797147-67"><div class="avatar-container ng-tns-c2579797147-67 ng-trigger ng-trigger-scaleDown"></div></div></div><div class="response-container-content ng-tns-c2754076069-66"><div class="response-content ng-tns-c2754076069-66"><div dir="ltr" class="markdown markdown-main-panel response-optimization" style="--animation-duration: 400ms; --fade-animation-function: linear; "><p class="bodytext">Das Buch &quot;Staunen: Warum existiert überhaupt etwas?&quot; von Franz Josef Wetz ist im August 2024 im J.B. Metzler Verlag erschienen.</p></div></div></div><p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">Das Philosophische Frühstück und die Philosophische Werkstatt im Humanistischen Zentrum bieten regelmäßig Gelegenheit, sich mit spannenden Fragen der Philosophie und Wissenschaft auseinanderzusetzen, die von Expert*innen aus verschiedenen Bereichen präsentiert und diskutiert werden. Die Besucher sind eingeladen, sich aktiv an den Diskussionen zu beteiligen und ihre eigenen Gedanken einzubringen.</p> <p class="bodytext">Beim nächsten Treffen am 17. November macht sich Dr. Frank Schulze mit seinen Gästen auf die „Suche nach dem guten Leben“. Alle kommenden Termine und Themen finden Sie <a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/aktuelles/terminkalender.html" target="_blank">in unserem Terminkalender.</a> </p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-620</guid> <pubDate>Mon, 14 Oct 2024 11:31:43 +0200</pubDate> <title>Humanistisches Radiomagazin Oktober 2024</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/humanistisches-radiomagazin-oktober-2024.html</link> <description>Freut euch auf die neue Ausgabe unseres Humanistischen Radiomagazins, das zuerst am Sonntag, den 13. Oktober um 06:45 Uhr auf Bayern2 gesendet wurde!In dieser Folge stellen wir das innovative Wohnprojekt „andersWOHNEN“ in der Nürnberger Südstadt vor. Ein Ort, an dem Senior*innen, Alleinerziehende und die Kinder des Humanistischen Kita Steinbühl gemeinsam leben, lachen und lernen. Die Anfänge waren herausfordernd, aber das 15-jährige Jubiläum zeigt, wie erfüllend das Ergebnis ist: ein Paradebeispiel dafür, wie Gemeinschaft und Engagement selbst in dicht bebauten Vierteln Freiräume schaffen und das Zusammenleben bereichern können. Außerdem gibt’s wie immer die aktuellsten humanistischen News!</description> <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-619</guid> <pubDate>Thu, 26 Sep 2024 09:59:48 +0200</pubDate> <title>Doppelt kreativer Input beim Nachtreffen der Jugendfeier 2024</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/doppelt-kreativer-input-beim-nachtreffen-der-jugendfeier-2024.html</link> <description>Am vergangenen Wochenende standen Impro-Theater und Batiken im Jugendhaus „Luise – The Cultfactory“ in Nürnberg beim Nachtreffen zur diesjährigen Humanistischen Jugendfeier Bayern im Mittelpunkt.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der Tag begann ganz entspannt mit einem gemütlichen Brunch, bei dem die Teilnehmenden der diesjährigen Jugendfeier zusammenkamen die Gelegenheit nutzten, sich über ihre Erfahrungen seit der Jugendfeier auszutauschen, lustige Geschichten zu erzählen und Neuigkeiten aus ihrem Alltag zu teilen. Es herrschte schnell wieder eine herzliche und offene Stimmung, ein idealer Rahmen für dasa Wiedersehen nach den feierlichen Momenten der Jugendfeier in der Fürther Stadthalle.</p> <p class="bodytext">Nach dem Brunch wurden die Teilnehmenden in zwei Gruppen aufgeteilt, um an unterschiedlichen Workshops teilzunehmen. Im Veranstaltungssaal leitete Ulrike Reinhard vom Theater Thevo den Workshop zum Improvisationstheater. Die Teilnehmenden wurden zunächst in einem lockeren Warm-up spielerisch an die Grundlagen dieses besonderen Theatersports herangeführt. Durch verschiedene Übungen lernten sie, spontan zu reagieren, aufeinander einzugehen und kreativ mit Situationen umzugehen, die aus dem Moment entstehen. Die Teilnehmer hatten sichtlich Spaß daran, ihre schauspielerischen Fähigkeiten auszuprobieren, und es wurde viel gelacht, weil unerwartete und witzige Szenen auf der Bühne entstanden.</p> <p class="bodytext">Parallel dazu fand im Café der Luise ein kreativer Batik-Workshop statt. Die Teilnehmenden konnten ihre oder von den JuHus mitgebrachten T-Shirts in bunten Farben neu gestalten. Zunächst wurden die Stoffe mit speziellen Techniken, wie dem Abbinden oder Falten, vorbereitet, bevor sie in farbige Färbebäder getaucht wurden. Der Batik-Workshop bot eine wunderbare Gelegenheit, der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen und gleichzeitig die alten Techniken des Stofffärbens kennenzulernen.</p> <p class="bodytext">Zur Mittagszeit gab es eine leckere Kürbissuppe, die von Teamerin Maggie zubereitet worden war.</p> <p class="bodytext">Nach der Mittagspause tauschten die Gruppen ihre Aktivitäten, sodass jede und jeder die Möglichkeit hatte, sowohl den Improvisationsworkshop als auch den Batik-Workshop zu erleben. </p> <p class="bodytext">Der Tag endete mit einer kleinen Improtheater-Aufführung, bei der die Teilnehmenden das im Workshop Erlernte auf der Bühne präsentieren konnten. Die Aufführung war der krönende Abschluss eines gelungenen Tages, an dem die Teilnehmenden nicht nur viel Spaß hatten, sondern auch neue Fähigkeiten entdecken konnten.</p> <p class="bodytext">Zum Abschluss des Treffens wurde allen Teilnehmenden herzlich nahegelegt, auch zukünftig an den Aktionen und Treffen der Jungen Humanist*innen teilzunehmen. </p> <p class="bodytext">Für die Jugendfeier 2025 haben bereits die ersten Anmeldungen begonnen, und weitere Informationen sowie Termine können auf der Website <a rel="noopener" target="_new" href="http://www.jugendfeier.de">www.jugendfeier.de</a> abgerufen werden. Ein Infoabend dazu wird im November stattfinden.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-618</guid> <pubDate>Tue, 24 Sep 2024 13:11:55 +0200</pubDate> <title>Miteinander und mittendrin: &quot;andersWOHNEN&quot; hat sich bewährt</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/miteinander-und-mittendrin-anderswohnen-hat-sich-bewaehrt.html</link> <description>Seit 15 Jahren gibt es das generationenübergreifende Wohnprojekt in Nürnberg Steinbühl: Es waren 15 Jahre „Wir“ statt „Ich“ und 15 Jahre ohne Einsamkeit und Monotonie</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><em><strong>„Wir wollten einfach nicht einsam, sondern lieber mit Gleichgesinnten alt werden.“</strong></em> </p> <p class="bodytext">Wenn Fred Jantschke, Gründungsmitglied und bis heute Bewohner des Wohnprojekts „andersWOHNEN“ zurückblickt, berichtet er zwar von vielen Hindernissen und Anlaufschwierigkeiten, aber auch, dass sich sein ursprünglicher Wunsch voll und ganz erfüllt hat. Die vielen entstandenen Freundschaften, die Erinnerungen an interkulturelle Kochexperimente, an Nachhilfe für heutige Akademiker*innen, an Grillabende auf der Dachterrasse, an den Lesezirkel oder verschiedene Hobbygruppen bestätigen die damalige Entscheidung und den Sprung ins kalte Wasser. </p> <p class="bodytext">Das bundesweit einzigartige Projekt südlich des Nürnberger Hauptbahnhofs bringt Senioren und Alleinerziehende mit ihren Kindern sowie das humanistische Haus für Kinder Steinbühl in einer Hausgemeinschaft zusammen. Erstere Gruppen teilen ähnliche Risiken wie finanzielle Belastungen und soziale Einsamkeit, verfügen jedoch über unterschiedliche Ressourcen: Senioren haben oft Zeit, während Alleinerziehende unter Zeitdruck stehen. Durch gegenseitige Unterstützung können viele Aufgaben intern bewältigt werden. Wenn dies nicht möglich ist, werden externe Dienstleistungen, etwa durch die AWO, hinzugezogen. Regelmäßige Aktionen und Kooperationen mit den Kita- und Krippenkindern sorgen zudem für Abwechslung, ermöglichen Beteiligung und bringen eine Menge Leben in das große Haus. Die Senioren nehmen in vielerlei Hinsicht teil am Leben der jüngsten Generation, besonders im Sommer im Garten eine große Bereicherung. Aber auch Vorlesestunden, Kunstaktionen, Holz- und Bastelarbeiten oder gemeinsames Musizieren wirken sich positiv auf&nbsp; das Miteinander der Generationen aus. Ein Café mit Bäckerei stärkt die Verbindung zwischen den Hausbewohnern und dem Stadtteil. Die Organisation des Hauses erfolgt durch Selbsthilfe, Selbstbestimmung und Selbstverwaltung, mit Mitgestaltungsmöglichkeiten über einen Bewohnerrat und Arbeitskreise.</p> <p class="bodytext">Bei einer gemeinsamen Feierstunde im benachbarten Karl-Bröger-Haus haben jetzt Bewohner*innen, Nachbarn, Freund*innen und Verantwortliche das 15-jährige Bestehen dieses außergewöhnlichen Wohnexperiments gefeiert. Die geschäftsführende Vorständin Mandy Fuhrmann begrüßte die Gäste, ein Senioren- und ein Kita-Chor hatten extra Lieder vorbereitet und gemeinsam ließ man die schwierigen Anfänge und die Entstehung des markanten Rundbaus noch einmal Revue passieren: Fred Jantschke erzählte vom absoluten Neuland, auf das sich die Gründungsmitglieder begaben, vor allem finanziell, aber auch architektonisch und sozial hatten sich damals viele Fragen und Probleme ergeben. An so genannten Wohntischen planten und diskutierten die Initiatoren, wie aus der kühnen Idee Realität werden könnte. Besonders die Förderung durch das Bundesfamilienministerium, die Bauherrngemeinschaft mit der Humanistischen Vereinigung (damals noch HVD-Bayern) und der günstige Grundstückpreisdurch von der Stadt machten das Projekt überhaupt erst möglich.