Lichtfest der HV: Gedanken, Gemeinschaft und wärmendes Feuer
Frank Schulze begrüßte die Gäste und leitete den Abend ein. Einen besonderen inhaltlichen Akzent setzte anschließend seine Lesung aus Jean-Paul Sartres „Der Ekel“. Auf den ersten Blick ein Text, der nicht klassisch mit Weihnachten oder festlicher Stimmung verbunden wird – und gerade deshalb ein spannender Ausgangspunkt für Gedanken und Gespräche. Schulze erläuterte Sartres existenzialistischen Blick auf den Humanismus, seine kritische Haltung gegenüber traditionellen humanistischen Konzepten sowie die Fragen nach Sinn, Verantwortung und Freiheit, die sich daraus ergeben. Die Lesung regte zum Nachdenken an und bot reichlich Stoff für anregende Diskussionen.
Im Anschluss entwickelte sich eine gemütliche und harmonische Atmosphäre mit vielen guten Gesprächen. Bei Glühwein, Punsch und anderen Getränken sowie einer Auswahl an Gebäck, Obst und Naschereien wurde das Zusammensein in entspannter Runde genossen.
Den symbolischen Höhepunkt des Abends bildete der gemeinsame Gang in den Hof und Garten des Humanistischen Zentrums. Dort entzündete Sebastian Rothlauf, Präsident der Humanistischen Vereinigung, das Feuer – ein Zeichen für das Licht, das nach der Wintersonnenwende wiederkehrt, und für die Wärme, die aus Gemeinschaft und gemeinsamen humanistischen Werten entsteht.
Das Lichtfest machte einmal mehr deutlich, wie bereichernd die Verbindung von philosophischen Impulsen, humanistischer Reflexion und persönlichem Austausch ist. Ein herzlicher Dank gilt allen, die diesen stimmungsvollen Abend organisiert und mit Leben gefüllt haben.

