wenn heute Abend die Sonne untergegangen und Dunkelheit angebrochen sein wird, werden sie wieder Klingeln putzen: verkleidete Kinder in mal mehr, mal weniger morbiden Kostümen. Mit dem ursprünglich aus Irland stammenden Totenfest hat Halloween heute kaum noch etwas zu tun. Die Wurzeln sind indes da: Die christlichen Feiertage Allerheiligen und Allerseelen beschäftigen sich unbestreitbar mit dem Tod.
Vielleicht passt derlei Morbidität auch nur zu gut zur oft grauen Herbstzeit, jedenfalls widmen auch wir uns im November dem Tod als unweigerlichen Bestandteil menschlichen Seins. Wir fragen uns: "Was ist der Tod? Was geschieht mit mir im und nach dem Sterben? Wofür sterben? Warum (nicht) töten?", und begrüßen dazu die Philosophieprofessorin Petra Gehring. Sie spricht am 6. November im Humanistischen Zentrum Nürnberg über den "Tod – wissenschaftliche Theorien und philosophische Sinndeutungen".
Studie über Konfessionsfreie
Ihnen gerne ans Herz legen möchten wir außerdem ein aktuelles Forschungsprojekt der Universität Innsbruck. Vier WissenschaftlerInnen versuchen dort derzeit herauszufinden, wie Konfessionsfreie, AtheistInnen und AgnostikerInnen gestrickt sind: Glauben sie an Wunderkräfte? Welche Rolle spielen Gebet und Meditation in ihrem Alltag? Was halten sie von der Evolutionstheorie? Es handelt sich um eine in dieser Form bislang einzigartige empirische Studie zu den Lebenswelten konfessionsfreier Menschen. Wenn sie an der Studie teilnehmen möchten, können Sie das hier tun.
Günstigenfalls dient die Teilnahme an dieser Studie unser aller Erkenntnisgewinn, auch Ihrem. Ganz sicher schlauer machen außerdem die kommenden Veranstaltungen des HVD Bayern: die philosophische Soirée zum politischen Einfluss der Kirchen in Deutschland, Ludger Pfeils Beschreibung der Philosophie im Alltag und natürlich Petra Gehrings Einführung in Theorien des Todes. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Bis dahin eine schöne Zeit wünscht Ihnen
Ihr HVD Bayern