Menschenkette für Demokratie: Aktion „Rathäuser schützen“

Mit einer eindrucksvollen Menschenkette rund um das Neue Rathaus in Nürnberg haben vergangene Woche hunderte Bürger*innen ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt gesetzt.

Die Aktion war Teil der Aktionswoche „Rathäuser schützen“, zu der die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg vom 24. bis 31. Januar 2026 aufgerufen hatte. Auch Mitarbeitende der Humanistischen Vereinigung beteiligten sich aktiv an der Kundgebung in Nürnberg.

Nach einer Begrüßung durch Stefan Doll, Vorstand der Allianz gegen Rechtsextremismus, reichten sich die Teilnehmenden die Hände und umrahmten das Nürnberger Rathaus vollständig. Die Menschenkette stand symbolisch für Schutz, Verantwortung und Solidarität – und für die klare Botschaft: In unseren Rathäusern ist kein Platz für Demokratie- und Menschenfeinde!

Besondere Unterstützung erhielt die Aktion durch Oberbürgermeister Markus König sowie mehrere Stadträt*innen unterschiedlicher Parteien, die sich im Anschluss an eine Sitzung der Menschenkette anschlossen. Ihre Solidarität unterstrich die überparteiliche Bedeutung der Aktion und machte deutlich: Der Schutz demokratischer Institutionen ist eine gemeinsame Aufgabe aller Demokrat*innen. Im Gespräch unterstrich König die Bedeutung dieses Engagements und wie gerne er die Allianz unterstützt. Zudem sparte er nicht mit Kritik an Verhalten und Mitarbeit der vier rechtsextremen Stadträte in der zurückliegenden Wahlperiode.

Die Aktion „Rathäuser schützen“ fand mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen am 8. März 2026 statt. Rathäuser und Landratsämter sind zentrale Orte demokratischer Mitbestimmung. Hier werden Entscheidungen getroffen, die das tägliche Leben der Menschen unmittelbar betreffen. Sie stehen für Vielfalt, Respekt und das friedliche Zusammenleben in einer offenen Gesellschaft – und genau deshalb geraten sie zunehmend ins Visier antidemokratischer Kräfte. Die Menschenketten der Aktionswoche waren daher nicht nur symbolischer Schutz, sondern auch ein Appell an alle Bürger*innen, insbesondere an Unentschlossene und potentielle Nichtwähler*innen: Demokratie lebt vom Mitmachen. Vom Engagement – und vom Wählen.

Veranstalterin der Aktionswoche ist die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg, ein breit aufgestelltes Netzwerk aus Kommunen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, Initiativen und engagierten Einzelpersonen. Ziel der Allianz ist es, rechtsextremen, rassistischen und demokratiefeindlichen Tendenzen entschlossen entgegenzutreten, Aufklärungsarbeit zu leisten und demokratische Werte in der Region zu stärken. Die Allianz initiiert regelmäßig Aktionen, Bildungsangebote und öffentliche Stellungnahmen – immer mit dem Anspruch, Demokratie sichtbar und erlebbar zu machen. Die Humanistische Vereinigung ist Mitglied in diesem Netzwerk und unterstützt dessen Arbeit aus voller Überzeugung. Denn das Engagement für Demokratie ein zentraler Bestandteil unserer weltanschaulichen Haltung. Humanismus steht für die Würde jedes Menschen, für Selbstbestimmung, Vernunft, Solidarität und gleiche Rechte für alle. Diese Werte können nur in einem demokratischen Rechtsstaat verwirklicht werden. Wenn demokratische Institutionen geschwächt oder verächtlich gemacht werden, geraten auch Menschenrechte, Minderheitenschutz und soziale Gerechtigkeit unter Druck.

Der zunehmende Einfluss radikaler und rechtsextremer Kräfte stellt eine reale Gefahr dar – nicht abstrakt, sondern konkret vor Ort. Umso wichtiger ist es, frühzeitig und sichtbar dagegenzuhalten. 

Die Menschenkette rund um das Nürnberger Rathaus hat gezeigt: Viele Menschen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und Haltung zu zeigen. Friedlich, solidarisch und öffentlich. Ein starkes Zeichen – für heute und für die Zukunft unserer Demokratie.

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