Eine Auszeichnung für die ganze Schulfamilie
Die Humanistische Grundschule Fürth erhält die Auszeichnung „Gute gesunde Schule Bayern 2026". Eine unabhängige Fachjury hat die eingereichte Projektdokumentation begutachtet und würdigt damit das Engagement der Schule für Gesundheitsförderung und Prävention im Schulalltag. Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung – und das, was dahintersteht: eine Schulfamilie, die gesunde Ernährung, Bewegung und Wohlbefinden Tag für Tag mit Leben füllt.
Das Landesprogramm wird vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus getragen und richtet sich an Schulen, die sich über den regulären Lehrplan hinaus für die Gesundheit ihrer Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und der gesamten Schulfamilie einsetzen. Teilnehmende Schulen führen im Laufe eines Schuljahres mindestens zwei Projekte mit klarem Gesundheitsbezug durch und eine Fachjury bewertet, wie nachhaltig und partizipativ die Projekte gestaltet sind. Schulen, die dabei besonders überzeugen, erhalten die Auszeichnung – verbunden mit einer Plakette für das Schulgebäude und einer Urkunde, die bei einer feierlichen Veranstaltung überreicht wird.
Die Humanistische Grundschule Fürth hat sich in diesem Schuljahr erstmals beworben – und auf Anhieb überzeugt. Die Jury lobte ausdrücklich die Kreativität der Ideen, die Vielfalt der Maßnahmen und das Engagement, Prozesse gemeinsam mit den Kindern zu gestalten.
Projekt 1: „Leckerschmecker – Essensentdecker“
Das Projekt widmet sich der Ernährungsbildung und vermittelt Kindern einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Die Schülerinnen und Schüler der 1. bis 4. Klasse kaufen gemeinsam ein, kochen, gärtnern im schuleigenen Gewächshaus auf dem Dach und in den Hochbeeten auf dem Schulhof. Was dort wächst, wird später gemeinsam verarbeitet und gegessen – und stärkt nebenbei das Miteinander.
Beispielhaft zeigt ein Kochtag der roten Gruppe den Ablauf: Die Kinder entwickeln Rezepte, erstellen Einkaufslisten, übernehmen Aufgaben und begleiten den gesamten Prozess von der Auswahl der Zutaten bis zur gemeinsamen Mahlzeit. Auch der Anbau eigener Pflanzen gehört dazu: Gemeinsam mit einer pädagogischen Fachkraft wählen sie Samen und Pflanzlinge aus, pflegen diese und erleben die eigene Ernte.
Seit September 2025 ist das Projekt fester Bestandteil des Schulalltags. Unterstützt wird es vom Schulteam, Eltern und einer Imkerin aus der Umgebung. Die Ideen der Kinder fließen in die Gestaltung ein und im kommenden Schuljahr soll die Gartenarbeit weiter ausgebaut werden.
Projekt 2: „Alle(s) in Bewegung – von Kopf bis Fuß“
Das zweite Projekt schafft einen Ausgleich zum sitzenden Schulalltag und eröffnet Kindern vielfältige Bewegungserfahrungen. Das Sportprogramm reicht von AcroYoga über Kickboxen und Crossfit bis hin zu Tanz. Die Kinder entdecken verschiedene Sportarten und entwickeln dabei motorische und soziale Fähigkeiten. Ermöglicht wird das Angebot durch die Zusammenarbeit von Lehrkräften, engagierten Eltern sowie einem Jujutsu- und einem Taekwondo-Verein. Im Mittelpunkt steht nicht Leistung, sondern die Freude an Bewegung und die Möglichkeit, unabhängig von Vorerfahrungen neue Interessen zu entdecken.
Was die Jury besonders überzeugt hat: Prävention und Gesundheitsförderung beschränken sich nicht auf einzelne Projekte, sondern sind fest im Schulleben verankert. Dazu gehören gemeinsam mit den Kindern gestaltete Ruheräume und eine Leseinsel, neue Bodenmarkierungen auf dem Schulhof, die zu Bewegungsspielen einladen, farbenfrohe Kunstprojekte im Treppenhaus sowie ein Wasserspender am Eingang.
Die Auszeichnung ist kein Schlusspunkt, sondern Ansporn: Beide Projekte sollen fortgeführt werden, die Zusammenarbeit mit Eltern und externen Partnern soll weiter wachsen. Zum Schuljahresbeginn erhält die Schule ein Auszeichnungsschild aus Acrylglas für das Schulgebäude, und im November wird eine Vertreterin oder ein Vertreter der Schule die Urkunde bei einer feierlichen Veranstaltung in München entgegennehmen.
Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und danken allen, die dazu beigetragen haben: unseren Kindern, den Lehrkräften, den Eltern und allen Mitgliedern unserer Schulfamilie. Gemeinsam haben wir diesen Erfolg möglich gemacht!