</p> <p class="bodytext">Britta Walther vom Amt für Wohnen der Stadt Nürnberg bestätigt den Modellcharakter dieses innovativen Wohnprojekts. Es habe damals kaum Beispiele gegeben, die als Vorbilder hätten dienen können und es sei mitunter nicht leicht gewesen, Zuschüsse und Förderungen oder manch Ausnahmeregelung genehmigt zu bekommen.</p> <p class="bodytext">Dass hier viel wichtige Grundlagenarbeit für andere Projekte gemacht worden sei, erklärt auch Mareen Bär vom Seniorenamt der Stadt. andersWOHNEN sei ein Paradebeispiel, wie auch in dicht bebauten Vierteln Verbindungen und Freiräume entstehen können und wie gemeinschaftliches Engagement sich positiv auf das Zusammenleben auswirke. Es sei ein Gewinn für den Stadtteil und für Nürnberg, ein Ort der Freude und der gegenseitigen Unterstützung.</p> <p class="bodytext">Auch Andreas Prischet, Verbandsdirektor vom Verband bayerischer Wohnungsunternehmen, beglückwünscht die Wohngemeinschaft zu diesem runden Jubiläum und lobt ihren positiven sozialen Einfluss auf Stadt und Wohnungsmarkt. Es werde immer wieder als „Leuchtturmprojekt“ beschrieben, an dem sich zahlreiche Nachahmer*innen orientieren würden.</p> <p class="bodytext">Es sei nur ein verwildertes Grundstück gewesen, das als Parkplatz genutzt wurde, erinnert sich der Vorstand der Humanistischen Vereinigung Michael Bauer, der sich aber dennoch zur Beteiligung an der Genossenschaftsgründung entschied. Ein so großes Projekt aus dem Nichts zu zaubern, sei eine mühsame, aber unterm Strich sehr lohnende Idee gewesen. So etwas könne auch nur gelingen und dauerhaft funktionieren, wenn Menschen davon überzeugt sind und bereit, sich Know-How und Unterstützung, etwa von Stadt und Banken, zu holen. Dass dies im Endeffekt alles so gelungen ist, sei historisch, ein Wunder, und mache ihn auch stolz, dabei sein zu können.</p> <p class="bodytext">Anschließend hatten alle die Möglichkeit, sich das Haus und das Wohnprojekt genauer zeigen zu lassen und in den Gemeinschaftsräumen und auf der Dachterrasse noch ein wenig zu feiern. Das Prinzip des Projekts andersWOHNEN lautet bis heute: So viel Gemeinschaft wie gewünscht, so viel Privatheit wie möglich. In den Dachgeschossen befinden sich Gemeinschaftsräume wie Küche, Sonnenterrassen und ein Multifunktionsraum, der auch von Bewohnern des Viertels genutzt werden kann. Durch unterschiedliche Größen und Grundrisse der – allesamt barrierefreien – 44 Wohneinheiten ist es möglich, dass Bewohner auch dann im Haus verbleiben können, wenn sich ihre Lebenssituationen ändert. Dies fördert u.a. auch die soziale Nachhaltigkeit des Projekts. Natürlich ist das Miteinander nicht immer einfach, die Senioren werden älter und die Kinder größer, da können sich Bedürfnisse und Verhaltensweisen auch ändern. Gerade deshalb ist es wichtig, bei Wechseln von Bewohner*innen gut auf die soziale Zusammensetzung zu achten.</p> <p class="bodytext">Am Nachmittag wurde es dann auf dem Platz vor dem Haus turbulent, denn die Erzieher*innen und Kitakinder hatten mit verschiedenen Spielmöglichkeiten, Musik, Infostand und Seifenblasenmaschine ein kleines Straßenfest organisiert. Dabei kamen sie mit Eltern, Passanten und Nachbar*innen ins Gespräch und zeigten, wie das Zusammenleben funktioniert und in den pädagogischen Alltag mit einfließen kann. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p> <p class="bodytext"><a href="https://www.humanistische-vereinigung.de/aktuelles/radiopodcast.html" target="_blank">Hier können Sie unseren Podcast über das Jubiläum von &quot;andersWOHNEN&quot; hören.</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-617</guid> <pubDate>Wed, 18 Sep 2024 13:31:29 +0200</pubDate> <title>Vielfältiges Oldenburg: Eine Nacht für Dialog und Miteinander</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/vielfaeltiges-oldenburg-eine-nacht-fuer-dialog-und-miteinander.html</link> <description>Die &quot;Lange Nacht der Kirchen&quot; in Oldenburg, die erstmals seit 2017 wieder stattfand, hat am vergangenen Wochenende gezeigt, dass ein friedliches und konstruktives Miteinander verschiedener Religionen und Weltanschauungen nicht nur möglich, sondern gewinnbringend für alle sein kann. Einziger Wermutstropfen war die Absage der Jüdischen Gemeinde.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hunderte von Besuchern nutzten die Gelegenheit, entlang der für den Verkehr gesperrten Peterstraße die Vielfalt der Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften zu erleben und miteinander ins Gespräch zu kommen. In diesem Jahr gab es jedoch eine bedeutende Neuerung: Neben den traditionellen christlichen Kirchen und Initiativen nahmen erstmals auch andere Gemeinschaften teil, darunter die Bahai-Gemeinde, die Maryam-Moschee, das Yezidische Forum und die Humanistische Vereinigung. </p> <p class="bodytext">Die Veranstaltung hatte der Arbeitskreis Christlicher Kirchen Oldenburg (ACKO) organisiert, der seit 2006 die &quot;Lange Nacht der Kirchen&quot; veranstaltet.</p> <p class="bodytext">Die Humanistische Vereinigung war mit dem Leiter des Regionalbüros Oldenburg, Lutz Renken, vertreten und nutzte ihren Stand, um über ihre Überzeugungen und praktizierten Humanismus zu informieren und um den Dialog mit den größtenteils religiös gebundenen Besuchern zu fördern. Mit interaktiven Angeboten wie etwa der Frage nach dem Sinn des Lebens wurden Gespräche angeregt, bei denen trotz weltanschaulicher Unterschiede viele Gemeinsamkeiten entdeckt wurden. Die Besucher*innen konnten ihre Antworten entweder spielerisch mittels Tischtennisbällen geben oder ihre Gedanken offen auf Kärtchen notieren. Besonders bemerkenswert war die Rückmeldung, dass die Humanistische Vereinigung als eine der wenigen tatsächlich auf andere Ansichten einging und aktiv den Austausch förderte.</p> <p class="bodytext">Ein bedauerlicher Aspekt der diesjährigen Veranstaltung war die Abwesenheit der Jüdischen Gemeinde trotz lange geplanter Teilnahme. Aufgrund aktueller sicherheitspolitischer Ereignisse, wie dem vereitelten Anschlag auf das israelische Konsulat in München, entschied sich die Gemeinde schweren Herzens, nicht teilzunehmen. An ihrem vorgesehenen Standplatz wurde jedoch eine Mitteilung aufgestellt, in der sie ihre Beweggründe erklärte. Unterstützung erhielt sie von der Humanistische Vereinigung, die die Mitteilung der Jüdischen Gemeinde auch prominent an ihrem Stand präsentierte und so die Solidarität mit der Gemeinde zum Ausdruck brachte.</p> <p class="bodytext">Die &quot;Lange Nacht der Kirchen&quot; hat zweifellos eine wichtige Plattform für den interreligiösen Dialog geboten und den Austausch zwischen verschiedenen Weltanschauungen. Es wurde deutlich, wie die Vielfalt in Oldenburg gemeinsam dargestellt und gefördert werden kann. Die Veranstaltung setzte ein starkes Zeichen für Offenheit und Toleranz in der Stadt und zeigte, dass ein respektvoller Austausch über religiöse und weltanschauliche Grenzen hinweg möglich und wertvoll ist.</p> <p class="bodytext">Das Foto zeigt Kathleen Renken, Humanistin und 2. Sprecherin des Arbeitskreises im Pavillion der Humanistischen Vereinigung.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-616</guid> <pubDate>Thu, 15 Aug 2024 14:38:33 +0200</pubDate> <title>Humanistische Weltanschauung im Vorstand im neuen Rat der Religionen</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/humanistische-weltanschauung-im-vorstand-des-neuen-rates-der-religionen-ev.html</link> <description>Ein Meilenstein für die interreligiöse Zusammenarbeit in Hannover und Norddeutschland: Nach 20 Jahren informeller Zusammenkünfte ist jetzt aus dem bisherigen „Forum der Religionen und Weltanschauungen“ eine offizielle Institution, der „Rat der Religionen e.V.“ geworden.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In einer feierlichen Zeremonie am gestrigen Mittwoch hielten die Gründungsmitglieder symbolisch jeweils einen Baustein in der Hand, auf dem der Name ihrer Religion oder Weltanschauung zu lesen war. Die Steine und das Gruppenbild stehen symbolisch für den gemeinsamen Aufbau einer neuen, strukturierten Plattform des interreligiösen Dialogs.</p> <p class="bodytext">Besonders bemerkenswert an dieser Gründung ist die einzigartige Stellung der Humanistischen Weltanschauung innerhalb des Vereins. Denn erstmals in Deutschland ist der Humanismus nicht nur gleichberechtigtes Mitglied, sondern auch im Vorstand eines interreligiösen Vereins vertreten. Die Humanist*innen, die bereits seit 2006 durch den Leiter der HV-Regionalgeschäftsstelle Norddeutschland, Jürgen Steinecke, im Forum der Religionen präsent waren, werden durch ihn auch im neuen Vorstand für die kommenden drei Jahre repräsentiert. Unterstützt wird er dabei von Sascha Rother, der als stellvertretendes Vorstandsmitglied die Interessen des Humanistischen Verbands vertritt. Auf dem symbolischen Baustein der Humanisten ist das allgemein für die Humanistische Weltanschauung gewählte Logo abgebildet.</p> <p class="bodytext"><strong>Ziele und Werte des „Rat der Religionen e.V.“</strong> </p> <p class="bodytext">Der neu gegründete Verein „Rat der Religionen Hannover e.V.“ hat sich zum Ziel gesetzt, den interreligiösen und interkulturellen Dialog in der Stadt und Region Hannover zu fördern. Im Mittelpunkt stehen das Gespräch und die Begegnung zwischen den verschiedenen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, das Erörtern gemeinsamer Anliegen sowie das Entwickeln tragfähiger interreligiöser Strukturen. Der Verein strebt an, in Politik und Gesellschaft für ein friedliches und respektvolles Miteinander einzutreten.