Gemeinsam für eine Welt, in der alle Platz haben

Gemeinsam mit Schulen, Vereinen und Initiativen aus den Stadtteilen St.Peter und Gleishammer hat die Humanistische Kita St. Peter wieder ein fröhliches Stadtteilfest auf die Beine gestellt – und eindrucksvoll gezeigt, wie Vielfalt, Toleranz und echtes Miteinander im Alltag aussehen können.

Was für ein Nachmittag! Bei strahlendem Sonnenschein und bester Stimmung verwandelten sich die Scharrer- und Lorschstraße in einen lebendigen Begegnungsort. Hunderte Menschen kamen zusammen, um gemeinsam zu feiern – und dabei ein klares Zeichen für Demokratie und Zusammenhalt zu setzen.

Das diesjährige Motto „Gemeinsam neue Wege gehen" wurde an vielen Stellen kreativ umgesetzt, wie etwa beim „Kinderrechte-Memory" auf dem Rasen, bei dem Groß und Klein beschriftete Platten zuordnen und dabei mehr über die wichtigsten Menschenrechte erfahren konnten. Auf der Bühne begeisterte der Chor der Scharrer-Mittel- und Grundschule mit seinem Auftritt, außerdem gab es Tanz- und Theaterdarbietungen – und einen ganz besonderen Moment: Die Kinder des Humanistischen Kindergartens St. Peter standen gemeinsam mit Monika Utasi von „Moni's Haus voll Musik" und ihren Erzieher*innen auf der Bühne und spielten mehrere Stücke mit Instrumenten und Tanzeinlagen. Der Applaus war riesig und absolut verdient! Für weitere Begeisterung sorgten Zara Larsson von der Kita ArcheMedes, die mitreißende Zaubershow „just non stop" von Markus Just, der Bollywood-Tanz der Gruppe Spirit of India sowie die beliebte große Tombola. Den musikalischen Abschluss des Abends gestaltete YARIN DÜNYA mit einem stimmungsvollen Konzert.

Für Nasser Ahmed (SPD) war es sein erster offizieller Termin als frisch gewählter Bürgermeister nach der Kommunalwahl – und ein ganz persönlicher dazu: Er ist nur eine Straße entfernt im Stadtteil aufgewachsen. Ahmed übernahm die offizielle Begrüßung und nahm sich viel Zeit, kam mit vielen Menschen ins Gespräch, war für Kinder und Jugendliche ansprechbar und lehnte keine Selfie-Bitte ab.

Was einmal als Idee für ein Stadtteil-Picknick begann, ist längst zu einem festen und bedeutsamen Bestandteil des Stadtteillebens geworden. Denn dieses Fest ist Jahr für Jahr ein starkes Signal gegen Ausgrenzung und Hass, und für Respekt, Würde und ein solidarisches Miteinander. Besonders in Zeiten, in denen nationalistische und menschenverachtende Haltungen wieder sichtbarer werden, macht dieses Fest deutlich, worauf es wirklich ankommt. Überall luden Stände und Mitmachaktionen zum gemeinsamen Erkunden, Informieren und Genießen ein. Für Kinder gab es Schleuder-Zielschießen, Entenangeln und eine Torwand – gesammelte Punkte konnten später bei der Tombola gegen Preise eingetauscht werden. Gleich am Eingang hatten die Erzieherinnen des Humanistischen Kindergartens St.Peter liebevoll gestaltete Aktionsstände aufgebaut, die den ganzen Nachmittag über belagert waren. Glitzer-Tattoos und selbst gestaltete Buttons mit persönlichen Bildern und Botschaften sorgten für viele strahlende Kindergesichter. Plakate und Banner zum Thema Kinderrechte und Menschenwürde begleiteten das Fest durch den ganzen Stadtteil – ganz im Geist einer Veranstaltung, die seit Jahren für ein friedliches und inklusives Zusammenleben steht.

Das Fest wäre nicht möglich ohne das großartige Engagement vieler Mitstreiter. In diesem Jahr dabei waren unter anderem: die Scharrer-Mittelschule, die LUISE-Cultfactory, OGS Scharrer, das Erfahrungsfeld der Sinne, das Kinder- und Jugendhaus Pastorius 49, JiG – Jugendarbeit in Ganztagsschulen, der Kulturladen Zeltnerschloss, der Kinderhort Scharrerstraße, der Vorstadtverein Gleißhammer St. Peter sowie die Gemeinde und der Kindergarten St. Kunigund.

Ein rundum gelungener Nachmittag, der eines einmal mehr bewiesen hat: Wenn Menschen unterschiedlicher Herkunft, verschiedener Generationen und unterschiedlicher Weltanschauungen aufeinander zugehen und gemeinsam feiern, schaffen sie etwas Wertvolles – ein offenes, demokratisches und lebendiges Miteinander im Stadtteil.

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