HV gründet Betreuungsstelle für Seeleute

Jürgen Steinecke, Axel Kittel und Till Andrzejewski (v. l. ) am Oldenburger Hafen.

Die Humanistische Vereinigung hat den „Seafarer‘s Social Service Oldenburg“ (SSSO) ins Leben gerufen. Am Hafen ist der SSSO nicht nur die erste und bislang einzige soziale Betreuungsstelle für Seeleute, er ist auch die erste humanistische Einrichtung dieser Art in Europa.

Mit Fertigstellung des neuen Wendebeckens im Oldenburger Hafen werden künftig Schiffe von bis zu 180 Metern Länge in den Hafen einfahren können. Das Wendebecken wird nach den Worten von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann „wichtige Impulse für unsere Hafenwirtschaft geben. Der Hafen wird seine Funktion als Standortfaktor deutlich erhöhen können“.

Als ein sehr weit binnenwärts gelegener Seehafen hat Oldenburg den Besatzungen bislang keine soziale Betreuung gemäß Seearbeitsübereinkommen geboten. Nicht nur, aber gerade auch in Zeiten von Pandemie und Lockdown stehen Seeleute, die sich teils fernab der Heimat befinden, vor besonderen Herausforderungen. Das wissen auch die beiden Oldenburger Humanisten Till Andrzejewski (Oberkommissar der Wasserschutzpolizei) und Axel Kittel (Kapitänleutnant der Deutschen Marine) schon aus eigener beruflicher Erfahrung. Sich vor Ort für die Betreuung von Seeleuten zu engagieren, war ihnen eine Herzensangelegenheit – und so konzipierten sie gemeinsam mit dem Regionalgeschäftsführer der Humanistischen Vereinigung, Jürgen Steinecke, den neuen Seafarer's Social Service Oldenburg (SSSO).

Anlaufstelle öffnet in Kürze

In einem ersten Schritt besuchten Till Andrzejewski und Axel Kittel kurz vor Weihnachten die Seeleute der in Oldenburg liegenden „Fredo“ an Bord. Als Mitbringsel gab es kleine Weihnachtstüten mit Leckereien und ein „Corona-Set“, bestehend aus FFP 2 Masken und einer Flasche Händedesinfektion. Die Seeleute zeigten sich über die Anteilnahme sehr erfreut und begrüßten das neue Projekt der Humanistischen Vereinigung außerordentlich.

Der Vorstand der Humanistischen Vereinigung, Michael Bauer, hieß das neue Projekt im hohen Norden in der „Familie“ der humanistischen Betriebe in Deutschland herzlich willkommen. Für die soziale Betreuung der Seeleute stehen der HV zertifizierte Seelsorger*innen, Pädagog*innen und Psycholog*innen zu Verfügung. Eine religiöse Betreuung kann auf Wunsch vermittelt werden.

In Kürze wird der SSSO seine eigene Immobilie beziehen. Dort wird, sobald es das Infektionsgeschehen zulässt, die Anlaufstelle „50 Miles“ (die Nordsee ist 50 Seemeilen vom Oldenburger Hafen entfernt) aufnehmen.

Bis es so weit ist, werden Axel Kittel und Till Andrzejewski die Seeleute im Hafen weiterhin an Bord aufsuchen und ein offenes Ohr für ihre Anliegen haben. Ehrenamtlich Mitarbeitende sind im Übrigen herzlich willkommen. Die Humanistische Vereinigung wirbt auch um Unterstützung von Seiten der Stadt und der privaten Wirtschaft.

Regionalgeschäftsführer Jürgen Steinecke ist sich sicher: „Mit einem sozialen Engagement für die Seeleute bekennt man sich zum Hafenstandort Oldenburg und erweitert das positive Image seines Unternehmens um eine weitere Facette.“

Wer helfen, unterstützen oder sich informieren möchte, kann unter der Nummer 0511 94002310 oder per Mail an: ssso[at]humanistische-vereinigung.de weitere Informationen erhalten.

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