</p> <p class="bodytext">Der Rat bekennt sich ausdrücklich zu den Werten des Grundgesetzes, insbesondere zu den Grundrechten und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Er setzt sich für die Verwirklichung dieser Werte ein und tritt für die Religionsfreiheit sowie für die Freiheit der Meinung, der Presse, der Kunst und der Wissenschaft ein. Der Verein bekräftigt das Recht eines jeden Menschen, selbstbestimmt über seine religiöse oder weltanschauliche Zugehörigkeit zu entscheiden und lehnt jede Form von Diskriminierung aufgrund von Glauben, Herkunft, Geschlecht oder Hautfarbe entschieden ab.</p> <p class="bodytext">Darüber hinaus engagiert sich der Verein für die Gleichberechtigung der Geschlechter und die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen, politischen und beruflichen Leben. Mit einer Haltung des Respekts und der Achtung gegenüber dem Anderen will der „Rat der Religionen e.V.“ dazu beitragen, Vorurteile abzubauen, gegenseitiges Verständnis zu vertiefen und das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft zu fördern.</p> <p class="bodytext">Mit der Gründung des „Rat der Religionen e.V.“ wurde ein bedeutender Schritt für die interreligiöse und interkulturelle Verständigung in Hannover getan. Der Verein setzt damit ein starkes Zeichen für den Dialog und das Miteinander in einer pluralistischen Gesellschaft.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-615</guid> <pubDate>Fri, 02 Aug 2024 13:51:59 +0200</pubDate> <title>Ganz und gar kein „heikles Thema&quot;: Kinder besuchen Bestattungsinstitut</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/ganz-und-gar-kein-heikles-thema-kinder-besuchen-bestattungsinstitut.html</link> <description>Was passiert mit einem Menschen, der gestorben ist? Wie schwer ist eine Urne, wenn sie mit Asche gefüllt ist? Wieviel kostet ein Sarg und wie fühlt es sich an, darin zu liegen? Warum sieht das Bestattungs-Auto eigentlich aus wie ein Wohnmobil? Viele Fragen, manche davon eher ungewöhnlich, hatten die Kinder des Kindergartens Mögeldorf bei ihrem Besuch in einem Bestattungsinstitut in der Nürnberger Innenstadt.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der Ausflug war der Abschluss mehrerer Thematage zu Tod und Sterben, wofür sich die Kinder sehr interessiert hatten. Nachdem sie in den vergangenen Wochen bereits einen Friedhof und einen Tierfriedhof erkundet hatten, besuchten sie nun mit ihrer Kita-Leiterin Sabine Wietz „mymoria Bestattungen Nürnberg“ am Hallplatz. Dort gab Mitarbeiter Gabriel Liebig ausführlich und kindgerecht Antworten auf all die Fragen und zeigte den staunenden Gästen die verschiedenen Tätigkeiten und Utensilien, die typisch für eine(n) Bestatter*in sind. </p> <p class="bodytext">Zunächst wurden all die Aufgaben und Regeln erklärt, die nach dem Tod eines Menschen gemacht und beachtet werden müssen, bevor dann auf die verschiedenen Arten der Bestattung und besondere Wünsche von Verstorbenen oder Angehörigen eingegangen wurde. Dabei war den Kindern schon bewusst, wie traurig und unumkehrbar der Tod eines geliebten Menschen sein kann, andererseits wurde auch schnell offensichtlich, dass sie das Thema nicht grundsätzlich gruselig oder schrecklich empfinden.</p> <p class="bodytext">Die aufmerksamen Zuhörer*innen erfuhren dann, dass es in anderen Ländern oder Kulturen ganz unterschiedliche Traditionen und Umgangsweisen mit dem Tod und Verstorbenen gibt. Anschließend durften sich alle Kinder in einen von anderen Kindern bunt gestalteten Sarg legen und waren erstaunt, wie bequem es sich darin anfühlt. Und schließlich öffnete sich auch noch der Bestattungskoffer und alle wichtigen Gegenstände und Zubehör darin wurden erklärt und gezeigt.</p> <p class="bodytext">Und auch der Bestattungswagen, der vor der Türe geparkt war, wurde gezeigt und erklärt und konnte von allen ausführlich inspiziert und erforscht werden, inklusive Probesitzen und vielen Erläuterungen zu den Besonderheiten so eines Autos.</p> <p class="bodytext">Zur Verabschiedung bekamen alle Kinder dann noch ein kleines Geschenkpäckchen von mymoria und danach ging es zum Eisessen!</p> <p class="bodytext">Auch dieser lehrreiche Ausflug hat wieder gezeigt, wie selbstverständlich und unaufgeregt die Kinder an das „Tabuthema“ Tod herangehen und es hinterfragen. Und wie wichtig es ist, zu lernen, dass der Tod auch ein Teil des Lebens ist und nicht dämonisiert oder „totgeschwiegen“ werden sollte. </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-614</guid> <pubDate>Mon, 29 Jul 2024 12:30:59 +0200</pubDate> <title>Rundum gelungenes rundes Jubiläum in Alterlangen</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/rundum-gelungenes-rundes-jubilaeum-in-alterlangen.html</link> <description>Mit einem großen Fest für alle aktuellen und ehemaligen Kinder, Eltern, Mitarbeitenden, Freund*innen, Förder*innen und Nachbarn hat die Humanistische Kinderkrippe in Alterlangen ihr 10-jähriges Bestehen gefeiert. Von früh bis spät herrschte viel Trubel und im ganzen Haus war etwas geboten. </description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Wenn sich Eltern und Kinder, die am ersten Tag des Bestehen 2014 dabei waren, nach mehreren Stunden auf dem Fest überschwänglich von Leiterin Eileen Robinson und dem Team verabschieden, dann zeigt das einerseits die große Verbundenheit auch nach so langer Zeit und bestätigt außerdem, dass die besondere Atmosphäre und Harmonie bis heute erhalten geblieben ist.</p> <p class="bodytext">Dementsprechend viele Kinder und Eltern, die in den vergangenen 10 Jahren hier waren, sind zum Jubiläum gekommen und fühlen sich bis heute verbunden und glücklich über diesen gelungenen Start ins Leben. Entsprechend groß war die Wiedersehensfreude bei vielen Ehemaligen. Denn die schöne Krippe hat nicht nur ein engagiertes und sympathisches Team, sondern bietet auch alle Räumlichkeiten, Spiel- und Lernmöglichkeiten, die Kinder zwischen 0 und 3 brauchen. Hier darf jedes Kind so sein, wie es ist. Das Eingehen auf die unterschiedlichen Persönlichkeiten und die Beteiligung der Kinder ist eines der Grundprinzipien humanistischer Pädagogik, die alle so schätzen. </p> <p class="bodytext">Schon am Eingang empfing die Gäste ein großes Banner und für den runden Jahrestag hatten die Kinder Plakate gestaltet und im Hof aufgehängt, die die „Bilanz“ der ersten zehn Jahren zeigen: 37-mal wurde in dieser Zeit zusammen gefeiert und sage und schreibe 554 Kinder wurden hier in ihren ersten Lebensjahren betreut. Aber auch die übrigen Räume und der großartige Garten waren geöffnet und festlich geschmückt. Eine Ausstellung im ersten Stock zeigt, was für tolle Kunstwerke aus Naturmaterialien entstehen können, und viele andere Wände erzählen Geschichten von Projekten und Erlebnissen, wie Ausflügen oder den Farbwochen.</p> <p class="bodytext">Ein riesiges Buffet, zu dem alle Eltern etwas beigetragen hatten, sowie der Grillstand ließen keine kulinarischen Wünsche offen. Und natürlich kamen die kids voll auf ihre Kosten: Immer schwer belagert war der Kinder-Schmink-Stand und irgendwann hatten quasi alle Kinder bunt verzierte Gesichter, Arme und Hände. Außerdem gab es Dosenwerfen, eine Schatzsuche und eine Tombola. </p> <p class="bodytext">In kurzen Ansprachen gratulierten Erlangen Bürgermeister Jörg Volleth und HV-Vorstand Michael Bauer und betonen, was für eine besondere und wichtige Einrichtung die Krippe hier ist. Volleth bedankte sich ausdrücklich bei der Humanistischen Vereinigung für die Bereicherung des pädagogischen Angebots in der Universitätsstadt. Leiterin Eileen Robinson wandte sich an alle, die die Krippe heute und in den zurückliegenden 10 Jahren unterstützt, sich engagiert und dafür gesorgt haben, dass sich alle so wohl fühlen. In emotionalen Worten beschrieb sie, wie viel der Austausch und die Kontakte und Beziehungen zu Eltern das Krippenleben bereichert und verbessert haben:</p> <p class="bodytext"><em>„Da sind Beziehungen aufgebaut worden, durch die ganzen ersten Phasen hindurch, wo Du erstmal lernen musst, mit den Kindern zu sprechen, in denen sie gelernt haben, was ihre Bedürfnisse sind. Du hast sie wachsen sehen, wir haben zum Beispiel sechsmonatige Babys aufgenommen, die quasselnd wie ein Wasserfall die Krippe nach drei Jahren verlassen haben, bei denen man dachte: Meine Güte – was da alles passiert ist! Wir kriegen auch oft Rückmeldung von Kindergärten, wie selbständig die Kinder sind, die aus unserer Krippe kommen, wie mega-gut die schon unterwegs sind. Und Du weißt, Du hast einen Teil dazu beigetragen die letzten zehn Jahre lang. Und dass in einem Team, das fast kontinuierlich gleichgeblieben ist und einer super-engagierten Elternschaft. Das ist zwar auch manchmal anstrengend, aber Und wenn Du das dann alles siehst, dann weißt Du, warum Du das machst!“</em></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-613</guid> <pubDate>Fri, 26 Jul 2024 11:27:48 +0200</pubDate> <title>Jugendliche unterstützen Kleiderläden für alle mit Videodreh</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/jugendliche-unterstuetzen-kleiderlaeden-fuer-alle-mit-videodreh.html</link> <description>In ihrem Seminar „Bertolt Brecht Schule hilft“ haben sich einige Jugendliche die Kleiderläden der Humanistischen Vereinigung herausgesucht, um die nachhaltigen Ideen der Second-Hand-Mode mit einem selbst gedrehten Werbevideo bekannter zu machen. </description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Second Hand Mode erfreut sich gerade bei jungen Leuten immer größerer Beliebtheit. Selbst mit schmalem Budget lassen sich wahre Schätze finden und nachhaltig ist Gebrauchtkauf allemal.