Humanistisches Radiomagazin: Mubarak Bala im Gespräch
Der Präsident der Humanistischen Vereinigung Nigerias wurde 2020 wegen angeblicher „Blasphemie“ verhaftet, ohne Anklage über ein Jahr lang festgehalten und später in einem international kritisierten Verfahren zu 40 Jahren Haft verurteilt. Sein Fall erregte weltweit Aufmerksamkeit und löste Proteste zahlreicher Menschenrechtsorganisationen aus.
Dank des entschlossenen Engagements seines Anwalts, der Humanistischen Vereinigung sowie vieler internationaler NGOs stellte ein Berufungsgericht 2024 die Rechtswidrigkeit des Urteils fest. Nach seiner Freilassung gelang es, Mubarak Bala sicher außer Landes zu bringen. Heute lebt er im Rahmen des Humanist Shelter Program der Humanistischen Vereinigung in Nürnberg – einem Schutzprogramm für bedrohte Menschenrechtsverteidiger*innen, das ihnen Sicherheit, Betreuung und die Möglichkeit bietet, ihre Arbeit fortzuführen.
In unserem Interview berichtet Mubarak Bala eindrucksvoll über seine Erfahrungen während der Haft, die massiven Bedrohungen, denen er ausgesetzt war, und die Situation für Humanist*innen und religiöse Minderheiten in Nigeria. Er erklärt, warum der Einsatz für Meinungs- und Glaubensfreiheit in stark religiös geprägten Gesellschaften so gefährlich sein kann und wie er seine Menschenrechtsarbeit heute von Deutschland aus weiterführt.
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