</p> <p class="bodytext">In der letzten Schulwoche vor den Ferien haben sich ein Dutzend Schüler*innen der Bertolt-Brecht-Schule in Nürnberg Langwasser auf den Weg in unserem dortigen Kleiderladen gemacht. Im Rahmen des Seminars „Bertolt Brecht Schule hilft“ waren die Elftklässler*innen das ganze Schuljahr über in gemeinnützigen Einrichtungen unterwegs und haben dort als Gruppe einen Arbeitseinsatz gestartet. </p> <p class="bodytext">In unserem Kleiderladen in Langwasser machten sich die 10 Jugendlichen an einem Vormittag auf ganz unterschiedliche Weise ans Werk: Unter der Anleitung von Verkäuferin Olena Potyekhina wurde im Lager aufgeräumt und die Dekokisten hervorgeholt, um die Warenpräsentation saisonal auf Vordermann zu bringen. Eine weitere Gruppe war damit beschäftigt, Outfits für einen Videodreh herauszusuchen. Das entstandene Video zeigt, dass von Abendkleid bis Skianzug in unserem Laden wirklich alles zu finden ist. Gerade die Auswahl an Retromode begeisterte die Teenager und alle hatten sichtlich Spaß beim Shooting und dem anschließendem Videoschnitt. </p> <p class="bodytext">Wir sagen danke für den Einsatz der Schüler*innen und für den entstandenen Videoclip!</p> <p class="bodytext"><a href="https://youtube.com/shorts/dDtmUTz1ckA" target="_blank">Den entstandenen Videoclip können Sie hier ansehen!</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-612</guid> <pubDate>Wed, 17 Jul 2024 12:22:19 +0200</pubDate> <title>Feierlicher Start in ein neues Kapitel des Lebens</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/start-in-ein-neues-kapitel-des-lebens.html</link> <description>Knapp 70 Jugendliche haben am vergangenen Wochenende gemeinsam mit ihren Familien und Freund*innen bei der Humanistischen Jugendfeier Bayern den großen Schritt ins Erwachsenenleben gewagt. Erstmals wurde die Feier aufgrund der großen Nachfrage in zwei Gruppen, eine am Vor- und eine am Nachmittag, abgehalten.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Schon zuvor hatten sich die Jugendlichen in Schale geworfen und in der Fürther Stadthalle zur letzten Probe getroffen, damit anschließend ja nichts schief geht. Die Vorfreude und die Aufregung waren zum Greifen, schließlich stand ein ganz besonderer, unvergesslicher Moment im Leben kurz bevor.</p> <p class="bodytext">Gespanntes Warten zunächst auch noch bei den Gästen, aber nachdem die Türen geöffnet, die Karten gezeigt und die Plätze gefunden waren, konnte das Fest beginnen. Ein proppenvoller Saal empfing die Jugendlichen mit tosendem Applaus, als diese in die Halle einzogen. </p> <p class="bodytext">Nach der Begrüßung durch die Moderatorinnen – am Vormittag führten Johanna Körber und Anne Jahnel und am Nachmittag Saskia Pöschel und Babette Hausmann charmant und witzig durch das Programm – war es am Präsidenten der Humanistischen Vereinigung, den Jugendlichen mit seiner Rede noch etwas auf den Weg zu geben: Sebastian Rothlauf schlug den Bogen zu vorherigen Generationen und beschrieb die großen Unterschiede zu den heutigen Herausforderungen wie Globalisierung, Klimawandel oder technologischen Umbrüchen. Er fand aber auch Gemeinsamkeiten, wie etwa den Willen der jüngeren Generationen, sich aktiv am Wandel und an der Gestaltung ihrer Zukunft zu beteiligen, eigene Lösungsansätze zu entwickeln und für diese auch einzustehen. Dafür wünschte er den Jugendlichen Kraft, Zuversicht und Durchhaltevermögen, um die eigene Identität und Überzeugungen im neuen Lebensabschnitt zu finden und sich mit Vernunft und Menschlichkeit an der Gestaltung der Welt von morgen zu beteiligen.</p> <p class="bodytext">Einen passenden musikalischen Rahmen für die anschließenden Auftritte der Jugendlichen in kleinen Gruppen bereitete einer der Jugendlichen, Maik Jäger mit seiner Querflöte. Für die zweite Gruppe übernahm das dann Moderatorin Saskia Pöschel am E-Piano.</p> <p class="bodytext">Monatelang hatten sich die Jugendlichen auf diesen Moment vorbereitet, hatten sich bei verschiedenen Treffen, Workshops und Ausflügen mit unterschiedlichen Themen und durch den Austausch miteinander und mit den Betreuer*innen mit dieser Phase der Veränderung im Leben beschäftigt. Dabei wurde viel diskutiert, verglichen, gelernt, ausprobiert und hinterfragt und einen Teil dieser Erlebnisse und Erkenntnisse teilten die Jugendlichen nun mit dem Publikum.</p> <p class="bodytext">Es waren genauso interessante, humorvolle und nachdenkliche Einblicke für alle in die Gefühle, Interessen, Probleme und Perspektiven der jungen Generation. Sie berichteten unter anderem über gemeinsame Erlebnisse und den dadurch entstandenen Teamgeist, Freundschaften fürs Leben, über die eigene humanistische Familiengeschichte, die Gedenkstätte Deutscher Widerstand, den Besuch des Bayerischen Landtags oder die mehrtägige Berlinfahrt. Andere Gruppen thematisierten eine Kinderrechtsaktivistin, Nachhaltigkeit und Umweltschutz, Mode Drogen, Dönerpreise, Obdachlosigkeit oder Möglichkeiten und Gefahren von social media und Künstlicher Intelligenz. </p> <p class="bodytext">Anschließend leitete Mira Illy, Vorsitzende der Jungen Humanist*innen (JuHus) den eigentlichen Festakt ein: Die Überreichung der Jugendfeier-Urkunden samt Rose und Jugendfeierzeitung, gemeinsam mit Jugendreferentin Anita Häfner und Betreuerin Margret Bernreuther.</p> <p class="bodytext">Voller Freude und auch ein wenig Stolz und mit viel Applaus bekamen die Jugendlichen dann einzeln ihre Urkunden, auf die Leinwand hinter ihnen wurde der jeweils persönlich gewählte Spruch oder das gewählte Zitat projiziert. </p> <p class="bodytext">Merklich wich die Anspannung nun schnell dem Glück, den eigenen Auftritt und den symbolischen Übertritt ins Erwachsenenleben geschafft zu haben und noch auf der Bühne für die begehrten Fotos fürs Familienalbum posieren zu können. </p> <p class="bodytext">Anschließend fielen sich die Jugendlichen mit ihren Familien und Freunden in die Arme, welch wunderbare Moment der Verbundenheit, Freundschaft und Liebe.</p> <p class="bodytext">Ein riesiges Dankeschön gebührt dem tollen, etwa 20-köpfigen Team aus JuHus und ehrenamtlichen Helfer*innen, die mit ihrem Einsatz so viele Erlebnisse und ein so gelungenes Fest überhaupt erst möglich gemacht hatten. </p> <p class="bodytext">Alle weiteren Infos zur Humanistischen Jugendfeier und zur Anmeldung für 2025 gibt es hier: <a href="http://www.jugendfeier.de" target="_blank">www.jugendfeier.de</a> </p> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-611</guid> <pubDate>Tue, 09 Jul 2024 10:17:57 +0200</pubDate> <title>Neue Horizonte für kleine Entdecker*innen in Langwasser</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/neue-horizonte-fuer-kleine-entdeckerinnen-in-nuernberg-langwasser.html</link> <description>Wir freuen uns über weiteren Zuwachs in der HV-Familie! Die Humanistische Kinderkrippe Nürnberg Langwasser öffnet im September und bietet dann 36 Kindern optimale Räumlichkeiten zum ganzheitlichen Lernen und Spielen. </description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Zu Beginn des neuen Kita-Jahres ist es soweit: Die Humanistische Vereinigung übernimmt ab dem 1. September 2024 die Kinderkrippe in der Karwendelstraße 12 in Nürnberg Langwasser, die bisher von Diakoneo geführt wurde. Somit entsteht eine weitere pädagogische Einrichtung mit humanistischer Prägung, die Platz für insgesamt 36 Kinder im Alter von sechs Monaten bis zum Eintritt in den Kindergarten bietet.</p> <p class="bodytext">Das Team und die Kinder der neuen Krippe können es kaum erwarten, in die frisch gestalteten Räumlichkeiten einzuziehen. Die hellen und freundlichen Räume sind speziell nach den Bedürfnissen der kleinen Forscher*innen und Entdecker*innen eingerichtet. „Wir haben verschiedene Funktionsräume, darunter einen Bauraum, einen Kreativraum, ein Kinderrestaurant und vieles mehr“, erklärt Selina Berberich, die neue Einrichtungsleitung. „Hier können die Kinder so sein, wie sie wollen und je nach Interesse frei spielen und lernen.“</p> <p class="bodytext">Hervorzuheben ist die Nestgruppe als sicherer Rückzugsort für die Eingewöhnung der Kinder. Nach und nach erkunden sie die weiteren Räumlichkeiten wie den Bewegungsflur, den Ruheraum, den Rollenspielraum und den Garten. „Uns ist wichtig, dass sich die Kinder bei uns geborgen fühlen und in ihrem eigenen Tempo die Welt entdecken können“, betont Berberich. Insbesondere der riesige Garten mit verschiedenen Kletter- und Spielgeräten bietet alles, was Kinder zum Flitzen, Herumtollen und Spaßhaben brauchen. </p> <p class="bodytext">Die pädagogische Arbeit der Krippe orientiert sich an den Leitgedanken Aufklärung, Vernunft, Toleranz und Selbstbestimmung: Dabei stehen Orientierung an den Bedürfnissen der Kinder, ganzheitliches Lernen und die Krippe als gemeinschaftlicher Lebensraum im Mittelpunkt. „Partizipation ist ein grundlegendes Prinzip unserer Arbeit“, erklärt Berberich. „Wir gestalten den Alltag gemeinsam mit den Kindern und geben ihnen die Möglichkeit, an allen Entscheidungen, die sie betreffenden, auch teilzuhaben.“</p> <p class="bodytext">Für das kommende Kitajahr ab September 2024 sind noch Betreuungsplätze frei. Interessierte Eltern können sich auf der Website der Krippe informieren oder direkt Kontakt zur Einrichtungsleitung Selina Berberich unter der Telefonnummer 0174 - 7408111 oder per E-Mail an <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('lzhksn9kzmfvzrrdqZgu,jhszr-cd');">langwasser[at]hv-kitas.de</a> aufnehmen.</p> <p class="bodytext">Das Team der neuen Krippe besteht derzeit aus zwei Kinderpflegerinnen, einer Fachkraft, einer Sozialpädagogin sowie einer Assistenzkraft und Hauswirtschaftskraft. Es werden noch <a href="https://www.hv-kitas.de/nc/unsere-kindertagesstaetten/nuernberg/haus-fuer-kinder-moegeldorf/aktuelles-termine/detail/article/nuernberg-langwasser-erzieherin-vollzeit-gesucht/" target="_blank">ein(e) Erzieher*in bzw. Pädagogische Fachkraft (m/w/d)</a> und <a href="https://www.hv-kitas.de/nc/unsere-kindertagesstaetten/nuernberg/haus-fuer-kinder-moegeldorf/aktuelles-termine/detail/article/kinderkrippe-nuernberglangwasser-kinderpflegerin-zum-01092024-gesucht/" target="_blank">ein(e) Kinderpfleger*in bzw. Sozialpädagogische Ergänzungskraft / Assistenz (m/w/d)</a> in Voll- oder Teilzeit gesucht.</p> <p class="bodytext">„Wir freuen uns schon alle riesig darauf, gemeinsam mit den Kindern und ihren Familien einen neuen Lebensraum zu gestalten und die Kinder auf ihrem Weg zu begleiten“, so Berberich abschließend.</p> <p class="bodytext">Für weitere Informationen besuchen Sie die <a href="https://www.hv-kitas.de/unsere-kindertagesstaetten/nuernberg/kinderkrippe-nuernberg-langwasser/" target="_blank">Website der Humanistischen Kinderkrippe Nürnberg Langwasser.</a> </p> <p class="bodytext">Kontakt:</p> <p class="bodytext">Selina Berberich, Einrichtungsleitung</p> <p class="bodytext">Telefon: 0174 - 7408111</p> <p class="bodytext">E-Mail: <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('lzhksn9kzmfvzrrdqZgu,jhszr-cd');">langwasser[at]hv-kitas.de</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-610</guid> <pubDate>Thu, 04 Jul 2024 11:55:39 +0200</pubDate> <title>Weil jedes Kind zählt – jetzt Online-Petition unterzeichnen </title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/weil-jedes-kind-zaehlt-jetzt-online-petition-unterzeichnen.html</link> <description>Die Kampagne &quot;Jedes Kind Zählt&quot; ist die größte bundesweite Kita-Kampagne aller Zeiten. Sie setzt sich dafür ein, dass die Politik die Bedingungen für die Kitas und Kinder im Land verbessert.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Unsere Mitarbeitenden in den humanistischen Kitas und Krippen kümmern sich täglich mit vollem Einsatz um die frühkindliche Bildung. Damit die Qualität der Betreuung und die Angebote der Einrichtungen erhalten oder sogar noch verbessert werden kann, setzt sich die Kampagne „Jedes Kind zählt“ für verbindliche Qualitätsstandards ein. Denn angesichts der drohenden Kürzungen im Bundeshaushalt 2025 könnten diese in Gefahr geraten. Das soll mit einer Online-Petition verhindert werden: Der Bund soll sein Versprechen halten und ein gutes Qualitätsentwicklungsgesetz mit starken bundesweiten Standards auf den Weg bringen. </p><ul><li style="text-indent:-18.0pt">&nbsp; &nbsp;&nbsp;<span style="font:7.0pt &quot;Times New Roman&quot;"> &nbsp;&nbsp; </span>Jede Kita soll mindestens eine zusätzliche Profilstelle erhalten, um Bereiche wie Sprachbildung und Inklusion gezielt zu unterstützen</li><li><span style="font:7.0pt &quot;Times New Roman&quot;"></span>Verbindliche Mindestpersonalstandards: Es müssen klare Richtlinien für den Personalbedarf festgelegt werden, damit genug Fachkräfte für eine angemessene Betreuung und Förderung der Kinder zur Verfügung stehen.</li><li><span style="font:7.0pt &quot;Times New Roman&quot;"></span>Stärkere Praxis- und Fachberatung: Die Qualität der frühkindlichen Bildung soll durch verstärkte Praxis- und Fachberatung weiter verbessert werden.</li><li> Ausreichend Kita-Plätze für alle Kinder: Jedes Kind verdient einen Platz in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege. Der Ausbau von Kitaplätzen muss dort intensiviert werden, wo diese noch fehlen.</li></ul><p class="bodytext">Zahlreiche Partner und Organisationen wie die GEW, ver.di, AWO unterstützen die Kampagne sowie die Petition. Der Petitionsaussschuss des Deutschen Bundestages hat die Petition zur Online-Mitzeichnung freigeschaltet. Eine einfache Möglichkeit, den Link zu teilen, bietet der QR Code. </p> <p class="bodytext">Um die Online-Petition des Bundestages bis zum 9. Juli zu unterzeichnen, kann sich jede(r) hier registrieren: <a href="https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2024/_05/_03/Petition_167142.html" target="_blank">https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2024/_05/_03/Petition_167142.html</a> </p> <p class="bodytext">Alle Infos, News und Material unter: <a href="https://jedes-kind-zaehlt.de/" target="_blank">https://jedes-kind-zaehlt.de/</a></p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-609</guid> <pubDate>Wed, 03 Jul 2024 10:53:54 +0200</pubDate> <title>Stimmungsvolle Jugendfeier im hohen Norden</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/stimmungsvolle-jugendfeier-im-hohen-norden.html</link> <description>Am Samstag, den 29. Juni 2024, hat sich das Kulturzentrum Marstall am Schloss in Ahrensburg in einen Ort der Feierlichkeit und Freude verwandelt. Viele junge Menschen aus Schleswig-Holstein waren zusammmengekommen, um mit der Humanistischen Jugendfeier einen bedeutsamen Meilenstein in ihrem Leben zu zelebrieren.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Atmosphäre im Marstall war festlich und voller Stolz. Familien und Freunde der Jugendlichen füllten den Saal, um den Moment mit ihnen zu teilen. Die Veranstaltung begann mit einem Grußwort von Jürgen Steinecke, das die Bedeutung dieses besonderen Tages unterstrich und die jungen Menschen ermutigte, ihren eigenen Weg mit Mut und Selbstbewusstsein zu gehen. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten die Sängerin Christina Schäfer und der Pianist Max McMahon, ihre einfühlsamen Darbietungen verliehen der Feier eine ganz besondere Note. </p> <p class="bodytext">Die Festansprache wurde von Arne Lund gehalten. In seiner inspirierenden Rede sprach er über die Herausforderungen und Chancen des Erwachsenwerdens und ermutigte die Jugendlichen, ihre Träume zu verfolgen und stets neugierig und offen für Neues zu bleiben. Lunds Worte fanden großen Anklang und wurden mit herzlichem Applaus gewürdigt. </p> <p class="bodytext">Im Anschluss an die offiziellen Reden und die musikalischen Beiträge folgte der feierliche Höhepunkt des Tages: die Überreichung der Urkunden. Die stolzen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten ihre Auszeichnungen, begleitet von anerkennenden Worten und herzlichen Glückwünschen.</p> <p class="bodytext">Ein besonderer Dank gilt allen, die zum Gelingen der Feierlichkeiten beigetragen haben. Ohne das Engagement und die Unterstützung vieler helfender Hände wäre diese wundervolle Veranstaltung nicht möglich gewesen.</p> <p class="bodytext">Für alle, die bereits jetzt gespannt auf das kommende Jahr blicken: Die neue Saison beginnt im November 2024 mit einem bunten und kreativen Vorbereitungsprogramm. Die nächsten Abschlussfeiern für die Jugendlichen aus Stormarn sind bereits für Samstag, den 14. Juni 2025, im Ahrensburger Marstall geplant.</p> <p class="bodytext">Wir wünschen unseren diesjährigen Absolventinnen und Absolventen alles Liebe und Gute für ihre Zukunft und freuen uns darauf, auch im nächsten Jahr wieder solch einen besonderen Tag gemeinsam zu feiern.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-608</guid> <pubDate>Wed, 26 Jun 2024 15:24:08 +0200</pubDate> <title>Gemeinschaft und Genuss: Herrliches Sommerfest auf dem Jurahof</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/gemeinschaft-und-genuss-herrliches-sommerfest-auf-dem-jurahof.html</link> <description>Bei strahlendem Sonnenschein und bester Stimmung wurde zum zweiten Mal das Sommerfest der heilpädagogischen Wohngruppe „die 9“ auf dem idyllischen Jurahof in Schmidtstadt gefeiert.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Den ganzen Nachmittag waren Einblicke in das harmonische Miteinander und die Idee der sozialen Landwirtschaft möglich, die das Herzstück der Gemeinschaft auf dem Hof bilden.<br />Schon die Vorbereitung für das Fest war ein Gemeinschaftswerk, an dem alle mit Eifer mitgewirkt haben.</p> <p class="bodytext">Eingeladen war das gesamte Netzwerk, das unsere Jugendlichen unterstützt: Familien, Lehrer, Therapeuten, Vertreter der Jugendämter, Freunde, Vereinstrainer und viele mehr. Die rege Teilnahme und die Vielzahl an Besuchern spiegelten die Verbundenheit und das Interesse an unserer Arbeit wider.<br />Begehrt waren natürlich die kulinarischen Angebote: frische Pizzen aus dem Steinofen, deftige Leckereien vom Grill und süße Köstlichkeiten aus der Eistruhe – alles wurde gegen eine freiwillige Spende ausgegeben. Die Kaffee- und Kuchentheke lockte mit einer riesigen Auswahl an selbstgebackenen Kuchen, während die Jugendlichen an der Cocktailbar erfrischende alkoholfreie Drinks mixten. Wir möchten uns herzlich bei allen bedanken, die so großzügig gespendet haben und damit unsere Arbeit unterstützen.</p> <p class="bodytext">Ein weiterer Anziehungspunkt war der Stand mit selbstgemachten Produkten der Jugendlichen, wie beispielsweise Kerzen, Schlüsselanhängern, Gutscheinen, Samenbomben, Bärlauchpesto, Kräutersalz, Apfelchips und Apfelsaft. <br />Ein Highlight war die amüsante Versteigerung von Zinnkühen, die von den Jugendlichen gegossen wurden. Die Beteiligung war groß und die Großzügigkeit der Bieter überwältigend.<br />Für die kleinen Gäste gab es um den Jurahof herum zahlreiche Aktivitäten: eine Buttonmaschine, ein Fußballspiel, eine Stroh-Hüpfburg, ein XXL-Vier-Gewinnt-Spiel, einen Kicker und die äußerst beliebten Bubble-Balls. </p> <p class="bodytext">Für die musikalische Untermalung sorgte der Musiker „buzzlooka“ mit seiner hand- und fußgemachten Musik, die für eine coole Atmosphäre sorgte. </p> <p class="bodytext">Infotafeln zeigten das Leben der Wohngruppe und das Konzept der sozialen Landwirtschaft. Führungen durch die Wohngruppe und die Ställe des Bio-Bauernhofs wurden von den Gästen sehr gut angenommen. Spannend war es auch für viele, einen Blick in die Ställe zu werfen und mehr über die biologische Landwirtschaft zu erfahren. </p> <p class="bodytext">Die vielen Besucher*innen und die positive Resonanz motivieren, auch im nächsten Jahr wieder ein Sommerfest zu planen. Wir danken allen Beteiligten und Besuchern für ihre Unterstützung und freuen uns schon jetzt auf das kommende Fest, das sicherlich wieder ein Highlight im Kalender der Wohngruppe „die 9“ sein wird.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-607</guid> <pubDate>Tue, 25 Jun 2024 11:58:38 +0200</pubDate> <title>Wir brauchen Deine Stimme! </title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/wir-brauchen-deine-stimme.html</link> <description>Die Humanistischen Kitas Mögeldorf und St.Peter und die Krippe in der Wölckernstraße sind beim großen Kita Voting der Sparkasse Nürnberg dabei!</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Mit dem Wettbewerb „Zukunft gestalten“ werden gezielt Kitas aus Nürnberg und dem Nürnberger Land gefördert, um die pädagogische Arbeit zu unterstützen. Dazu haben sich die Kitas mit ganz konkreten Wünschen oder Projekten beworben, von denen dann einige ausgewählt wurden. Die Preise:</p> <p class="bodytext">1. Platz: 4.000 Euro, 2. Platz: 3.000 Euro, 3. Platz: 2.000€ Euro, 4. Platz: 1.000€ Euro</p> <p class="bodytext">Bitte helft mit eurer Stimme, dass einer oder mehrere Preise an Humanistische Kitas gehen.</p> <p class="bodytext">Einfach diesem Link folgen und für eine unserer Einrichtungen abstimmen! </p> <h3><a href="https://s-magazin.de/poll/sparkasse-nuernberg-zukunft-gestalten/" target="_blank">https://s-magazin.de/poll/sparkasse-nuernberg-zukunft-gestalten/</a></h3> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <p class="bodytext">Das Voting läuft bis am Sonntag, 21. Juli um 22 Uhr. </p> <p class="bodytext">Je mehr Stimmen wir sammeln, desto höher ist die Chance, zu gewinnen! </p> <h3>VIELEN DANK!</h3>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-606</guid> <pubDate>Fri, 21 Jun 2024 16:15:03 +0200</pubDate> <title>Herausforderungen und Perspektiven - Gedanken zum Welthumanist*innentag</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/herausforderungen-und-perspektiven-gedanken-zum-welthumanistentag.html</link> <description>Der heutige Welthumanist*innentag ist eine gute Gelegenheit, um über die Lage des Humanismus nachzudenken - ein Kommentar von Michael Bauer, Vorstand der Humanistischen Vereinigung: </description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Uns Europäer*innen sind viele Errungenschaften des säkularen Denkens, der Wissenschaften und der geistigen Freiheit selbstverständlich geworden. Das ist einerseits gut, weil unser Lebensstil, der European Way of Life, mit seinen Werten wie Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und sozialer Sicherheit tief in unseren staatlichen Institutionen verankert ist. Doch andererseits ist diese Selbstverständlichkeit trügerisch, denn sie ist beim genaueren Hinsehen nicht vorhanden. Politische Interessen auf der extremen Rechten, aber auch der populistischen Linken streben einen Umbau dieser Institutionen auf der Grundlage autoritärer und reaktionärer Ziele an, und sie erhalten dafür zunehmende Unterstützung bei Wahlen. Prominentes Beispiel dafür ist schon seit einigen Jahren Ungarn, aber inzwischen sind auch immer mehr Gründungsmitglieder der EU wie Italien, Frankreich, die Niederlande und leider auch Deutschland betroffen. Selbst auf unserer humanistischen „Insel der Seligen“ dürfen wir nicht vergessen, dass wir die Errungenschaften der Freiheit verteidigen müssen, wenn wir sie nicht verlieren wollen.</p> <p class="bodytext">In einer noch weit finstereren Dimension gilt dies für unseren östlichen Nachbarn Ukraine, der sich gegen einen blutigen Eroberungsversuch Russlands wehren muss. Russlands Ziel ist die Ausbreitung des ideellen Konstrukts einer „russischen Welt“, deren faschistische Züge immer deutlicher zu erkennen sind. In dieser „russischen Welt“ des Kremls könnten wir Humanist*innen kaum existieren, ohne Repression, Verfolgung, Inhaftierung oder Schlimmeres befürchten zu müssen. </p> <p class="bodytext">In viel zu vielen Gesellschaften vor allem des globalen Südens haben Humanist*innen mit Verfolgung und Unterdrückung zu kämpfen, in manchen sogar mit der Bedrohung ihres Lebens durch Fanatiker*innen, religiös aufgepeitschte Mobs oder verbrecherische staatliche Institutionen. Ihnen gilt unsere Solidarität, und wir lassen sie nicht aus unserem Blick.</p> <p class="bodytext">Trotz aller Widrigkeiten: Humanist*innen hoffen auf eine Welt, in der das rationale Argument zählt und in der Mitmenschlichkeit und Empathie die Grundlage des Zusammenlebens sind, und wir versuchen durch unser Handeln, dieser Vision näher zu kommen. Doch auch vor unserer Haustür müssen wir erkennen, dass dies nur möglich sein wird, wenn wir unsere offenen Gesellschaften entschlossen gegen diejenigen verteidigen, die ganz andere Ziele verfolgen. Das Dilemma, wie mit den Feinden der offenen Gesellschaften unseres Globus‘ umgegangen werden soll, ohne die eigenen Werte zu beschädigen, wird uns wohl noch lange beschäftigen. </p> <p class="bodytext">Vielleicht hilft es, wenn wir uns bewusst machen, wieviel wir erreicht haben – und wieviel auf dem Spiel steht. Atemberaubende technische Möglichkeiten, medizinischer Fortschritt, steigende Lebenserwartung, ein noch nie gekanntes Ausmaß an gesellschaftlichem Wohlstand (womit über dessen fairer Verteilung noch nichts gesagt ist), all dies ist begründet in unserer Art und Weise, an die Dinge heranzugehen. Neugierig Forschen und sich nicht auf irgendwelche Autoritäten beschränken, selbst Denken anstatt andere für sich Denken lassen, sein Leben in die Hand nehmen, anstatt auf höhere Mächte zu hoffen – humanistische Überzeugungen sind die positiven Grundlagen unserer Zivilisation. </p> <p class="bodytext">Humanist*innen haben also allen Grund, selbstbewusst und vielleicht sogar mit Stolz auf den Anteil ihrer Weltsicht am Fortschritt der Menschheit zu blicken. Und sie haben ebenfalls allen Grund, wachsam zu bleiben.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-605</guid> <pubDate>Fri, 21 Jun 2024 09:58:51 +0200</pubDate> <title>Das Humanistische Radiomagazin im Juni 2024</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/humanistisches-radiomagazin-juni-2024.html</link> <description>Am kommenden Sonntagmorgen erwartet Sie die neue Ausgabe des Radiomagazins der Humanistischen Vereinigung auf Bayern 2. Dieses Mal mit spannenden Einblicken in zwei Veranstaltungen, die dazu beitragen wollen, humanistische Werte in unserer Gesellschaft zu tragen und zu festigen, außerdem wie gewohnt mit den wichtigsten humanistischen News.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der erste Schwerpunkt der Sendung ist das Stadtteilpicknick für Demokratie und Menschenrechte, an dem sich jedes Jahr der Humanistische Kindergarten St. Peter beteiligt. Das Fest soll ein Zeichen setzen für Toleranz, Offenheit und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und hat vor dem Hintergrund der letzten Wahlen und des jüngsten Erstarkens antidemokratischer Gruppen an Dringlichkeit und Bedeutung gewonnen. Wir haben mehrere Interviews mit den Teilnehmer*innen und Organisator*innen geführt, die ihre Sichtweisen und Erfahrungen teilen. Die Gespräche zeigen, wie wichtig es ist, der jüngeren Generation die Werte von Mitmenschlichkeit, Demokratie und Menschenrechten zu vermitteln. Gleichzeitig wird deutlich, dass es oft nicht leicht ist, die Ursachen von Intoleranz und Rassismus zu bekämpfen. Einen Bericht zum Stadtteilfest finden Sie hier: Gemeinsam friedlich und weltoffen - Stadtteilfest für Demokratie und Menschenrechte.</p> <p class="bodytext">Im zweiten Highlight der Sendung geht es um das Vorbereitungsprogramm zur Humanistischen Jugendfeier Bayern. Diese Feier markiert einen wichtigen Meilenstein im Leben der Jugendlichen, den Übergang ins Erwachsenenalter. Wir haben die Jugendlichen zu einem Medienworkshop begleitet, der Teil ihrer Vorbereitung ist. Darin lernten sie nicht nur den Umgang mit modernen Medien, sondern auch wichtige Fähigkeiten wie kritisches Denken und verantwortungsbewusste Kommunikation. Die jungen Teilnehmer*innen teilten ihre Erfahrungen und Eindrücke, und wir beleuchten, wie solche Erfahrungen helfen, selbstbewusste und reflektierte Erwachsene zu werden. Weitere Details hierzu finden Sie unter: <a href="nachricht/auf-dem-weg-zu-erwachsenen-jugendliche-bereiten-sich-auf-jugendfeiere-vor.html">Auf dem Weg zu Erwachsenen - Jugendliche bereiten sich auf Jugendfeier vor.</a> </p> <p class="bodytext">Wir laden Sie herzlich ein, am Sonntagmorgen Bayern 2 einzuschalten oder den <a href="aktuelles/radiopodcast.html">Podcast auf unserer Website</a> zu hören. Wir wünschen Ihnen dabei viel Vergnügen!</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-604</guid> <pubDate>Wed, 19 Jun 2024 10:36:02 +0200</pubDate> <title>Fröhliche Reise in die Vergangenheit: Ausflug der Kita Mögeldorf ins Freilandmuseum Neusath-Perschen</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/froehliche-reise-in-die-vergangenheit-ausflug-der-kita-moegeldorf-ins-freilandmuseum-neusath-perschen.html</link> <description>Große Aufregung herrschte am vergangenen Dienstagmorgen im Humanistischen Kindergarten Nürnberg-Mögeldorf. Die lange ersehnte Busfahrt ins Freilandmuseum Neusath-Perschen stand endlich bevor! </description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Schon bei der ersten Fahrt in die Oberpfalz vor einigen Jahren hatten die Kinder und Team tolle &nbsp;Momente erlebt, weshalb nun alle voller Vorfreude auf die neuen Abenteuer waren, die sie dort erwarteten. </p> <p class="bodytext">Mit strahlenden Augen und neugierigen Mienen erkundeten die kleinen Entdecker die historischen Gebäude und begegneten den heimischen Haustieren, die dort in ihrem natürlichen Umfeld leben. Wie wurde früher Mehl gemahlen? Wie heizte man die alten Häuser? Die Kinder lauschten gebannt den Erzählungen über die alten Höfe und Einrichtungen und tauchten ein in die faszinierende Welt vergangener Zeiten.</p> <p class="bodytext">Neben dem lehrreichen Programm gab es natürlich auch ausreichend Gelegenheit zum Spielen und Toben, Federn wurden begutachtet und auf einer Holzbühne getanzt. Im gemütlichen Biergarten stärkten sich die kleinen Abenteurer mit einem Mittagessen, gefolgt von einem leckeren Eis.</p> <p class="bodytext">Die Rückfahrt im Bus war dann geprägt von wohliger Müdigkeit und zufriedenen Seufzern, so viel hatten die Kinder erlebt und neue Eindrücke gesammelt. Um 16.30 Uhr wurden sie glücklich und erschöpft von ihren Eltern in Empfang genommen. Der Ausflug war ein voller Erfolg und wird den Kindern des Humanistischen Kindergartens Nürnberg-Mögeldorf noch lange in Erinnerung bleiben. Er hat ihnen nicht nur viel über die Vergangenheit gelehrt, sondern auch gezeigt, wie viel Spaß es macht, gemeinsam Neues zu entdecken und die Welt mit offenen Augen zu erkunden.</p> <p class="bodytext">Ermöglicht wurde dieser unvergessliche Ausflug durch die großzügige Spende von 1000 Euro der Firma Yormas. &quot;Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung, die es uns ermöglicht hat, allen Kindergartenkindern einen so besonderen Tag zu bereiten&quot;, freut sich die Leiterin der Kita, Sabine Wietz. Ein besonderer Dank gilt auch Herrn Markus Roth, einem ehemaligen „Kindergarten-Papa“, der die gesponsorte Tour angeregt hatte.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-603</guid> <pubDate>Tue, 18 Jun 2024 14:49:17 +0200</pubDate> <title>Gemeinsam für eine bessere Zukunft: World Humanist Day am 21.Juni</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/world-humanist-day-am-21juni-2024.html</link> <description>Der Welttag der Humanist*innen erinnert an die Kraft humanistischer Werte: Vernunft, Empathie und Säkularismus für eine lebenswerte und gerechte Welt.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Jährlich am 21. Juni feiern Menschen weltweit den Welthumanist*innentag. Dieser Tag markiert nicht nur die Sommersonnenwende, sondern auch ein globales Fest der humanistischen Werte: Vernunft, Mitgefühl, Gerechtigkeit und Säkularismus. Die Idee dieses globalen Feiertags entstand in den 1980er Jahren in den USA. Zunächst feierten einzelne lokale Gruppen den Tag an verschiedenen Daten. Im Rahmen einer Konferenz der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union in Oslo einigte man sich dann 1986 auf den 21. Juni, um den Welthumanist*innentag international zu etablieren.</p> <p class="bodytext">Der Tag dient mehreren Zwecken: Zum einen würdigt er die humanistischen Werte und Überzeugungen. Zum anderen dient er der Öffentlichkeitsarbeit, um die humanistische Weltanschauung einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen und Menschen für die positiven humanistische Anliegen zu sensibilisieren. Des Weiteren fördert der Welthumanist*innentag die Vernetzung von Humanist*innen weltweit und stärkt die internationale humanistische Bewegung.</p> <p class="bodytext">Gerade in der momentanen Welt, die von Konflikten, Ungleichheit und manchmal noch Aberglauben geprägt ist, ist die Vermittlung und das Praktizieren humanistischer Werte wichtiger denn je. Humanist*innen stehen ein für vernunftorientiertes, rationales Denken und Wissenschaft, Mitgefühl und Humanität sowie Säkularismus und Religionsfreiheit. Der world humanist day ist ein Tag, um diese Werte zu ehren und sich für eine bessere Zukunft einzusetzen. Humanist*innen weltweit organisieren an diesem Tag vielfältige Veranstaltungen, wie Vorträge, Diskussionen, Workshops und Feiern.</p> <h4>Wir freuen uns als humanistische Organisationen über jedes Interesse und Engagement für diese Werte, die so wichtig sind, an diesem Tag wie auch das gesamte übrige Jahr. Um den Humanismus weiter fördern und gefährdete Humanist*innen auf der ganzen Welt zu verteidigen ist die HV auch auf die Unterstützung von Humanist*innen angewiesen. Bitte denken Sie am Welttag der Humanist*innen darüber nach, uns als Mitglied oder Spender*in zu unterstützen. Alles dazu erfahren Sie auf </h4> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <h4><a href="spenden-stiftung.html">https://www.humanistische-vereinigung.de/spenden-stiftung.html</a> und </h4> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <h4><a href="wer-wir-sind/mitglied-werden.html">https://www.humanistische-vereinigung.de/wer-wir-sind/mitglied-werden.html</a></h4> <p class="bodytext">&nbsp;</p> <h4>Gemeinsam können wir eine Welt gestalten, die von Vernunft, Mitgefühl und Gerechtigkeit geprägt ist.</h4>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-602</guid> <pubDate>Mon, 17 Jun 2024 11:47:55 +0200</pubDate> <title>Gemeinsam stark: „HV-Fusion“ zeigt Zusammenhalt und Wertschätzung</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/gemeinsam-stark-sommerfest-hv-fusion-zeigt-zusammenhalt-und-wertschaetzung.html</link> <description>Es wurde gefeiert, gelacht, geschlemmt und getanzt – bis spät in die Nacht! „HV Fusion“ war das große Sommerfest für alle Mitarbeitenden betitelt.</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Dass die Mitarbeitenden der Humanistischen Vereinigung und des Humanistischen Sozialwerks nicht nur in ihren Jobs kompetent und motiviert sind, sondern auch ziemlich gut miteinander feiern können, haben sie jetzt beim großen Mitarbeitendenfest im Nürnberger Z-Bau eindrucksvoll bewiesen. Zum allerersten Mal waren dazu Kolleg*innen aus allen Einrichtungen bundesweit angereist.</p> <p class="bodytext">Der große Saal war mit einer Rekordzahl von 220 Mitarbeitenden komplett gefüllt. Dank der stimmungsvollen Beleuchtung, der Musik und der liebevollen Dekoration herrschte eine großartige Atmosphäre. Anika Herbst führte mit Charme und Witz durch den Abend und sorgte so von Anfang an für gute Laune. </p> <p class="bodytext">Zu Beginn fand Präsident Sebastian Rothlauf bei seiner Begrüßung gleich die passenden Worte und Vorstand Michael Bauer bedankt sich für den großen Einsatz in den humanistischen Einrichtungen der HV. Er betonte, wie wichtig diese Angebote in unserer Gesellschaft sind und dass es an diesem Abend vor allem die großartigen Menschen geht, die dafür sorgen, dass sich &nbsp;in den Kitas und anderswo alle wohl fühlen und gerne kommen.</p> <p class="bodytext">Die pädagogische Geschäftsführerin Ulrike von Chossy erinnert daran, dass die zurückliegenden Jahre manchmal nicht einfach gewesen seien, aber es nun umso wichtiger sei, die Erfolge in den Blick zu rücken und die vielen positiven Aspekte zu würdigen, die eindeutig überwiegen.</p> <p class="bodytext">Stand-Up-Comedian Michael Jakob traf anschließend mit seinem fränkisch gefärbten Programm voll ins Schwarze und produzierte viele Lacher, da er unter anderem auf den Alltag in Kitas und die Absurditäten des Erzieher*innenberufs einging.</p> <p class="bodytext">Im spielerischen Dialog mit den Kolleg*innen kam dann heraus, wer die weiteste Anreise auf sich genommen hat (die Kolleg*innen der Kita Zauberbaum in Hannover) oder wer am Längsten schon im Dienste der HV steht (Sabine Wietz von der Kita Mögeldorf). </p> <p class="bodytext">Kaum dass das Programm im Saal beendet war, konnten draußen die Foodtrucks zeigen, was sie können: Denn sowohl beim Falafel- und Schawarma-Stand als auch beim Wagen mit den süßen und deftigen Crêpes bildeten sich schnell lange Schlangen und die Fingerfood-Produktion lief lange auf Hochtouren. Manch eine(r) kehrte immer wieder zur verlockenden Candy-Bar zurück, aber auch die Angebote der echten Bar waren schwer begehrt. </p> <p class="bodytext">Im Nebenraum war eine Fotobox aufgebaut, die ebenfalls stets schwer belagert war und für unzählige schräge und lustige Erinnerungen sorgte. Nicht wenige nahmen als Andenken auch ein Henna Tattoo mit nach Hause, durch das sie sich noch wochenlang an diesen besonderen Abend erinnern werden. </p> <p class="bodytext">DJ Mitch heizte den Gästen mit seiner Musik so richtig ein, bis spät in die Nacht wurde getanzt, gelacht und gefeiert. Es war eine tolle Gelegenheit, fernab des Arbeitsalltags mit den Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen.t.</p> <p class="bodytext">Ein großer Dank geht an das Orga-Team um Silke Lukas, die seit Monaten alles vorbereitet und perfekt organisiert hatten. Die Gäste waren jedenfalls begeistert von der &quot;HV Fusion&quot; und sind sich einig: Bei der Humanistischen Vereinigung zu arbeiten ist nicht nur aufgrund des großartigen Engagements und der wertvollen Arbeit eine Freude, sondern auch wegen der wunderbaren Gemeinschaft und den unvergesslichen Erlebnissen, die man hier teilt.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-601</guid> <pubDate>Thu, 06 Jun 2024 14:12:02 +0200</pubDate> <title>Demokratie schützen und stärken: Spannende Diskussion in Berlin</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/demokratie-schuetzen-und-staerken-spannende-diskussion-in-berlin.html</link> <description></description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In vielen demokratischen Staaten haben radikale und populistische Parteien in den vergangenen Jahren an Einfluss gewonnen, auch in Deutschland. Um Auslöser, passende Antworten und Gegenstrategien ging es jetzt bei der Diskussion der Bertelsmann Stiftung „Demokratie schützen und stärken&quot; Ende Mai in Berlin. Mit dabei war die auch Leiterin des Berliner Büros der Humanistischen Vereinigung, Grit Lahmann.</p> <p class="bodytext">Im Mittelpunkt der Gesprächsrunde stand das Buch &quot;Die Tyrannei der Minderheit&quot; von Daniel Ziblatt, Professor an der Harvard University und Direktor am Wissenschaftszentrum Berlin. Es analysiert die besorgniserregende Macht von antidemokratischen Strömungen in westlichen Demokratien. Mit rund 30% Wähleranteil würden diese Minderheiten in den USA, Europa und Deutschland eine ernstzunehmende Größe bilden, die die Stabilität unserer Demokratien tatsächlich gefährden könne. Die Gründe für ihren Einfluss sind vielfältig und regional unterschiedlich.</p> <p class="bodytext">So liege laut Ziblatt beispielsweise in den USA die Macht dieser Minderheit zum Teil in der Verfassung des 18. Jahrhunderts begründet, die ländliche Gebiete überproportional stark repräsentiert und so zur Stärkung der Republikanischen Partei beiträgt. In seinem Buch skizziert er 15 mögliche Reformen, um liberale Demokratien zu transformieren.</p> <p class="bodytext">Daniela Schwarzer, Vorständin der Bertelsmann Stiftung, sprach mit den Teilnehmer*innen über den Rückbau der Demokratie in Europa. Sie warnte vor der Gefahr, dass sich radikale Minderheiten durch die Hofierung rechter Parteien durch Konservative legitimieren und stärken könnten, wie das Beispiel Italiens unter Ministerpräsidentin Meloni zeige. Es sei wichtig, dass nicht nur rechte Parteien Lösungen für die Sorgen der Bürger anbieten, sondern alle demokratischen Kräfte gemeinsam gegen antidemokratische Strömungen vorgehen.</p> <p class="bodytext">Die anschließende Diskussion unter der Leitung von Stephan Vopel bot den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, verschiedene Lösungsansätze zu erörtern. Von der Überprüfung von Verfassungen und Systemen über die Stärkung der Zivilgesellschaft bis hin zu einer differenzierten Berichterstattung in den Medien wurden vielfältige Ideen ausgetauscht.</p> <p class="bodytext">Einigkeit bestand darüber, dass der Schutz und die Stärkung der Demokratie eine gemeinsame Aufgabe aller Bürgerinnen und Bürger ist. Nur durch aktives Engagement und die Bereitschaft zum Dialog können wir unsere freiheitlichen Werte bewahren.</p> <p class="bodytext">Die Veranstaltung bot also sowohl Anlass zur Sorge als auch zur Hoffnung und sie zeigte, dass es vielfältige Möglichkeiten gibt, sich für die Werte der Demokratie einzusetzen.</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-600</guid> <pubDate>Wed, 05 Jun 2024 15:59:37 +0200</pubDate> <title>Auftakt der Humanistischen Jugendfeiern 2024 in Buxtehude</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/auftakt-der-humanistischen-jugendfeiern-2024-in-buxtehude.html</link> <description>An diesem Wochenende hieß es AHOI zur Humanistischen Jugendfeier auf dem coolen Deck2 in Buxtehude!</description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Es war der krönende Höhepunkt nach einer 8-monatigen Vorbereitungszeit. Das musikalische Rahmenprogramm wurde wieder von dem Duo Christina Schäfer und Max McMahon gestaltet.</p> <p class="bodytext"> Jürgen Steinecke, Regionalgeschäftsführer der Humanistischen Vereinigung Norddeutschland, ließ es sich nicht nehmen, extra aus Hannover anzureisen, um den Teilnehmenden und Gästen ein Grußwort zu überbringen.</p> <p class="bodytext">Viel Applaus gab es für die Teilnehmer, die mit ihren eigenen Beiträgen am Gelingen der würdevollen Abschlussfeier entscheidenden Anteil hatten.</p> <p class="bodytext"> Vielen Dank an alle Beteiligten und alle helfenden Hände.</p> <p class="bodytext">Wir wünschen den Jugendfeierlingen alles Gute für die Zukunft!</p>]]></content:encoded> </item> <item> <guid>news-599</guid> <pubDate>Wed, 08 May 2024 11:37:19 +0200</pubDate> <title>Gemeinsam, friedlich und weltoffen: Stadtteilfest für Demokratie und Menschenrechte</title> <link>https://www.humanistische-vereinigung.de/nachricht/gemeinsam-friedlich-und-weltoffen-stadtteilfest-fuer-demokratie-und-menschenrechte.html</link> <description>Auch in diesem Jahr hat der Humanistische Kindergarten St. Peter zusammen mit Schulen, Gruppen und Kultureinrichtungen aus den Stadtvierteln Gleishammer und St. Peter wieder ein farbenfrohes und fröhliches Fest organisiert. Das diesjährige Motto: “Respektvoller Umgang - faires Miteinander“. </description> <content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Mit dem „Stadtteil-Picknick&quot; zwischen der Scharrer-Schule und der Lorschstraße ist im Laufe der Zeit eine erfolgreiche und viel beachtete Initiative gewachsen und hat nun einmal mehr bewiesen, dass das Engagement für ein friedliches und solidarisches Miteinander auf große Resonanz bei den Menschen vor Ort stößt. Insbesondere vor dem Hintergrund des aktuellen Erstarkens rassistischer und rechtsradikaler Positionen setzt das Fest ein deutliches Signal, dass Menschenrechte, gegenseitiger Respekt und eine faire, achtsame Sprache wichtige und nicht verhandelbare Werte sind.</p> <p class="bodytext">Gleich in erster Reihe hatten sich die Erzieherinnen des Humanistischen Kindergartens St.Peter mit zwei Ständen aufgebaut und hatten nicht nur deshalb immer alle Hände voll zu tun. Denn Hunderte von Kindern und Eltern wollten sich die Mitmach-Angebote mit selbstgestalteten Buttons und Glitzer-Tattoos nicht entgehen lassen, viele strahlende Gesichter waren im Laufe des Nachmittags an den HV-Ständen zu beobachten. </p> <p class="bodytext">Aber auch die anderen Organisationen hatten Bänke und Tische, Verkaufsstände, Pavillons, Infotafeln und Spielstationen aufgebaut. Außerdem lockten verschiedene leckere Snacks und Getränke. An sechs Spielstationen konnten Kinder und Jugendliche ihre Geschicklichkeit und Kreativität unter Beweis stellen, dabei Punkte sammeln und diese dann am Ende bei einer großen Tombola gegen Preise eintauschen.</p> <p class="bodytext">Gleichzeitig war auf der Bühne vor der St. Kunigund-Kirche ein unterhaltsames Programm geboten: Livemusik, Tanz, Gauklerei, Artistik und verschiedene Vorführungen faszinierten die Zuschauer*innen und animierten die Kids zum Mitmachen. Außerdem konnten sich alle an einer interaktiven Ausstellung zum Thema Menschenrechte beteiligen. Auf Karten und einem riesigen Banner durfte jede(r) seine Gedanken oder ein Statement gestalten und dann hinzufügen. Heraus kamen viele persönliche und emotionale Botschaften, besonders die der Kinder waren berührend und zeigten, wie sie sich den Umgang und das Zusammenleben mit anderen wünschen. </p> <p class="bodytext">Zudem gab es die Möglichkeit, sich an den Infoständen zum Beispiel über die Arbeit im Stadtteilzentrum „cultfactory Luise“ oder dem Zeltnerschloss zu informieren und mit den Macher*innen ins Gespräch zu kommen. Dabei brachten diese auch ihre Sorgen zum Ausdruck, dass besonders die jüngere Generation Zielscheibe rechtsradikaler Meinungsmache geworden sei, da sie unbedarfter und somit für populistischen Botschaften empfänglich ist. Umso wichtiger sei es, im Alltag und im Umgang mit den sozialen Medien gut gewappnet zu sein, um nicht auf hetzerisches oder menschenverachtendes Gedankengut hereinzufallen. </p> <p class="bodytext">Der Ort der Veranstaltung ist übrigens nicht zufällig gewählt: An genau dieser Stelle hatten vor fast 20 Jahren Mitglieder des Nationalsozialistischen Untergrunds Ismail &nbsp;Yasar in seinem Dönerimbiss kaltblütig ermordet. Ein Walnussbaum und eine Gedenktafel erinnern dort an die grausame Tat gegenüber der Scharrerschule.</p> <p class="bodytext">Teilgenommen haben dieses Mal unter anderem die Scharrer-Mittelschule, die LUISE-Cultfactory, OGS Scharrer, das Kinder- und Jugendhaus Pastorius 49, JiG – Jugendarbeit in Ganztagsschulen, der Kulturladen Zeltnerschloss, der Kinderhort Scharrerstraße, der Vorstadtverein Gleißhammer St. Peter die sowie die Gemeinde und der Kindergarten St. Kunigund. Die fröhliche Atmosphäre und das solidarische Miteinander auf dem Fest haben den Zusammenhalt der Menschen in diesen Stadtteilen, in dem Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen und Weltanschauungen leben, definitiv weiter gestärkt. </p>]]></content:encoded> </item> </channel> </rss>